Großstadtpanorama mit Ausblick auf den Palatin

Nach einem üppigen Essen bei meinen Eltern (eigentlich wollte man sich nach den Festtagen zurückhalten, hielt sich aber nicht daran) will ich mir die Beine vertreten und laufe hinüber ins Dorf. Aus einer engen Gasse trete ich auf die Gehsteig an einer stark befahrenen Straße ins sonnige Tageslicht hinaus.
Ich wundere mich, wo ich hier gelandet bin, denn ein Blick in die Runde offenbart mir plötzlich ein großstädtisches Szenario. Ich bin in einer Straße durch ein Gewerbegebiet am Stadtrand angekommen; Reklameschilder und Markenembleme von Autofirmen (u.A. Suzuki) ragen vor mir auf.
Kurzentschlossen will ich denselben Weg zurückgehen, den ich gekommen bin, denke mir aber zugleich, dass dies alles nicht sein kann und dass ich in einem Traum sein muss. Sofort prüfe ich das, indem ich mich aufschwinge und nun, wie von einer Anhöhe, unterhalb derer sich die Großstadt erstreckt, auf dieselbe herabblicke. Großstadtpanorama: hohe Häuser, Beton. In der Ferne, jenseits der Stadt, erhebt sich eine dunkle Pinienwaldung, in der sich die große Ruine einer alten Schlossanlage, den römischen Kaiserpalästen auf dem Palatin vergleichbar, erhebt. Eine dünne Dunstglocke liegt wie ein sachter Film darüber und lässt den Anblick unter dem blauen Sommerhimmel leicht unscharf erscheinen. Ich versuche, mich in dieser Szenerie zu bewegen, bemerke aber, dass ich nach rechts wegtreibe und die Wahrnehmung sich destabilisiert. Noch suche ich mich durch Schwimmbewegungen in die Traumumgebung hineinzuretten, doch scheitere ich. Schließlich verliere ich kurzfristig das Bewusstsein und finde mich sodann, neben meinem Nachbarn H. mal auf dem Rücken, mal bäuchlings herfliegend, auf flachem, von einzelnen Grasbüscheln durchsetztem Gelände wieder. Er geht neben mir her und fragt mich über Klartraumtechniken aus, weil er es, trotz einiger Bemühungen, mit seinen bisherigen, vor allem auf Suggestionen beruhenden Versuchen, noch zu keinem Ergebnis gebracht hat. Nach und nach gleitet dieses Erlebnis in ein ganz gewöhnliches Träumen über, das in irgendeinem Hotel auf dem Land spielt.

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