Ablösungsversuch

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Bei der Klartraumübung heute Morgen ab 4:30 Uhr gelingt mir der Einstieg in ein hypnagoges Bild: eine öde Landschaft unter einem bedeckten Himmel.
Eine deutlich spürbare Selbstbilokation (teils bin ich in die gegebene Szene integriert, spüre zugleich aber auch meinen physischen Körper in der Rückenlage im Bett) hindert mich daran, voll in diese Szenerie überzugehen.
So imaginiere ich eine schnelle Rennbewegung den sandigen Pfad entlang, der die Landschaft sacht bergauf durchzieht, und halte auf ein blattloses Baumskelett zu, das sich vor mir am Horizont abzeichnet.
Von meinem Körpergefühl her bin ich zunächst sehr zuversichtlich, dass mir auf diese Weise der volle Übergang in eine luzide Traumexkursion gelingen kann. Bei der Annäherung macht es den Anschein, als würde sich das Baumskelett mit seiner graubraunen Rinde in eine etwas unheimliche, dürre Puppe verwandeln, die die Arme ausbreitet, um mich bei meiner Ankunft zu umarmen.
Doch dann stellt sich ein warmes Kribbeln ein und das Gefühl des liegenden physischen Körpers nimmt überhand. Mein Zielpunkt, das Baumskelett, verschwindet und kurz blendet sich der Blick in eine Bar ein. Ich blicke auf das metallische Spülbecken und den Wasserhahn hinter dem Tresen. Und dann löst sich die hypnagoge Bildwahrnehmung in Dunkelheit auf.
Es war ein guter Ansatz, obgleich der heutige Projektionsversuch letztlich doch gescheitert ist.

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