Astrale Urlaubstrips

Ein paar Tage Urlaub in Österreich waren nicht nur tagsüber ganz angenehm, sondern haben auch nachts eine ordentliche „Ausbeute“ ergeben.

Mittwochmorgen, 27.08.14:
Ich halte mich in einem Museum mit Ausstellungstafeln auf, auf denen Artikel einer bekannten Zeitschrift zum Thema Bewusstsein und Spiritualität zu lesen sind.
Auf den Tafeln suche ich Inhalte zum Thema des luziden Träumens, finde aber nichts.
Stattdessen entdecke ich oberhalb einer Tür in einem langen Hallengang mit kühler Neonbeleuchtung eine große Darstellung zur „Astralprojektion“; sie zeigt fliegende Körper junger Menschen, hat aber eine interessante Besonderheit: Frauen scheinen auf dem Bild andere Körper wahrzunehmen als Männer! Frauen nehmen offenbar junge Menschen ihres Geschlechts wahr und Männer das Gegenstück.
Mit diesen Eindrücken steigert sich bei mir die Luzidität. In die Gegenrichtung fliege ich durch den langen Gang, passiere eine kleine Tür und gelange so ins Freie. Dabei beeindrucke ich zwei Mädchen.
„Sieh, da fliegt einer!“, meint die eine.
In einem großen Linksbogen überfliege ich unter einem bedeckten Himmel ein Gebiet, das einem Campingplatz sehr ähnelt, auf dem ich in meiner Jugend oft gewesen bin, und lande auf oben auf dem flachen Blechdach eines dunkelgrünen Gerätehäuschens.
„Wie geht das?“, vernehme ich die Stimme eines der Mädchen, woraufhin sie selbst die richtige Vermutung äußert: „Etwa nur im Traum!?“
Dem stimme ich zu und füge hinzu, dass man im Traum die Macht übernehmen könne!
Voller Freude starte ich wieder und fliege den gleichen Weg zurück zu dem dunklen kleinen Eingang, aus dem ich zuvor hervorgekommen war. Dort wende ich und fliege aufwärts. Die Szenerie ändert sich geringfügig.
Nun finde ich mich auf einer großen Wiese hinter dem Haus des Platzwartes vor. Ich fliege mit Macht und Kraftgefühl. Unvermittelt denke ich an S., eine Freundin aus meiner Jugendzeit; sie war auch immer so kraftvoll und ungestüm.
Unvermittelt höre ich jetzt die Gedanken meines Vaters, der – wie ich erkenne – an einer Tür bzw. einem Fenster des Platzwarthauses auftaucht.
Ich fliege zu ihm, um ihn zu grüßen – seltsamerweise sieht er aus wie Herr H.!
Nach dem kurzen Gruß sause ich wieder aufwärts, lande mit einem Erdbebenstoß, der seismische Wellen über den Wiesengrund laufen lässt (!), auf der Erde, jage erneut aufwärts in den Himmel, der jetzt – in fünfzehn bis zwanzig Metern Höhe – mit einer dichten Schicht schwebender kleiner Pflastersteine ausgelegt ist (!). Wie beim Abschlag beim Staffellauf berühre ich einen der Steine, versetze ihn in schwingende Bewegung und tauche wieder nach unten.
Das Traumende erfolgt an dieser Stelle. Es ist 2:30 Uhr.

Am kommenden Morgen, 28.08.14, braucht es ebenfalls kaum einer gezielten Anstrengung, um ins Klarträumen zu geraten. Das ist insofern seltsam, als dass mir luzide Träume normalerweise nur im heimischen Bett geliegen. In Hotelbetten hat das bislang noch nicht geklappt.
In diesem Traum will ich in die Stadt laufen. Im Gehen bemerke ich, dass ich ein Bündel Grünzeugabfall aus meinem Garten in der rechten Hand mit mir herumschleppe.
Diesen Ballast will ich loswerden.
Auf meinem Weg gerate ich in ein Gebäude mit Flachdach.
Im hinteren Teil des Gebäudes gelange ich in eine Mensa-Küche, wo ich, von einer Angestellten der Küche, weiße Hose, weiße Schürze, dunkelrot gefärbtes Haar, strenger Blick durch die Hornbrille, beobachtet, meinen Grünabfall auch nicht loswerden kann.
Durch die Hintertür gehe ich ins Freie und folge einem Feldweg nach links.
Rechts des Weges breitet sich ein Natur- und Vogelschutzgebiet aus.
Nach einem langsamen Anstieg stellt sich nun volle Bewusstheit ein.
In einem Linkskreis umfliege ich das Naturschutzgebiet und komme in dasselbe Gebiet, das ich schon gestern Nacht besucht hatte. Die Gegend liegt stimmungsvoll im Licht einer abendlichen Sonne.
Ich überfliege den halb verlassenen Zeltplatz und stoße an dessen westlicher Seite auf einen sehr hohen Zaun aus geradläufig gespanntem grünem Draht. Ich fliege obendrüber hinweg und werfe auf der Wiese dahinter mein Grünzeug ab.
Danach steige ich wieder aufwärts zum oberen Rand des Drahtzauns. Dabei werde ich von Si., einem der dauerhaften Bewohner des Campingplatzes, beobachtet. Er scheint um eine rationale Erklärung für die Kunst des Fliegens per Muskelkraft zu ringen.
Ich hänge mich oben einfach mit dem Oberkörper über den Draht und ziehe beim Abtauchen nach unten den gesamten Zaun mühelos mit mir mit.
Unten greife ich nach der Dachrinne, verbeultes verzinktes Blech, von Si.s Hütte, hänge mich daran, schaukle kurz und springe ab.
Zusammen mit Si. gehe ich nach drinnen, wo Si. die Flugkünste näher ergründen will.
Da ich einfach mal geschehen lassen und beobachten will, was sich in diesem Traum ergibt, überlasse ich Si. die Regie.
Si. will herausfinden, ob ich auch aufsteigen kann, wenn ich auf dem Rücken liege und er sich auf die Schienbeine meiner angewinkelten Beine stellt.
Das funktioniert allerdings nicht und ich strenge mich auch nicht sehr an.
Am Boden liegend schwinge ich nur ein wenig mit den Armen, ohne dass dies merklichen Auftrieb brächte. Plötzlich ist auch mein Vater in der Traumszene und meint: „Geht raus. Da kannst du Si. problemlos in den Himmel mit hinaufziehen!“
Zur Ausführung dieses Plans kommt es aber nicht mehr; das Erwachen funkt uns dazwischen.
Es ist 5:30 Uhr.

Zu guter Letzt am 29.08.14 kein luzider Traum, sondern eine „klassische“ außerkörperliche Erfahrung (OBE):
Zeit: Nacht; genaue Uhrzeit unklar.
Kurz vor dem Ende eines Traums erreiche ich Luzidität und bringe mich bewusst und gezielt in den Zustand des falschen Erwachens.
Ich liege rücklings im Bett des Pensionszimmers, in dem ich diesen Urlaub übernachte.
Das Zimmer erscheint halbdunkel; ich verfüge über eine leicht unscharfe Graustufensicht wie bei sehr frühem und trübem Morgenlicht.
Ich blicke schräg ins Zimmer und zur Decke auf, wo ich deutlich den Glasschirm der Deckenlampe als weißliches Rund erkennen kann; der Ort erscheint mir völlig richtig und realitätsecht (!).
Mittels Schwimmbewegungen versuche ich zur linken Seite über das Doppelbett davon zu schwimmen.
Da ich mir mit B. das Zimmer teilen muss, muss ich wohl oder übel über ihn hinweg, komme aber durch eine gewisse Bewegungshemmung nicht richtig vom Fleck.
Stattdessen falle ich bäuchlings auf B. und störe ihn so.
Schnell ziehe ich mich zurück und zweifle gar, ob der Astralzustand überhaupt wirklich erreicht wurde. Ich bleibe liegen und schlafe schnell wieder ein.
Am anderen Morgen frage ich B., ob ich ihn in der Nacht etwa gestört hätte, was er verneint; er habe sehr gut geschlafen.
So kann man Exkursionsmöglichkeiten verschlafen, wenn man nicht konsequent die Handwerkszeuge benutzt, die man sich zurechtgelegt hat: Erst Realitätstest … dann Augenlider schließen … rollen … aufstehen … stabilisieren und ggf. Sehfähigkeit herstellen … dann weitergehen.
Hätte ich meine eigenen Formalia eingehalten, hätte ich die Gelegenheit gehabt, in einem weniger gewohnten Umfeld als Ausgangspunkt „umzugehen“ – das wäre gewiss interessant gewesen!

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Astralprojektion

Seit einigen Tagen bin ich jetzt aus London zurück. Und von verschiedenen Ablenkungen beschäftigt, komme ich nun erst wieder so langsam in die ruhige innere Verfassung, die OBEs begünstigt.
Jedenfalls ärgere ich mich heute Morgen darüber, dass das falsche Wachliegen, das sich beim Üben einstellt, mehrfach hintereinander unluzid geblieben ist.
Interessanterweise ist es aber just genau eine solche Wachenssituation, in der ich mir darüber Gedanken mache! Ich merke es daran, dass ich mich in der Rückenlage durch Schwimmbewegungen aus dem Bett erheben kann! Beim Aufsteigen richte ich mich auf und lande neben dem Bett auf den Füßen. Sehen kann ich nichts, also beginne ich die übliche Traumstabilisierungstechnik, bis ich durch die geschlossenen Augenlider sehen kann.
Zunächst nehme ich ein kariertes Muster wahr, die Oberfläche eines Sitzpolsters für einen Liegestuhl. Schließlich stellt sich normales Sehen ein.
Neben dem Bett stehend blicke ich zur offenen Schlafzimmertür hinaus in Richtung Flur und Arbeitszimmer.
Durch die Luft schwimme ich ins Arbeitszimmer herüber, wo – wie im Schlafzimmer auch – die Rollläden geschlossen sind und von draußen das helle Sonnenlicht eines Hochsommertags durch die Ritzen fällt.
Spontan beschließe ich, einfach durch das Fenster hindurchzufliegen und das Sommerland draußen zu erkunden.
Das Durchstoßen des Fenster bringt mich aber augenblicklich ins falsche Wachliegen in mein Schlafzimmer zurück. Und schon meine ich, die kleine Astralreise sei hier schon zu Ende. Abermals versuche ich mich indes in der Schwimmtechnik, die – wie ich jetzt sehe – ähnlich hilfreich ist wie die Rollmethode von Bob Monroe!
Mit energischen Schwimmstößen gegen einen Widerstand anarbeitend bringe ich mich unter die Zimmerdecke. Ich berühre sie mit beiden Händen, stelle aber fest, dass ich in diesem Traum ein Paar Bauarbeiterhandschuhe trage! Schnell werfe ich die Handschuhe ab und betaste nun, knapp unter der Decke schwebend, die Raufasertapete dort oben. Jetzt fühlt sich alles richtig an.
Anschließend tauche ich nach unten. Am Bettkasten ist vorne ein metallischer Spiegel angebracht (wie stark poliertes Blech)! Ich erinnere mich daran, dass in vielen Büchern über Astralprojektion von erschreckenden Erlebnissen berichtet wird, wenn Personen ihr eigenes Spiegelbild betrachten. Dem will ich nachgehen.
Ich gleite vor den Spiegel und sehe nichts anderes als mich selbst, bekleidet mit der Nachtwäsche und einem weißen T-Shirt. Meine Haare sind geringfügig länger, als ich sie zur Zeit trage. Und sie bewegen sich sanft um meinen Schädel, als befände ich mich unter Wasser!
Ich schaue mich mit großen Augen an, sehe aber ansonsten völlig normal aus. Es scheint keinen Grund zu geben, in der Astralwelt das eigene Spiegelbild zu meiden.
Seitlich gleite ich dem Bettkasten vorbei, wende mich ins Zimmer zurück und verspüre Lust, in diesem Traum nach draußen unter die Leute zu gehen.
Dieses Vorhaben kann ich aber nicht mehr umsetzen: die Szenerie löst sich in diesem Moment schnell auf und ein Wechsel in die liegende Position im Bett erfolgt; die Projektion endet im vollen Erwachen.
Vielleicht hätte ich den Spiegel als Portal in eine andere Traumdimension nutzen sollen, um das Erlebnis noch etwas zu verlängern und weiterzukommen?
Es ist 7:26 Uhr.

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Das Zauberlied

In einem Traum von äußerst seltsamer Stimmung besuche ich eine Gartenparty, auf der sich alle Gäste mir gegenüber sehr ablehnend verhalten, als hätte ich irgendetwas ausgefressen und sei als Besucher völlig unerwünscht. A., begleitet von einem Mann Mitte Vierzig, Anfang Fünfzig, grau melierter und gekräuselter Bart, Brille, ist ebenfalls anwesend.
Trotz der abweisenden Haltung einiger Gäste, die insbesondere von A. geschürt wird, beschließe ich, mich jetzt erst recht nicht vertreiben zu lassen. Ich bediene mich am Büfett, kehre zum Tisch zurück und entdecke, dass ich an meinem Platz links hinten an der Tischecke keinen Teller habe, um das Baguette, das ich mir genommen habe, abzulegen.
So lege ich es einfach auf die weiße Tischdecke. Allerdings läuft etwas Sauce von den Brothälften herunter und beschmutzt das weiße Leinen. Die Tatsache, dass ich als unerwünschter Gast auch noch die Tischdecke versaue, bringt mir allgemeines Missfallen ein. Schnell nehme ich mir, auf die Gefahr hin, weiteren Anstoß zu erregen, einfach einen unbenutzten Teller von der gegenüberliegenden Seite des Tisches weg und lege meine Speisen darauf.
Daraufhin protestiert die Person mir gegenüber, ich hätte ihr einfach ihren Teller weggenommen. Um nicht noch mehr Unmut zu erzeugen, eile ich hinüber zum Büfett, um dort einen frischen Teller für mein Gegenüber zu organisieren.
Demonstrativ jagt mir jedoch ein anderer Partygast forsch voraus, schnappt sich einen Teller und eilt an den Tisch, um mir ja keine Gelegenheit zu geben, meinen „Fauxpas“ selbst wieder gut zu machen. Beide rasen wir, die Ersatzteller in Händen, zurück und setzen sie beinahe gleichzeitig auf den Tisch, sodass beide Teller aneinanderschlagen und zu Bruch gehen.
Die Schuld an dieser Panne wird indes allein mir zugeschrieben. Und urplötzlich werde ich von rechts her mit einer Unmenge an Messern und Gabeln beworfen, wehre den Schwarm an Wurfgeschossen jedoch problemlos und ohne irgendwelche Schmerzen oder Verletzungen zu erleiden, mit dem rechten Arm ab.
Ich werde zornig über all die selbstgerechten Arschlöcher auf dieser Gartenparty, zugleich stellt sich – durch den schmerzfreien Beschuss mit Essbesteck – ein prä-luzider Moment ein. Allerdings bin ich so wütend über das Verhalten hier, dass ich mich nicht völlig vom Traumgeschehen lösen kann.
Jedoch ist mir klar, dass ich jetzt in diesem Traum eine allmächtige Position innehabe und alles tun kann, was mir beliebt. So hebe ich ab, schwebe über den Tisch hinweg zu A. und deren Begleiter, die ich als Hauptinitiatoren als des Unmuts gegen mich identifiziert habe. Ich lande vor ihnen auf der Tischkante und schaue auf sie herab; sie glotzen blöd zu mir herauf.
Jetzt zeig´ ich euch mal, was hier Sache ist, meine ich zu ihnen und stimme, mit getragener Stimme wie ein Opernsänger, ein magisches Lied an, dessen Text mir einfach so zufliegt:

Das ist das Lied vom Nimmermann,
ich sing´dir, was es bewirken kann,
schließ´ die Augen
und bleibt steh´n!

Beim Singen kreise ich über ihren Köpfen und zeige schließlich, beim letzten Vers angelangt, mit dem Zeigefinger auf die Herzregion des Mannes. Dieser erstarrt mit offenen Augen und in dem Augenblick erwache ich. Mir schien, als hätte ich in meiner Wut – gleich „Carrie“ in Stephen Kings Roman – das Herz dieses Menschen einfach durch meine Willenskraft zum Stehen gebracht. Allerdings scheint es mir, dass ich es, wenn ich wollte, mit einem Abschlussreim wie „Und jetzt kannst du weitergeh´n!“ wieder in Gang setzen könnte.
Wie auch immer – trotzdem gut, dass man in der physischen Realität nicht allmächtig ist! Man könnte, wenn einem, bis aufs Blut gereizt, der Gaul durchgeht, Sachen bewirken, die man hinterher bereut, weil sie ja gar nicht gewollt waren und den eigenen Prinzipien eigentlich überhaupt nicht entsprechen.

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