Das alte Ego

Gleich in mehreren Träumen, mindestens in zweien, bin ich heute auf den Treppenaufgängen und den Korridoren eines Krankenhauses unterwegs; ich bin auf der Suche nach meinem eigenen Selbst.
In einem weiteren Traum nimmt mein festes Interesse, luzid weiter zu träumen, Gestalt an. Ich befinde mich wiederum auf einem Gang. Aus einer Tür mit Glaseinsatz rechts an der Wand tritt jemand hervor, der den ich als mein altes Ego ansehe. Seltsamerweise sieht die Person exakt wie der Schauspieler Gustl Bayrhammer aus, der z. B. im „Pumuckl“ den Meister Eder verkörpert hat. Der bayrische Urtyp mit dickem Bauch, dunkler Weste mit goldenen Knöpfen und Hut schaut zwar nicht in meine Richtung, kommt aber dennoch herüber und setzt sich zu mir auf eine Bank entlang der Wand.
Den Rücken an die Wand gelehnt, den rechten Arm wie zur Entspannung bequem über dem Kopf gelegt, das Gesicht an den Oberarm gelehnt, spreche ich mit ihm.
Welche Frage ich ihm geschickterweise stellen und wie ich sie formulieren soll, bin ich mir nicht sicher. Völlig zufrieden bin ich daher mit meiner ersten Frage nicht.
Was kann er mir über den Sinn des Daseins und das, was zu tun ist, sagen?
Er antwortet recht leise, als wolle er mir ein persönliches Geheimnis anvertrauen:
Ich solle es keinem sagen, meint er, aber er habe später im Leben (damit verbindet er, ohne es direkt zu kommunizieren, sein 72 Lebensjahr) erkennen müssen, dass er sich von der Religion absetzen müsse. Er spricht tiefstes Bayrisch, so dass ich seinen Ausführungen kurzweilig nicht recht folgen kann. Es läuft aber darauf hinaus, dass sie mithin zu vielen Kriegen beigetragen habe. Etwas erstaunt stelle ich für mich fest, dass seine Mitteilungen keineswegs eine große Erleuchtung als vielmehr eine doch recht hausbackene Religionskritik darstellen.
Schließlich frage ich ihn noch, ob er mir sagen könne, was in der Zukunft komme und was ich persönlich machen solle.
Dazu schweigt er.
„Was in der Zukunft sein wird, wisst ihr Geistrer also genauso wenig wie wir Lebenden?“, schlussfolgere ich.
Und er bejaht diese Aussage. In diesem Moment erwache ich; ich liege, den rechten Arm über dem Kopf abgewinkelt, die Wange an den Oberarm gelegt, also in genau der gleichen Haltung, die ich eben an der Wand im Krankenhaus sitzend innehatte.
Es ist 8:01 Uhr.

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2 Gedanken zu “Das alte Ego

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