Mondflug und AKE

Nach dem Trainingsbeginn falle ich in einen Traum, in dem ich – als Organisator eines Ausflugs – die Teilnehmer desselben zum Zielort einweisen muss. Dazu stehe ich irgendwo bei Ludwigshafen am Straßenrand. Der junge Fahrer eines metallicblauen Wagens hört meiner Einweisung aber nur halb zu, geht davon, ehe ich überhaupt alle Infos vermitteln konnte, setzt sich in seinen Wagen und fährt davon. So wird er sich sicher verfahren. Eilends renne ich zu meinem Auto – in diesem Traum ein weißer Golf, was mir schon einmal nicht stimmig erscheint. Zudem ist es urplötzlich tiefe Nacht und im Osten hängt ein großer Vollmond mit schmalem, aber sehr hell ausstrahlendem Lichthof am tief bläulich-schwarzen Himmel. Als ich den Wagen gestartet habe, holpere ich in einem ungeschickten Schlenker über die rechte Bordsteinkante, ohne dass dies dem Wagen großartig schadet oder irgendwelche Erschütterungen im Wageninneren verursacht. Dabei denke ich noch kurz daran, den fehlgeleiteten Ausflugsteilnehmern hinterherzufahren, bin mir jetzt aber vollauf bewusst, dass ich in einem Traum bin.
„Du weißt, dass das ein Traum ist; du musst das nicht weitermachen!“, denke ich und mit einem Blick auf den gleißenden, wunderbar hellen und vollen Mond, der vor mir durch die Windschutzscheibe glänzt, ist die Sache entschieden, was ich weiters unternehmen will: Ich werde zum Mond fliegen!
Wie das Steuer eines Flugzeugs reiße ich das Lenkrad des Wagens nach hinten und das bewirkt genau, was ich bezwecke! Der Wegen hebt ab und geht rasant in den Steilflug Richtung Mond über!
Mit der rechten Hand halte ich mich mit Leichtigkeit am Lenkrad fest und hänge, die rechte Seite sacht an die Sitzfläche des Beifahrersitzes geschmiegt, im Wageninneren.
Mein Blick schweift über die Seitenfenster an der linken Wagenseite, durch die ich den schwarzblauen Nachthimmel sehen kann, Streifen von herrlichem Mondlicht erhellen das Wageninnere nur schwach. So steige und steige ich, vom Brummen des Dieselmotors getrieben, weiter und weiter auf.
Um der Magie dieser Reise ihren Lauf zu lassen, schließe ich die Augen und erwarte, dass sich der Flug derart verschnellert, dass ich in diesem seltsamen Raumgefährt auch tatsächlich den Erdtrabanten erreichen kann.
Eine ganze Weile lasse ich den brummenden Steigflug einfach geschehen, bis ich schließlich die Augen öffne, um zu sehen, wo ich hingelangt bin.
Erst werde ich leicht geblendet, merke aber, dass es nicht das Licht des nahen Mondes ist, sondern das weißliche Licht, das durch den Türspalt meiner Schlafzimmertür dringt. Der Wagen ist verschwunden und ich befinde mich in der Rückenlage in meinem Bett. Ich bin also im falschen Erwachen und nicht auf dem Mond gelandet.
Umgehend überprüfe ich die Situation mit dem bewährten Zeigefingertest; gegen einen gewissen Widerstand lässt sich der Finger problemlos durch die Handfläche drücken.
Nach links wälze ich mich aus dem Bett und nehme dabei das Bettzeug mit, drehe mich aber in einer Pirouette neben dem Bett schnell daraus heraus, sodass es zu Boden fällt. Umstandslos kann ich durch meine geschlossen Augenlider hindurch Sehfähigkeit herstellen wie schon x-fach geübt.
Zugleich laufe ich zielstrebig Richtung Schlafzimmertür los. Das Schlafzimmer ist jetzt taghell und die Tür steht weit offen. Allerdings behindert mich heruntergerutschtes Nachtzeug im Laufen. Eine schwarze Unterhose und ein orangefarbenes Unterhemd haben sich um meine Fesseln gewickelt. Vor der Schlafzimmertür halte ich daher, bücke mich und befreie meinen linken Fuß aus der Fessel. Um den rechten Fuß hat sich der orange Stoff aber sehr dicht und fest herumgewickelt. Als wolle ich einen engen Schuh ausziehen, struppe ich den Stoff über meine Ferse, stelle dabei aber fest, dass darunter – ähnlich den Schichten einer Zwiebel – nur eine neue Schicht Stoff zum Vorschein kommt. Das nervt mich, denn ich ahne während dieser Tätigkeit, dass hier irgendetwas in meinem Unterbewusstsein dieses unsinnige Hindernis aufgebracht hat und meine Traumzeit verschwendet.
Wie zu erwarten war, erwache ich schließlich tatsächlich und es ist kein neuerliches falsches Erwachen. Ich hätte das Hindernis einfach ignorieren und weitergehen sollen; schade im die Exkursionsmöglichkeit! Traumende 7:07 Uhr.

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Spaziergang im Sommerland

Die Samstagmorgenübung führt heute nach einer Weile der Konzentration zu einer raschen Überblendung: Ich laufe in den Wingerten westlich meines Hauses den Betonweg Richtung Maikammer entlang.
Obwohl die Umgebung bis hierher voll den Gegebenheiten in den Weinbergen entspricht, zeigt sich ein bemerkenswerter Unterschied: Alles trägt den deutlichen Charakter des „Sommerlands“: eine blendend helle Sommersonne steht im Zenit, überstrahlt den Himmel mit weißem Licht und erzeugt eine hochsommerliche Stimmung mit der feinen Besonderheit, dass von dieser Sonne keine stechende Hitze ausgeht. Es ist angenehm, also nicht im Geringsten heiß und schweißtreibend! Man kann hier problemlos auch mit langer Jeans und Jacke umhergehen.
Nachdem ich einige Schritte gegangen bin, sehe ich, dass mir von Maikammer her ein uralter weißer Mercedes entgegenkommt. Befremdlicherweise lenkt die Fahrerin den Wagen nach rechts und fährt nun halb auf dem Grünstreifen, halb auf dem Fahrweg entlang und hält dabei direkt auf mich zu!
„Will die mich umfahren?“, denke ich und lenke meine Schritte nach links zwischen die Rebzeilen, um der Mercedesfahrerin auszuweichen. Schließlich hält sie aber auf meiner Höhe an und steigt aus. Die Frau ist um die Fünfzig, grauweißes Haar, das bis zu dem Wangen reicht, Brille aus Metalldraht.
Ich trete aus dem Wingert heraus und es stellt sich heraus, dass die Frau sich bei mir nach dem Weg ins Elmsteiner Tal erkündigen will.
Wir wechseln einige Worte und ich gebe ihr eine Wegbeschreibung. Schließlich steigt sie wieder ein und fährt ihrer Wege. Ein bisschen habe ich aber das Gefühl, dass ich sie mit meiner Beschreibung nicht zufriedenstellen konnte und stelle dann auch fest, dass meine Beschreibung wohl auch einen Fehler enthielt, den ich jetzt aber nicht mehr ändern kann.
Im Weitergehen wechselt die ländliche Umgebung in die einer breiten Wohnstraße mit Wohnblocks aus Beton rechts und links der Straße über; an der Sommerlandsituation ändert sich aber nichts.
Ich laufe einen Wendehammer entlang und gehe in die Gegenrichtung zurück.
Rechts auf der Straße hält sich eine Gruppe junger Frauen auf. Ich überlege mir, mal dicht an denen vorbeizulaufen und zu schauen, ob die Gruppe in irgendeiner Weise auf mich reagiert. Gerade male ich mir aus, was geschehen könnte, und es stellen sich einige lebhafte Vorstellungen dazu ein, als ich mich schließlich im Bett wiederfinde.
Die „echten“ Reaktionen aus der Gruppe erlebe ich nicht mehr mit.
Ich versuche einen Traumwiedereinstieg und lande kurz in einer Restaurantszenerie: Ich gehe vom Eingang des Gasthauses hinüber zu einem der Tische, falle dann aber schnell wieder aus dem Traum heraus.
Übungsbeginn 5:56 Uhr.

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Hypnagogie

Übungszeit dieselbe wie gestern. Heute herrscht allerdings eine ungewöhnlich intensive Hypnagogie vor. Kaum habe ich die Augen geschlossen, gehe ich in klar und deutlich wahrnehmbare szenisch dreidimensionale Wahrnehmungen und Bewegungserlebnisse über.
Ich stehe in einem Gang. Vor mir endet der Gang bei einer mit einem nachgedunkelten, beinahe orangefarbenen Holzrahmen gefassten Front aus Mattglas. Darin eine Tür mit Mattglaseinsatz.
In einer typischen Form von Selbstbilokation spüre ich meinen Körper in der Rückenlage im Bett, habe zugleich aber auch das Gefühl, diesen Flur entlang zu laufen und durch die Glastür hindurchzugehen.
Dahinter wechselt die Erlebnisform in die des Fahrens mit dem Auto über. Ich fahre durch die Gassen eines Dorfes. M. fährt mir in seinem Wagen voraus und ich folge ihm. Rasant nimmt er eine Kurve in eine nach rechts abzweigende Dorfstraße. Erst will ich ihm folgen, entschließe mich aber, den Straßenverlauf weiterhin geradeaus zu befahren. Daraus ergibt sich wiederum ein Szenenwechsel.
Nun sitze ich Mitte links in einem gelben Kleinbus, einem Zubringerbus für einen Vergnügungspark wie es scheint.
Wir fahren den gesplitteten Weg auf einem im Licht der eben aufgegangenen Sonne liegenden Campingplatz entlang und rasen dann unglaublich rasant in eine Rechtskurve und nach einem kurzen Stück geradeaus eine Linkskurve zum Ausgang des Geländes hinüber.
Nach wie vor ist das Gefühl für den im Bett liegenden Körper nicht geschwunden. Allerdings ist das Fahrgefühl so intensiv, dass mir die rasant genommenen Kurven durch den Wagen gehen und ich das Gefühl habe, mich auf dem Sitz festhalten zu müssen, so werde ich hin und her geworfen.
Derart intensive hypnagogen Bewegungserlebnisse sind immer ein gutes Zeichen, dass eine Astralprojektion, also das Schwinden jeden Gefühls für den physischen Körper kurz bervorsteht. Ich erwarte schon, mich gleich freimachen und ungehindert in die Traumwelt aufbrechen zu können.
Leider verdunkelt sich in diesem Sekundenbruchteil die Szene in undefinierbares Grau und ich finde mich im Bett wieder; ein Realitätstest zeigt mir gleich, dass es kein falsches Erwachen ist.
Da die Hypnagogie so stark ist, unternehme ich noch viele weitere Versuche. Die Lokalitäten, die auftauchen, sind Sporthallen, die elterliche Wohnung, doch entweder verbleibt dabei ein Rest des physischen Körpergefühls oder Ablenkungen (Schlafhüter) innerhalb der gegebenen Szenerie sorgen für einen Klarheitsverlust.
Schließlich kommt es sogar zu einem falschen Wachliegen im nunmehr hell erleuchteten Schlafzimmer. Das Zimmer befindet sich nicht im OG, sondern im Erdgeschoss. Und draußen vor dem Fenster ist jenseits einer Straße ein Maisfeld zu sehen (freilich alles Gegebenheiten, die so nicht Realität entsprechen). Es ist spät morgens, ein azurblauer Himmel mit wenigen feinen Wolkenstreifen wölbt sich über die Ebene.
Auf dem Feld laufen Erntearbeiter umher. Darunter auch W., der sonst bei der Weinernte hilft und sich zu meiner gelinden Verwunderung nun auch noch mit dem Abernten von Mais befasst.
Plötzlich steht W. jedoch auf einer Leiter vor meinem Schlafzimmerfenster und kratzt mit einer Spachtel weiße Putzreste aus den Lamellen einer Jalousie, die es ihrerseits vor meinem echten Fenster gar nicht gibt.
Er schaut ins Zimmer und meint zu mir: „Aha, so sieht es bei dir aus!“ Es ist mir ein wenig peinlich, dass er unverblümt in mein etwas unordentliches Schlafzimmer starrt. Und so antworte ich irgendetwas Unverfängliches, um diese seltsame Situation zu überspielen.
Der Wunsch, zu projizieren, ist bei diesen Angelegenheiten nach wie vor vorhanden, wird aber durch die Beobachtungen und die Auseinandersetzung mit der gegebenen Situation in den Hintergrund gedrängt – ebenfalls eine typische „Schlafhüter“-Aktivität, die letztlich verhindert, dass man in den selbstkontrollierten Traum davonkommt.

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Exkursionen

Die erste Arbeitswoche ist jetzt rum und ich hoffe, so langsam wieder in meinen gewohnten Rhythmus zurückzufinden. Immerhin war ich heute Morgen endlich mal wieder in der richtigen Stimmung und Verfassung, ein paar Exkursionen zu unternehmen.
Zwischen 5:30 und 7:22 Uhr folgen einige ruhige und ereignislose astrale Wanderungen.
Die Erste in einem häuslichen Umfeld, in dem sich die Gegebenheiten in meinem Haus mit denen in der Wohnung meiner Eltern vermischten bzw. ineinander übergingen.
Dann unter freiem Himmel in einer wunderschönen sanft hügeligen Gegend, grünes Gras, eine Reihe Pappeln an der Sichtgrenze dieses Umfelds.
Die Umgebung kommt mir subjektiv sehr bekannt vor. Am Fuß eines Hügels sitzt seitlich des Weges eine englische Familie auf einer hölzernen Sitzbank; der Mann ist sehr mitteilungsbedürftig und unterhältig sich extrem laut mit seiner Frau, sodass ich mich frage, wieso um alles in der Welt man seine Privatkonversation so lautstark führen muss, dass sich im Umkreis jeder wie mit dem Megaphon beschallt fühlen muss.
Nachdem ich einen Rundweg auf einen Hügel hinauf und hinunter gegangen bin, beschließe ich, einen rechts von einem asphaltierten Landwirtschaftsweg abzweigenden Trampelpfad auszukundschaften, der sanft bergan steigt.
Auf diesem Weg falle ich aus diesem Traumumfeld heraus.
Später finde ich mich, ebenfalls unter freiem Himmel, auf einem bayrischen Volksfest wieder; in einem parkähnlichen Umfeld stehen Bierbänke und Tische auf und abseits der Wege und auf terrassierten Erhebungen. Überall gut gefüllte Biergläser; ältere Damen sitzen vor Kaffee und Kuchen.
Da alles so vollgestellt ist, fällt es schwer, sich einen Weg durch das Festgewühle zu bahnen. Schließlich muss ich mich an einem älteren Herrn und einer alten Dame vorbeidrängeln, die es aber gelassen und freundlich nehmen. An der Seite der Kuchen schnabulierenden Dame steht eine kleine, aber auffällige Person; sie ist weiblich und trägt ein weißes Gewand gleich einem Kommunionkleid. Obwohl sie die Größe und die Körpergestalt eines Kindes besitzt, hat sie das faltige und fleckige Gesicht einer ziemlich alten Frau, auf dem Kopf kurz geschorenes weißes Haar.
Die Gestalt lächelt mich freundlich an, als ich auch aus diesem Erlebnis herausfalle.
Wiederum etwas später bin ich in einem Schlosshotel unterwegs, laufe einen der beiden vom Foyerbereich abzweigenden Seitenflügel entlang.
Die Einrichtung entspricht der eines Adelshauses im 17. Jahrhundert: dunkle Holztäfelungen, große Ölgemälde; am Ende des Flügels befindet sich ein hohes Fenster aus Facettenglas, durch das weißliches Tageslicht hereinfällt.
Dort mache ich kehrt. Plötzlich beschleicht mich das Gefühl, U. sei ebenfalls irgendwo in der Szene zugegen, glaube ich doch, kurz seine Spiegelung im Glas gesehen zu haben. Allerdings habe ich keine große Lust, ihm jetzt zu begegnen. So mache ich mich schnell davon, fliege unter der Decke entlang und halte mich dabei seltsamerweise an einem roten Plastikauto (?) fest, dass mich durch die Luft zieht.
Da dies ja eigentlich nicht gebraucht wird, verschwindet es auch schnell wieder.
In der Mitte des Gangs fällt mir schließlich auf, dass dort rechts an der Wand ein dunkelhaariges, vielleicht 15jähriges Mädchen mit einem aufgeschlagenen Mathebuch auf einem Sofa sitzt.
Ich fliege eine Schleife und gehe herunter. Sie ist keineswegs beeindruckt von der Fliegerei, scheint es als etwas Selbstverständliches hinzunehmen und gar nicht weiter zu registrieren. Sie ist ganz mit ihren Lernaufgaben beschäftigt und fragt mich geistesabwesend irgendetwas, das ich nicht mehr so ganz mitbekomme, das aber mit ihren Übungen zu tun zu haben scheint. In diesem Moment erwache ich.
Das war die letzte Exkursion für heute; ich beende die Sitzung.

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