WILD-Technik als Schlafhüter

Um 4:30 Uhr nehme ich die Übung wieder auf, die ich abends vor dem Einschlafen begonnen hatte, und konzentriere mich auf die Wahrnehmung der hypnagogen Bilder; u.A. weil es dafür für meine Verhältnisse vielleicht ein Stündchen zu früh ist, beobachte ich aber nichts besonders Auffälliges.
Nachdem ich geraume Zeit mit dieser Konzentration zugebracht habe, beschleicht mich das Gefühl, mit dieser Ausrichtung heute nichts erreichen zu können, und beschließe, mich auf die Körpertechnik umzukonzentrieren. Ich rolle mich auf die linke Seite, ohne dabei zunächst etwas Besonderes zu bemerken, schließe aber sogleich den Fingertest an, der mir eindeutig sagt, dass ich zwischenzeitlich den Traumzustand des falschen Wachliegens erreicht habe! Milde erfreut schwinge ich heftig meine Arme und hebe so im Schwimmmodus in die dunkle Void ab.
Einmal mehr beweist mir diese Erfahrung, dass es einfach falsch ist, sich beim WILDen auf eine bestimmte „Technik“ – sei es die Bildtechnik, eine Ich-Punkt-Technik oder was auch immer – festzulegen und das Erlebnis auf diesem Weg realisieren zu wollen. Die einseitige Festlegung auf einen bestimmten Weg raubt einem die Offenheit und erzeugt Erwartungsdruck. In diesem Fall kann die benutzte Klartraumtechnik selbst zum Schlafhüter werden, der dafür sorgt, dass man – völlig einseitig kanalisiert – eine sich bietende Gelegenheit nicht als solche erkennt und somit die Chance verpasst.

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Der rote Blitz

In einem meiner heutigen Träume finde ich mich in der Situation eines Burgherrn vor, der seine Festung gegen angreifende Feinde verteidigt. Mit Superkräften und einer Gewissheit meiner Unbesiegbarkeit rase ich die linksdrehende Wendeltreppe eines Turmes nach unten, werde dabei so schnell, dass ich schließlich seitlich entlang der Wand spiralförmig hinabjage.
Vor dem Turm finde ich eine baumgesäumte Grasfläche vor, die auf der rechten Seite von einem länglichen Gebäude, einstöckig und ziegelgedeckt, eine Art Unterstellmöglichkeit für Material, begrenzt ist. Verteidiger und Feinde sind in diesem Traum nur als Gedanken anwesend; zu sehen ist niemand.
Kurz waagerecht zur Mitte der Grünfläche jagend, werde ich mir meiner besonderen Fähigkeit in diesem Traum bewusst: dieser Burgherr beherrscht den magischen Kniff, seinen Körper in einen grell weißrot lodernden Blitz umzuwandeln und sich auf diese Weise nach freiem Willen zu teleportieren. Genau dies will ich jetzt umsetzen; mit Macht explodiere ich und werde senkrecht in den Himmel geschleudert, wobei sich volle Luzidität einstellt. Ich erinnere mich an ein etwas länger zurückliegendes Experiment, bei dem ich mich im Flug über die Erdatmosphäre hinaus in die Schwärze des Weltalls katapultiert hatte. Soweit will ich diesmal nicht gehen; ich möchte in der gegebenen Traumumgebung bleiben. In schwindelerregender Höhe stoppend blicke ich nach unten auf das mit rotbraunen Ziegeln gedeckte Hallendach und das Wäldchen, das sich dahinter erstreckt.
Ich begebe mich nach unten und starte noch mal neu zu einem kontrollierten und weniger rasanten Aufstieg, den ich unterhalb einer grauen Wolkenschicht stoppe. In diese möchte ich ungern hineinfliegen, da ich drinnen ja alle Sicht verlieren würde. Stattdessen drehe ich mich in der blauen Luft, in der Ferne sind einige weiße Federwölkchen zu sehen, langsam um mich selbst und untersuche dabei mein Körpergefühl in dieser Flugsituation. Bin ich in der Lage die Frische und Kühle der Höhenluft zu spüren; gibt es in diesem Traum einen auf der Haut spürbaren Windzug? Obwohl ich frei in der Luft schwebe, fühlt sich allerdings alles so an, als befände ich mich in einem geschützten Zimmer. Es ist keinerlei Windzug zu spüren. Stattdessen rückt die Konzentration auf das Körpergefühl meinen physischen Körper in meine Wahrnehmung herein; er verdrängt meinen Traumkörper, die Szenerie verschwindet in Dunkelheit und ich finde mich in meinem Bett wieder.
Es ist ca. 5:30 Uhr. Auch der Rest des Morgens ist von mehreren kurzen Klartraumerlebnissen geprägt. Wenn ich heute nicht zu faul für eine konzentrierte Übungseinheit gewesen wäre, hätte ich bestimmt noch einiges rausholen können!

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Ein „Kartentrick“

In dem Feriendomizil meiner Jugendzeit sitze ich mit einem Bekannten am Tisch. Ich zeige ihm einen Zaubertrick mit Spielkarten; dazu habe ich die vier Asse des Spiels aussortiert, lege sie gut sichtbar auf den Tisch, drücke ihm den Kartenstapel in die Hände und fordere ihn auf, die Asse beliebig in den Kartenstapel zu stecken. Dann nehme ich die Karten wieder entgegen, mische einmal, konzentriere mich auf die Asse – mir ist in diesem Moment völlig klar, dass ich im Traum alles durch bloße Konzentration auf das Gewünschte ausrichten kann! – und lege sodann die ersten vier Karten des Stapels aufgedeckt auf den Tisch – es sind die vier Asse des Spiels!
Der Trick verblüfft meinen Bekannten und er fordert mich auf, ihn zu wiederholen. Gesagt, getan!
Schließlich will er den Trick dahinter wissen. Zu seiner Enttäuschung kann ich ihm den nicht erklären, da ja im Klartraumzustand eigentlich gar kein Bluff dahinter steckt, sondern tatsächliche „Magie“, reine Gedankenkraft, die in diesem Bewusstseinszustand alles bewirkt! Darüber hinaus wandelt sich der Kartenstapel in meinen Händen in ein weißes, klebriges und matschiges Etwas, mit dem beim besten Willen keine Vorführungen und Erklärungen mehr möglich sind. Zugleich schwindet auch die Traumbewusstheit und ich gleite erinnerungslos ins gewöhnliche Träumen ab.

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Von der Kaserne in den Naturpark

Heute Morgen versetzt mich ein Traum in meine Wehrdienstzeit zurück. Vom Gang her betrete ich nach rechts meine Stube. Rechts steht ein Unteroffizier, den ich aus der Kleiderkammer kenne, neben einem Spint. Ich stehe sogleich stramm und erstatte Meldung. Weil ich – eigentlich unüblich für einen frischen Wehrpflichtigen in den ersten Tagen beim Barras – ganz ungewöhnlich guter und lockerer Stimmung bin, wünsche ich dem Mann, einem netten und unkomplizierten Menschen, der wenig mit den typischen „Kommissköpfen“ gemein hat, im Anschluss einen guten Tag.
Weitere Vorgesetzte niedrigen Dienstgrades sind anwesend, denn in der Stube findet gerade eine Durchsuchung statt.
Einer bringt eine Plastikflasche des Kameraden F., die randvoll gefüllt ist mit weißen und hellrosa Zuckerbondons in Himbeerform. Die Flasche erweckt einen Drogenverdacht und soll einer näheren Untersuchung zugeführt werden.
Ich geselle mich zu F., der unten auf dem Etagenbett sitzt. Von oben hängt eine herausgezerrte Decke herunter, sodass es auf dem unteren Bett dunkel wie in einer Deckenhöhle ist, wie ich sie als Kind manchmal gebaut habe.
Ich frage F., wie es so sei.
Und er nennt mir S. als einen guten Kameraden, und ich stimme ihm zu.
Allem Anschein nach ist es einer der ersten Tage, nachdem ich einrücken musste. Da ich mich in dieser Zeit keineswegs so gut gelaunt und unbeschwert gefühlt habe, wird mir deutlich, dass diese Situation nur geträumt sein kann.
Ich stehe vom Bett auf und drehe jetzt traumbewusst eine Runde durch die vom Deckenlicht und dem bedeckten Tag vor den Fenstern hell erleuchtete Stube.
Nun sind auch mehrere Kinder in der Stube anwesend; N. z. B. krabbelt auf dem Boden herum, was die Traumhaftigkeit des Ganzen nochmals unterstreicht.
Um den Traum zu stabilisieren, beschließe ich, den Raum und die gegebene Szenerie erst einmal nicht zu verlassen, sondern festzuhalten.
Dummerweise verlassen jetzt alle eilig den Raum, um zum Frühstück zu gehen.
P., einer meiner Schüler im Religionsunterricht, verlässt als letztes die Stube. Schleunig hefte ich mich an seine Fersen, da ich die Intuition habe, dass ein vorzeitiges Traumende erfolgt, wenn ich hier den Anschluss verliere.
Draußen geht es nach links eine breite Waschbetontreppe hinunter. Rechts befindet sich eine niedrige Betonmauer, hinter der – wie in einer gigantischen Mensa oder auf einem ausgedehnten Pausenhof – ein Gewimmel zahlloser Menschen zu beobachten ist; das riesige Areal scheint überdacht.
Um auf der langen und flachen Treppe den Anschluss an P. nicht zu verlieren, gerate ich beim Heruntereilen in den Flug. Unten am Treppenabsatz zweigt die niedrige Betonmauer ein Stück weit nach rechts ab und alles geht in ein riesiges Freilandareal über, eine ausgedehnte Grasfläche, dunkelgrün unter dem bedeckten Himmel.
Ich erhebe mich zu einem etwas höheren Flug und drehe eine Rechtskurve, um P. nicht aus den Augen zu verlieren, doch das ist in diesem Augenblick auch schon geschehen. So drehe ich ab und fliege in das Freigelände hinaus.
Auf der rechten Seite des Geländes steht eine blonde Frau ca. Anfang vierzig nahe bei einem frisch gepflanzten Obstbaum. Ich begebe mich auf ihre Höhe herunter und frage sie, wo wir hier seien.
Sie bezeichnet den Ort als den „Dresdner Naturpark“. Und ich überlege kurz, ob es auch in der Realität einen Ort dieses Namens gibt.
Weil die Frau eine Mitarbeiterin dieses Parks zu sein scheint, frage ich sie, ob sie mir eine Führung geben wolle.
„Selbstverständlich“, sagt sie freundlich lachend, läuft dabei einige Schritte über die Wiese und schlägt ein bis zweimal mit den Armen, „wenn ich dabei nur auch so schön fliegen könnte!“
Ich könne das, weil ich eine Astralprojektion sei, antworte ich ihr.
Im nächsten Moment, ich steige gerade ein wenig höher in die Luft, schwindet der Traumzustand und die Überblende ins Bett erfolgt. Leider erhalte ich also keine Führung durch den „Dresdner Naturpark“ mehr.
Der Wecker zeigt 6:10 Uhr.

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Ein prä-luzider Moment

In der Schule muss ich für F., einen Schüler, einen Arzt anrufen und ihn dann auch in dessen Praxis bringen. Frau Z. übernimmt derweil meine Klasse; die Kinder sitzen an einem großen U aus weißen Tischen im geräumigen Foyer des Schulgebäudes (gibt es so in unserer kleinen Schule gar nicht).
„Lustig“, denke ich, „so muss ich ja diesen Vormittag gar nichts Richtiges arbeiten, sondern mache nur so lala hier herum.“
Mit diesem Gedanken im Kopf laufe ich einen Gang im Gebäude entlang und betrete nach rechts die längliche und ihrerseits sehr geräumige Schulküche.
Vor den großflächigen Fenstern ist der Himmel, so als wäre es tiefe Nacht, schwarz und mit einzelnen Sternen besetzt.
Rechts an der langen Wand hängt eine Uhr, die 12 Uhr anzeigt. Eigentlich müsste das 12 Uhr mittags heißen, aber draußen schaut es aus, wie 12 Uhr nachts. Als ich diesen Widerspruch erfasse und den Blick nochmals zwischen Uhr und dem nächtlichen Himmel schweifen lasse, bahnt sich ein Klarheitsmoment an.
Doch wie gestern folgt auch diesmal ein Schwinden des Erinnerungsvermögens und der prä-luzide Moment konnte daher nicht genutzt werden.

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Gespräch mit einem Verstorbenen

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Heute früh ein seltsamer, emotional verwirrender Traum, in dem es um P., einen vor einigen Jahren verstorbenen Onkel, geht.
Schließlich sehe ich Onkel P., den Kopf zur Fensterseite, ausgestreckt auf der Couch im Wohnzimmer meiner Eltern liegen.
Ich sitze ihm gegenüber auf dem Fernsehsessel, zwischen uns der Wohnzimmertisch. Eine stark kanalisierte Luzidität stellt sich bei mir ein und mir wird klar, dass P. bereits seit langem tot ist.
Ansatzweise gelingt es nun, meinem Plan umzusetzen, Verstorbene in meinen Träumen nach ihrem Schicksal im und nach dem Tod zu befragen.
Ich frage Onkel P. danach, wie er den Vorgang des Sterbens erlebt hat.
Er hebt den Kopf und schaut mich mit einem durchdringenden, wie verwunderten Blick an.
Seine Antwort erfolgt ganz offensichtlich nicht direkt verbal, sondern eher in Form einer gedanklichen Übertragung oder Verbindung.
Es sei nichts Besonderes gewesen, meint er, und zwar in dem Sinne, dass es nicht viel Erinnerliches zu diesem Übergang gebe.
Darüber hinaus erhalte ich leider keine Informationen mehr, da mir Traumbewusstheit und Erinnerung ab dieser Stelle schnell schwinden.

Im Großraumbüro

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In der heutigen Trainingsphase zeigt sich eine schnelllebige Hypnagogie; es beginnt mit der Heckansicht eines alten weißen Mercedes, dessen Nummernschild ich erfolglos zu entziffern versuche.
Nach einer unübersichtlichen Vielzahl an bildhaften Wahrnehmungen gelingt es mir schließlich für Sekunden, in ein hell eingerichtetes Großraumbüro einzutreten: länglich geschnittener Raum wie von hell strahlenden Neonröhren erleuchtet, weiße Wände, breite Fensterfront, draußen herrscht Tag, jeweils wandseitig weiße bzw. hell cremefarbene Tische, an denen Personen an PCs arbeiten sowie Tische mit Büromaschinen wie Druckern u.Ä.
Nahe der Fensterseite kann ich noch ein oder zwei Schritte in den Raum hineingehen und drehe mich dort um. An der Tür links an der Wandseite muss soeben ein Mann eingetreten sein, mittelgroß, grauhaarig mit grauem Schnauzbart; er schaut mich an, tätigt einen Schritt auf mich zu und will offenbar etwas zu mir sagen.
In diesem Moment falle ich wieder aus der luziden Traumszene heraus; der Vorgang ähnelt dem Kippeffekt, den man von bestimmten optischen Täuschungen kennt: in einem Augenblick sieht man eine Vase, im anderen zwei einander zugewandte Gesichter im Profil. So ergeht es mir hier: im einen Moment verschwindet das Gefühl für den Traumkörper und ich fühle den im Bett liegenden physischen Körper und der visuelle Eindruck des Büroraums und des grauhaarigen Mannes verschwindet ebenso schnell, wie er aufgetaucht ist.
Nachdem ich den Traumzustand hier nicht halten konnte, wird mir endgültig klar, dass ich heute wohl einfach nicht mehr schläfrig genug bin, um in einen stabilen Traumschlaf überzuwechseln, und beende die Übung.

Seltsame Exkursionstechniken: Propeller und Sägeblatt

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Im falschen Wachliegen (mindestens das Zweite in der heutigen Übungsrunde) bin ich in einem mir unbekannten Zimmer, einem Hotelzimmer, das aber zugleich einige Züge meines heimischen Umfelds aufweist.
Der Raum ist sanft durch eine Wandleuchte erhellt, die es bei mir zuhause allerdings nicht gibt.
Ich liege auf dem Rücken auf dem Teppichboden dieses Zimmers und will mit geschlossenen Augen eine Traumexkursion auslösen. Das funktioniert aber nicht wie gewünscht. Einer plötzlichen Eingebung oder einem Reflex folgend probiere ich eine methodische Variante aus.
Mit dem Steißbein als Auflagepunkt wird mein Körper dabei in eine Rotation gegen den Uhrzeigersinn versetzt; Kopf, Oberkörper und Beine sind ohne irgendeine Kraftanstrengung meinerseits so weit angehoben, dass sie den Boden nicht berühren und die Drehbewegung nicht bremsen.
Mit geschlossenen Lidern wirbele ich wie ein Propeller herum, ohne dass mir davon unwohl wird (interessanterweise beschreibt Alfred Ballabene auf seiner Astralseite ähnliche Sonderformen von Exkursionsanfängen!).
Beim Rotieren gewinne ich das Gefühl, mich nach oben hin „wegzuschrauben“ und so mit dem Traumkörper davonfliegen zu können. Dies will ich unterstützen und versuche alsbald, seitlich aus der Aufwärtsschraube auszubrechen und im Schwimmmodus in die mich umgebende Dunkelheit davonzufliegen.
Allerdings bleibe ich irgendwie hängen und komme nicht weg.
Plötzlich in die Bauchlage gedreht, verebbt das Gefühl, mich nach oben zu schrauben oder wegschweben zu können.
In dem Zimmer, in dem ich mich befinde, hält sich jetzt (vielleicht aber auch schon vorher) mindestens eine weitere Person auf.
Ein Herr mit grau meliertem Vollbart und Apotheker- bzw. Arztkittel (einer von den „Helfern“, von denen manchmal in der OBE-Literatur berichtet wird?) meint zu mir, mit dem, was ich da täte, würde ich kaum weiterkommen. Es gebe bessere Möglichkeiten!
Er zeigt mir eine Handsäge mit sehr breitem Blatt und groben Zähnen. Das Sägeblatt ist sehr flexibel und lässt sich leicht biegen und sogar einrollen.
Wieder in der Rückenlage am Boden lasse ich mich auf das Experiment ein, die „bessere Möglichkeit“ an mir vorführen zu lassen.
Das hochflexible Sägeblatt wird mir um den Kopf gelegt, förmlich gewickelt.
Mit erneut geschlossenen Augen spüre ich nun, wie das Sägeblatt um mich herumgewunden wird; es wird über meinen Kopf, dann über den Hals und über den Oberkörper bewegt, so sanft und vorsichtig, dass keinerlei Verletzung durch die Sägezähne zu befürchten ist.
Die seltsame Prozedur verursacht ein etwas eigentümliches Gefühl. Der Traumkörper wird dadurch aber ebenfalls nicht freigesetzt – die Methode ist sicherlich nicht besser als meine erste „Technik“.
Als ich aus dieser befremdlichen Exkursionsübung erwache, muss ich wieder daran denken, dass der Versuch, astrale Wanderungen und luzide Träume auszulösen, wohl nicht immer zu einem erfolgreichen Abschluss, aber in fast allen Fällen zu sehr merkwürdigen und, wie diesmal ja auch, zu ziemlich belustigenden Erlebnissen führt, über die man sich in der Nachschau nur gehörig wundern kann!