Falsches Erwachen

Wer sich in Sachen „Außerkörperlicher Erfahrungen“ trainiert, erlebt als wesentliches Zwischenstadium immer mal wieder ein „falsches Erwachen“, wobei man sich im oder in der Nähe des eigenen Bettes vorfindet. Dabei ist man der Meinung, man sei soeben am Morgen erwacht bzw. bereits aufgestanden und vollziehe nun allmögliche, mal mehr, mal weniger alltägliche Handlungen. Ist man eigermaßen erfahren und geübt, gelingt es alsbald sehr häufig, das falsche Erwachen als solches zu erkennen und ein luzides außerkörperliches Erlebnis bzw. einen Klartraum zu realisieren.
Ist die Erfahrung allerdings, so wie heute Morgen bei mir der Fall, sehr stark traumartig abgewandelt und von Schlafhüteraktivitäten geprägt, bleibt die Erkenntnis, im falschen Erwachen gelandet zu sein, leider auch einmal aus.
Der erste erinnerliche Trauminhalt nach Trainingsbeginn heute Morgen bestand jedenfalls darin, dass ich mich inmitten meines Schlafzimmers, das jetzt aber, sehr geräumig und licht, den gesamten Wohnbereich im EG einnimmt, stehend vorfinde.
Links an der Wand entlang der Fenster- und Verandatürfront befindet sich das Doppelbett mit Nachtschränkchen. Im Raum ist es recht unordentlich. In einigen Ecken liegen Haufen gebrauchte Handtücher herum.
Ausgerechnet in dieses Chaos tritt durch die Verandatür meine Nachbarin K. herein (fremde Personen im Schlafzimmer sind ein häufiger Trauminhalt im falschen Erwachen). Für irgendeinen Anlass möchte sie 5 € von mir einsammeln.
Kritisch beäugt sie das Bett, holt das Nachtzeug heraus. Schuldbewusst gehe ich ihr entgegen und nehme ihr das Nachtzeug mit dem Worten „Das gehört mal gewaschen!“ ab – sie sieht das ebenso.
An der Wand zum Nachbarhaus gegenüber dem Bett befindet sich in diesem Traum ein Durchgang in andere Räume und meine Waschküche, wo ich die schmutzigen Klamotten in den Topflader werfe, der in der dinglichen Realität im Keller steht. Anschließend tue ich so, als müsse ich erst meinen Geldbeutel suchen, krame herum und entsorge nebenbei die Berge dreckiger Handtücher, während meine Nachbarin wartend und wortlos im Raum steht.
Erneut in der Waschküche richte ich es dann so ein, als hätte ich soeben den Geldbeutel gefunden – dabei ziehe ich ihn nur aus meiner Hosentasche.
Neben dem Durchgang gibt es eine kleine Couch mit Tisch. Dort krame ich die 5 € hervor. Alle drei 5€-Scheine, die ich habe, sind aber zerknittert, einer davon dreieckig eingeschnitten. Da aber ansehnliche Scheine für ein Geldpräsent gebraucht werden, ist das meiner Nachbarin sichtlich nicht recht. So nehme ich die Scheine wieder an mich, finde aber zum Glück blanke und neue Münzen im Kleingeldfach meines Portemonnaies und lege so die 5 € aus. Im Umkehrzug gibt mir K. plötzlich eine Vielzahl antiker Münzen aus ihrem Geldbeutel (weil sie mir 10 € von meinen Scheinen nicht zurückgab?), so viele und so große, das die eigentlich in so einem Portemonnaie überhaupt keinen Platz hätten. Unter diesen alten Münzen befinden sich einige abgeschabte Silbermünzen von sehr schlechtem Erhaltungsgrad, aber auch angelaufene Theresientaler (!) in Schutzhüllen aus Kunststoff! Ich lege sie klimmernd auf der Sitzfläche des grau bezogenen Sofas aus.
Einiges davon wird sicher von Wert sein und so nehme ich sie gerne an.
An dieser Stelle schwindet die Traumerinnerung. Ich war den traumhaften Aktivitäten hier dermaßen auf den Leim gegangen, dass der Übergang in den luziden Traum diesmal an keiner Stelle auch nur ansatzweise möglich war.

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