Im U-Bahn-System

Die heutige Übung bringt mich zunächst auf eine unbewusste Astralreise. In schon etwas dämmrig-trüber Abendstimmung laufe ich schließlich durch die Straßen eines Gewerbegebiets. Dabei werde ich von P. verfolgt, der mich in seiner Manier neckt und piesackt. Schließlich wird es mir zu dumm; ich packe u.A. seinen Schlüsselbund, werfe ihn über den hohen Metallzaun eines Sportplatzes und renne daraufhin weg. Ich will den Störenfried weit hinter mir lassen. Mit Leichtigkeit jage ich über unbekannte und verwirrende dämmrige Straßenzüge und durch einen Unterführungstunnel. Obwohl mir alles fremd ist, hoffe ich dennoch, dass sie mich letztlich doch heimwärts führen. Der Weg bringt mich in den Zugang eines U-Bahn-Systems. Über die Zugangstreppen jage ich in die Tiefe. Im Neonlicht an den Seitenwänden bemerke ich seltsam unleserliche Beschilderungen, weiß auf grün. Am Ende des tunnelartigen Durchgangs stoße ich dann auf unsäglich lange, schmale, steil abfallende und unbeleuchtete Treppenfluchten. Am oberen Absatz angelangt wird mir endgültig klar, in einem Traum zu sein. Anstatt die Treppe zu nehmen, will ich mich einfach im Flug in den riesigen leeren Raum dieser gewaltigen Unterwelt aus Beton stürzen, prüfe aber zur Sicherheit die Situation mit dem Zeigefingertest; der Finger flutscht butterweich durch meine Handfläche und schaut auf der anderen Seite raus. Sofort stoße ich mich ab und fliege in gewaltiger Höhe in den großen, höhlenartigen Raum mit weiß getünchtem Tonnengewölben hinein. Ich will diese U-Bahn-Unterwelt verlassen, in dem ich mit geschlossenen Augen die Decke zu durchtauchen versuche. Das gelingt nicht so recht; unter der Decke hängend schwimme ich in einer tiefelosen Dunkelheit, die von einem kriselnden Farbschleier direkt vor meinen Augen dominiert wird. Ich erwarte, mich sogleich im falschen Wachliegen im Bett vorzufinden und lasse den Körper aufwärts treiben, sodass ich unter der Decke des Tonnengewölbes in die Rückenlage komme. Anschließend möchte ich über links den Rolltrick probieren, um so in eine neue Szenerie einzutreten. Das Rollen klappt zwar, fühlt sich aber nicht so an, als würde es zum erhofften Ergebnis führen. In der Tat finde ich in keine aufrechte Position zurück und kann auch nicht die Füße zum Untergrund bringen. Die kriselnde Farbwahrnehmung bleibt bestehen. Durch diese hindurch tauche ich in ein normales Erwachen über. Es ist 5:50 Uhr. Ganz klar, keine Mätzchen mehr: Zum Szenenwechsel benutze ich in Zukunft nur noch die Blickfixationstechnik; alle anderen Experimente führt viel zu häufig ins vorzeitige Aus!

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