Vom Schneebett in die Exkursion

Ich träume, noch bis Mittwoch auf einer Besichtigungstour in irgendeiner Großstadt unterwegs zu sein. Und so erwache ich an diesem Morgen in einem fremden Bett, das sich seltsamerweise unter einem freien, bedeckten Himmel befindet. Noch eigentümlicher ist, dass es sich um eine Art Schneebett handelt.
Mein Oberkörper ist nackt und mein linker Arm liegt halb in einer Schneewelle zu meiner Seite verborgen. Es fühlt sich nicht kalt, sondern nur feucht an.
Eine Schneedecke kann wärmen, denke ich, nicht umsonst heißt es ja, dass man sich bei einem Notfall im Winter schützen und wärmen könne, indem man sich in den Schnee eingräbt.
Ich ziehe den Arm aus der Schneewelle und blicke an mir herunter. Auf dem schneeweißen Bett liegend trage ich eine über und über mit Eisblumen bedeckte Jeans, die sich ebenfalls nicht kalt, sondern nur etwas feucht anfühlt, und streiche erstaunt mit den Handflächen über die Eisblumen.
Anschließend lege ich mich in meinem merkwürdigen Bett, in dem ich ein wenig quer liege, in die richtige Position zurecht und ziehe von rechts eine dicke weiße Bettdecke, die aus einer Mischung aus Schnee, knirschenden Eisstücken und Daunen zu bestehen scheint, bis über das Gesicht über mich.
Unter der Decke ist es tiefdunkel und leicht klamm.
Als ich mein Gesicht wieder aufdecke, ist die Sensation des Schneebettes geschwunden und ich tauche in einem geräumigen Hotelzimmer auf.
M. liegt zu meiner Linken, als befänden wir uns noch immer auf Urlaubstrip und hätten in diesem Hotelzimmer übernachtet. Gerne wäre ich allein und hätte etwas Zeit und Ruhe für mich, doch das ist jetzt nun einmal nicht so.
M. produziert seltsame Geräusche. Es klackert und schabt, als würde er neben mir im Bett stricken! Nach kurzer Irritation stelle ich fest, dass er nur in seinem Bart kratzt und darin herumzwirbelt.
Kaum habe ich das Rätsel um das Geräusch gelöst, ergibt sich ein urplötzlicher Positionswechsel des Bettes. Es steht jetzt, Kopf und Fußende vertauscht, auf einer hellgrünen Anhöhe an einem Waldrand. Nach links fällt das Gelände sacht zu einer schmalen Landstraße ab. Auch hier ist der Himmel wieder neblig und bedeckt weiß.
Nach einer relativ langen prä-luziden Phase werde ich jetzt langsam bewusst und beginne Kontrolle zu gewinnen.
Völlig egal, das M. hier ist, denke ich. Da dies mein Traum ist, kann ich hier tun und lassen, was ich will – mit einem Pferd ausreiten oder sonstwas – und M. würde sich hinterher wohl nur erinnern, irgendetwas Blödsinniges geträumt zu haben.
So hebe ich ab vom Bett und fliege schwimmend hoch über der gelblich-grünen Wiese der Landstraße zu, wobei die Landschaft schnell in die dimensionslose dunkle Void übergeht.
Ich bemerke umgehend, dass meine Schlaftiefe nicht besonders stark ausgeprägt ist, versuche aber dennoch, in eine andere Traumumgebung überzugehen. Ich stoppe in der einförmigen Dunkelheit, will landen, spüre aber zunächst keinen Boden unter mir. Trotzdem beginne ich die Teleportationsübung, indem ich, scheinbar unverändert in der Luft hängend, im Kreis zu laufen anfange.
Kurz nehme ich stellenweise eine gräuliche Aufhellung der Void sowie lotrecht verlaufende und unregelmäßig geformte mattweiße Streifen wahr, kann den Traumzustand aber nicht halten und erwache mit Blick ins Zimmer in meinem Bett.
Es ist ca. 7 Uhr.

Peter Pan

So, gestern bin ich von meinem zweiten Kurzurlaubstrip nach Meersburg zurückgekehrt: Sommer, Sonne, Bodensee; alles in allem sehr nett.
Und einen kleinen Nachtrag fürs Klartraumblog aus diesen Tagen (genauer vom 24.08.15) gibt´s auch noch.
Nachdem ich aus einem Traum erwache, in dem ich aus großer Höhe von einem Gebäude abstürze, nehme ich mir vor, in der nächsten Runde Schlaf einen luziden Traum zu versuchen. Und es klappt auch.
In stockdunkler Nacht finde ich mich auf einem Campingplatz wieder. Im Eingangsbereich des Platzes befindet sich der von einer Buchshecke abgeschirmte Zugang zu einem Wasch- und Toilettenhaus. Eine weiße Straßenlaterne spendet kühles Licht. In deren Lichtkegel fliege ich in engen Kreisen umher und entdecke dabei einige nachtaktive Kinder, die in der Szenerie unterwegs sind.
Ein kleinerer Junge hängt sich an meine Hand. Unwillkürlich muss ich an den Namen „Peter Pan“ denken und benenne den Kleinen kurzerhand einfach so.
Über uns leuchtet der Mond zwischen Nebelschwaden und dunklen Nachtwolken hervor und ich frage Peter Pan, ob er es schaffen könnte, mit mir von hier aus über die Erdatmosphäre hinaus zum Mond zu fliegen.
Kurzzeitig steigen wir höher, dem Mond entgegen, doch Peter Pan meint, dass er es nicht könne, dass unsere Kraft dazu nicht ausreiche.
Da ich noch anderes vorhabe, entlasse ich Peter Pan an dieser Stelle und fliege noch eine Runde durch die dunkle Luft über dem Campingplatz, bis mir diese Umgebung zu langweilig wird.
Ich lande auf dem Splittweg vor einem alten Spielplatz neben einer Garage, hinter der das Wasch- und Toilettenhaus zu finden ist.
Auf dem Weg laufe ich im Kreis und wünsche mich in den Vorgarten meines Elternhauses. Wohl ist meine Angabe für das Teleportieren nicht genau genug. Und so beame ich mich nicht etwa in den Garten, sondern komme auf der Matratze meines alten Bettes in meinem Elternhaus zu stehen.
Ich stoße mich ab und fliege in den Flur. In der nach links vom Flur abzweigenden Küche steht man Vater in einem dunkelweinroten Schlafanzug an der geöffneten Kühlschranktür und grüßt mich wie üblich.
Ich behalte den Flug bei und passiere die Wohnzimmertür vor mir und staune darüber, wie wirklichkeitsecht mir alles bis hierher erscheint.
Im Wohnzimmer ist das gedimmte Deckenlicht über dem Sofatisch eingeschaltet und das Zimmer macht einen völlig realistischen Eindruck, der aber in dem Moment verfliegt, als ich mir darüber Gedanken zu machen beginne.
Nun stellt sich der Eindruck ein, an der holzgetäfelten Decke seien an weißen Schnüren lauter undefinierbare, weitgehend weiße Gegenstände aufgehängt, die sich z. T. um sich selbst drehen wie Spieluhren. An einem der besonders schnell rotierenden Gegenstände bleibt meine Aufmerksamkeit für einen Moment lang haften, dann blicke ich nach unten ins Zimmer und entdecke, dass dort nun alles über und über mit weißen Porzellangegenständen (Vasen, Figürchen) vollgestellt ist. Niemals würde sich meine Mutter solchen Nippes in ihre Wohnung stellen – zumindest nicht in solcher Zahl, denke ich verwundert und erwache noch im selben Augenblick.

Versetzt

So, nach dem Urlaub geht´s jetzt hier mal ein bisschen weiter – und zwar ein wenig irritierend (mal wieder!).
Nachdem ich um 4:30 Uhr mit meiner üblichen Meditationstechnik in den luziden Traum gestartet bin, finde ich mich irgendwann im falschen Wachliegen wieder. Ich liege auf dem Rücken unten in einem Stiegebett und blicke nach rechts in einen von Neonlicht erhellten Raum, einer Küche.
Eine hübsche junge Frau ist anwesend; ich fokussiere sie, wobei meine Augen wie Kameralinsen reagieren und erst einmal in schneller Folge verschiedene Schärfeebenen abfahren. Dabei werde ich bewusst.
Kraft meiner Gedanken beeinflusse ich das Mädchen, zu mir herüberzukommen. Ich selbst liege vollkommen nackt unter einer zusammengeknüllten Bettdecke, die mich nur noch knapp bedeckt, und meine Erregung beim Anblick der dunkelblonden und gut gebauten Schönheit steigt.
Und wie es scheint, reagiert die Hübsche auf meinen mentalen Einfluss, denn sie streift sich das dunkelgrüne Baumwolltop über den Kopf (darunter trägt sie keinen BH), öffnet ihre Jeans und wirft sie ab, sodass ein weißes Unterhöschen zum Vorschein kommt. Dann tritt sie auf mich zu.
In diesem Moment gerate ich, von der Situation im Wortsinn „beflügelt“, in Schwung und fliege in der Rückenlage in Kopfrichtung nach hinten in einem weiten Rechtsbogen aus dem Raum hinaus ins Freie. Anbei erkenne ich, dass sich der Raum in Inneren jenes Feriendomizils befunden haben muss, in dem ich in meiner Jugend sehr oft gewesen bin. Unter freiem Himmel komme ich splitternackt auf dem Dach eines niedrigen Schuppens auf dem Nachbargrundstück jenseits der splittgestreuten Straße und einer niedrigen Buchshecke zu liegen. Dort warte ich darauf, dass das Mädchen nachkommt. Doch es bleibt aus. Ich fliege kurz zurück zum Ausgangspunkt und blicke durch die Tür. Drinnen ist es dunkel und das Mädel ist nicht mehr da.
Interessant, so bin also das erste Mal im luziden Traum versetzt worden!
Etwas enttäuscht steige ich zu größere Höhe über dem Platz auf und fliege (nun urplötzlich wieder bekleidet) mehrere Runden in weiten Linkskreisen über eine paradiesische Parklandschaft in übernatürlich schönen Grüntönen; Wiesenflecken sind von ordentlich gestutzten Hecken bzw. schmalen Bächen voneinander abgegrenzt. Das faszinierende goldene Licht einer Abendsonne taucht alles in honigfarbene Schattierungen.
Mit allergrößter Selbstverständlichkeit grüßen mich da und dort Leute von unten, die mich zu kennen scheinen, während ich mir bei manchen nicht sicher bin, woher. Sie winken und werfen mir Worte zu. Und ich erwidere die Grüße im Vorüberflug. Dies scheint mir ein Teil des berühmten „Sommerlandes“ zu sein, von dem viele Esoteriker berichten.
Auf einer gen Westen von Zitterpappeln abgegrenzten Wiese gehe ich herunter und lande.
Mir kommt der Gedanke, doch einfach mal zu versuchen, mich zu dem Mädchen zu teleportieren, das mich zuvor versetzt hat.
Ich drehe mich auf der Stelle um die eigene Achse und das Gras und die herrlich begrünten Bäume vor meinen Augen verwischen und dehnen sich im Rotieren zu einer optischen Verzerrung, als blickte ich in einen Zerrspiegel.
Nach einer schnellen Umdrehung verliere ich kurz das Gleichgewicht, kann mich aber schnell abfangen.
Die Landschaft verschwindet und, wie durch einen engen Raum-Zeit-Schlauch gequetscht, lande ich in einer tiefen Dunkelheit. Rechts neben mir nehme ich indes einen mattsilbernen Lichtstreifen wahr. Er erinnert mich an einen Türspalt. Dort drücke ich mich einfach hindurch, er weitet sich und ich gerate in den dämmrigen Flur einer fremden Wohnung. In den nur matt erhellten Küche treffe ich auf eine mir unbekannte Frau um die 45 Jahre; sie erscheint mir sehr groß und trägt ihr blondiertes Haar in einem schulterlangen Pagenschnitt. Und im Gegensatz zu mir scheint sie mich gut zu kennen. Sie weiß, wen ich suche, und nimmt mit großer Vertrautheit mein Gesicht in ihre Hände und blickt von oben auf mich herab. Sie wird gleich da sein, ist nur kurz weg, gibt sie mir zu verstehen, schiebt mich über den Flur in ein Mädchenzimmer und schließt die Tür hinter mir. An der Tür habe ich auf einem Schildchen schwarz auf weiß den Namen des Mädchens gesehen; sie heißt Ines. Ich stehe in einem typischen Teenagerzimmer. Ich gehe hinüber zum Bett, auf dem Plüschzeug aus ihrer Kinderzeit, darunter auch zwei herzförmige rote Kissen liegen. Dazwischen liegt ein Zettel mit meinem Namen – eine Nachricht für mich?
Ehe ich das genauer feststellen kann, gleite ich ohne Bewusstseinsunterbrechung ins Erwachen über. Mein halbdunkles Schlafzimmer blendet sich einfach ein, überlagert alles andere und die Sensation, vor dem Bett einer jungen Frau zu stehen, schwindet.
Es ist 5:44 Uhr.
Es ist beschlossene Sache: In den nächsten Projektionen werde ich wieder auf die Suche nach Ines gehen!

Teilablösungen

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Einige Male hintereinander spüre ich heute Morgen irgendwann nach 4:30 Uhr, wie ein Paar nicht-physischer Arme unabhängig von meinen seitlich neben dem Körper liegenden Armen agiert. Dies vollzieht sich bei geschlossenen Augen und ist mit der hypnagogen optischen Wahrnehmung verbunden, im dunklen Kofferraum eines Autos herumzuwühlen. Jeweils für Augenblicke verliere ich dabei das Gefühl für die physischen Arme und Hände; es geht voll in die „Phantomarme“ über. Sobald ich indes die Arme auf der Matratze wieder zu spüren beginne, falle ich gefühlsmäßig aus dem astralen Wahrnehmungsfeld heraus. Zwei- bis dreimal gelingt es mir, diese Teilablösung der Arme zu wiederholen, doch kann ich den Zustand nie länger als Bruchteile von Sekunden halten. Komisch, es gibt Zeiten, in denen mühelos eine Projektion nach der anderen gelingt, während dann wiederum solche „Flauten“ eintreten, in denen fast ausschließlich Teilablösungen oder sonstwie fragmentierte Erlebnisse vorkommen. Interessanterweise hatte ich eine solche Phase in ähnlicher Form erlebt, als ich die „Harry Potter“-Reihe las. Und jetzt in den Ferien bin ich erneut in eine nett zu lesende Fantasy-Buchreihe „abgetaucht“. Es scheint so, als würde sich die rein rezeptive, lediglich konsumierende Haltung, die sich beim Lesen fremder Fantasie- und Realitätskonstrukte ergibt, einen stark bremsenden Einfluss auf außerkörperliche Erfahrungen und luzide Traumzustände haben – eine recht bemerkenswerte Sache.

Zeichen

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Heute Morgen schleicht sich eindeutig ein „falsches Wachliegen“ in meine Meditationsübung ein: In meinem Zimmer ist es, obwohl es noch früh am Tag ist, beinahe taghell, als fiele Tageslicht durch den halbgeschlossenen Rollladen. Vor der Schlafzimmertür scheint ein ausgeschalteter schwarzer Fernseher auf einem Fernsehwagen (?) zu stehen.
An einer Stelle unterhalb des Fernsehers bzw. beim Blick auf das Bett erkenne ich ein seltsames Zeichen, das aus einem nach unten geöffneten Halbkreis und einigen Linien innerhalb des Kreissegments besteht.
Als ich den Blick hebe, läuft dieses Zeichen, in verkleinertem Format, sich selbst vervielfachend wie auf einem transparenten Schleier durch mein Gesichtsfeld und überzieht diesen vollständig.
Eine inhaltliche Bedeutung kann ich dem Zeichen zu keiner Zeit entnehmen; es scheint keine zu haben.
Optisch wirkt es wie das Phänomen der „fliegenden Mücken“, das vor allem Kurzsichtige kennen, wenn sie gegen eine helle Fläche oder den Himmel blicken und dann halbdurchsichtige Kreise, Kringel und Würmer (nichts anderes als im Glaskörper des Auges schwimmende Teilchen) erkennen. Ich wundere mich darüber, interpretiere es in diesem Augenblick jedoch als einen etwas merkwürdigen Blendungseffekt. Dann werde ich bewusstlos und verliere den Anschluss.
Als ich später erwache, versuche ich mich an die genaue Struktur des Kreiszeichens zu erinnern, bekomme es aber nicht so deutlich hin, dass ich eine klare zeichnerische Wiedergabe desselben erstellen könnte.