Luzider Moment

Astral

Spät am Abend bin ich in den menschenleeren Straßenschluchten einer Großstadt unterwegs. Irgendwo abseits der Hauptstraßen laufe ich auf einem relativ schmalen Weg zwischen den hochaufragenden Fassaden entlang und trete auf eine etwas breitere Straße hinaus. Der Himmel ist nachtdunkel und die Straßenlaternen sind an. Ich weiß, dass mein Ziel in der nächsten Parallelstraße zu derjenigen liegt, die ich soeben erreicht habe. Um dorthin zu gelangen, muss ich eine Querstraße oder irgendeinen Durchgang finden, der mich hinüber führt. Eine solche Querstraße muss links von mir die Straße entlang abzweigen, doch ist es noch eine ordentliche Strecke bis dorthin. Halbrechts bietet sich eine Abkürzung an: Ein Weg führt auf einen dunklen Platz zwischen den Hochhäusern. Ich lenke meine Schritte dorthin und erkenne, dass jenseits des dunklen Platzes tatsächlich die lampenerleuchtete Parallestraße in Sichtweite ist. Etwas unschlüssig bleibe ich stehen und blicke in das Zwielicht des Platzes. Es gibt keine Lampen, doch seitlich sehe ich irgendwelche undefinierbaren Betonquader, womöglich die Unterstände für die Mülleimer der angrenzenden Gebäude. Obgleich auch hier alles ruhig und menschenleer erscheint, kommt es mir unklug vor, nachts in der Großstadt über einen unbeleuchteten Platz zu gehen. Ich wende mich ab, um zurück und straßenabwärts die andere Passagemöglichkeit zu nutzen. Zugleich dämmert mir mein Zustand, ein Klarheitsmoment stellt sich ein. Doch komme ich nicht mehr dazu, auf die beleuchtete Straße zurückzukehren und weiterzugehen; alles versinkt in Dunkelgrau und mein physischer Körper wird im Bett spürbar. Noch versuche ich, die Szenerie durch eine Visualisierung und durch die Aufrechterhaltung des Gefühls einer Gehbewegung zu retten, doch es fruchtet nicht. Ein typisches Beispiel für häufig vorkommende kurze Klarheitsmomente, die aber nicht aufrechterhalten werden können.
Überhaupt bleibt es in diesen ersten Tagen der Osterferien bei solchen Kurzmomenten, sodass ich hier im Grunde eine Unterrubrik aufmachen könnte. So sitze ich heute Morgen, 30.03., bei einer Lehrprobe dabei und male am unteren Rand der Unterlagen an dem Wort „bewusst“ im Graffiti-Stil herum; dabei stellt sich ein kurzes, allerdings nicht allzu starkes Aufklaren ein, das von der starken Schlafhüteraktivität in diesem Traum jedoch schnell zunichte gemacht wird.
31.03.: Im falschen Wachliegen in meinem alten Zimmer, das vom Fenster her von grauem Morgenlicht erhellt ist, versuche ich eine Ablösung aus der Bewegung, indem ich auf der rechten Seite liegend imaginiere, wie ich irgendwo in NW an einer Reihe auf der rechten Straßenseite geparkten Kleinwagen älteren Modells (stumpfer Lack) vorbei eine nach Westen führende Straße entlanggleite. Das geht soweit auch recht gut; die Szenerie steht mir lebensecht vor Augen. Ich habe die Vorstellung, mich etwas weiter hinten in der Straße vom der Physis völlig lösen und in die gegebene Szenerie übertreten zu können. Trotz aller Bemühung funktioniert dies aber nicht. Die Anbindung an die Physis erscheint zu stark ausgeprägt.

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