Auflösung der Illusion

Luzid geworden stoße ich mit meinem Auto rückwärts aus einer Parklücke heraus, ohne auf die anderen Wagen und den Verkehr zu achten, da ich genau weiß, dass kein Crash passieren wird und selbst dann keinerlei Gefährung und Schaden entsteht, wenn ich Fahrzeuge hinter mir ramme. Schließlich lasse ich die traumhafte Illusion des Autos völlig los, steige hoch in die Luft auf und lande auf einer breiten und belebten Straße, die von betongrauen Gebäuden gesäumt ist. In der Menge fällt mir vor allem eine kräftige Frau mittleren Alters mit langen dunklen Haaren ins Auge, die an mir vorübereilt.
Wie ich es mir vorgenommen habe, will ich mit einem Mehr an Bewusstheit in die Erfahrung gehen und deklamiere daher wiederholt die Worte „Steigere das Bewusstsein!“; dies mündet in einer völligen Auflösung jeder traumähnlichen Illusion, was wiederum dazu führt, dass ich erneut in einem OBE-Zustand im Schlafzimmer auftauche.
Auf dem Rücken liegend und im Halbdunklen zur Zimmerdecke und zur Lampe dort aufblickend, will ich zur Decke aufwärts schweben, was aber auch durch Armbewegungen unterstützt nicht gleich gelingt.
Stattdessen sehe ich meine Arme als gräuliche transparente Gebilde vor meinen Augen, die sich ein- und ausblenden und sogar (wie zwei übereinandergelegte Negative) überlagern.
Da mich das nicht weiterbringt, schwebe ich, jetzt mühelos, nach links aus dem Bett hinüber zum Schlafzimmerfenster.
An dessen Rahmen und Griffen ziehe ich mich in Richtung Zimmerdecke nach oben; Kondenswassertropfen sind außen an der Scheibe zu sehen, als würde diese schwitzen.
Oben angekommen hangle ich mich an Deckenlampe und Rauchmelder als „Kletterhilfe“ die Zimmerdecke entlang zur Tür, switche hinaus und hinüber ins Arbeitszimmer.
Diesmal stelle ich, mitten im Raum unter der Decke schwebend, in der Situation selbst fest, dass sich dadurch kein unwillkürlicher Orts- bzw. Traumdimensionswechsel ergeben hat. Ich bin nach wie vor in meinem Haus und das Arbeitszimmer sieht genauso aus, wie ich es erwarte. Der einzige Unterschied zur Wachwirklichkeit scheint mir darin zu bestehen, dass das linke Fenster verdunkelt ist und, wohl an der Gardinenstange aufgehängt, eine beige Hose zum Trocknen vor dem Fenster aufgehängt ist. Ich packe sie und will sie zur Seite ziehen bzw. herunterholen, um nach draußen zu sehen, als ich schnell erwache. Es ist 5:48 Uhr.

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