Teilablösungen

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Einige Male hintereinander spüre ich heute Morgen irgendwann nach 4:30 Uhr, wie ein Paar nicht-physischer Arme unabhängig von meinen seitlich neben dem Körper liegenden Armen agiert. Dies vollzieht sich bei geschlossenen Augen und ist mit der hypnagogen optischen Wahrnehmung verbunden, im dunklen Kofferraum eines Autos herumzuwühlen. Jeweils für Augenblicke verliere ich dabei das Gefühl für die physischen Arme und Hände; es geht voll in die „Phantomarme“ über. Sobald ich indes die Arme auf der Matratze wieder zu spüren beginne, falle ich gefühlsmäßig aus dem astralen Wahrnehmungsfeld heraus. Zwei- bis dreimal gelingt es mir, diese Teilablösung der Arme zu wiederholen, doch kann ich den Zustand nie länger als Bruchteile von Sekunden halten. Komisch, es gibt Zeiten, in denen mühelos eine Projektion nach der anderen gelingt, während dann wiederum solche „Flauten“ eintreten, in denen fast ausschließlich Teilablösungen oder sonstwie fragmentierte Erlebnisse vorkommen. Interessanterweise hatte ich eine solche Phase in ähnlicher Form erlebt, als ich die „Harry Potter“-Reihe las. Und jetzt in den Ferien bin ich erneut in eine nett zu lesende Fantasy-Buchreihe „abgetaucht“. Es scheint so, als würde sich die rein rezeptive, lediglich konsumierende Haltung, die sich beim Lesen fremder Fantasie- und Realitätskonstrukte ergibt, einen stark bremsenden Einfluss auf außerkörperliche Erfahrungen und luzide Traumzustände haben – eine recht bemerkenswerte Sache.

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