Verkehrsrowdys

Ich meditiere die Frage „Wer bist du und was willst du?“ und gehe schließlich in einen Traum über, in dem ich irgendwo in der Stadt an der linken Straßenseite bei meinem geparkten Auto stehe. Es herrscht eine seltsame trüb-neblige Atmosphäre. Ich erinnere mich, dass ich zwei Arztbesuche tätigen muss, weiß aber die genauen Termine nicht mehr. So will ich heimfahren und den Terminkalender überprüfen. Im Vorwärtsgang stoße ich aus der Parklücke und remple vor mir einen grauen Passat an, mache mir aber nicht viel daraus, weil ich mir in diesem Augenblick bereits ganz bewusst bin, zu träumen. Ich stoße rückwärts einige Meter in die Straße hinein und fahre dann weiter. Anbei beschließe ich, die „Traumaufgabe“ des Heimfahrens und Terminüberprüfens einfach weiterzuverfolgen und zu schauen, was sich dabei ergibt. Am Ende der Straße biege ich rechts ab; die Umgebung ähnelt der Neustadts, allerdings mit gewissen Abweichungen. Ende Konrad-Adenauer-Str. biege ich rechts ab in die Martin-Luther-Str., die allerdings geringfügig schmaler erscheint als normal. Als ich nach links Richtung Bahnunterführung abbiege, folge ich einer Vorfahrtsstraße nach links, wo in der Realität eine Ampelkreuzung zu finden ist. Auch geht es auf dieser Abbiegespur recht betriebsam zu. Ein Radfahrer fährt ohne den Verkehr zu beachten von rechts auf die Straße und schaut mich dabei noch an, als sei er völlig im Recht.
Die Leute fahren ziemlich rücksichtslos in der Traumwelt, denke ich.
Nach dem Abbiegen wechselt meine Fortbewegungsart; die Fahrt im Auto wandelt sich in ein Gehen auf einem schmalen und bevölkerten Trottoir links der Straße. Die Kinder, die dort sind, erweisen sich als ebenso rücksichtslose Verkehrsteilnehmer und Passanten. Sie machen keinen Platz bzw. behaupten ihren Platz, ohne sich um andere Fußgänger (wie mich) zu scheren. Ich nehme das alles leicht verwundert hin. Kurz bevor ich aus der Unterführung heraustrete, treffe ich auf einen Jungen, der mich ein bisschen an T. erinnert. Er vollführt eine Bewegung, als wolle er aus seinen Fingern eine Art Blitz auf mich schleudern und grinst dabei komisch. Ich kontere die Aktion mit einer entsprechenden Gegenaktion. In beiden Fällen passiert jedoch nichts. Ich betrachte kurz meinen Zeige- und Mittelfinger und frage mich, weshalb gewisse „magische“ Operationen manchmal selbst in der Traumwelt nicht funktionieren, obwohl doch dort stets alles von meinen Vorstellungen und Wünschen abhängig sein soll. So leicht ist es indes nicht, das habe ich schon oft genug feststellen müssen! Schließlich wende ich mich nach links, um meinen Nachhauseweg wieder aufzunehmen. Um die nächste Straßenbiegung, hier setzt sich im realen Neustadt die Branchweilerhofstr. fort, gelange ich zu einem zweiten gemauerten Tunnelgewölbe, das die gesamte Breite der Straße überspannt. Das seltsame matte Neonlicht, das draußen herrscht, reicht nicht weit in die Finsternis des Tunnels hinein. Etwas oberhalb des weit gespannten steinernen Bogens schwebend tauche ich schließlich in den dunklen Tunnel ein, denn dort muss ich entlang, um zu meinem Ziel in der Stettiner Str. zu finden. Wie ich schwimmend hineinfliege, gleite ich hinüber ins Erwachen. Es ist 6:12 Uhr.

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