Astrale Radtour

Vergangene Nacht träume ich, auf einer Radtour zu sein und werde dabei schließlich bewusst. Mit der Bewusstwerdung tauche ich in einen dunklen astralen Tunnel ein, in welchem ich einem sonnenhellen Ausgang entgegenfahre.

Ich will einfach eine Fahrradtour durch eine herrliche Gebirgslandschaft unternehmen!“, nehme ich mir vor und lüftige Höhen, lichter Wald und Bergpässe mit erhebenden Ausblicken stehen mir im Sinn.

Allerdings muss ich hart in die Pedalen treten, denn der Weg verlangt mir jetzt schon einiges ab. Wie soll ich da erst im Gebirge zurechtkommen?

Als ich den Tunnelausgang passiere, befahre ich tatsächlich eine asphaltierte Straße, die zwischen zwei hohen bewaldeten Bergen aufwärts führt. Der Himmelsausschnitt über mir ist leicht bedeckt, dennoch ist der Tag sonnenhell.

In vielleicht dreihundert Metern Entfernung zweigt ein in die Berge aufsteigender Fahrweg links von der Straße ab, die ich momentan benutze. Diesen Weg muss ich einschlagen!

Durch eine kurze Unaufmerksamkeit komme ich indes nach rechts vom Fahrweg ab, gerate auf den Grünstreifen, verkante mich mit beiden Rädern am kantigen Rand der Asphaltdecke und stürze bei recht hoher Geschwindigkeit hin. Obgleich ich mich mit dem linken Ellenbogen auf dem rauen Asphalt abfange, verspüre ich keinerlei Schmerz, erleide nicht die geringfügigste Verletzung.

Sogleich schwinge ich mich wieder aufs Rad und entschwinde in die herrlichen sonnigen Höhen, genieße das Erlebnis, bis mir irgendwann die Luzidität abhanden kommt.

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