Endstation Dunkles Void

– – –
Erforsche selbst die Astralwelt mit „Astralwanderungen und luzide Träume. Das Handbuch für Traumreisende“! Zu beziehen bei:
amazon.de
omega-verlag.de

Da es bis zum Weckerklingeln nicht mehr lang hin ist, trainiere ich heute Morgen nur ein bisschen die optische Konzentration und die Wahrnehmung der hypnagogen Bilder. Auch denke ich daran, in der Hypnagogie den Schwebeimpuls zu üben, ohne indes zu erwarten, dass ich tatsächlich eine Ablösung hinbekommen könnte.
Schließlich finde ich mich in einer Traumszenerie wieder, die von einer spätnachmittäglichen Stimmung beherrscht ist: die Sonne steht tief und taucht die ländliche Umgebung in goldenes Licht. Ich bin mit dem Auto nach Hause unterwegs und möchte an einer Einmündung nach links auf eine Landstraße auffahren. Vor mir biegt eine große landwirtschaftliche Maschine in der Art eines Vollernters ab; am Steuer sitzt ein junger Mann mit einer hohen zylinderhutartigen Kopfbedeckung aus dunklem Filz. Als der Vollernter vor mir eingebogen ist, will ich endlich weiterfahren, bemerke aber, dass links neben mir ein Bauer auf einem Traktor auf der Höhe der Verkehrsinsel stehen geblieben ist und mir mit seiner Maschine den Einblick in die Straße versperrt. Obwohl ich ja nur wegen ihm nichts sehen kann und zudem eine ganze Menge vorfahrtberechtiger Autos auf der Landstraße unterwegs sind, fängt der Bauer an, mit mir herumzumosern, dass ich jetzt endlich weiterfahren solle, weil er hier wenden wolle. Vorsichtig taste ich mich heraus, was die Wut des engstirnigen Traktorfahrers noch mehr steigert; fast fürchte ich, er legt gleich den Rückwärtsgang ein und rumpelt mir in die Seite meines Wagens. Ich komme zwar ungeschoren und ohne einen Unfall zu bauen davon, ärgere mich aber dennoch über dieses Verhalten. Beim Weiterfahren auf der Landstraße ist mein Auto plötzlich verschwunden und ich laufe – gedanklich noch immer mit dem rüpelhaften Bauern befasst – auf einen baumgesäumten Weg rechts neben der Straße entlang. Alsbald beginne ich mich jedoch zu wundern, dass mein Auto plötzlich weg ist, schaue suchend hinter mich und sehe weiter hinten eine Reihe roter Autos, die zwischen den Bäumen geparkt sind. Ich fange jedoch gar nicht erst an, nach meinem Wagen zu suchen, da ich in diesem Moment bemerke, dass ich träume. Stattdessen beschließe ich, nach Hause zu fliegen, wo ich dann wohl sicher auch mein Auto wiederfinden werde. Im Brustschwimmstil steige ich über einer dunklen Unterführung vor mir ins Blaue auf und fliege in eine Dunkelheit hinein. Nun spüre ich einen Zug nach hinten, als wäre ich an diesen Ort angebunden. Da das Ankämpfen gegen geträumte Fesseln und Hindernisse meist schnell zum Erwachen führen, lasse ich das sein. Bereitwillig lasse ich mich auf die Situation ein und sinke ab in eine weit tiefere Dunkelheit, in der gedeckte Farben herumwirbeln, die an das Farbenspiel des Eigenrauschens bei geschlossenen Augen erinnern. In dieser Dunkelheit versuche ich, durch das Rotieren um meine eigene Achse in eine andere Szenerie zu gelangen. Doch das Teleportieren zeigt keine Wirkung; ich bleibe im dunklen Void. Nach dem zweiten oder dritten Versuch öffne ich schließlich die Augen und blicke von meinem Kissen aus nach rechts in mein Schlafzimmer hinein und bin schlagartig völlig wach. Es ist 6:23 Uhr.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s