Exkursionen

Die erste Arbeitswoche ist jetzt rum und ich hoffe, so langsam wieder in meinen gewohnten Rhythmus zurückzufinden. Immerhin war ich heute Morgen endlich mal wieder in der richtigen Stimmung und Verfassung, ein paar Exkursionen zu unternehmen.
Zwischen 5:30 und 7:22 Uhr folgen einige ruhige und ereignislose astrale Wanderungen.
Die Erste in einem häuslichen Umfeld, in dem sich die Gegebenheiten in meinem Haus mit denen in der Wohnung meiner Eltern vermischten bzw. ineinander übergingen.
Dann unter freiem Himmel in einer wunderschönen sanft hügeligen Gegend, grünes Gras, eine Reihe Pappeln an der Sichtgrenze dieses Umfelds.
Die Umgebung kommt mir subjektiv sehr bekannt vor. Am Fuß eines Hügels sitzt seitlich des Weges eine englische Familie auf einer hölzernen Sitzbank; der Mann ist sehr mitteilungsbedürftig und unterhältig sich extrem laut mit seiner Frau, sodass ich mich frage, wieso um alles in der Welt man seine Privatkonversation so lautstark führen muss, dass sich im Umkreis jeder wie mit dem Megaphon beschallt fühlen muss.
Nachdem ich einen Rundweg auf einen Hügel hinauf und hinunter gegangen bin, beschließe ich, einen rechts von einem asphaltierten Landwirtschaftsweg abzweigenden Trampelpfad auszukundschaften, der sanft bergan steigt.
Auf diesem Weg falle ich aus diesem Traumumfeld heraus.
Später finde ich mich, ebenfalls unter freiem Himmel, auf einem bayrischen Volksfest wieder; in einem parkähnlichen Umfeld stehen Bierbänke und Tische auf und abseits der Wege und auf terrassierten Erhebungen. Überall gut gefüllte Biergläser; ältere Damen sitzen vor Kaffee und Kuchen.
Da alles so vollgestellt ist, fällt es schwer, sich einen Weg durch das Festgewühle zu bahnen. Schließlich muss ich mich an einem älteren Herrn und einer alten Dame vorbeidrängeln, die es aber gelassen und freundlich nehmen. An der Seite der Kuchen schnabulierenden Dame steht eine kleine, aber auffällige Person; sie ist weiblich und trägt ein weißes Gewand gleich einem Kommunionkleid. Obwohl sie die Größe und die Körpergestalt eines Kindes besitzt, hat sie das faltige und fleckige Gesicht einer ziemlich alten Frau, auf dem Kopf kurz geschorenes weißes Haar.
Die Gestalt lächelt mich freundlich an, als ich auch aus diesem Erlebnis herausfalle.
Wiederum etwas später bin ich in einem Schlosshotel unterwegs, laufe einen der beiden vom Foyerbereich abzweigenden Seitenflügel entlang.
Die Einrichtung entspricht der eines Adelshauses im 17. Jahrhundert: dunkle Holztäfelungen, große Ölgemälde; am Ende des Flügels befindet sich ein hohes Fenster aus Facettenglas, durch das weißliches Tageslicht hereinfällt.
Dort mache ich kehrt. Plötzlich beschleicht mich das Gefühl, U. sei ebenfalls irgendwo in der Szene zugegen, glaube ich doch, kurz seine Spiegelung im Glas gesehen zu haben. Allerdings habe ich keine große Lust, ihm jetzt zu begegnen. So mache ich mich schnell davon, fliege unter der Decke entlang und halte mich dabei seltsamerweise an einem roten Plastikauto (?) fest, dass mich durch die Luft zieht.
Da dies ja eigentlich nicht gebraucht wird, verschwindet es auch schnell wieder.
In der Mitte des Gangs fällt mir schließlich auf, dass dort rechts an der Wand ein dunkelhaariges, vielleicht 15jähriges Mädchen mit einem aufgeschlagenen Mathebuch auf einem Sofa sitzt.
Ich fliege eine Schleife und gehe herunter. Sie ist keineswegs beeindruckt von der Fliegerei, scheint es als etwas Selbstverständliches hinzunehmen und gar nicht weiter zu registrieren. Sie ist ganz mit ihren Lernaufgaben beschäftigt und fragt mich geistesabwesend irgendetwas, das ich nicht mehr so ganz mitbekomme, das aber mit ihren Übungen zu tun zu haben scheint. In diesem Moment erwache ich.
Das war die letzte Exkursion für heute; ich beende die Sitzung.

– – –
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4 Gedanken zu “Exkursionen

  1. Ja, unverhofft kommt oft!

    Habe übrigens deine nette kleine Replik zu Facebook, zwanghaftes „Freunde“-Sammeln und dergleichen gelesen – beschreibt in etwa auch die Gründe, derentwegen ich mich bewusst dafür entschieden habe, gar keinen Facebook-Account einzurichten.

    LG Frank

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  2. Wg Traum – ich meine mehr … die Grundstruktur der Traumzeit scheint chaotisch zu sein?

    Wg Fakebook *ggg* – ich finds ehrlicher, wenn man auch die anderen Texte gut findet, statt über 20 Rezepte hintereinander von Erdbeermarmeladen in den News zu schimpfen. 😉

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  3. Dass die Traumzeit in ihrer Grundstruktur chaotisch ist, kann man nicht generell sagen; die Einstiegsphase in einen Traum ist oft recht fließend und assoziativ und kann daher einen chaotischen Eindruck hinterlassen. Allerdings gibt es gewisse traumstabilisierende Tricks, die – sobald angewendet – die Traumszenerie „verfestigen“. Dann kann man durchaus stabile, in sich kohärente Umfelder erkunden und sich auch längerfristig in einer Umgebung aufhalten, ohne dass diese wild mäandrierenden Veränderungen unterworfen wäre.

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