Chemie-AG

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In einem der oberen Stockwerke meiner ehemaligen Realschule stehe ich in einem Klassenraum voller Grundschulkinder und versuche mich in Türschwellenpädagogik; ich soll eine AG für chemische Experimente betreuen, bin aber vollkommen unvorbereitet. Ich habe die vage Idee, mit Filzstiftfarbe und Filterpapier Chromatographien durchzuführen. Es ist aber kein brauchbares Material vorhanden, um diese Versuche zu improvisieren. Unser Referendar ist ebenfalls im Raum und ich bitte ihn, für eine Weile auf die AG-Kinder aufzupassen. Ich versuche, die planlose Situation zu überspielen und auf die Schnelle irgendwo etwas Brauchbares zu organisieren: Filzstifte und saugfähiges Papier.
Während ich unten durch die Schulaula vor den Treppenaufgängen entlang laufe, begegne ich Herrn B., einem Deutschlehrer von mir. Er ist erfreut, mich mal wieder zu sehen und erinnert sich, dass meine Aufsätze bis auf wenige Ausnahmen immer ziemlich qualitativ gewesen seien.
Während ich mir seine Ausführungen anhöre, wird mir klar, dass alles nur ein Traum sein muss, und dass ich daher auch gar keinen Grund habe, hektisch nach Unterrichtsmaterial für die AG zu suchen, ja dass es noch nicht einmal nötig war, überhaupt in den Saal zurückzukehren.
Leider verlieren sich hier meine Traumerinnerungen; es war nicht gelungen, den luziden Moment in eine aktive Exkursion umzumünzen.

Flugzeit

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Ich stehe im Dunkeln in der Nähe meines Kleiderschranks und denke darüber nach, dass es endlich mal wieder an der Zeit wäre, einen luziden Traum zu haben. Mehr beiläufig führe ich einen Realitätstest aus, der mir zeigt, dass ich mich just in einem Traum befinde. Ins Schweben übergehend verspüre ich Lust, das Schlafzimmer zu verlassen und die Umgebung zu erkunden, wie ich mir das schon lange vorgenommen habe. Ich betrachte die angelehnte Schlafzimmertür zu meiner Rechten und schlängle mich zwischen Rahmen und Tür hindurch. Auf dem Flur lande ich kurz und überlege mir, ob ich vielleicht zu Fuß weitergehen soll, entschließe mich aber, weiter zu fliegen, um nicht die Bewusstheit über den Traumzustand zu verlieren. Ich fliege hinüber ins Arbeitszimmer. Die Rollläden an beiden Fenstern sind heruntergelassen; dennoch scheint von irgendwoher weißliches Tageslicht den Raum zu erhellen. Beim Rollladengurt schwebend ziehe ich den Rollladen des rechten Fensters hoch. Dahinter erscheint aber nur ein zweiter geschlossener Rollladen! Das nervt mich ein bisschen und ich drehe mich einfach rechts an dem geschlossenen Rollladen vorbei, der leicht und einfach wie eine Gardine zur Seite schwingt. Nun schwebe ich draußen, das Gesicht der gartenseitigen Fassade des Hauses zugewandt; ich gebe mir einen Impuls nach hinten und leicht nach oben und fliege oberhalb der Rasenfläche meines Gartens. Es ist herrlich sonnig und sommerlich hier; alles ist detailreich und lebhaft farbig; der Rasen strahlt in einem hellen, warmen und saftigen Grün. Ich beginne in der sommerlichen Landschaft umherzufliegen; bald bin ich auf einer Zeltplatzwiese mit Sonnenschirmen wie in einem Biergarten. An einem der Tisch sitzt u.a. Herr L., einer meiner ehemaligen Lehrer. Kurzzeitig überlege ich mir, ob ich in diesem Traum noch irgendetwas Spezielles tun soll, fliege aber einfach weiter und weiter, da mir nichts Besonderes einfällt. Ich durchfliege einen Schuppen, einen engen hölzernen Verschlag mit sandigem Boden; dort will ich durch ein enges Fenster in einer Tür wieder ins Freie fliegen, passe aber nicht durch. So stoße ich die Tür kurzerhand auf, um weiterzukommen. Draußen befindet sich eine Pferdekoppel auf einer von Bäumen und Büschen eingerahmten Wiese; schmale, sandige Trampelpfade führen zwischen den leeren Koppeln entlang; keine Tiere da. Umso länger die Flugexperimente anhalten, desto mehr bin ich erstaunt, wie lang ich mich diesmal im Zustand des luziden Träumens halten kann. Meinem Gefühl nach ist es einer der zeitlich längsten und szenisch stabilsten Luzidträume, die ich je erlebt habe. Schließlich begebe ich mich in das Innere einer geräumigen Scheune aus Holz. Drinnen turne und fliege ich übermütig im Gebälk des Dachstuhls und der Zwischendecken herum. Plötzlich habe ich die Stimme von M., einem Freund, im Ohr. Er ermahnt mich ein wenig ärgerlich, nicht so schnell zu machen, da er ja kaum mithalten könne. Während des Turnens im Gebälk erwache ich schließlich. Übungsbeginn 3:24 Uhr. Traumende 4:53 Uhr.

Eine unangenehme Begegnung

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Meistens, aber nicht immer sind luzide Träume angenehme Erfahrungen. Gelegentlich kann es auch zu ziemlich unerfreulichen Begegnungen kommen.
Diesen Morgen träume ich von einem Lokal, in dem rustikale Hausmannskost serviert wird. Irgendwann beginne ich mich zu ärgern, dass ich von einem blöden Lokal träume, anstatt einen luziden Traum zu haben. Schließlich dämmert mir, dass ich diese Situation ändern und das Ganze in einen bewussten Traum umwandeln könnte. M. ist bei mir im Hof dieses Gastronomiebetriebs und gibt mir zu verstehen, dass sie jetzt langsam nach Hause will. Da ich weiß, wie es schneller geht, nehme ich sie entschlossen an der Hand, um zwischen den grünen Sonnenschirmen, die auf dem Hof aufgestellt sind, hindurch in den Himmel aufzusteigen. Sie ist sich unsicher, ob sie das will, und ihr Sohn (?), der ebenfalls in dem Traum auftaucht, ist ganz dagegen. M. soll am Boden bleiben. Trotzdem steigen wir auf, M. an meiner linken Hand, eine andere Frau, die die Reisegelegenheit nutzen will, an der rechten Hand. Draußen vor dem Laden kommen wir aber wieder herunter und schweben zusammen in gut zwei Metern Höhe über dem Kopfsteinpflaster eines großen Platzes zwischen städtischen Wohnanlagen. Es scheint jetzt später Nachmittag zu sein, denn es dämmert schon ein wenig und der Himmel nimmt eine tiefblaue Färbung an. Der Sohn ist jetzt auf dem Platz unter uns und versucht, seine Mutter zu erwischen, in dem er aufwärts springt und irgendjemand von uns am Fuß packen will. Noch bereitet uns die Koordination des Fliegens zu Dritt Schwierigkeiten. Die Damen schlagen ungleichmäßig mit den Armen, sodass wir uns wie ein ungleichförmig gerudertes Boot um uns selbst drehen. Nachdem ich die Damen darauf hingewiesen habe, wird der Flug gleichmäßig und wir kommen endlich voran. Einer Straßenflucht folgend fliegen wir, im Rhythmus der Armschwünge auf und absteigend, davon und versuchen, unseren Verfolger abzuschütteln. Gerade denke ich daran, wie toll doch Klarträume sind, als ich urplötzlich den harten, schlanken und drahtigen Rumpf einer männlichen Person (defintiv nicht M.s Sohn!) auf meinem Rücken spüre; der männliche Körper taucht ohne jede Vorwarnung als „Aufsitzer“ auf. Der Aufsitzer bewegt sich zwar für den Augenblick nicht, lässt aber dennoch eindeutig sexuelle Absichten erkennen – eine unangenehme und Abscheu erregende Situation! Obwohl wir kein direktes Wort wechseln, teilt er mir per Eingebung mit, dass eine Online-Plattform namens „f … er.de“ (sic!) ihn hergeschickt habe. Schaudergefühle (als säße eine haarige Spinne auf mir) durchfluten mich und ich greife hinter mich, packe ihn am Kopf und schleudere ihn, einen weiß gekleideten jungen Mann, mich selbst überschlagend, in einem Salto von meinem Rücken herunter und über meinen Kopf hinweg. Er kommt vor einer weißen Werbetafel rechts von uns an einer Hauswand auf dem Rücken zu liegen und schaut zu mir hoch. Altersmäßig scheint er knapp über das 20. Lebensjahr hinaus zu sein. Nicht nur seine Kleidung ist weiß; auch sein Gesicht ist gespenstisch blass; er hat kurzgeschorenes blondes Haar und einen gepflegten Bart; unheimliche, stahlblaue Augen sind starr auf mich gerichtet. Dummerweise habe ich durch das Handgemenge M.s Hand verloren und sie befindet sich jetzt unter mir auf der Straße, ganz in der Nähe des unheimlichen „Aufsitzers“. Ich muss runter, um sie wieder aufzunehmen. Noch aus dem Liegen heraus, greift er nach mir und sagt mit einer tiefen, absolut unheimlichen Stimme „Du hast noch nicht bezahlt!“, als wolle er Geld eintreiben, da ich ihn ja auf der besagten Online-Plattform bestellt hätte. Ich wehre ihn mit dem Ellenbogen ab und antworte ihm noch, dass ich ihn nicht bestellt hätte! Von meiner heftigen Gegenwehr mitgenommen, rinnt ihm jetzt ein wenig dunkles Blut aus der Nase. Da erwache ich. Es ist 7:55 Uhr; um 6:05 Uhr hatte ich die Traumeinleitung begonnen.
Beim Wieder-Einschlafen erlebte ich einige hypnagoge Landschaftswahrnehmungen, in denen ich mich bewusst bewegte, ohne jedoch voll in sie übergehen zu können, da der physische Körper im Bett voll spürbar war. Etwas später folgte ein zweiter Luzidtraum. Ich fliege draußen vor einem betongrauen Schulgebäude herum und versuche nach drinnen zu kommen, um meine Jacke zu holen, die ich zuvor in einem der Säle vergessen hatte. Doch die Tür, eine mattblaue Doppfeltür mit Glaseinsätzen, ist abgeschlossen und ich kann nicht hinein. So wende ich mich ab und fliege links eine Betontreppe herauf, wo ich mir, luzid geworden, Gedanken darüber mache, ob der „Aufsitzer“ aus dem vorhergehenden Traum womöglich jetzt auch wieder auftauchen könnte. Doch spüre ich auf meinem Rücken nur eine Art Umhang, der im Flug um mich herflattert. Der Aufsitzer kehrt nicht wieder; offenbar hat er es kapiert. Auf der anderen Seite der Treppe fliege ich wieder abwärts und setze zu einem rasanten Landeanflug an; dabei bin ich ein wenig zu schnell unterwegs und ramme, allerdings schmerzlos, fast in den Boden hinein. Mit diesem Übergangserlebnis erwache ich um 9:35 Uhr.

"Geisterfinger"

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Heute hatte ich beim langsamen Aufwachen aus einem Traum eine sehr seltsame hypnopompische Wahrnehmung. Ich hatte die Hände hinter dem Kopf verschränkt und sah die üblichen, blass gefärbten, aber sehr beweglichen Farbfelder im Gesichtsfeld herumrasen. Zugleich aber spürte ich oben links am Schädel eine Berührung; es war, als würde mir jemand einen Fingernagel fest in die Kopfhaut drücken. Der Druck des spitzen Fingernagels erschien mir vollkommen real und änderte sich nicht in seiner Stärke. Definitiv rührte dieses unangenehme Druckgefühl von keinem Finger meiner eigenen Hände her. Ich war voll bewusst und hielt das Gefühl mindestens 10 Sekunden lang entschlossen aus, ohne irgendetwas zu tun, da ich wissen wollte, was weiter geschehen würde. Doch tat sich nichts; der Finger verharrte bewegungslos an meinem Kopf. Erst als die hypnagogischen Farbwahrnehmungen verebbten und sich das gewohnte Bild des halbdunklen Schlafzimmers einstellte, schwand auch das Gefühl.

Der Doppelgänger

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Ich war auf irgendeiner Party und wurde unvermittelt dazu aufgerufen, hinten an einem der mit weißem Papier gedeckten Partytische einen Neujahrstost auszubringen. Ehe ich überhaupt dazu kam, mir zu überlegen, was ich sagen sollte, war die Angelegenheit auch schon erledigt. Zwar hatte ich nichts mitbekommen oder gesehen, doch wusste ich instinktiv, dass eine Art Doppelgänger von mir den Job soeben bereits erledigt hatte. In einem Szenenwechsel gehe ich zielstrebig den Flur in meinem alten Apartment Richtung Küche entlang. Hinter der Küchentür taucht mein Doppelgänger auf, mein exaktes Ebenbild; er sagt nichts und die Begegnung erschreckt mich kein bisschen. Stattdessen fordere ich ihn sofort zur Wiedervereinigung mit mir auf. Mit Blick zur Küchentür schiebt sich mein Selbst von links wieder in mich hinein, ohne dass dabei etwas Besonderes zu fühlen ist; es ist ein ganz unspektakulärer Vorgang. Kaum ist die Reintegration erfolgt, wache ich auch schon auf, sodass ich volle Luzidität nur knapp verpasse. Immerhin, ein bemerkenswerte Variante von außerkörperlicher Erfahrung. Es ist 8:33 Uhr, als ich auf den Wecker sehe; 4:51 Uhr hatte ich die Traumübung begonnen.