Peter Pan

So, gestern bin ich von meinem zweiten Kurzurlaubstrip nach Meersburg zurückgekehrt: Sommer, Sonne, Bodensee; alles in allem sehr nett.
Und einen kleinen Nachtrag fürs Klartraumblog aus diesen Tagen (genauer vom 24.08.15) gibt´s auch noch.
Nachdem ich aus einem Traum erwache, in dem ich aus großer Höhe von einem Gebäude abstürze, nehme ich mir vor, in der nächsten Runde Schlaf einen luziden Traum zu versuchen. Und es klappt auch.
In stockdunkler Nacht finde ich mich auf einem Campingplatz wieder. Im Eingangsbereich des Platzes befindet sich der von einer Buchshecke abgeschirmte Zugang zu einem Wasch- und Toilettenhaus. Eine weiße Straßenlaterne spendet kühles Licht. In deren Lichtkegel fliege ich in engen Kreisen umher und entdecke dabei einige nachtaktive Kinder, die in der Szenerie unterwegs sind.
Ein kleinerer Junge hängt sich an meine Hand. Unwillkürlich muss ich an den Namen „Peter Pan“ denken und benenne den Kleinen kurzerhand einfach so.
Über uns leuchtet der Mond zwischen Nebelschwaden und dunklen Nachtwolken hervor und ich frage Peter Pan, ob er es schaffen könnte, mit mir von hier aus über die Erdatmosphäre hinaus zum Mond zu fliegen.
Kurzzeitig steigen wir höher, dem Mond entgegen, doch Peter Pan meint, dass er es nicht könne, dass unsere Kraft dazu nicht ausreiche.
Da ich noch anderes vorhabe, entlasse ich Peter Pan an dieser Stelle und fliege noch eine Runde durch die dunkle Luft über dem Campingplatz, bis mir diese Umgebung zu langweilig wird.
Ich lande auf dem Splittweg vor einem alten Spielplatz neben einer Garage, hinter der das Wasch- und Toilettenhaus zu finden ist.
Auf dem Weg laufe ich im Kreis und wünsche mich in den Vorgarten meines Elternhauses. Wohl ist meine Angabe für das Teleportieren nicht genau genug. Und so beame ich mich nicht etwa in den Garten, sondern komme auf der Matratze meines alten Bettes in meinem Elternhaus zu stehen.
Ich stoße mich ab und fliege in den Flur. In der nach links vom Flur abzweigenden Küche steht man Vater in einem dunkelweinroten Schlafanzug an der geöffneten Kühlschranktür und grüßt mich wie üblich.
Ich behalte den Flug bei und passiere die Wohnzimmertür vor mir und staune darüber, wie wirklichkeitsecht mir alles bis hierher erscheint.
Im Wohnzimmer ist das gedimmte Deckenlicht über dem Sofatisch eingeschaltet und das Zimmer macht einen völlig realistischen Eindruck, der aber in dem Moment verfliegt, als ich mir darüber Gedanken zu machen beginne.
Nun stellt sich der Eindruck ein, an der holzgetäfelten Decke seien an weißen Schnüren lauter undefinierbare, weitgehend weiße Gegenstände aufgehängt, die sich z. T. um sich selbst drehen wie Spieluhren. An einem der besonders schnell rotierenden Gegenstände bleibt meine Aufmerksamkeit für einen Moment lang haften, dann blicke ich nach unten ins Zimmer und entdecke, dass dort nun alles über und über mit weißen Porzellangegenständen (Vasen, Figürchen) vollgestellt ist. Niemals würde sich meine Mutter solchen Nippes in ihre Wohnung stellen – zumindest nicht in solcher Zahl, denke ich verwundert und erwache noch im selben Augenblick.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s