Seltsame Exkursionstechniken: Propeller und Sägeblatt

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Im falschen Wachliegen (mindestens das Zweite in der heutigen Übungsrunde) bin ich in einem mir unbekannten Zimmer, einem Hotelzimmer, das aber zugleich einige Züge meines heimischen Umfelds aufweist.
Der Raum ist sanft durch eine Wandleuchte erhellt, die es bei mir zuhause allerdings nicht gibt.
Ich liege auf dem Rücken auf dem Teppichboden dieses Zimmers und will mit geschlossenen Augen eine Traumexkursion auslösen. Das funktioniert aber nicht wie gewünscht. Einer plötzlichen Eingebung oder einem Reflex folgend probiere ich eine methodische Variante aus.
Mit dem Steißbein als Auflagepunkt wird mein Körper dabei in eine Rotation gegen den Uhrzeigersinn versetzt; Kopf, Oberkörper und Beine sind ohne irgendeine Kraftanstrengung meinerseits so weit angehoben, dass sie den Boden nicht berühren und die Drehbewegung nicht bremsen.
Mit geschlossenen Lidern wirbele ich wie ein Propeller herum, ohne dass mir davon unwohl wird (interessanterweise beschreibt Alfred Ballabene auf seiner Astralseite ähnliche Sonderformen von Exkursionsanfängen!).
Beim Rotieren gewinne ich das Gefühl, mich nach oben hin „wegzuschrauben“ und so mit dem Traumkörper davonfliegen zu können. Dies will ich unterstützen und versuche alsbald, seitlich aus der Aufwärtsschraube auszubrechen und im Schwimmmodus in die mich umgebende Dunkelheit davonzufliegen.
Allerdings bleibe ich irgendwie hängen und komme nicht weg.
Plötzlich in die Bauchlage gedreht, verebbt das Gefühl, mich nach oben zu schrauben oder wegschweben zu können.
In dem Zimmer, in dem ich mich befinde, hält sich jetzt (vielleicht aber auch schon vorher) mindestens eine weitere Person auf.
Ein Herr mit grau meliertem Vollbart und Apotheker- bzw. Arztkittel (einer von den „Helfern“, von denen manchmal in der OBE-Literatur berichtet wird?) meint zu mir, mit dem, was ich da täte, würde ich kaum weiterkommen. Es gebe bessere Möglichkeiten!
Er zeigt mir eine Handsäge mit sehr breitem Blatt und groben Zähnen. Das Sägeblatt ist sehr flexibel und lässt sich leicht biegen und sogar einrollen.
Wieder in der Rückenlage am Boden lasse ich mich auf das Experiment ein, die „bessere Möglichkeit“ an mir vorführen zu lassen.
Das hochflexible Sägeblatt wird mir um den Kopf gelegt, förmlich gewickelt.
Mit erneut geschlossenen Augen spüre ich nun, wie das Sägeblatt um mich herumgewunden wird; es wird über meinen Kopf, dann über den Hals und über den Oberkörper bewegt, so sanft und vorsichtig, dass keinerlei Verletzung durch die Sägezähne zu befürchten ist.
Die seltsame Prozedur verursacht ein etwas eigentümliches Gefühl. Der Traumkörper wird dadurch aber ebenfalls nicht freigesetzt – die Methode ist sicherlich nicht besser als meine erste „Technik“.
Als ich aus dieser befremdlichen Exkursionsübung erwache, muss ich wieder daran denken, dass der Versuch, astrale Wanderungen und luzide Träume auszulösen, wohl nicht immer zu einem erfolgreichen Abschluss, aber in fast allen Fällen zu sehr merkwürdigen und, wie diesmal ja auch, zu ziemlich belustigenden Erlebnissen führt, über die man sich in der Nachschau nur gehörig wundern kann!

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