Experiment zum kosmischen Bewusstsein

Astral

Ab 4:30 Uhr befasse ich mich mit meiner Variante der WILD-Technik und probiere, zu den hypnagogen Bildwahrnehmungen vorzudringen, ohne damit zunächst viel Erfolg zu haben.
Schließlich träume ich von einem Klanginduktionsexperiment.
Ein Musiker sitzt vor rötlichem Hintergrund an einem Piano und spielt ein Stück, doch gewinne ich den Eindruck, dass mich diese Anordnung nicht zum gewünschten Ziel bringt.
Daher konzentriere ich mich, die Lage im Bett wieder im Wahrnehmungsfeld, auf meine Technik zurück und finde mich in einem nächtlichen Zimmer in der Rolle eines Teenagermädchens (!) wieder, das in dieser Nacht außerkörperlich seinen Freund besuchen und überraschen will!
Im eleganten Delfinstil schwimme ich, noch kurzzeitig geistig in dieser Rolle befangen, durch das nächtliche Zimmer einem von unten von einer Straßenlaterne sacht erhellten Fenster zu. Durch das Fliegen im Delfinmodus wird mir indes umgehend bewusst, es jetzt doch in den luziden Traum geschafft zu haben. Meiner Selbst und der Situation bewusst lande ich sofort.
Der dämmrige Raum, die Umgebung ist eine Verquickung zwischen den räumlichen Gegebenheiten in meinem Haus und in der Wohnung meiner Eltern (allerdings sehr spärlich möbliert), führe ich zur Sicherheit eine Stabilisierung mittels Händereiben durch. Die Sicht verbleibt bei der leicht unscharfen Wahrnehmung, wie man sie üblicherweise in halbdunklen Räumen erlebt.
Genau wie ich es mir für den heutigen Klartraum vorgenommen habe, beschließe ich, eine Teleportationstechnik zu erproben, die das universale Bewusstsein nutzt. Da in diesem Zustand das bewusste Ich überall gleichzeitig anwesend ist, sollte es auch kein Problem sein, jedweden Ort allein durch die Vorstellung zu erreichen, einfach bereits dort zu sein!
Ich fliege aus dem Zimmer und schwenke in einen Nachbarraum ein, der die Küche in meinem Elternhaus sein könnte. Dort will ich die etwas milchig und angelaufen wirkende Fensterscheibe durchfliegen, um in die nächtliche Umgebung draußen vorzudringen. Zuerst spüre ich einen Widerstand, der mich zurückdrängt. Im zweiten Anlauf gelingt es aber reibungslos und ohne dass sich an der nächtlichen Szenerie draußen etwas verändert. Nachdem ich einen Augenblick auf der Höhe des vierten Stocks schwindelerregend hoch in der Luft schwebe, lasse ich mich einfach senkrecht nach unten fallen, bremse die gewaltige Geschwindigkeit etwas mit Arm- und Beinbewegungen und komme unten sanft und ohne jeden schmerzhaften Aufschlag auf einem der Parkplätze an.
Vor dem Wohnblock meiner Eltern sieht es so aus wie in früheren Zeiten: Jenseits der Straße steht ein Jägerzaun, dahinter die Grünanlagen des Spielplatzes mit Büschen und Bäumen. Am nachtdunklen Himmel glänzen in Zenitnähe einige Sterne, in östlicher Richtung und hoch oben am Himmel die Mondscheibe. Von links leuchtet eine Straßenlaterne grellweiß ins Blickfeld. Ein Passant kommt vorüber, doch er beachtet mich nicht und ich ihn ebenso wenig.
Für mein Experiment lege ich mich auf den vor Nässe schwarzen Asphalt der Straße (offenbar hat es geregnet) auf den Rücken. Das Gefühl des feuchten, rauen, von kleinen Steinen durchsetzten Straßenbelags an meinen nackten, seitlich des Körpers abgelegten Armen mutet mir absolut realistisch an.
Durch Gedankenkraft versuche ich nun, mich auf die Oberfläche des Mondes zu teleportieren, und schließe dazu die Augen. So sehr ich mich auch konzentriere bleibt das Gefühl des regennassen, leicht kühlen Asphalts allerdings unverändert, obgleich sich doch irgendwann die Wärme und absolute Trockenheit auf der Oberfläche des Erdtrabanten einstellen müsste. Zudem stört mich das grelle Licht der Straßenlaterne selbst bei geschlossenen Augen in meiner Konzentration. Nach einer ganzen Weile hat sich immer noch nichts geändert. Die gegebene Traumszenerie ist sehr stabil und widersetzt sich der Manipulation.
Nach geraumer Zeit öffne ich die Augen, um zu prüfen, ob sich überhaupt etwas getan hat. Augenblicklich schaue ich in mein morgendliches Zimmer, der Traumzustand ist schlagartig vorbei. Es ist kurz nach 5:30 Uhr.

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