Das astrale Hotel

Ich träume, dass an einer Straßeneinmündung zur Konrad-Adenauer-Str. zwei ehemalige Schüler in meinen Wagen einsteigen; kaum geschehen werde ich von der Polizei kontrolliert, der es verdächtig erscheint, dass ich zwei offenbar nicht zu mir gehörige Kinder in meinem Auto mitnehme. Ich überlege schon, wie ich diese Situation erklären kann, als mir klar wird, mich in einem Traum zu befinden.
Sogleich schwinge ich mich auf und lasse die Situation einfach hinter mir, fliege hoch und lande in einem reinweißen Gebäudekomplex, dem obersten Stockwerk einer wahrhaft gigantomanischen Hotelanlage, die scheinbar völlig menschenleer ist! Über die weiße Brüstung fliege ich hinaus in die blaue Luft in schwindelerregender Höhe. Die Hotelanlage bildet ein gewaltiges U aus unvorstellbar vielstöckigen Gebäuden. Alles wirkt merkwürdig steril, weiß und unbehaust. In der Mitte der Anlage liegt ein riesiger Swimmingpool mit blauem Wasser. Sobald ich mich vom Gebäude abgestoßen habe, versagen rätselhafterweise meine Flugkünste und ich stürze rasant in die Tiefe, dem Poolwasser zu. Dabei wird mir umgehend bewusst, dass ich unweigerlich ins Erwachen übergleite.
Aufgewacht stelle ich fest, dass ich mich gar nicht wohlfühle; ich hoffe nur, dass ich nicht ernstlich krank werde – mal sehen, wie es sich über den Tag entwickelt.

Erleuchtung

Heute früh eine Erfahrung, die gar nicht richtig in Worte gefasst werden kann! Das spontane Erlebnis des Erleuchtungszustandes: Das Sehen und Spüren des inneren Lichtes, als würde, irgendwo von der Körpermitte ausgehend, reines weißes Licht den Astralkörper überfluten, was dann auch zu dem merkwürdigen Effekt führte, dass meine Augäpfel irgendwie von innen und unten, vom Hals her, von diesem hellen inneren Licht beleuchtet wurden!
An diese schnell ansteigende und kulminierende Strahlkraft knüpfte sich das überwältigende Gefühl der Wärme, Annahme und Zuneigung, gefolgt aber auch von der konträren Erkenntnis, dass es keine Konsequenzen dieser Erfahrung im alltäglichen Leben geben würde, da ich ihr, in die alltäglichen Zusammenhänge verstrickt, nicht gerecht werden könne und z.T. auch gar nicht gerecht werden möchte, weil die daraus erwachsenden Erfordernisse menschenunmöglich wären. In dem Sinne war es eine paradoxe Erfahrung, die sich trotzdem sehr danach anfühlte, als wäre meine jahrelange Meditationspraxis das erste Mal wirklich an ein Ziel gelangt!
Zusätzlich merkwürdig war, dass es zunächst gar nicht danach aussah, als würde mir selbst diese Erfahrung zuteil werden.
Stattdessen träumte ich, in der Rolle Martin Luthers zu sein und an dessen Stelle eine tiefe religiöse Erleuchtung zu erfahren. Schnell fiel diese traumhafte Überlagerung des Erlebens jedoch weg und die Erleuchtung wurde zu meiner ganz persönlichen.
Die seltsame Überlagerung geht auf jeden Fall darauf zurück, dass ich gestern Abend den TV-Film „Katharina Luther“ angeschaut hatte. Schließlich erlebte ich mich ja kurzzeitig in der Gestalt des in der Verfilmung agierenden Schauspielers!
Der Rest ist indes weniger leicht erklärlich und traf mich aus heiterem Himmel.

Der mythische Wolf beim alten Friedhof

Auf einem von vielen Menschengruppen bevölkerten Wiesengelände, das eine eigentümliche Mischung aus Freifläche und Halle darstellt, fliege ich unter einer Art niedrigen Unterführung hindurch und passiere dabei eine beeindruckende Gruppe junger Afrikanerinnen in traditioneller Gewandung und Chinesen mit roten Strohhüten. Im Flug erlange ich allmählich Klarheit.
„Da bin ich wieder!“, bestätige ich mir selbst und denke daran, Mayfield zu sprechen, ohne dass dieser Gedanke weitere Konsequenzen hätte. Seine Präsenz stellt sich nicht ein.
Ohnehin bin ich von der Umgebung so fasziniert, dass ich sie gern näher erkunden möchte. Links in einer alten Bretterverschalung aus dunklem, verwittertem Holz entdecke ich zwei große freie Astlöcher. Ich fliege näher heran und sehe, was sich jenseits der Wand befindet. Gleich dahinter blicke ich auf die Oberseite eines pipelineartigen rostigen Rohres; dahinter erstreckt sich ein breiter Wiesenstreifen mit hoch aufgeschossenen Kräutern und Gräsern; sie sind trocken und sonnenbeschienen unter dem sommerlich blauen Himmel. Hinter dem Wiesenstreifen erstreckt sich ein uraltes Friedhofsgelände; hohe Grabkreuze aus Sandstein ragen zwischen alten Bäumen auf; triumphbogenähnliche Bauwerke aus rotem Sandstein stehen parallel zu meiner Blickrichtung auf dem imposanten Gelände. Sofort beschließe ich, dieses Gebiet eingehender zu untersuchen. So klettere ich über den schmalen Metallrahmen eines plötzlich aufgetauchten Fensters und steige über der Kräuterwiese in die Höhe.
Zu meiner Linken erscheint ein weißes Tier, das ich zunächst für eine Art Einhorn halte. Davon lasse ich mich aber nicht ablenken, sondern halte auf den alten Friedhof zu, der als Streifen direkt auf dem Rand einer Anhöhe liegt. Man hat einen weiten Blick auf die sommerliche Rheinebene. Gerade will von der schmalen Seite her in das Grabmalgelände einfliegen, als sich das weiße Tier, das ich jetzt ganz klar als Wolf erkennen lässt, unter mir hektisch einen Weg zu mir herüber bahnt. Das Tier springt auf und ab und macht Anstalten, als wolle es mir unbedingt etwas mitteilen bzw. mich warnen. Ich gehe zwar runter, fühle mich aber nach wie vor völlig unbesorgt; ich bin mir gewiss, dass mir hier nichts geschehen kann. So fliege ich rückwärts in das dämmrige Gebiet zwischen den Bäumen und Grabmalen ein, verschwinde dann total in grauer Dunkelheit und finde mich sodann erwacht im Schlafzimmer wieder. Das Erlebnis endet um 7:22 Uhr. Womöglich wäre es besser gewesen, auf den Wolf zuzugehen und ihn anzuhören. Vielleicht war es ja auch ein Bote von Mayfield, den ich nun verpasst habe.

Zombie und Paredros

Im Inneren eines burgartigen Innenhofs oder Innenraums (quadratische Grundfläche, hoch aufragende fensterlose Wände aus grauem Stein mit relativ schmalen und niedrigen Zugängen) hebe ich luzid ab, drehe eine kurze Runde über die schmale Treppenflucht entlang der Wände und bringe mich dann zur Rechten meiner Begleiterin, einer dunkelrothaarigen Frau mit Sommersprossen, wieder herunter. Im Moment meiner Landung wandelt sich das Gesicht der Frau – ich betrachte es im Profil – schädelähnlich ab! Die Augen werden starr und unheimlich und sind blicklos geradeaus gerichtet; die Gesichtshaut beginnt wie über bei einer schwer abgemagerten Person über den hervortretenden Knochen zu spannen. Die irritierende Veränderung bringt mich dazu, mich abzuwenden und nach meinem Paredros „Mayfield“ zu rufen. Ich habe das Gefühl, dass es etwas zu besprechen gibt. Tatsächlich erscheint sofort sein Gesicht in meinem Blickfeld direkt vor meinen Augen: ein älterer Herr mit schwarzem, breitkrempigen Hut, gebräuntem Gesicht und einem Lächeln auf den Lippen. Unbedingt muss ich mit ihm etwas besprechen, was mich dieser Tage umtreibt. Seine Antworten haben mir dieses Wochenende schon sehr geholfen, die Dinge aus einer anderen Blickrichtung zu sehen und inneren Frieden zu finden.

Ritt in die Sonne und eine weitere OBE

Ich befinde mich auf einer Autofahrt und durchfahre irgendein hübsches Dorf in der Südpfalz, enge Straßen, sehr schmale Bürgersteige und gedrängte Bebauung mit gepflegtem Gesamteindruck.
Auf einem Schild mit mehreren Stadt- und Dorfnamen steht zuoberst Herxheim und eine Entfernungsangabe von 21 km. Beim Fokussieren der Aufschrift werde ich bewusstseinsklar und bemerke, dass ich denselben Traum wie gestern Nacht träume, und weiß daher im Vorhinein, was weiter geschehen wird. An einer Querstraße angekommen biege ich links in eine große Helligkeit wie von purem Sonnenlicht ab, wobei sich die begebene Szenerie gänzlich auflöst, matt und grau wird. Nun habe ich das Gefühl, Rad zu fahren und schwer in die Pedale zu treten, und versuche, mich voll auf dieses Gefühl einzulassen, um den Klartraum zu halten. Das physische Gefühl erstarkt indes. Noch innerhalb des Traumes führe ich einen RC durch, der bereits negativ auffällt. Es ist gegen 7:30 Uhr, als alles vorbei ist.
Anbei noch kursorisch der Anfang eines recht intimen Erlebnisses, das auf den Morgen des 11.02.17 (Ende 5:38 Uhr) datiert.
Diesmal komme ich ganz direkt astral zu Bewusstsein und kann mich in der Dunkelheit aus der liegenden Position herausdrehen und mich in der Nähe des Schlafzimmerfensters auf die Füße bringen. Zielstrebig und festen Schrittes, um die Zustandskontrolle und Stabilisierung zu sichern, gehe ich hinüber ins Arbeitszimmer und gewinne dabei schnell eine stabile Sehfähigkeit. Allerdings finde ich mich eben nicht in meinem Arbeitszimmer im OG wieder, sondern in einem etwas abgewandelten und weitgehend leeren Raum im EG. An den Verandafenstern ist der Rollladen heruntergelassen und als ich ihn hochziehe, blicke ich auf einen grell bunten Zirkuswagen; knalliges Geld und Rot unter dem hellen und weiß bedeckten Himmel stechen hervor. Bei einem zweiten Blick in den Garten hat sich die Situation geringfügig geändert. Dort sitzen nun zwei mir unbekannte grauköpfige Männer an einem runden Gartentisch (unbekannt, aber in dieser Traumwelt doch wie Verwandte bekannt!). Zugleich ist irgendwie auch ein jüngerer Mann im Raum zugegen, zu dem aber kein Kontakt zustande kommt. Überhaupt findet keine Interaktion mit den anwesenden Männern statt, da ich in diesem Traumzustand entgegen der beschriebenen Äußerlichkeiten stark erotisiert bin und mich daher anderen Dingen zuwende, die mich bis zum Ende dieses Klartraums beschäftigen …

OBE-Versuch

Ich fahre mit dem Auto durch die Unterführung Richtung Hetzelstift. Merkwürdigerweise ist mein Blick dabei auf den Boden neben dem Fahrzeug gerichtet. Unter anderem an dieser ungewöhnlichen Perspektive erkenne ich den Traumzustand. In einem rasanten Szenenwechsel fliege ich aufklarend und befreit in einem dunklen Hausaufgang aufwärts in die dunkle Void und vergegenwärtige mir dabei selbstbestätigend: „Ich bin klar!“. Umgehend möchte ich das luzide Traumerlebnis in eine „klassische“ außerkörperliche Erfahrung ummünzen. Dazu versuche ich, mich mit den Armen rudernd aus der gegebenen Traumszenerie „herauszuarbeiten“. Ich verbleibe zwar in der Dunkelheit, fühle mich aber in den Luftraum über meiner Matratze versetzt und trudele schließlich, mich überschlagend, links neben dem Bett im Zimmer herum. Für einen Moment glaube ich, es in eine OBE zu schaffen, doch blendet sich dann doch der physische Körper ein und das Erlebnis ist beendet. Der Wecker zeigt 8:46 Uhr.