Luzide Kurzerlebnisse

– – –
Erforsche selbst die Astralwelt mit „Astralwanderungen und luzide Träume. Das Handbuch für Traumreisende“! Zu beziehen bei:
amazon.de
omega-verlag.de

Ich laufe mit M. einen breiten grasbewachsenen Weg eine Böschung hinunter; vor mir führt der Weg in einer seichten Linkskurve um einen grünen Hügel herum, doch erschweren schlammige Pfützen die Passage. Mit Anlauf renne ich rechts über eine Reihe Randsteine hinweg, nehme zugleich in der Kurve Schwung, stoße mich ab und beginne zu fliegen. Luzidität, aber etwas schwächer ausgeprägt, stellt sich ein. Der Flug nimmt so rasant an Geschwindigkeit und Höhe auf, dass es mir glatt mulmig wird; am Ende des Wegs wende ich in der Nähe eines weiß verputzten Hauses. M. verschwindet mal kurz in dem Haus, weil er dort etwas erledigen muss. Ich nutze die Zeit und steige wieder auf, doch dann kommt sehr schnell das Traumende; es ist 5:07 Uhr.
Bereits gestern Morgen war es zu einem Erlebnis mit vergleichbarem Bewusstheitsgrad gekommen. Ich war in der Jugendherberge Altleinigen und will am frühen Morgen die Außentoilette aufsuchen, doch die Haupttür ist noch abgeschlossen. Gerade will ich sie mit meinem Zimmerschlüssel öffnen, als ich mich erinnere, dass in der Kelleretage ein WC untergebracht ist. Ich schließe also nicht auf, sondern mache mich über die steinerne, linksdrehende Wendeltreppe auf den Weg nach unten. Im Lauf dämmert mir, dass ich diese Treppe gar nicht wirklich herunterlaufe, sondern dies lediglich in einem Traum tue. Während ich weitergehe, vertiefe ich mich in Überlegungen über Wirklichkeit und Illusion und darum, ob über eine AKE wahre Informationen über die physische Realität erhalten werden können oder nicht. Ich muss an R.A. Monroe denken, der AKEs für wahre Erlebnisse hielt; nur gestalte sich die Deutung der Wahrnehmungen schwierig, weil der Wahrnehmungsapparat und unser Gehirn die Erlebnisse auf einer anderen Bewusstseinsebene nur fehlerhaft einordnen könne, was ihren oft traumähnlichen Charakter voller psychischer Symbolik erzeuge. In diese Überlegungen versunken, erwache ich kurz vor dem Aufstehen um 6:30 Uhr; Übungsbeginn 5:25 Uhr.

Auferstehung

– – –
Erforsche selbst die Astralwelt mit „Astralwanderungen und luzide Träume. Das Handbuch für Traumreisende“! Zu beziehen bei:
amazon.de
omega-verlag.de

Ich mache mit ein paar Mädels einen Stadtrundgang. Die Mädels (keiner in der Gruppe einschließlich meiner Selbst ist in diesem Traum älter als 15 Jahre) heben mich schließlich in die Höhe und rennen mit mir vor den Eingängen der Tiefgaragen des ehemaligen KARSTADT-Gebäudes entlang; sie finden das furchtbar lustig. Genauso amüsant kommt ist ihnen vor, als sie mich zu Fall bringen und ich, allerdings ohne Schmerz zu verspüre, auf den Asphalt knalle. Der Sturz ist so heftig, dass die Gruppe meint, ich könne tot sein. In dieser Situation erwache ich aus diesem Traum und vernehme dabei eine trockene Grabestimme oder einfach nur ein kratzendes Geräusch, das ich als solche interpretiere. Ich höre „Ich …“ und ergänze in Gedanken den Satz „… bin auferstanden!“; dabei drehe ich mich so leicht im Dunkeln, dass ich sofort bemerke, dass ich ins falsche Erwachen geraten bin. Ich sehe, dass ich mich in meinem alten Jugendzimmer befinde, mache meinen RT und schwimme hinauf zur Zimmerdecke, um durch sie hindurchzutauchen. Doch das gelingt absolut nicht; die Decke ist so hart und undurchdringlich wie eine gewöhnliche Wand im Wachleben, ein steinharter Widerstand. Ich schwebe zu Boden und komme rechts neben dem Bett vor der geschlossenen Tür meines Zimmers zu stehen. Durch den Glaseinsatz dringt das trüb graue Licht einer frühen Morgendämmerung herein. Ein zweiter RT beweist, dass der Traumzustand nach wie vor gegeben ist; ich betrachte meine linke Hand, aus deren Rücken der Zeigefinger herausschaut, den ich soeben hindurchgedrückt habe. An dem kurzen Wandstück zwischen Bett und Tür probiere ich ein zweites Mal, die Wand zu durchdringen und das Zimmer zu verlassen. Doch die Wand ist ebenfalls unüberwindbar hart. Ich wundere mich über das Problem und vermute, dass womöglich die Traumstabilisierung nicht ausreichend ist. Ich stabilisiere, auch um meine Sicht in der Halbdämmerung zu verbessern, doch es tut sich nichts, wenn dann nur ganz minimal. Stattdessen kommt die Doppelwahrnehmung der Hände auf, die ich schon in der letzten OOBE erlebt hatte. Ich spüre die Handflächen meines nicht-physischen Körpers aneinanderliegen, zugleich fühle ich meine physischen Hände auf der Matratze liegen. Zweiteres gewinnt die Oberhand; ich merke zwar noch eine Weile lang die zusammengelegten Hände, kann sie aber nicht mehr bewegen; sie liegen wie erstarrt aneinander. Ich gebe den Versuch, das Gefühl für den Traumkörper zu reaktivieren, als aussichtslos auf und erwache. Es ist 7.05 Uhr.

Die gute Müllabfuhr!

– – –
Erforsche selbst die Astralwelt mit „Astralwanderungen und luzide Träume. Das Handbuch für Traumreisende“! Zu beziehen bei:
amazon.de
omega-verlag.de

Beim Üben scheine ich diesmal keinen Erfolg zu haben; es ist bereits tagheller Morgen und ich liege wach im Bett.
Schließlich stehe ich auf und verlasse geschwind Schlafzimmer und Wohnung. In der Roßlaufstraße setzen Straßenarbeiter die Randsteine für das Trottoir. Ich mache kehrt und laufe windschnell zurück.
Auf dem Flur vor Bade- und Schlafzimmer verspüre ich Lust zu fliegen, lege die Hände zusammen und gehe gleitend über in den Flug. Dabei dämmert mir, dass ich offenbar im Traum bin.
Ich tauche im Flug zurück ins dunkle Schlafzimmer und ins Bett; nach dem RT steige ich nach rechts aus dem Bett (nach zweimaligem Lagewechsel war ich offenbar unbemerkt in der Rechtslage eingeschlafen!) und stehe in der Dunkelheit neben dem Bett, das Gesicht der jetzt angelehnten Schlafzimmertür zugewandt.
Beim Traumstabilisieren sehe ich meine beim Reiben aneinander gelegten Hände als Schattenzeichnung gegen die Dunkelheit. Schließlich vergeht jedoch das Gefühl für die zusammengelegten Handflächen und ich spüre meine Hände auf der Matratze. Gerade ist der Wagen der Müllabfuhr vor dem Haus; wohl wurde ich durch den Lärm direkt unter meinem Fenster geweckt und konnte daher den Traumzustand nicht halten, schade! Übungsbeginn 5:56 Uhr; Traumende 7:05 Uhr.

Materialisationsversuche

– – –
Erforsche selbst die Astralwelt mit „Astralwanderungen und luzide Träume. Das Handbuch für Traumreisende“! Zu beziehen bei:
amazon.de
omega-verlag.de

Nach dem Übungsbeginn um 5:30 Uhr gelange ich ins falsche Wachliegen. Ich befinde mich in der linken Seitenlage, richte meine Konzentration noch einmal frisch aus und denke daran, in eine luzide Traumfahrt einzusteigen. Offenbar sind meine Eltern für einen Moment in dem Traum anwesend und in irgendein leises Gespräch vertieft. Plötzlich überkommt mich eine schlagartige Gefühlsveränderung; eine prickelnde Schwere. Mit dem üblichen RT stelle ich fest, dass es möglich ist, einen Einstieg zu versuchen.
Durch Ausrollen über den linken Bettrand und die antrainierten Stabilisierungen gelingt er problemlos. Nur das Sehen klappt nur halbwegs.
Mit der Verbesserung der Sehfähigkeit beschäftigt, durchquere ich das Schlafzimmer und laufe hinüber ins Arbeitszimmer. Dort stellt sich ein trübes Grausehen ein, nur über rechts kann ich den Schrank mit dem Gästebett klar und farbig wahrnehmen. Ich beschließe, das Problem zu ignorieren und einfach weiterzumachen. Ich hatte mir vorgenommen, im nächsten Klartraum „Materialisationen“ zu üben. So halte ich meine rechte Hand hinter dem Rücken und versuche, dort meine Lieblingsjeans erscheinen zu lassen. Dabei spüre ich, dass ich nun plötzlich irgendwelche merkwürdigen Handschuhe anhabe, schlabberige Stoffteile, wie sie z.B. Archivare anlegen, wenn sie es mit uralten, wertvollen Handschriften zu tun haben.
Zweimal probiere ich die Materialisation, doch es funktioniert nicht. Ich gehe ins Schlafzimmer, finde die Jeans dort (hat es indirekt also doch geklappt?) und steige hinein. Nun versuche ich, unter den Hosenbeinen Schuhe erscheinen zu lassen, da sie barfüßig zu lang sind. Erneut gelingt der Versuch nicht.
Ich wechsle ins EG, ohne viel vom Weg mitzukriegen. Es scheint eher ein Überblenden zu sein. Der Raum ist von einem sachten, warmen Licht erfüllt. Um nicht auf den Hosenbeinen rumschlappen zu müssen, schwebe ich einige Zentimeter über den beige Fußbodenplatten. Ich schwebe hinüber zur Haustür. Und weil ich tagbewusst in einem Klartraum bin, lasse ich sie einfach offen stehen und schwebe raus.
Draußen fällt mir plötzlich das Schweben schwer und ich stakse in ziemlich lächerlicher Weise am Nachbarhaus gegenüber vorbei. Da es mein Traum ist, sind mir die Nachbarn egal, die diese Vorführung durch ihr Verandafenster sehen. Linkerhand schlage ich den gewohnten Weg in die Wingerte ein. Weil ich so ungelenk unterwegs bin, wechsle ich am Ende sogar in einen Gang auf allen vieren über. Dabei spüre ich deutlich den rauen Asphalt unter meinen Handflächen und denke darüber nach, dass intensives Tasten und Fühlen die Traumstabilisierung verbessert. Die Fortbewegungsart mag affig erscheinen, ist aber von daher keine üble Sache.
Die Gegend ist morgendlich dämmrig sowie rechts und links des Weges ungewöhnlich weitläufig. Als ich ein weiteres Haus passiere, das östlich von mir weit zurückgesetzt im Feld steht, kann ich dennoch kurz die Stimmen der Bewohner wahrnehmen, verstehe aber nicht, worum sich ihre Gedanken und Gespräche drehen.
Dann schwenke ich nach rechts in den Weg in die Weinberge ein. Nach einer kurzen Strecke setze ich mich kurz rechts ins dunkelgrüne Gras und bemerke, dass jetzt endlich die Schuhe erschienen sind, die ich zuvor materialisieren wollte. Nun kann ich endlich in normalem Gang ungehindert weitergehen.
Über der Haardt im Westen steht eine weiße, kleine Scheibe in den dichten Wolken dieses Morgens. Ich frage mich, ob sie Sonne oder Mond darstellen soll. Für den Mond ist sie zu hell; für die Sonne ist die Himmelsrichtung falsch.
Weiter hinten ändert sich schließlich die Umgebung. Der Weg führt in eine Art Laube aus Grünzeug und Büschen. Irgendwie kommt mir alles altbekannt vor, obwohl ich diese Umgebung keinem Ort, den ich kenne, direkt zuordnen kann. Alles erscheint mir hier sauberer und gepflegter, als ich es eigentlich erwartet hatte. Bei einem aus Dachlatten gefügten Zaun erwarte ich Brennnesselgestrüpp, doch es ist keines da.
Schließlich erreiche ich die Hausfront eines grau verputzten Mietshauses. Dort wende ich mich nach rechts und gehe auf einen mit einem weiß-rot lackierten Geländer gesicherten Fußgängerdurchgang in ca. zehn Metern Entfernung zu, als ich spüre, dass sich der Traumzustand destabilisiert; ich kann den Zustand nicht mehr länger halten und gerate ins Erwachen. Es ist 6:47 Uhr.

Astralwanderung

– – –
Erforsche selbst die Astralwelt mit „Astralwanderungen und luzide Träume. Das Handbuch für Traumreisende“! Zu beziehen bei:
amazon.de
omega-verlag.de

Diese Nacht versuche ich, im Klartraumzustand die Umfelderkundung des Hauses und der Umgebung fortzusetzen, die ich ein paar Tage zuvor begonnen hatte.
Nach der Traumstabilisierung gehe ich ins Erdgeschoss, durchquere die Diele und öffne die Haustür ganz normal an der Türklinke. Diesmal achte ich nämlich darauf, „unnatürliche“ Operationen wie Fliegen oder das Durchdringen geschlossener Türen und Fenster zu vermeiden, da ich den Eindruck gewonnen habe, dass diese Praxis häufig auf ein schnelles Traumende hinausläuft.
Ohne mich lange aufzuhalten, gehe ich links am Haus auf der gegenüberliegenden Straßenseite vorbei. Ich will das Neubaugebiet durchqueren und die Wirtschafts- und Wanderwege westlich davon aufsuchen. Dummerweise merke ich schnell, dass das Umfeld in diesem Traum starke Abweichungen gegenüber den realen Verhältnissen im Baugebiet aufweist. Es gibt mehr Grünzeug und Gestrüpp an den Wegrändern; es ist eher so, als bewegte ich mich in einem älteren Dorf.
Nach einem knappen Drittel des Weges schneidet mir schließlich so etwas wie eine große graue Kunststoffplane den Weg ab. Es wirkt, als sei sie lose über einen Zaun geworfen, der als unüberwindliche Barriere im Raum steht.
Als ich auf das Hindernis zutrete, merke ich, dass meine Füße in der auf dem Boden aufliegenden Plane einsinken, als bestünde diese aus einem ätherischen Material. Kurzentschlossen drücke ich mein Gesicht hinein, um zu sehen, was dahinter ist. Doch da ist nur Schwärze. Sicher hätte ich über den Zaun hinwegfliegen können, komme aber gar nicht auf den Gedanken, da ich mir ja vorgenommen hatte, die Flugübungen diesmal sein zu lassen. So mache ich links kehrt und laufe zurück.
Wiederum hat sich die Gegend sehr verändert. Der Rückweg führt mich über einen schmalen Streifen aus Waschbetonplatten an einer grün-orange gestreiften Zeltplane (wie von einem großen Campingzelt) vorbei. Rechts fällt eine begrünte Böschung ab, als befände sich dort ein Rinnsal, ein kleiner Bach.
Mein Plan ist jetzt, zum Haus zurückzugehen und von dort aus einen zweiten Weg zu benutzen, um mein ursprüngliches Ziel vielleicht doch noch über die Nordseite des Wohngebiets zu erreichen. Kurz nachdem ich diese Richtung eingeschlagen habe, endet der Traum. Es ist 1:49 Uhr.