Kein Abschluss

Der Morgen ist von starker Hypnagogie geprägt, die mich in einem Fall in eine allerdings unbewusste Astralwanderung überführt, bei der ich durch die Stadt laufe.
In einer späteren Runde sehe ich rechts über mir eine etwas korpulente Frau im Licht der halb geöffneten Schlafzimmertür. Sie trägt ihr rotbraunes Haar in einem Pagenschnitt und ihre hervorquellenden Augen sind wie weiße Tischtennisbälle; sie weisen keine Pupille oder Iris auf.
Ihr Gesicht ist ausdruckslos wie das einer unheimlichen Puppe. Die Frau hantiert an meiner rechten Körperseite herum – die Situation ähnelt ein wenig der einer Alien-OP, wie schon manche sie geschildert haben.
Wie die vorangegangenen hypnagogen Wahrnehmungen weise ich auch diese als uninteressant zurück, um nicht bewusstlos in den Traumgesichten aufzugehen.
Die Gestalt an einer Seite gedanklich zurückzuweisen, bringt sie in der Tat umgehend zum Verschwinden. Sogleich denke ich: „Jetzt mache ich mich los!“ und unternehme einen Rollversuch. Ich spüre deutlich, dass da etwas geht, fühle mich aber bleischwer, sodass es kaum oder gar nicht vorangeht. Der Zeigefingertest sagt mir aber, dass es prinzipiell funktionieren müsste. So probiere ich es nochmals. Es gelingt eine gewisse Abhebung nach links, jedoch nur unter schwerster Mühe.
Schließlich verliere ich den Zustand; ich merke es daran, dass das Gefühl für den durch die Handfläche geschobenen Zeigefinger schwindet. Stattdessen spüre ich Folgendes: die rechte Hand liegt physisch auf meiner Brust über der linken Hand, deren Zeigefinger leicht, die übrigen Finger völlig abgewinkelt sind. So ergab sich zuvor leicht das Gefühl einer gelingenden Zeigefingerprüfung. Erst als der hypnagoge Zustand verging, wurde klar, dass der physische Zeigefinger nicht durch die Hand verlief, sondern abgewinkelt darunter lag. Es ist 8:30 Uhr. Zu dumm, aber ich komme in den letzten Tagen einfach zu keinem zufriedenstellenden Abschluss mehr.

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Ansätze

Ich stehe in nächtlicher Dunkelheit auf einem Wendehammer; spärliches Licht kommt von weiß leuchtenden Straßenlaternen, das an einigen Stellen des feuchten Asphalts reflektiert wird. Mir geht auf, dass dies geträumt ist, als ich die Szenerie auch schon verliere. In einem späteren Anlauf imaginiere ich Gehbewegungen. Und schließlich stellt sich überraschend die klare und deutliche Wahrnehmung eines schlammigen Wiesenwegs ein. Vor mir erstreckt sich eine tiefe Pfütze, aus der mit gelblichen und bräunen Halmen durchsetzte, traurige Grasbüschel herausragen. Die Beleuchtung gleicht der eines trüben Wintertags. Hier wandle ich die Imagination des Gehens in die des Schwebens um. Eine schmutzige Pfütze zu durchwaten, muss selbst bei hypnagogen Traumszenerien nicht sein. Ein voller Übergang in diese Traumumgebung gelingt indes nicht, da zugleich der im Bett liegende Körper spürbar ist und sich das Fluggefühl nicht gegen das mächtigere physische Körpergefühl durchsetzen kann.

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Der Wecker als Traumzeichen

Gerade erwache ich aus einem Traum, in dem ich mit meinen Eltern im Wohnzimmer vor dem Fernseher sitze; mein letzter Blick in diesem Traum fällt auf die Wanduhr, die halb zwölf Uhr vormittags anzeigt.
Ich wälze mich im Bett herum und ergreife den Wecker auf dem Nachttisch, um nachzuschauen, ob es wirklich schon so spät ist. Der Wecker zeigt eine seltsame Uhrzeit an: ein Uhr irgendwas; ich drücke die Wecktaste und die Anzeige wechselt zu einer kaum sinnvolleren Angabe. Beim dritten Blick kann ich 6:31 Uhr ablesen. Das kann nicht sein, denke ich und erwache in diesem Moment aus dem Kurztraum.
Sofort wird mir klar, dass es sich um ein falsches Erwachen gehandelt haben muss, und bedauere, da wohl die Gelegenheit zu einer Exkursion verpasst zu haben. Nochmals prüfe ich die Uhrzeit auf dem Wecker, der erneut 6:31 Uhr anzeigt. Ich lasse mich ins Bett zurücksinken und überprüfe mit dem Zeigefingertest die Situation. Und tatsächlich, begleitet mit dem üblichen leicht euphorisierten Gefühl, beweist mir der RC, nochmals im falschen Erwachen gelandet zu sein – der Astralzustand ist erreicht! Allerdings liege ich in eingerollter Haltung auf der linken Körperseite, sodass es aus dieser Lage schwerfällt, mit dem üblichen Rolltrick aus dem Bett auszusteigen und loszugehen. Ich überlege, wie ich stattdessen vorgehen soll, befürchte aber, dass mir bei allzu langem zuwarten der Astralzustand entgleiten könnte, und setze schließlich aus der ungünstigen Körperlage zu einem Ausrollen über links an, als die Überblendung ins echte Erwachen erfolgt.
Es ist 8:30 Uhr. Mein Gefühl, dass mir der Wecker falsche Uhrzeiten anzeigte, täuschte also nicht.

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Versuch im Reisen durch den Spiegel

Ich bin auf einem Zeltplatz.
P. hat zu einem Grillfest eingeladen, auf dem es Steaks mit den Reizkern geben soll, die er pfundweise im Wald gesammelt hat. Schließlich bemerke ich, dass es völlig unrealistisch ist, auf dieses Fest eingeladen zu sein. Ich habe kaum Kontakt mit diesem Teil meiner Verwandtschaft.
Durch einen dunkelgrünen Kamin aus Zeltstoff, einem kurzen Schlauch oder Tunnel aus wasserabweisendem Stoff, fliege ich senkrecht nach oben und denke „Endlich ein Klartraum!“; in diesem Traum habe ich nämlich recht lange gebraucht, ehe ich geschaltet habe, was los ist. Über mir der tiefschwarze und sternenlose Himmel einer stockfinsteren Nacht. Die Beleuchtung kommt von unten von den Festzelten her.
Wie ich es mir vorgenommen habe, will ich in diesem Klartraum einen Spiegel suchen, um das Reisen in andere Wirklichkeits- bzw. Traumdimensionen auszuprobieren – dieses Hilfsmittel soll dazu fantastische Dienste leisten.
Während ich mir intensiv wünsche, einen Spiegel zu finden, gehe ich in eine Verdunklung über, bringe die Füße zum Boden, stabilisiere haptisch, indem ich die Hände erst reibe und dann fest drücke. So erhalte ich den Sehsinn zurück und finde mich in einem großen leeren, mit hellem Teppich ausgelegten Raum wieder, eine Art großzügige, z.Z. ungenutzte Bürofläche im zweiten Stock des Gebäudes.
Rechts an der Wand finde ich den gewünschten Spiegel. Ich fliege hinüber und sehe im Anflug mein Gesicht, nichts Ungewöhnliches, mein normales Gesicht, wie ich es auch in der dinglichen Realität bei einem Blick in einen Spiegel wahrnehmen würde.
Mit der Vorstellung, in eine großartige und weitläufige andere Traumdimension überzugehen (z.B. die Oberfläche eines fernen Planeten) tauche ich mit dem Gesicht durch die Spiegeloberfläche, finde dahinter aber nur undurchdringliche und dimensionslose Schwärze, dem Nachthimmel über dem Zeltplatz nicht unähnlich.
Ich zeihe meinen Kopf zurück und frage mich, was los ist. Ein nochmaliger Versuch führt zum selben Ergebnis. Interessanterweise hat sich aber die Büroflächenszenerie perfekt stabilisiert, ist nicht mehr dunkel und einförmig wie zuvor, sondern hell, detailliert und klar.
In den hohen Fensterfronten an den Seiten des Raums ist jetzt eine innerstädtische Szenerie zu sehen sowie die Kronen von Laubbäumen, die aus den Grünanlagen unten auf die Höhe des zweiten Stocks hochreichen. Freundliches Tageslicht erhellt die Szenerie draußen wie drinnen.
Kurz denke ich darüber nach, ob es nicht lohnender wäre, mich nach draußen zu begeben und das hier gegebene Umfeld zu erforschen.
Als ich mich umdrehe, sehe ich an der Wand auf der anderen Seite des Raums jedoch einen zweiten Spiegel. Vielleicht bringt der ja bessere Ergebnisse?
So schwimme ich hinüber und probiere es hier.
Dieser Spiegel führt aber ebenfalls nirgendwohin. Er leistet mir sogar erheblichen Widerstand, als ich mein Gesicht hindurchdrücken will. An einem Widerstand in der Dunkelheit dahinter drücke mir die Nase zur Seite. Im Kampf mit dem widerspenstigen Spiegel verliere ich die Traumumgebung und es erfolgt, wie ich rasch am Gefühl erkenne, eine langsame Überblendung in den Wachzustand.

Soweit mein Versuch, mal einen Tipp zu nutzen, den ich u.A. in J. Thiemanns Buch „Klartraum“ gelesen habe. Gerade bei diesem Buch bin ich sowieso im Zweifel, wie viel echtes Erfahrungswissen hinter dem Werk steckt. Inhaltlich (und auch strukturell) geht es nicht darüber hinaus, was jeder wissen kann, der mal ein wenig gegoogelt und sich ins Klartraum-Wiki und das entsprechende Wiki-Book eingelesen hat. Und obwohl Thiemann sich in seinem Buch als weit fortgeschrittenen WILDer vorstellt, der praktisch jederzeit in den Klartraum übergehen könne, sind seine Beschreibungen sowohl der WILD- wie auch der MILD-Technik doch merkwürdig dünn – einmal hinsichtlich des Vorgehens, zum anderen bezüglich der typischen Erlebnisse bei diesen Übungen. Aber immerhin, das Buch scheint sich gut zu verkaufen (bei Amazon ist es auf guten 4-stelligen Bestsellerrängen regelrecht „festgeteert“) und hilft somit, das Thema bekannter zu machen.
In jedem Fall scheinen mir Spielereien mit Spiegeln u.Ä. nur Traumzeitverschwendung zu sein. Erst muss man sie suchen oder imaginieren – und dann bleibt man in der Beschäftigung mit ihnen hängen, ohne zum Ziel zu kommen. Ich bleibe besser bei der altbewährten Methode: Soll eine bestehende Szenerie stabiler und detaillierter werden, fixiere ich mit offenen Augen konzentriert irgendetwas in der gegebenen Umgebung. Will ich eine andere Umgebung erschaffen: Augen schließen, Blickfixation erzeugen, das Ziel festlegen und warten, bis sich der Sehsinn bei geschlossenen Augenlidern wieder einstellt. So geht es meist schneller und unproblematischer.

In einer weiteren Runde an diesem Morgen bin ich im Zug unterwegs und laufe dann unvermittelt mit meiner orange Bettdecke durchs Haus und werfe sie aufs Bett zurück. Mir ist klar, dass das nur geträumt sein kann und fliege durch den Flur und in einer engen Kurve zum Wohnzimmer, das durch den halb geöffneten Rollladen an der Balkontür spärlich, aber ausreichend erhellt ist. Zwei Personen, S. und ein unbekannter junger Mann, halten sich drinnen auf. Unter dem Türsturz hindurch tauche ich ins Zimmer und will beobachten, wie die beiden auf diesen Auftritt reagieren. Sie reagieren indes wie typische Traummarionetten ohne besonderes Bewusstsein. Ich drehe meine Runde durch den Raum und berühre dann den Unbekannten mit der Handfläche, um eine Art Energieübertragung zu bewirken. So soll mehr Leben in ihn kommen. Sein Gesicht nimmt daraufhin die Form eines etwas gruseligen Puppengesichts an, eine dunkle, milchkaffeebraune Grimasse mit leeren Augenhöhlen, deren rechte vertikal wie mit dem Säbel aufgeschlitzt erscheint. Die Puppe hampelt ungelenk im Zimmer herum. S. steht teilnahmslos dabei.
Irgendwie ist das jetzt nichts mehr für mich. Durch den Blickfixationstrick möchte ich in eine andere Szenerie wechseln oder die beiden sinnlosen Kameraden einfach aus dem Raum verschwinden lassen. Dazu hätte ich aber wohl gründlicher stabilisieren müssen, so verliere ich, haltlos in der Luft schwebend, den Faden und erwache. Es ist 7:23 Uhr.

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Der Raum Gottes

Mit einer Klartrauminduktion befasst gelange ich, bäuchlings liegend, in einen seltsamen, länglichen Raum, ein Zimmer hoch oben in einem kathedralenartigen Bau; vor dem Fenster ein reinweißer Himmel, in den ein hoher gotischer Kathedralenturm aufragt. Eigentümliche Assoziationsketten durchströmen, z.T. noch immer bei mediativ geschlossenen Augen, meinen Geist. Deren Quintessenz sagt mir so viel wie, dass selbst „Paulus“ und „Christus“ (!) mich an dem Punkt, an dem ich hier angelangt bin, nicht weiterbringen würden.
Schließlich habe ich die bemerkenswerte Assoziation, hier auf der Ebene Gottes selbst angelangt zu sein; es ist zwar keinerlei Anwesenheit zu spüren, aber der Gedanke überkommt mich, hier an einer Stelle, einem Existenzraum zu sein, der etwas mit einer elementaren Urwirklichkeit zu tun hat, aus der heraus sich alles Seiende in seiner Vielgestaltigkeit ausgeformt hat. Alles, was jetzt hier sichtbar ist, erscheint mir, obgleich es sich für den Moment „nur“ um apersonale Dinge wie Räume, majestätische Türme handelt, Abbildung und organische Ausformung seiner Selbst zu sein. Und hier ist der Platz, an dem alles, was ist und sein wird, in einem „Buch“ der Schicksals oder der Wirklichkeit aufgezeichnet wird.
Am Ende einer Art langen Tisches in diesem Raum nehme ich allerdings kein „Buch“ im eigentlichen Sinne wahr, sondern einen kleinen filigranen Apparat von rechteckiger Grundanlage; das Gerät erscheint dreigeteilt: die Teile des Mechanismus auf der linken Seite bewegen sich und schwingen anders als der Mittelteil und das rechte Segment der Apparatur. Soll dies dieses „Aufzeichungsgerät“ sein? Mit seinen schwingenden feinen glänzenden Metallbögen und uhrwerkähnlichen Aufbauten sieht es ein bisschen wie ein Spielzeug aus, mit dem man unterhaltsam bestimmte physikalische Gesetzmäßigkeiten demonstrieren kann – manche Leute habe so etwas gern auf ihrem Schreibtisch stehen. Mehr als dieses Gerät schaue ich in diesem Traumzustand nicht mehr. Damit ist es vorbei.

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Falsches Erwachen, Teil 2

Mit dem im Kopf kreisende Mantra, in einen luziden Traum einzusteigen, tauche ich in einer seltsamen liegenden, etwas über das Bodenniveau erhobenen Position auf einen riesigen, mit hellen Kopfsteinen gepflasterten Marktplatz auf.
Die Ausmaße des Marktplatzrundes sind so gewaltig, dass die gelblich-beige verputzten Altstadthäuser an seinem Rand recht klein und fern erscheinen; eine Brücke über einen Bach oder Fluss verbindet die Altstadt mit dem Platz.
Alles ist hell und von positiver Ausstrahlung, das Blau des hohen Himmels scheint etwas nebelüberzogen, sodass die Umgebung von einem freundlichem, weißlichem Licht erhellt erscheint – wie an einem angenehmen, leicht bedeckten Sommertag. Ich habe das Gefühl, im falschen Erwachen schon ein- oder zweimal an eben diesem Ort aufgetaucht zu sein.
Rechts und links von mir stehen K. und S., zwei Kolleginnen von mir, und führen mir ein neues Schullied mit äußerst seltsamem und etwas befremdlichem Text und Melodie vor; beides bleibt mir nicht im Gedächtnis, sodass ich den Inhalt nicht wiedergeben kann. Beide Frauen sind über das absurde Lied einigermaßen amüsiert und singen es ohne Ernst.
Schließlich verliere ich den Bewusstseinsfaden. Erneut komme ich also heute Morgen, trotz konzentrierter Bemühung und guter Ansätze zu keinem Abschluss. Ich weiß nicht, weshalb das so ist, aber manchmal gibt es solche Phasen, in denen die Ergebnisse ausbleiben; man muss den Zustand akzeptieren.
Darüber hinaus gab es mehr oder minder gewöhnliche Träume: Klettern auf einem schwindelerregend hohen Leiterturm auf einem Freizeitgelände; und – in Begleitung von B. – Fahren mit einem Motorrad, einer Art Chopper, das sehr vorsichtig gefahren werden muss, weil die Bremsen nicht richtig funktionieren.

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Falsches Erwachen

Wer sich in Sachen „Außerkörperlicher Erfahrungen“ trainiert, erlebt als wesentliches Zwischenstadium immer mal wieder ein „falsches Erwachen“, wobei man sich im oder in der Nähe des eigenen Bettes vorfindet. Dabei ist man der Meinung, man sei soeben am Morgen erwacht bzw. bereits aufgestanden und vollziehe nun allmögliche, mal mehr, mal weniger alltägliche Handlungen. Ist man eigermaßen erfahren und geübt, gelingt es alsbald sehr häufig, das falsche Erwachen als solches zu erkennen und ein luzides außerkörperliches Erlebnis bzw. einen Klartraum zu realisieren.
Ist die Erfahrung allerdings, so wie heute Morgen bei mir der Fall, sehr stark traumartig abgewandelt und von Schlafhüteraktivitäten geprägt, bleibt die Erkenntnis, im falschen Erwachen gelandet zu sein, leider auch einmal aus.
Der erste erinnerliche Trauminhalt nach Trainingsbeginn heute Morgen bestand jedenfalls darin, dass ich mich inmitten meines Schlafzimmers, das jetzt aber, sehr geräumig und licht, den gesamten Wohnbereich im EG einnimmt, stehend vorfinde.
Links an der Wand entlang der Fenster- und Verandatürfront befindet sich das Doppelbett mit Nachtschränkchen. Im Raum ist es recht unordentlich. In einigen Ecken liegen Haufen gebrauchte Handtücher herum.
Ausgerechnet in dieses Chaos tritt durch die Verandatür meine Nachbarin K. herein (fremde Personen im Schlafzimmer sind ein häufiger Trauminhalt im falschen Erwachen). Für irgendeinen Anlass möchte sie 5 € von mir einsammeln.
Kritisch beäugt sie das Bett, holt das Nachtzeug heraus. Schuldbewusst gehe ich ihr entgegen und nehme ihr das Nachtzeug mit dem Worten „Das gehört mal gewaschen!“ ab – sie sieht das ebenso.
An der Wand zum Nachbarhaus gegenüber dem Bett befindet sich in diesem Traum ein Durchgang in andere Räume und meine Waschküche, wo ich die schmutzigen Klamotten in den Topflader werfe, der in der dinglichen Realität im Keller steht. Anschließend tue ich so, als müsse ich erst meinen Geldbeutel suchen, krame herum und entsorge nebenbei die Berge dreckiger Handtücher, während meine Nachbarin wartend und wortlos im Raum steht.
Erneut in der Waschküche richte ich es dann so ein, als hätte ich soeben den Geldbeutel gefunden – dabei ziehe ich ihn nur aus meiner Hosentasche.
Neben dem Durchgang gibt es eine kleine Couch mit Tisch. Dort krame ich die 5 € hervor. Alle drei 5€-Scheine, die ich habe, sind aber zerknittert, einer davon dreieckig eingeschnitten. Da aber ansehnliche Scheine für ein Geldpräsent gebraucht werden, ist das meiner Nachbarin sichtlich nicht recht. So nehme ich die Scheine wieder an mich, finde aber zum Glück blanke und neue Münzen im Kleingeldfach meines Portemonnaies und lege so die 5 € aus. Im Umkehrzug gibt mir K. plötzlich eine Vielzahl antiker Münzen aus ihrem Geldbeutel (weil sie mir 10 € von meinen Scheinen nicht zurückgab?), so viele und so große, das die eigentlich in so einem Portemonnaie überhaupt keinen Platz hätten. Unter diesen alten Münzen befinden sich einige abgeschabte Silbermünzen von sehr schlechtem Erhaltungsgrad, aber auch angelaufene Theresientaler (!) in Schutzhüllen aus Kunststoff! Ich lege sie klimmernd auf der Sitzfläche des grau bezogenen Sofas aus.
Einiges davon wird sicher von Wert sein und so nehme ich sie gerne an.
An dieser Stelle schwindet die Traumerinnerung. Ich war den traumhaften Aktivitäten hier dermaßen auf den Leim gegangen, dass der Übergang in den luziden Traum diesmal an keiner Stelle auch nur ansatzweise möglich war.

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Traumzeichen

Das hätte ein gutes Traumzeichen sein können: Ich sehe eine kleine Gruppe junger Draufgänger durch eine öde, grau betonierte Straße ziehen. Einer von ihnen schert aus der Gruppe aus, schwingt sich beinahe schwerelos zum Reklameschild einer Eckkneipe auf, stößt sich mit den Füßen davon ab, schlägt einen kunstvollen Salto in der Luft und bringt knapp nach dem Überschlag die Füße wieder sicher zu Boden. Eine schwerkraftresitente artistische Einlage, die in der dinglichen Realität in der beobachteten Form kaum möglich gewesen wäre. Obwohl mir die Beobachtung spanisch vorkommt und sich ein prä-luzider Moment einstellt, reicht es doch nicht ganz, um innerhalb dieses Traum völlig aufzuwachen. Ansonsten gab es kurz nur einige wenige deutliche hypnagoge Wahrnehmungen:
Ein grünes Sportplatzgeländer am Straßenrand; erst nehme ich die Szenerie wie bei einer Annäherungsfahrt mit der Kamera wahr, doch dann friert die Szenerie plötzlich ein, wird statisch und vergeht.
Ein andermal fährt eine junge dunkelhaarige Frau mit schwarz-oranger Trainingsjacke in einem weißen Auto rechts an mir vorbei, führt einen Schulterblick nach rechts aus und biegt in eben diese Richtung in eine Seitenstraße ein.
Das Körpergefühl sagt mir dabei ziemlich eindeutig, dass ich heute Morgen wohl nichts weiteres mehr erreichen werde. Daher breche ich die Sitzung schließlich ab.

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