Kampf mit der dunklen Void

Ähnlich wie schon vor einigen Tagen gehe ich heute Morgen in einem nur undeutlich erkennbaren Umraum zwischen Wingertzeilen bzw. auf einem Feldweg entlang, springe alsbald in Bauchlage in die Luft und gleite weiter. Dabei überkommt mich das Gefühl der Loslösung von der Physis. Gegen einen leichten Zug nach hinten ankämpfend komme ich von ihr frei und lasse sie hinter mir zurück. Ich bin klar, frei und flugfähig, vermag aber nichts zu sehen. Das Traumumfeld scheint dimensionslos grauschwarz wie die dunkle Void. Beim Versuch, Sehfähigkeit zu gewinnen, steige ich ein wenig senkrecht auf und kämpfe dabei mit der mein Sehfeld ausfüllenden Dunkelheit wie mit einer zähen Masse. Vereinzelt sehe ich blendungsfreie Lichtlinien in nebulös gestreutem Weiß. Die Linien bilden rechte Winkel, als blickte ich auf ein abgedunkeltes Fenster, zu dessen Seiten trübes Tageslicht einfällt. Wie ich mit dieser Dunkelheit ringe, spüre ich, wie ich ins Physische zurückfalle. Allerdings gelingt es mir, mich vom Bett aufschwingend ein zweites Mal zu lösen, wobei ich in dieselbe Situation gerate wie zuvor: Erneut ringe ich mit der dunklen Void bis ich wiederum zurückfalle – diesmal ohne mich ein weiteres Mal lösen zu können. Es ist kurz vor sieben Uhr, als alles vorbei ist.

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