Astralprojektion

Seit einigen Tagen bin ich jetzt aus London zurück. Und von verschiedenen Ablenkungen beschäftigt, komme ich nun erst wieder so langsam in die ruhige innere Verfassung, die OBEs begünstigt.
Jedenfalls ärgere ich mich heute Morgen darüber, dass das falsche Wachliegen, das sich beim Üben einstellt, mehrfach hintereinander unluzid geblieben ist.
Interessanterweise ist es aber just genau eine solche Wachenssituation, in der ich mir darüber Gedanken mache! Ich merke es daran, dass ich mich in der Rückenlage durch Schwimmbewegungen aus dem Bett erheben kann! Beim Aufsteigen richte ich mich auf und lande neben dem Bett auf den Füßen. Sehen kann ich nichts, also beginne ich die übliche Traumstabilisierungstechnik, bis ich durch die geschlossenen Augenlider sehen kann.
Zunächst nehme ich ein kariertes Muster wahr, die Oberfläche eines Sitzpolsters für einen Liegestuhl. Schließlich stellt sich normales Sehen ein.
Neben dem Bett stehend blicke ich zur offenen Schlafzimmertür hinaus in Richtung Flur und Arbeitszimmer.
Durch die Luft schwimme ich ins Arbeitszimmer herüber, wo – wie im Schlafzimmer auch – die Rollläden geschlossen sind und von draußen das helle Sonnenlicht eines Hochsommertags durch die Ritzen fällt.
Spontan beschließe ich, einfach durch das Fenster hindurchzufliegen und das Sommerland draußen zu erkunden.
Das Durchstoßen des Fenster bringt mich aber augenblicklich ins falsche Wachliegen in mein Schlafzimmer zurück. Und schon meine ich, die kleine Astralreise sei hier schon zu Ende. Abermals versuche ich mich indes in der Schwimmtechnik, die – wie ich jetzt sehe – ähnlich hilfreich ist wie die Rollmethode von Bob Monroe!
Mit energischen Schwimmstößen gegen einen Widerstand anarbeitend bringe ich mich unter die Zimmerdecke. Ich berühre sie mit beiden Händen, stelle aber fest, dass ich in diesem Traum ein Paar Bauarbeiterhandschuhe trage! Schnell werfe ich die Handschuhe ab und betaste nun, knapp unter der Decke schwebend, die Raufasertapete dort oben. Jetzt fühlt sich alles richtig an.
Anschließend tauche ich nach unten. Am Bettkasten ist vorne ein metallischer Spiegel angebracht (wie stark poliertes Blech)! Ich erinnere mich daran, dass in vielen Büchern über Astralprojektion von erschreckenden Erlebnissen berichtet wird, wenn Personen ihr eigenes Spiegelbild betrachten. Dem will ich nachgehen.
Ich gleite vor den Spiegel und sehe nichts anderes als mich selbst, bekleidet mit der Nachtwäsche und einem weißen T-Shirt. Meine Haare sind geringfügig länger, als ich sie zur Zeit trage. Und sie bewegen sich sanft um meinen Schädel, als befände ich mich unter Wasser!
Ich schaue mich mit großen Augen an, sehe aber ansonsten völlig normal aus. Es scheint keinen Grund zu geben, in der Astralwelt das eigene Spiegelbild zu meiden.
Seitlich gleite ich dem Bettkasten vorbei, wende mich ins Zimmer zurück und verspüre Lust, in diesem Traum nach draußen unter die Leute zu gehen.
Dieses Vorhaben kann ich aber nicht mehr umsetzen: die Szenerie löst sich in diesem Moment schnell auf und ein Wechsel in die liegende Position im Bett erfolgt; die Projektion endet im vollen Erwachen.
Vielleicht hätte ich den Spiegel als Portal in eine andere Traumdimension nutzen sollen, um das Erlebnis noch etwas zu verlängern und weiterzukommen?
Es ist 7:26 Uhr.

– – –
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5 Gedanken zu “Astralprojektion

  1. Hallo Coach,

    du scheinst mir – soweit ich das beim ersten Blick auf deine Seite erkennen konnte – deine Geschichten eher in lyrischer Form aufzubereiten, während ich Traumjournale erarbeite, in denen ich alles mir irgend Erinnerliche möglichst genau und in der Reihenfolge detailliert festzuhalten versuche. Es ist eine andere Herangehensweise, die gewiss nicht professioneller ist als eine andere.

    Bester Gruß
    Frank

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  2. hi Frank,

    ich bin begeistert von deiner Disziplin. Das ist hohe Kunst, was du da praktizierst. Ich bin noch Anfänger, und Klarträume hatte ich auch schon, doch ich bin eher der Seher, der durch Tiefenentspannung/Trance andere Welten sieht. Die sind nicht so fest wie hier, alles ist liquider. Dem kommt dann eine Gedichtform entgegen.

    Aber du inspirierst mich – ich habe gerade den Beitrag Erfolg & Mama gelöscht, weil das war wieder eine andere Richtung, in eine Aufstellung hinein. Ich will jetzt mal einen festen Ort erschaffen, mit der Vorgabe, das darf gesehen werden hier im Netz.

    Verstehste – sehen & notieren, und dann einen Ort selber erschaffen, der als Wohlfühlort und Basislager definiert ist.

    Wenn man das ausschreibt, wirds langweilig, die Poesie gibt die Chance, auch größere Bilder einzuflechten.

    Doch das soll dein Tun in keinster Weise schmälern, jeder auf seine Weise!

    lgK

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  3. Es ist ganz einfach.

    Denk dir einen Wohlfühlort aus, und schaue dich um.

    Schreibe es auf, zeichne es, gehe immer mehr da hinein.

    Es ist deins, du machst die Rules.

    Wenn negative Figuren kommen, hast du einen Grund für eine Aufstellung! :DD

    Es is so leicht. Du schreibst es einfach auf, und gehst wieder hin.

    Ich denke, wir beiden haben dasselbe Interesse, auch wenn die Wege anders sind. Mit respekt. 😉

    lgk

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