Tischleindeckdich

Astral

In der heutigen Samstagsübung bin ich mal wieder mit meinem Auto unterwegs und befahre schließlich die Zufahrt unseres alten Ferien- und Wochenenddomizils in Billigheim-Ingenheim; auf der Einfahrt laufen mir Jugendliche achtlos, ohne sich auch nur mal umzudrehen, vor dem Kühler herum. Mich durch die Gruppe unaufmerksamer Teenager durchlavierend biege ich nach dem Zufahrtsbereich links in den ersten Sand- und Splittweg ein, der zu unserer Parzelle führt.
Unvernünftiges Volk, denke ich, mir muss nur versehentlich die Kupplung wegrutschen und schon kommen sie unter die Räder!
Beim Befahren des Weges dunkelt es, als bräche die Nacht herein; das Auto verschwindet unmerklich und ich betrete zu Fuß den Platz.
Als ich das Wiesenstück auf unserer Parzelle überquere, bin ich vollluzid. Im Lauf überprüfe ich kurz den Bewusstseinszustand, indem ich für einen Moment in den Flug übergehe und in den Vorraum unserer Unterkunft eintauche. Das bringt völlige Klarheit. Sofort bringe ich mich aber wieder in den „normalen“ Gehmodus, denn ich beschließe, ohne besondere Spielchen in Interaktion mit der Situation vor Ort zu treten.
Durch den Vorraum gehe ich in den Schlafbereich. Interessant ist, dass es in der Traumszenerie jetzt nicht mehr Abend oder Nacht, sondern bereits früher Morgen geworden zu sein scheint. Meine Eltern sind bereits wach. Und mein Bett sieht so aus, als hätte ich darin geschlafen; Bücher und zerknüllte Taschentücher liegen auf der Bettdecke. Ich mache mich daran, sie aufzuräumen und Ordnung zu schaffen.
Vater kommt hinter mir im Schlafanzug vorbei und fragt, wieso ich so verzückt dreinschaue. Er scheint sich nicht bewusst zu sein, dass dieses Erlebnis in einer nicht-alltäglichen Wirklichkeitsdimension stattfindet und versteht daher meine Faszination nicht.
Vor dem Fenster jenseits meines Bettes ist jetzt ein strahlender Morgen voll goldenem Licht angebrochen und ich beobachte, wie ein großer brauner Hase durch das Buschwerk und das hohe Gras auf der Nachbarparzelle außer Sicht hüpft.
Nun gehe ich zurück in den Vorraum, wo Mutti, ihrerseits noch im Schlafanzug, offenbar mit der Vorbereitung des Frühstücks befasst ist.
Rechts neben der Sitzecke (dieser Standort entspricht nicht der damaligen Raumaufteilung) steht ein älterer Kühlschrank, dessen Oberseite ziemlich in die Jahre gekommen ist. Hier versuche ich ein „magisches“ Experiment. Mit Handbewegungen und Konzentration will ich die leere Ablagefläche obenauf als Tischleindeckdich nutzen und dort Frühstücksutensilien erscheinen lassen. Doch meine Bemühungen fruchten nicht. Vielleicht ist die Bewusstheit nicht ausgeprägt genug?
Nochmals führe ich eine Zustandskontrolle durch, indem ich unter die Holzdecke aufsteige und mich dort kurz in der Bauchlage um den eigenen Schwerpunkt drehe. Alles ist in Ordnung, der Zustand stabil.
„Merkwürdig, das ist das einzige Wunderding, das ich hier wirklich zuverlässig beherrsche!“, sage ich aus dem Flug heraus zu meiner Mutter. „Aber den Frühstückstisch wie ein Tischleindeckdich zu füllen, vermag ich nicht!“
Sie wirkt keineswegs überrascht, dass ich unter der Zimmerdecke herumfliege.
Das mit dem Fliegen hätte ich schon öfter und auch von anderen berichtet, antwortet sie sinngemäß und fügt die seltsame Frage „Aber meine Füße nehmen kannst du?“ an.
„Ja!?“, meine ich verwundert.
Plötzlich liegt Mutter bäuchlings in der Luft, die Füße in Richtung Esstisch, auf dessen Plastiktischdecke noch Dinge vom Vortag herumliegen und der vor dem Frühstück eigentlich noch abgewischt gehört.
Ihren Anweisungen folgend lege ich meine Arme um ihr Beinpaar und schlage die mit dünnen Halbsöckchen bewehrten Füße in einem langsamen Takt auf den Tisch, da es nicht ganz einfach ist, den Schwerpunkt des in der Luft liegenden Körpers auszutarieren.
„Schneller!“, meint Mutter.
So schlage ich schneller: Tapp, tapp, tapp.
Nun manifestieren sich, für einen Sekundenbruchteil transparent, dann aber sofort völlig materiell, zwei Essbestecke, funkelnd polierte Gabeln, Messer und Löffel, auf zwei dunkelgrünen Papierservietten an den beiden langen Seiten des Tisches!
Ich schlage erwartungsvoll weiter, doch es passiert nichts Weiteres; Speisen oder weitere Gegenstände tauchen nicht aus dem Nichts auf. Zumal spüre ich in diesem Augenblick, wie ich in ein Erwachen in der Rückenlage im Bett übergehe. Es ist kurz nach 5:30 Uhr.

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Astralwanderungen und luzide Träume

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Realitätssinn

In meinem alten Zimmer bin ich mit einer Frau zusammen; zunächst auf einer Art Liege, die mitten im Zimmer steht, schließlich auf einer breiten Matratze mit weißer Bettwäsche, die, das Kopfende zum Fenster ausgerichtet, mitten im Raum auf dem Boden liegt. Draußen herrscht heller, aber bedeckter Tag. Die Begegnung mit der Frau findet noch in einem völlig gewöhnlichen Traumzustand statt, an dessen Ende sie sich nun auf der rechten Seite der Matratze ausruht, während ich einige entspannende Übungen mache: Durch reine Geisteskraft kann ich, den Körper in der Bauchlage gerade und steif wie ein Brett angespannt, mühelos und wie ein Scharnier um einen Drehpunkt klappend (dieser Angelpunkt liegt bei meinen Füßen) von der Matratze aufsteigen und mich in eine aufrechte Position bringen. Das mache ich zweimal hintereinander, traue mich aber nicht, mich, wie bei dem berühmten Vertrauensspiel, nach hinten fallen zu lassen. Ich fürchte dann doch, mich im Rückwärtsfallen zu verletzen.
Bei diesem Übung stellt sich allmählich immer mehr Bewusstheit ein. Letztlich beende ich das und fliege in engen Rechtskreisen um die Matratze herum, dass mir, mit dieser Übung auf den begrenzten Raum meines alten Kinderzimmers beschränkt, fast schwindlig wird. Meine Partnerin fordere ich nonverbal auf, sich an dem Flugreigen zu beteiligen und reiche ihr die Hand, habe dann aber das verblüffene Erlebnis, dass meine Partnerin urplötzlich nicht mehr anwesend ist. Stattdessen hängt eine blitzende Schere (!) an meiner Hand, mit der ich durch die Luft der Zimmers wirble.
Völlig luzid bringe ich mich rechts neben meinem Klappbett (die Einrichtungsveränderungen sind nun geschwunden und die Gegebenheiten im Raum wirken wieder so, wie früher gewohnt) bringe ich mich auf die Füße und erinnere mich, dass ich für den nächsten Klartraumzustand geplant hatte, ein Experiment zum Realitätssinn im luziden Traum durchzuführen.
Mithilfe der Blickfixationstechnik in Kombination mit einer haptischen Stabilisierung wollte ich ausprobieren, ob es möglich war, durch Konzentration sämtliche Illusionen und Trugbilder aufzulösen, die auch den luziden Traumzustand manchmal in ein verwirrendes Erlebnis verwandeln.
Ich bemerke, dass das Zimmer mit einem veralteten dunkelgrünen Teppichboden mit gelbgoldenem Rosettenmuster ausgelegt ist. In der Mitte der Rosetten befindet sich jeweils ein hellgelbes Karo. Das scheint mir für eine Übung in Blickfixation hervorragend geeignet. Also knie ich mich nieder, bringe die Hände rechts und links des Karos zu Boden und fixiere das Karo. Dabei suggeriere ich, zur eigentlichen und unverstellten Realität der Traumwelt vorstoßen zu wollen. Doch nichts geschieht.
Nach einer Weile schließe ich daher die Augen. Vielleicht bringt mich die Fixation auf diese Weise weiter.
Alsbald tauchen bunte Lichtformen ähnlich hynagogen Bildern vor dem dunklen Augenhintergrund auf; es wird etwas heller und ein matt lilafarbener Lichtkreis erscheint in meinem Gesichtsfeld.
An meinem Körpergefühl hat sich nichts geändert. Gespannt öffne ich die Augen und finde mich in kauernder Haltung in exakt derselben Szenerie wieder! Diese Traumumgebung ist ungewöhnlich stabil!
Ich schaue mich um und untersuche die Umgebung auf ihren Realismus. Tatsächlich kommt mir alles wie daheim in meinem ehemaligen Zimmer vor. Ich beschließe, den Rest der elterlichen Wohnung ebenfalls zu erkunden und verlasse das lichte Zimmer.
Der Rest der Wohnung indes ist dunkel als wäre es dort Nacht.
Drüben im Wohnzimmer kann ich zunächst keine Abweichung zu den Gegebenheiten in der Wachwirklichkeit feststellen. Über der Stereoanlage hängt indes eine Triangel an einem Wollfaden, die ich in einer früheren Traumsequenz dieses Morgens selbst dort aufgehängt hatte – und zwar als Sitzgelegenheit für einen Wellensittich!
Im Flug stoße ich die Triangel mit der Hand an und wende mich dann der Balkonseite des Raumes zu. Die Rollläden sind heruntergelassen, doch dringt durch die Ritzen Straßenlaternenlicht von draußen herein. Ich beschließe, die Scheibe zu durchfliegen, um mich draußen umzusehen.
Durch ein Seitenfenster links der Balkontür (gibt es in der Realität nicht!) drücke ich mich gegen einen leichten Widerstand durch die Scheibe und den Rollladen hindurch und lande auf dem Balkon. Es ist Nacht, aber die Straßenlaternen erhellen die Szenerie.
Von oben herab schaue ich mir genau die Umgebung an; die Parkplätze vor dem Haus sehen für mein Gefühl völlig normal aus. Auffällig aber sind zwei oder drei seltsame hohe Arkaden, sie sehen aus wie aus Beton gegossene Segmente eines Aquädukts, die links der Stettiner Str. am Rand des Gehsteigs aufgestellt sind. Obenauf sind sie bepflanzt, eine besonders edle Form der Grünanlage, die es so garantiert kaum irgendwo und erst recht nicht in NW gibt!
Der Ausblick nach links in Richtung des im Dunklen liegenden Wendehammers wirkt unauffällig.
Schließlich erwache ich. Es ist 5:58 Uhr. Mithilfe dieser Technik Illusionen und Trugbilder aufzulösen, hat offenbar nicht geklappt.

In einem nächsten Anlauf besichtige ich so etwas wie einen verlassenen Leuchtturm. Er ist von quadratischer Grundlage, aber innen sehr schmal und puppig angelegt. Obwohl ich nun wirklich nicht sehr kräftig gebaut bin, komme ich kaum um die erste Kehre der Treppe, so eng ist die Passage zwischen den mit einer weißen Raufasertapete versehenen Wänden. Da ich fürchte, hier stecken zu bleiben, will ich schon umkehren. Doch rufen mir meine Eltern, die ebenfalls in dem Traum anwesend sind, aber draußen geblieben sind, zu, dass sich oben eine interessante Satellitenanlage befinde.
Also doch weiter! Tatsächlich gelingt es mir, mich durch den beengenden Durchschlupf auf der Treppe zu lavieren und die erste Etage zu erreichen.
Hier führt jetzt in dem ansonsten leeren und vom Fenster her erhellten Raum eine metallene Wendeltreppe weiter ins nächste Stockwerk.
Der Zugang, das sehe ich schon von unten, ist aber kaum breiter als der Einwurfschlitz eines Sparschweins! Hier gibt es definitiv kein Weiterkommen mehr. Überhaupt ist dieser Umraum so absurd, dass sich schlagartig volle Bewusstheit einstellt.
Ich will weg von diesem unsinnigen Ort. Zugleich möchte ich das Experiment aus dem vorangegangenen Traum noch einmal wiederholen.
So ziehe ich eine schwarze Matte herbei, die auf dem leeren Boden liegt, knie mich darauf und probiere mich erneut in der Blickfixation, die diesmal aber ohne Umschweife ins Erwachen führt.
Irgendetwas läuft bei diesen Versuchen falsch; ich weiß allerdings noch nicht genau, was.

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Nahezu perfekte Täuschung!

Im Arbeitszimmer unterhalte ich mich mit M. am Telefon. Irgendwann ist er abrupt weg. Und es ist wie vermutet: der Akku ist leer; das Telefon tot. Zwar war alles Wesentliche bereits gesagt worden, da wir aber von der Technik unmotiviert abgewürft wurden, beschließe ich, ins EG zu gehen und dort am Zweittelefon zurückzurufen.
Bis hierher wirkt in diesem Traum alles nachgerade perfekt „real“ – eine samsarische Kopie der Alltagswirklichkeit. Nur minimale Kleinigkeiten, die erst nachträglich voll ins Auge fallen, weichen ab. So steht dort, wo rechts der Treppe der Durchgang zur Diele ist, eine Sitzecke mit niedrigem, aber großflächigem schwarzem Couchtisch.
Stutzig macht mich, dass auf dem Display des Telefons Ziffern fehlen, sodass es unmöglich ist, M.s Nummer einzugeben.
Ich gebe den Rückrufversuch auf und gehe zurück nach oben, um, einem anderem anderen Einfall folgend, etwas im Amazon-Buchshop nachzusehen.
Hier klappt indes der Seitenaufbau nicht richtig; über der fragmentarisch am unteren Bildschirmrand erscheinenden „Kunden kauften auch“-Zeile zeigt sich nur ein großes dunkelgraues Feld. Und am rechten Rand des Monitors erscheint ein senkrechtes Feld, in dem ein fremdartiges Gesicht im Stil eines Comics zu sehen ist, Manga-Stil.
Nun bin ich mir sicher, dass es sich hier um geträumte Alltagsrealität handelt. Zudem steht der Monitor nicht auf meinem Schreibtisch an der Wand, sondern auf dem grünen Sitzpolster einer Eckbank an der Wand!
Zur Überprüfung des Zustandes führe ich den Zeigefingertest durch, der klar den Traumzustand beweist.
Mit halb geschlossenen Augen will ich mich aus der Szenerie herausdrehen und ggf. ins falsche Wachliegen übergehen, spüre aber sofort, dass der Versuch nicht gelingt, sondern ins Erwachen überleitet. Es ist 7:26 Uhr.
Zumindest zu Beginn war der Traum eine täuschend echte „Kopie“ banaler Alltagsvollzüge, was die Erkenntnis erschwert – nur ein gewecktes kritisch-distanziertes Bewusstsein vermag in solchen Fällen noch die „Kurve“ zu kriegen und zu durchschauen, was Sache ist.
Zu viel „Samsara“ (kein schöneres und treffenderes Wort für die alltägliche Realität!) verhindert dieser Tage das Weiterkommen!

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Zustandskontrolle versäumt

Ich träume, auf der linken Seite im Bett zu liegen, und sinne dabei über die Worte Werner Zurfluhs über den „Jüngling“ aus dem Märchen „Der goldene Vogel“ nach, der die Nacht durchwacht, um letztlich die Königstochter zu retten; dabei sehe ich die Worte in Zurfluhs „Quellen der Nacht“ vor meinen geschlossenen Augen.
Genau denselben Versuch habe ich, so träume ich, diese Nacht ebenfalls unternommen: Mithilfe der gründlichen Lektüre eines „Focus“-Magazins (bislang drei lange Artikel) habe ich mich von Beginn der Nacht an durchgängig wachgehalten.
Nun probiere ich, bei eingeschaltetem Nachttischlicht mit geschlossenen Augen im Bett kauernd, mich im voll erhaltenen Wachzustand im Uhrzeigersinn aus dem Körper zu rollen.
Natürlich vollzieht der physische Körper die Rollbewegung mit; das Bewusstsein ist also fest und voll in ihn integriert! Und so meine ich, der Versuch sei gescheitert.
Leider bemerke ich erst beim nachträglichen Durchdenken dieser Erlebens, dass es im falschen Wachliegen nach 4:30 Uhr geschehen sein muss. Schließlich habe ich in „Wirklichkeit“ keinerlei Experimente mit Wachhalteübungen durch Zeitschriftenlektüre o. Ä. durchgeführt.
Hätte ich nur einen Realitätstest durchgeführt, wäre mir meine Lage aufgefallen und einer Exkursion wäre nichts im Wege gestanden. Dumm gelaufen!

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Unterlassene Hilfeleistung

Mit einem seltsamen Gefährt, in einem Sitz vor dem Lenker sitzend, fahre ich mit K. durch die blaue Abenddämmerung eine enge Dorfstraße entlang. Einwärts ist die Straße belebt und Ladengeschäfte mit Straßenverkauf haben geöffnet.
Am Ende der Straße jenseits der Siedlung findet eine Art Flohmarkt statt. K. schaut sich die Auslagen an. Und ich verbringe meine Zeit mit Flugübungen mit dem Nebenziel, vielleicht eine der jungen Verkäuferinnen beeindrucken zu können.
Meine Flugrunden führen mich jeweils bis zu einer hoch in den dunklen Abendhimmel aufragenden Begrenzung, einem Zaun, eher einer sehr hohen und unendlich breiten Glasscheibe mitten im Raum.
Wie eine Kugel im Flipperautomat schieße ich schließlich in eleganten Wellenmustern und Schwüngen mit dem Rücken zu der glatten Fläche entlang. Das Umfeld der Scheibe scheint nun sehr hell von weißem Neonlicht erleuchtet. Hinter der Scheibe in meinem Rücken und in der Szenerie vor mir herrscht Nachtdunkelheit.
Schließlich taucht D., eine ehemalige Schulkameradin auf, und beteiligt sich an den Flugübungen. In einem kaum merklichen Szenenwechsel mit einem neonhell erleuchteten Sportplatzrasen als Zwischenstadium spielen wir schließlich in kreisenden Schwüngen in der Luft einer hell erleuchteten Sporthalle von quadratischer Grundfläche umher. Draußen vor den Oberlichtern ist es nächtlich dunkel.
Wir fachsimpeln dabei über den Kunstflug ohne technische Hilfsmittel. Auch sie habe das wohl im luziden Traum erlernt und trainiert, stelle ich fest, und sie bestätigt diesen Eindruck.
Auf- und absteigend genieße ich einfach den Flug im Duett und fühle die Luft der Halle um mich streichen. Das genügt vollauf. Und das Spiel hält lang an bis zum Traumende kurz nach 6 Uhr.

Nach dem Erwachen spüre ich deutlich, dass eine weitere Runde problemlos möglich wäre und vertiefe mich in einen neuen Traumzustand.
Nun bin ich in der Stadt auf einem weitläufigen Marktplatz. Ich weiß, dass ich heute um halb eins zum Essengehen abgeholt werde und hoffe daher, von hier aus zeitgerecht wieder daheim anzukommen.
In der offenen Werkstatt eines Kunsthandwerkers am Rand des Platzes hängt seitlich eine weiße Plastikuhr, die halb elf anzeigt. Zwei Stunden, stelle ich erleichtert fest, müssten völlig genügen.
Über den gepflasterten Marktplatz hinweg mache ich mich auf den Heimweg Richtung Diedesfeld. Fliegend werde ich freilich schneller sein. Meine hellgelbe Daunenjacke und mein Rucksack behindern mich dabei zwar leicht; es scheint aber vorerst kein Problem zu geben.
Östlich der Stadt habe ich einen herrlichen Ausblick über die Wingerte in die Rheinebene. Es ist ein unglaublicher, ein makelloser Paradiesgarten, der sich hier in saftigen und lebendigen Grüntönen in einem gedämpften Morgenlicht bis zum blauen Horizont ausbreitet! Herrlicher, weitläufiger als die Realität!
Unter mir in der herrlichen Landschaft erblicke ich jenseits einer Baumreihe, die ich soeben überflog, akkurate Haus- und Gartenparzellen einer Ferienanlage; alle Häuser und Gärten gleichen einander exakt; nur auf einem Platz am nördlichen Rand der Anlage herrscht ein Durcheinander an Latten- und weiß gestrichenen Bretterresten. Auch hier ist nicht alles perfekt, registriere ich fast ein wenig befriedigt. Der Eindruck der sterilen Perfektion in dieser Anlage wird so etwas abgemildert.
Nun fliege ich, etwas tiefer, über eine von Büschen und Bäumen gerahmte Wiesenlandschaft. Ich versuche, wie dieser Tage schon einmal, mit ausgestreckten Armen rasant zu gleiten, doch es funktioniert diesmal nicht. Auch die Imagination eines Raketenantriebs in meinen Füßen hilft mir nicht weiter.
Zudem stören mich jetzt doch die Trageriemen meines Rucksacks. Im Flug streife ich sie ab und lasse den Rucksack einfach so auf meinem Rücken liegen; ich werde ihn auch so nicht verlieren, dessen bin ich mir sicher.
Rechts durch die Bäume sehe ich Verkehrswege mit den üblichen blauen Hinweisschildern. Ich habe das Gefühl, zu sehr nach Osten zu fliegen. Ich muss mehr nach Südwesten korrigieren, um in meine Richtung zu kommen.
In einem Feld von morgendlichem Bodennebel westlich vermute ich irgendwo meine Wohngegend. Mein Flug in die richtige Richtung erscheint mir jetzt aber unerklärlich erschwert und verlangsamt.
So senke ich mich zu einem Kreisel ab, um auf den Schildern zu erkunden, wo es nach Diedesfeld geht.
Mit Erstaunen stelle ich jedoch fest, dass die Schilder am Kreisel italienisch wirkende Ortsnamen wie „Servelio“ oder „Duro“ aufweisen, die in dünner weißer Schrift auf blauem Grund zu lesen sind.
Ich will auch die Schilder weiter hinten im Kreisel entziffern, muss dazu aber die Straße überqueren.
Von links kommt ein weißer Mercedes-Brummi mit weißem Anhänger angeschossen und ist schneller bei mir, als ich vermutet habe. Ich weiß, dass ich zu langsam bin, um dem Zusammenstoß mit dem LKW zu vermeiden, bin mir allerdings sicher, dass ich unverwundbar bin und mir bei dem Crash nichts geschehen kann.
Ich winkle nur meinen linken Arm ab und wappne mich in der Luft etwas einrollend gegen den Aufprall.
Mit seiner linken Seite kracht der LKW frontal in mich hinein, schlenkert nebst Anhänger schwerzfrei um mich herum und verschwindet aus meinem Sichtfeld. Tatsächlich ist mir gar nichts geschehen. Und ich schwebe weiter den nächsten Schildern zu, die aber auch nur mir unbekannte italienische Orte ausweisen.
In diesem Augenblick kracht links neben mir und scheinbar völlig grundlos ein weißer Transporter mit verdunkelten Scheiben frontal in einen seitlich auf dem Kreisel stehenden Mast. Der Wagen weist keine großen Schäden auf und die Scheiben sind intakt. Eigentlich will ich weiter. Dennoch überlege ich, ob ich nicht nach dem Unfallopfer sehen soll. Hinter den dunklen Scheiben scheint eine bewegungslose Person leicht nach vorne gesackt zu sitzen.
Allerdings habe ich das Gefühl, dass es sich hier nicht um ein echtes Gegenüber, eine eigenständige Person handelt. Da sich auch in den anderen Wagen – alles steht jetzt still – niemand bewegt, meine ich, es hier mit einer Art Puppenszene mit jenen geist- und seelenlosen Traummarionetten zu tun zu haben, von denen meine luziden Träume gelegentlich bevölkert sind. Ehe ich weiter kann, erwache ich im Zuge dieser Überlegungen.
Ich denke, ich wäre womöglich nicht „weggezogen“ worden, wenn ich mich dazu entschieden hätte, ethisch korrekt zu handeln, also ohne viele Überlegungen hinzugehen, die Wagentür zu öffnen und zu schauen, ob ich etwas tun kann. So muss ich mich als mein eigener Richter des Fehlers der zögerlichen oder „unterlassenen Hilfeleistung“ bezichtigen. Die ethischen Verpflichtungen gelten wohl auch im Traumzustand.
Es ist 8:00 Uhr.

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Nagetiere

Von meiner alten Schule aus begebe ich mich auf dem Weg nach Hause. Über den Bahndamm trete ich in einen Kiefernwald ein. Ein schmaler sandiger Weg schlängelt sich zu einem niedrigen Grat hinauf. Links schlittere ich einen Hang hinunter.
Die feinsandige Fläche des Hanges ist voller Löcher. Und aus einem blickt mich kurz ein hellgraues pelziges Gesicht an; etwas angewidert registriere ich, dass der Hang von Ratten bevölkert sein muss.
Um nicht in den offenkundig von den Nagetieren unterhöhlten Hang einzubrechen, bewege ich mich unten weiter und gelange neben einem Kieferstamm wieder zurück auf den schmalen Weg oben, der sicher Richtung Osten durch den Wald weiterführt.
Meine Bewegungen sind inzwischen unnatürlich schnell und behände, was mich luzid macht – ein inzwischen oft wiederholtes Muster der Traumerkenntnis.
Mit der üblichen Schwimmübung fliegend gleite ich weiter über den Weg durch den Wald, der sich – es wundert mich nicht mehr – alsbald in graue Dunkelheit auflöst.
In der Bauchlage rutsche ich ins physische Bett zurück.
Das Erlebnis erfolgt dem Gefühl nach relativ kurz nach dem Übungsbeginn um 4:30 Uhr.

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Eine verpasste Party

In einem Traum mit mindestens einem prä-luziden Moment ziehe ich schließlich auf einem Spielplatz mit hellem, von Grasbüscheln durchsetztem Sandboden meine Kreise; im Kraulmodus ruderte ich geschwind gegen den Uhrzeigensinn umher. Ich halte kurz inne.
„Ah, ein luzider Traum!“, vergegenwärtige ich mir meine Lage.
Ich fahre fort, mit dem Rückenschwimmen zu spielen, das eleganter und schneller vonstatten geht als das Brustschwimmen.
Der Spielplatz befindet sich im Innenhof eines großen, z. T. weiß gestrichenen Betongebäudes.
Zu guter Letzt will ich den Ort verlassen und das weitere Traumumfeld erkunden. So schwebe ich zu einer Art Unterführung, die womöglich durch so etwas wie eine Tiefgarage des Gebäudes nach draußen führt.
Allerdings höre ich plötzlich die Stimme von L., einer Schülerin, vom Spielplatz her. Sie will mir eine Disko hier im Gebäude zeigen.
Und tatsächlich höre ich jetzt, darauf aufmerksam geworden, Diskolärm. Eine männliche Stimme grölt irgendeinen deutschen Schlager in ein Mikro. Das interessiert mich eigentlich nicht wirklich. Dennoch beschließe ich, L.s Impuls zu folgen und mir das anzuschauen.
Ich überquere den Spielplatz, wende kurz den Brustschwimmstil an, der mich tatsächlich weniger schnell voranbringt als das Kraulen in der Bauchlage.
Auf der anderen Seite tut sich unter dem ersten Stock des Gebäudes ein niedriger, tunnelförmiger Eingang auf, wie der Zugang zu einem Kellergeschoss. Dort unten muss wohl die Party zugange sein. So tauche ich ein.
Wände und Boden des Tonnengewölbes bestehen aus glatten dunkelgrauen, exakt gefugten Steinquadern, die wie nass im Licht der mit Abständen zu beiden Seiten angebrachten Neonröhren spiegeln. L. ist hier unten plötzlich nirgendswo mehr zu sehen. Zudem gibt es hier unten plötzlich nur noch zwei Farben: grau und ein grelles, lebloses Weiß, das von den Lampen ausgeht. Auf dem Weg nach unten über die breite Treppe stoße ich mich mit dem nackten Fuß an einer der Stufen ab; das Gefühl der Berühung, kantiger Beton, ist völlig realistisch.
Unten verbreitert sich der Gang kurz und viele Details sind zu sehen. Ein unterirdisches Wasserführungssystem kreuzt meinen Weg, ein in einer betonierten Fassung geführter Wasserstrom, der unter mir entlangplätschert; breite Treppenabsätze und Seitengänge im weiten Raum dieser Unterwelt.
Doch folge ich dem Hauptweg geradeaus in die Tiefe.
Der abfallende Tunnel wird wieder einförmiger und nur wenig weiter enden die Neonleuchten an den Seitenwänden.
„L., wo ist denn deine Disko?“, rufe ich laut und prüfe das Echo; es halt deutlich und klar durch den steinernen Tunnel.
Ca. zwei Lampen weiter gibt es keinerlei Beleuchtung mehr und mein Weg führt mich in die dunkle Void; der Umraum löst sich in ein lichtloses nebeliges Nichts auf, das zum Ende des Traums hinführt. Beim Hindurchtauchen in den Wachzustand schnappe ich noch einzelne Fragmente des Diskolärms auf.
Es ist 7:50 Uhr.

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Im Adlerflug

Im Traum halte ich mich in einer kleineren Stadt auf, die mein Urlaubsort ist. Ich stehe auf einem Bürgersteig vor dem kuppelförmig überwölbten Chor einer barocken Kirche. Seitlich um das Kirchengebäude herum führt der Bürgersteig zum Eingang des Sakralgebäudes. Es ist hell erleuchtet, weil im Inneren irgendeine kirchliche Festivität stattfindet. Von links zieht in einer langen Schlange ein Orden junger Frauen, alle in einer schwarzen, einheitlichen Kleidung, jedoch keine übliche Ordenskleidung, über die Stufen einer kleinen Treppe auf das von einem niedrigen Gitterzaun abgegrenzte Kirchengelände. Nach dem Einzug höre ich plötzlich in meinem Geist die Gedanken zweier weiterer Frauen, die auf dem Bürgersteig in meiner Nähe auftauchen. Es handelt sich um einige etwas abfällige Gedanken dieser mir unbekannten Frauen, die sich auf meine Person beziehen. Diesen Widerhall fremder Gedanken in den Ohren gehe ich auf dem Bürgersteig um die Straßenecke nach rechts weiter und laufe in abendlicher Dunkelheit die Straße entlang. Im Gehen wechsle ich ins Fliegen mit der Schwimmtechnik über und die Luzidität steigert sich dadurch. Am Ende der Straße fliege ich links ab, wobei M., der mich in diesem Traum begleitet, den Vorgang bewundert, was mir ebenfalls wie in einem weiteren Akt telepathischen Austauschs zu Bewusstsein kommt. Am Ende des Weges, unter mir fällt das Gelände leicht bergab, gelange ich in ein ländliches Umfeld. Quer vor mir mündet der Weg in einen hellen Sandweg. Jenseits dieses Weges befindet sich eine sacht abfallende Böschung, die mit Sträuchern bewachsen ist. Die beiden Spötterinnen sind auch in dieser Szenerie anwesend, sind jetzt aber ruhig, da ich mir nun meinerseits einen kleinen „Racheakt“ an ihnen erlaube. Aus der Luft herabstoßend wie ein Adler stürze ich mich auf sie herab, fange mich knapp über ihnen im Flug ab und ziehe wieder aufwärts. Das wiederhole ich einige Male, bis die beiden sich verkrümmelt haben. Ab jetzt genieße ich einfach so meine Sturzflüge, indem ich mich jeweils knapp über dem Erdboden abfange und rasant wieder aufsteige. Dieses Spiel mit Superkräften genügt mir völlig und ich führe es eine Weile lang fort bis zum Erwachen.
Es ist 1:15 Uhr nachts. Den Rest der Nacht schlafe ich, mitunter wohl auch durch die verwendete WILD-Technik, recht unruhig. Ständig wache ich auf. Normalerweise mache ich solche Übungen nur morgens.

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