Von der Kaserne in den Naturpark

Heute Morgen versetzt mich ein Traum in meine Wehrdienstzeit zurück. Vom Gang her betrete ich nach rechts meine Stube. Rechts steht ein Unteroffizier, den ich aus der Kleiderkammer kenne, neben einem Spint. Ich stehe sogleich stramm und erstatte Meldung. Weil ich – eigentlich unüblich für einen frischen Wehrpflichtigen in den ersten Tagen beim Barras – ganz ungewöhnlich guter und lockerer Stimmung bin, wünsche ich dem Mann, einem netten und unkomplizierten Menschen, der wenig mit den typischen „Kommissköpfen“ gemein hat, im Anschluss einen guten Tag.
Weitere Vorgesetzte niedrigen Dienstgrades sind anwesend, denn in der Stube findet gerade eine Durchsuchung statt.
Einer bringt eine Plastikflasche des Kameraden F., die randvoll gefüllt ist mit weißen und hellrosa Zuckerbondons in Himbeerform. Die Flasche erweckt einen Drogenverdacht und soll einer näheren Untersuchung zugeführt werden.
Ich geselle mich zu F., der unten auf dem Etagenbett sitzt. Von oben hängt eine herausgezerrte Decke herunter, sodass es auf dem unteren Bett dunkel wie in einer Deckenhöhle ist, wie ich sie als Kind manchmal gebaut habe.
Ich frage F., wie es so sei.
Und er nennt mir S. als einen guten Kameraden, und ich stimme ihm zu.
Allem Anschein nach ist es einer der ersten Tage, nachdem ich einrücken musste. Da ich mich in dieser Zeit keineswegs so gut gelaunt und unbeschwert gefühlt habe, wird mir deutlich, dass diese Situation nur geträumt sein kann.
Ich stehe vom Bett auf und drehe jetzt traumbewusst eine Runde durch die vom Deckenlicht und dem bedeckten Tag vor den Fenstern hell erleuchtete Stube.
Nun sind auch mehrere Kinder in der Stube anwesend; N. z. B. krabbelt auf dem Boden herum, was die Traumhaftigkeit des Ganzen nochmals unterstreicht.
Um den Traum zu stabilisieren, beschließe ich, den Raum und die gegebene Szenerie erst einmal nicht zu verlassen, sondern festzuhalten.
Dummerweise verlassen jetzt alle eilig den Raum, um zum Frühstück zu gehen.
P., einer meiner Schüler im Religionsunterricht, verlässt als letztes die Stube. Schleunig hefte ich mich an seine Fersen, da ich die Intuition habe, dass ein vorzeitiges Traumende erfolgt, wenn ich hier den Anschluss verliere.
Draußen geht es nach links eine breite Waschbetontreppe hinunter. Rechts befindet sich eine niedrige Betonmauer, hinter der – wie in einer gigantischen Mensa oder auf einem ausgedehnten Pausenhof – ein Gewimmel zahlloser Menschen zu beobachten ist; das riesige Areal scheint überdacht.
Um auf der langen und flachen Treppe den Anschluss an P. nicht zu verlieren, gerate ich beim Heruntereilen in den Flug. Unten am Treppenabsatz zweigt die niedrige Betonmauer ein Stück weit nach rechts ab und alles geht in ein riesiges Freilandareal über, eine ausgedehnte Grasfläche, dunkelgrün unter dem bedeckten Himmel.
Ich erhebe mich zu einem etwas höheren Flug und drehe eine Rechtskurve, um P. nicht aus den Augen zu verlieren, doch das ist in diesem Augenblick auch schon geschehen. So drehe ich ab und fliege in das Freigelände hinaus.
Auf der rechten Seite des Geländes steht eine blonde Frau ca. Anfang vierzig nahe bei einem frisch gepflanzten Obstbaum. Ich begebe mich auf ihre Höhe herunter und frage sie, wo wir hier seien.
Sie bezeichnet den Ort als den „Dresdner Naturpark“. Und ich überlege kurz, ob es auch in der Realität einen Ort dieses Namens gibt.
Weil die Frau eine Mitarbeiterin dieses Parks zu sein scheint, frage ich sie, ob sie mir eine Führung geben wolle.
„Selbstverständlich“, sagt sie freundlich lachend, läuft dabei einige Schritte über die Wiese und schlägt ein bis zweimal mit den Armen, „wenn ich dabei nur auch so schön fliegen könnte!“
Ich könne das, weil ich eine Astralprojektion sei, antworte ich ihr.
Im nächsten Moment, ich steige gerade ein wenig höher in die Luft, schwindet der Traumzustand und die Überblende ins Bett erfolgt. Leider erhalte ich also keine Führung durch den „Dresdner Naturpark“ mehr.
Der Wecker zeigt 6:10 Uhr.

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