Kontaktversuch

Mir träumt, in einer ähnlich der elterlichen Wohnung geschnittenen Behausung zu sein. Eigentümlicherweise ist die normale Möblierung jedoch teilweise durch das Inventar von Schulsälen ersetzt; vor allem die Schulbestuhlung fällt auf. Es scheint früher Morgen zu sein. Und gerade unterhalte ich mich mit einem der Gäste einer Party, auf die ich gestern Abend eingeladen war, über luzide Träume und werde dabei selbst luzid. Zur Illustration meiner Erklärungen führe ich eine Reihe Flugkunststücke vor. Da mich eine weibliche Begleiterin meines Gesprächspartners danach fragt, charakterisiere ich das unbeschreibliche Gefühl, federleicht zu sein, als ein besonderes Merkmal des Klartraumzustandes, das auch als Werkzeug der Zustandskontrolle genutzt werden kann. Schließlich verspüre ich Lust, nun auch selbst etwas Neues zu lernen. So verlasse ich meine Gesprächspartner, fliege eine Runde und rufe meinen Schutzhelfer Mayfield oder einen anderen, der sich gerade erübrigen kann. Anschließend lande ich und wechsle auf der Suche nach meinen Lehrern das Zimmer. Obgleich ich eine gute und klare Sicht auf die Umgebung habe, fühlt es sich so an, als wären meine Augenlider geschlossen. Das Sehen bei geschlossenen Augen ist eine der typischen Paradoxien des luziden Traumzustandes. Und obwohl ich weiß, dass es „gefährlich“ für den Zustand ist, probiere ich kurz aus, was ich zu sehen bekomme, wenn ich die Augen öffne. Das Ergebnis war im Grunde vorgezeichnet: Ich blicke in mein morgendliches Schlafzimmer, was mit dem sofortigen und relativ übergangslosen Erwachen einhergeht. Das ist ein bisschen schade, da der Schutzerhelferkontakt nicht zustande kam. Es ist kurz vor 7 Uhr.