Rausschmiss

Ab ca. 4:30 Uhr meditiere ich einen Zustrom von Lebenskraft, heilender Lebensenergie, und sehe und spüre dabei, in einem erhellten Schlafraum liegend, alsbald das Auflegen einer Hand durch eine Präsenz im Umraum, die mir tatsächlich mehr oder minder deutlich spürbar einen solchen Kraftzustrom zukommen lässt. Dass dies funktioniert, scheint mir etwas mit meinem Kontakt zum innersten Kern meiner Selbst zu tun zu haben.
Schließlich gerate ich in einen ausgedehnteren Traum, in dessen Verlauf ich mich in der Schule wiederfinde. Ich halte mich dabei in einem der oberen Stockwerke meiner ehemaligen Realschule auf, die Klassenräume gleichen aber eher denen im alten Schulhaus der Grundschule, an der ich heute unterrichte.
Gerade beginne ich – durch einiges organisatorisches Durcheinander bedingt – etwas unvorbereitet den Unterricht. Es geht um irgendwelche Hexenrezepte, wozu ich zunächst einmal irgendeinen albernen Hexenspruch rezitiere in der Hoffnung, dass die Kinder selbst darauf kommen, dass es in dieser Deutschstunde um kreatives Schreiben zu Hexensprüchen und dergleichen gehen soll. Der Unterrichtseinstieg klappt nur lahm; auch bemerke ich, dass das Arbeitsblatt, das mir vorliegt, vom Niveau her eher für Erst- oder Zweitklässler, jedoch kaum für meine Viertklässler geeignet ist.
Dummerweise sind jetzt plötzlich auch noch drei Fachleiter im Raum, beobachten den Unterricht und sind bereits heftig dabei, das mangelhafte Lernarragement und das kaum einen Lernzuwachs versprechende Unterrichtsmaterial zu kritisieren.
In diesem Moment werde ich luzid und weiß, dass ich mir all das nicht bieten lassen muss. Entschlossen nehme ich die zwei Frauen am Arm und eskortiere sie wortlos aus dem Raum. In gleicher Weise werfe ich den männlichen Fachleiter raus. Keiner von ihnen vermag jetzt auch nur noch ein weiteres Wort zu äußern. Ich führe ihn zu einem dunklen Treppenaufgang, den er ohne jeden weiteren Protest nach unten geht. Anbei denke ich daran, dass er am besten alles vergessen solle. Sein Gesichtsausdruck wird leer und unwissend, sodass mir die gewalttätige Geistesmanipulation an dem Mann umgehend Leid tut. Mit einem Fingerschnippen mache ich sie rückgängig. Er biegt mit ernster Miene um den nächsten Treppenabsatz und verschwindet, während ich umgehend kehrt mache und in den Raum zurückkehre.
Dort möchte ich durch eines der Fenster fliegen, finde aber keinen Weg nach draußen und verliere bald den Traum. Das Gefühl, die totale Oberhand über die Situation errungen und eigenmächtig das Blatt gewendet zu haben, bleibt mir indes gegenwärtig und ist einfach großartig! Es begeistert mich noch geraume Zeit nach dem Erwachen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s