Astrale Stadtbesichtigung

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Ich träume von einem Besuch in einem ziemlich edlen Restaurant. Am Ende des Traumes muss ich daran denken, dass ich nur zu gerne mal wieder mit meiner Kunst des Rückenschwimmens in der Luft angeben würde. Unmerklich wechsle ich in mein dunkles Schlafzimmer und denke „So würde ich es zeigen!“, drehe mich aus der Rückenlage nach rechts und bemerke zu meiner Überraschung, dass ich tatsächlich abheben und vom Bett aus in Richtung Schlafzimmertür fliegen kann! Ich bin also aus dem Traum heraus im falschen Aufwachen gelandet und schlagartig völlig luzid.
Bei der Tür schwebend schüttle ich irgendeinen ätherischen Rest meines Bettzeugs ab, der noch an meinem Traumkörper hängt, schwinge mich in die Rückenlage und fliege so im Rückenschwimmstil knapp unter der Zimmerdecke zur Fensterseite des Raumes und von dort zurück zur Wand, mich mit den Händen hinter dem Kopf abpuffern, um nicht die Wand hinter mir zu rammen.
Schließlich genügt mir das. Ich durchfliege die Schlafzimmertür, wobei kurzfristig mein Sehvermögen schwindet. Ich ignoriere das, da die Erfahrung lehrt, dass die Konzentration auf eine neue Erkundungsaufgabe dieses Problem oft schnell und mühelos auflöst.
Tatsächlich finde ich mich schnell in einer mir völlig unbekannte Parterrewohnung mit relativ niedrigen Decken wieder; die Wohnung macht ansonsten einen geräumigen Eindruck.
Durch ein Verandafenster sehe ich hinaus auf die Straße; als ich durch die Glasscheibe schwebe, achte ich darauf, ob sich – was manchmal der Fall ist – die Szenerie dahinter verändert; das ist aber nicht der Fall. Sie wird nur schlagartig schärfer und lichter.
Gegenüber auf der schmalen, mit Kopfstein gepflasterten Straße ist ein kleines dunkelblaues Auto, ein älteres, wahrscheinlich italienisches Modell, geparkt. Auf dem Kennzeichen steht „DUC – DÜW“ und eine zweistellige Nummer. In Bad Dürkheim bin ich hier also nicht, überlege ich, sonst müsste ja DÜW vorne stehen – und was DUC ist, weiß ich nicht.
Als ich zur weiteren Erkundung dieser mir völlig unbekannten astralen Umgebung aufbrechen will, stelle ich fest, dass mich ein beigefarbener Stoffbeutel an meinem rechten Handgelenk bei meinen Flugbewegungen stört. Er enthält Kleidungsstücke, darunter ein weißblau kariertes Hemd. Ich selbst trage nur meine Unterwäsche. Dennoch schüttle ich den Kleiderbeutel noch auf der Veranda der Parterrewohnung ab und lasse ihn zu Boden fallen. In der Traumwelt brauche ich doch keine Kleider!
Nun folge ich dem Verlauf der schmalen Straße nach rechts und komme an eine Kreuzung; geradeaus führt eine schmale Gasse zwischen zwei Häusern bergab. Links steht, nahe der gelblich-beigen Hauswand, ein Straßenschild an der Ecke, das mir verrät, dass diese Gasse „Öpasau“ heißt; eine Gasse oder Straße dieses Namens ist mir ebenfalls noch nie untergekommen.
Nach links, die etwas breitere Gasse nach unten, geht es dem Stadtzentrum zu. Ich fliege dort entlang.
Am letzten Haus der Gasse halte ich kurz rechts auf der Höhe der Regenrinne an, schaue in den bedeckten Himmel auf, der mir unendlich hoch vorkommt, und überlege dabei, dass ich einen Flug über die Erdatmosphäre hinaus diesmal wohl nicht schaffen würde; mein Flug ist zu träge und die Sache aussichtslos anstrengend.
Nach der kurzen Rast schwebe ich weiter und komme auf einen öffentlichen Platz dieser Stadt. Der Platz ist asphaltiert. Rechts befinden sich Sitzgelegenheiten wie an einem für Touristen attraktiv aufbereiteten Kai oder Pier, links Geschäfte u.Ä.
Auf der Suche nach etwas wirklich Erkundenswertem fliege ich geradeaus weiter.
Auf der anderen Seite steigt die Platz zu einer leichten Anhöhe an. Dort befindet sich eine aus rotem Sandstein gefügte Mauer, die z.T. von Grünzeug überwuchert ist. Dahinter ist ein Bahndamm. Und auf dem Höhenzug jenseits der Bahngleise steht rechts ein beeindruckendes rotes Gebäude mit breiter Fassade, das von seiner Architektur und mächtigen Anlage her ein wenig an das Pentagon erinnert. Das Gebäude ist modern und erweckt in mir den Eindruck, das es sich um ein Krankenhaus oder Sanatorium handelt. Das zu besuchen, zieht mich weniger.
Ich wende den Blick nach links ab und entdecke, dass dort hinten ein mit schmalen Treppen versehener Pfad bergauf in den Wald zu einer Burgruine aus rotem Sandstein führt. Das interessiert mich mehr. Ich fliege dort hinauf.
Die Burgruine entpuppt sich aber als ein von ruinenähnlich angelegten Mauern umgebener Aussichtsplatz oberhalb der Stadt. Innerhalb des Mauerrings stehen hölzerne Sitzbänke im Kreis auf einer Grasfläche. Ich setze mich auf eine der Bänke und schaue in den weißlich bedeckten Himmel hinauf. Zur Rechten entdecke ich die Sonne. Ich bemerke, dass es wieder einmal diese seltsame Sonne ist, wie ich sie oft in Klarträumen und Astralwanderungen zu sehen bekomme: eine blendungsfreie Scheibe, in die man problemlos hineinschauen kann; gräulich mit Gelbeinschlag, am unteren Rand zeigt diese eigentümliche Sonnenscheibe eine ins rötliche oder rosa hineinspielende Verfärbung.
Als ich diese Sonne betrachte, fällt mir auf, wie erstaunlich lange dieser Klartraumzustand nun schon stabil ist. Und nichts weist darauf hin, dass die Traumstabilität geringer würde!
Da ich dieser Tage gesundheitlich nicht ganz auf der Höhe bin, beschleicht mich plötzlich die irrationale Angst, irgendetwas sei nicht in Ordnung. Bewusst zwinge ich gedanklich das Traumende herbei. Die Szenerie verschwimmt und ich tauche in meinem halbdunklen Schlafzimmer auf.
Es liegt diesmal kein falsches Erwachen vor. Und alles ist völlig okay. Der kurze irrationale Anfall hat einen Klartraumzustand beendet, der – so zumindest dem Gefühl nach – möglicherweise noch eine ganze Weile länger angehalten hätte.
Es ist 8:23 Uhr; um 7:46 Uhr hatte ich das letzte Mal auf den Wecker geschaut und dann noch eine weitere zwanglose Übungsrunde eingelegt.

Pflaumenernte

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Im zweiten Übungsanlauf heute Morgen (endlich wieder ein bisschen Zeit und Muße!) träume ich, im Garten hinter meinem Elternhaus Pflaumen zu pflücken.
Dicht neben dem Baum, der nah an der Mauer zum Nachbargrundstück steht, dient eine Alukonstruktion in der Art eines Baumwipfelpfades als Kletterspielgerät für Kinder. Höher im Baum hängen sehr viele Früchte; daher will ich den aus Metallplatten gefügten Pfad entlanggehen.
Das erweist sich als nicht ungefährlich; das Spielgerät wurde offenkundig seit Jahren nicht mehr gewartet und die Platten geben an den Fugen nach, schwingen und hängen an einer Stelle nach unten durch, sodass sie kaum noch mein Gewicht tragen können. Ich gehe zurück.
Unten will gerade ein altes Ehepaar ihr Haus auf dem Nachbargrundstück betreten. Die Frau schaut mich an, als hätte ich hier nicht zu suchen. Ich ignoriere sie, springe behände über ein Geländer und gehe davon.
Im Gehen werde ich luzid. Ich wende und erhebe mich zum Flug. Die beiden alten Leute sind nun, in irgendeine Unterhaltung vertieft, bei der Garage beschäftigt und sehen mich nicht, wie ich zum Pflaumenbaum zurückfliege.
Unmerklich ist es in der Szenerie Abend geworden; die Straßenlaternen sind an und spenden von links her weißes Licht. Merkwürdigerweise sind die vielen Pflaumen verschwunden; ich pflücke nur zwei, da ich ohnehin kein Interesse habe, im luziden Traum diese Tätigkeit großartig fortzusetzen.
Hinter einer Gartenhecke seitlich des Baums entdecke ich die Schüssel mit den zuvor geernteten Pflaumen auf einem Rasenstück. Ich versuche, die beiden Früchte einfach von hier oben aus in die Schüssel zu werfen.
Die Erste prallt ab und rollt hinter der Schüssel weiter. Auch die Zweite trifft auf den Schüsselrand, rollt aber zurück zur Hecke, dabei gefolgt von einem plötzlich auftauchenden kleinen Hund, einem Dackel, der unterhalb der Hecke an der Frucht schnüffelt.
Über der Hecke schwebend wünsche ich mir dreimal hintereinander ein falsches Erwachen, um mich beim Aufwachen zu einem weiteren Klartraum abzufangen. Dann steige ich auf, lasse den Garten hinter mir und fliege in vielleicht zehn Metern Höhe eine asphaltierte Straße entlang.
Es herrscht die angenehme Stimmung eines lauen Sommerabends. Nach wie vor erleuchten Straßenlaternen die Szenerie; rechts der breiten Straße liegen Parkplätze entlang einer langen Heckenzeile; links liegt ein Fußballplatz hinter einem hohen Zaun im Dunkeln. Hier fliege ich entlang, bis meine Sehfähigkeit vergeht und ich durch eine kurze Dunkelheit hindurch in meinem Schlafzimmer auftauche. Leider bleibt das gewünschte falsche Erwachen aus. Es ist 7:18 Uhr. Übungsbeginn 5:30 Uhr.

PS.: Bezüglich der „Übung in Hellsicht“ habe ich mit L. gesprochen. Habe das Ganze in einen Scherz verpackt, da es ja doch ein bisschen seltsam ist, jemanden auf seine Bettwäsche anzusprechen. L. zeigte sich aber wenig auskunftsfreudig; redete von braun oder blau als Matratzenüberzug und einer motivlosen Bettwäsche – kam mir aber so vor, als wollte er bloß nicht raus mit der Farbe, wie die Sachen wirklich aussehen.

Übung in Hellsicht

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Im hypnagogen Klartraum sitze ich an meinem Pult und unterhalte mich u.A. mit L., einem Schüler. Es geht darum, ob es so etwas wie hellseherische Fähigkeiten gebe.
Ich beschließe den bewussten Traumzustand für einen Versuch zu nutzen und anbei ein bisschen vor den Schülern anzugeben. Ich schließe die Augen und konzentriere mich darauf, wie es in L.s Zimmer aussieht.
Auf dem Augenhintergrund zeichnet sich eine Naheinstellung von L.s Bett ab. Das Spannbetttuch auf der Matratze ist blau. Und der bunte Überzug der Bettdecke zeigt ein Janosch-Motiv: Ich sehe den kleinen Tiger; seine Augen sind geschlossen, als sei er ganz in irgendeinen schwelgerischen Genuss vertieft.
Morgen muss ich L. mal nach seinem Matratzenüberzug und den Motiven auf seiner Bettwäsche befragen.

Fassadenklettern

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Die heutige Klartraumübung bringt relativ eindrückliche Kurzerlebnisse. So klettere ich aus reiner Experimentierlust an der Fassade eines alten, weiß-grau gestrichenen Kirchturms hinauf. Das geht ziemlich leicht und anstrengungslos. Unter dem Dachsturz – die Kirche ist mit weißen Holzschindeln gedeckt – überfällt mich allerdings Höhenangst (kommt im Traumzustand nur selten, aber gelegentlich eben doch vor). So traue ich mich nicht, überzugreifen, um über das Dach selbst und an der gegenüberliegenden Fassade wieder herunterzuklettern. Also lege ich den Rückwärtsgang ein; schwungvoll geht es von Fenstersims zu Fenstersims wieder nach unten.
Später besichtige ich in einer relativ ereignislosen astralen Rundwanderung (nur meine Tante L. ist für einen Moment flüchtig in der Szenerie anwesend) ein gerade frisch renoviertes burgähnliches Gebäude. Die Steinmetzarbeiten an der Gebäudefassade sind etwas übertrieben bunt bemalt worden. Und die Vorhalle des mittelalterlichen Baues ist mit Buden und Souvenirshops allzu übertrieben zur Touristenfalle gestaltet; nahe des Eingangs sind zwei Mitarbeiter zu sehen, die wie Zirkusdirektoren aufgeputzt sind – ein schmerzhafter Stilbruch bei dem an sich sehr hübschen historischen Gebäude.
Andere Traumsequenzen bringen rasantere Bewegungserlebnisse: Fahrten mit dem Auto durch enge Gassen und dunkle Tunnels mit Bussen u.A. als Gegenverkehr, schließlich eine Fahrt mit dem Rad, die ich, als der Fahrweg steiler und anstrengender wird, in höhe Luftsprünge auf dem Hinterreifen des Fahrrades überführe. Zeit 6:30 bis 8:30 Uhr.