Materialisationsversuche

– – –
Erforsche selbst die Astralwelt mit „Astralwanderungen und luzide Träume. Das Handbuch für Traumreisende“! Zu beziehen bei:
amazon.de
omega-verlag.de

Nach dem Übungsbeginn um 5:30 Uhr gelange ich ins falsche Wachliegen. Ich befinde mich in der linken Seitenlage, richte meine Konzentration noch einmal frisch aus und denke daran, in eine luzide Traumfahrt einzusteigen. Offenbar sind meine Eltern für einen Moment in dem Traum anwesend und in irgendein leises Gespräch vertieft. Plötzlich überkommt mich eine schlagartige Gefühlsveränderung; eine prickelnde Schwere. Mit dem üblichen RT stelle ich fest, dass es möglich ist, einen Einstieg zu versuchen.
Durch Ausrollen über den linken Bettrand und die antrainierten Stabilisierungen gelingt er problemlos. Nur das Sehen klappt nur halbwegs.
Mit der Verbesserung der Sehfähigkeit beschäftigt, durchquere ich das Schlafzimmer und laufe hinüber ins Arbeitszimmer. Dort stellt sich ein trübes Grausehen ein, nur über rechts kann ich den Schrank mit dem Gästebett klar und farbig wahrnehmen. Ich beschließe, das Problem zu ignorieren und einfach weiterzumachen. Ich hatte mir vorgenommen, im nächsten Klartraum „Materialisationen“ zu üben. So halte ich meine rechte Hand hinter dem Rücken und versuche, dort meine Lieblingsjeans erscheinen zu lassen. Dabei spüre ich, dass ich nun plötzlich irgendwelche merkwürdigen Handschuhe anhabe, schlabberige Stoffteile, wie sie z.B. Archivare anlegen, wenn sie es mit uralten, wertvollen Handschriften zu tun haben.
Zweimal probiere ich die Materialisation, doch es funktioniert nicht. Ich gehe ins Schlafzimmer, finde die Jeans dort (hat es indirekt also doch geklappt?) und steige hinein. Nun versuche ich, unter den Hosenbeinen Schuhe erscheinen zu lassen, da sie barfüßig zu lang sind. Erneut gelingt der Versuch nicht.
Ich wechsle ins EG, ohne viel vom Weg mitzukriegen. Es scheint eher ein Überblenden zu sein. Der Raum ist von einem sachten, warmen Licht erfüllt. Um nicht auf den Hosenbeinen rumschlappen zu müssen, schwebe ich einige Zentimeter über den beige Fußbodenplatten. Ich schwebe hinüber zur Haustür. Und weil ich tagbewusst in einem Klartraum bin, lasse ich sie einfach offen stehen und schwebe raus.
Draußen fällt mir plötzlich das Schweben schwer und ich stakse in ziemlich lächerlicher Weise am Nachbarhaus gegenüber vorbei. Da es mein Traum ist, sind mir die Nachbarn egal, die diese Vorführung durch ihr Verandafenster sehen. Linkerhand schlage ich den gewohnten Weg in die Wingerte ein. Weil ich so ungelenk unterwegs bin, wechsle ich am Ende sogar in einen Gang auf allen vieren über. Dabei spüre ich deutlich den rauen Asphalt unter meinen Handflächen und denke darüber nach, dass intensives Tasten und Fühlen die Traumstabilisierung verbessert. Die Fortbewegungsart mag affig erscheinen, ist aber von daher keine üble Sache.
Die Gegend ist morgendlich dämmrig sowie rechts und links des Weges ungewöhnlich weitläufig. Als ich ein weiteres Haus passiere, das östlich von mir weit zurückgesetzt im Feld steht, kann ich dennoch kurz die Stimmen der Bewohner wahrnehmen, verstehe aber nicht, worum sich ihre Gedanken und Gespräche drehen.
Dann schwenke ich nach rechts in den Weg in die Weinberge ein. Nach einer kurzen Strecke setze ich mich kurz rechts ins dunkelgrüne Gras und bemerke, dass jetzt endlich die Schuhe erschienen sind, die ich zuvor materialisieren wollte. Nun kann ich endlich in normalem Gang ungehindert weitergehen.
Über der Haardt im Westen steht eine weiße, kleine Scheibe in den dichten Wolken dieses Morgens. Ich frage mich, ob sie Sonne oder Mond darstellen soll. Für den Mond ist sie zu hell; für die Sonne ist die Himmelsrichtung falsch.
Weiter hinten ändert sich schließlich die Umgebung. Der Weg führt in eine Art Laube aus Grünzeug und Büschen. Irgendwie kommt mir alles altbekannt vor, obwohl ich diese Umgebung keinem Ort, den ich kenne, direkt zuordnen kann. Alles erscheint mir hier sauberer und gepflegter, als ich es eigentlich erwartet hatte. Bei einem aus Dachlatten gefügten Zaun erwarte ich Brennnesselgestrüpp, doch es ist keines da.
Schließlich erreiche ich die Hausfront eines grau verputzten Mietshauses. Dort wende ich mich nach rechts und gehe auf einen mit einem weiß-rot lackierten Geländer gesicherten Fußgängerdurchgang in ca. zehn Metern Entfernung zu, als ich spüre, dass sich der Traumzustand destabilisiert; ich kann den Zustand nicht mehr länger halten und gerate ins Erwachen. Es ist 6:47 Uhr.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s