Sequenzen

Dieser Tage stellen sich immer mal wieder kleinere Klartraumsequenzen ein: In einem Fall bin ich beim Strandcamping und werde von J.H. von einer Kaimauer aus ins Wasser gestoßen. Unter Wasser gelingt es mir, problemlos zu atmen, worauf sich Klarheit einstellt. Fasziniert beobachte ich, wie die Schatten zweier riesiger Fische über mich hinwegziehen. Zurück an der Wasseroberfläche verliere ich die Sehfähigkeit, doch kann ich mich auf eine treibende „Rettungsinsel“ hochziehen, die aus einer Frühstücksunterlage (!) aus Kunststoff besteht. Obgleich diese unsicher auf dem Wasser trudelt und wieder und wieder überflutet wird, bleibt sie oben. Auf ihr treibe ich schließlich gegen eine Zimmerwand. Das Gewässer scheint sich also plötzlich im Inneren eines Zimmers zu befinden. Einige Augenblicke versuche ich, Diana, eine Gefährtin aus einem der letzten Klarträume, herbeizurufen, und nebenbei meine Sicht auf die Umgebung zu verbessern. Doch die Bemühungen führen nur zum Erwachen.
Von der Erlebnisform nicht unähnlich gestaltete sich eine Erfahrung von heute Nacht. Hier werde ich beim Fliegen in einer eher undefinierten Umgebung (Feldweg) und wiederum bei sehr schlechter, graustichig vernebelter Sicht klar. Die Luzidität mündet in den totalen Sichtverlust ein. Erneut zitiere ich eine Gefährtin herbei, was zum Auftauchen einer Traum-Marionette führt. Das erkenne ich, als ich sie umarme und küsse, wobei aber kein echtes Gefühl aufkommt. Die Gestalt, die K. D. ähnelt, bleibt unlebendig und unempathisch wie eine große Spielzeugpuppe. Damit gewinnt dieser Klartraum eine eher bedrückende Stimmung, weil der Kontakt so aussichts- und chancenlos erscheint – ein Anzeichen für einen luziden Traumzustand recht geringer Qualität.

Am surrealen Strand

Ich gehe den Flur eines großen, lichten Schulgebäudes entlang, als ich mich unwillkürlich frage, ob dieses Erlebnis nicht etwa ein Traum sein könnte. Ein kurzer Finger-RC macht die Sache klar. Sofort will ich losfliegen, verliere aber augenblicklich die Sehfähigkeit und hänge träge in der Luft fest.
Einige Mühen, mich loszumachen, führen zu einer Überblendung ins falsche Wachliegen. Ich konzentriere mich auf das Körpergefühl, das sich ungeheuer intensiviert, und arbeite mich mit der Baumstammrollmethode über die Matratze, falle über den Bettrand und kann mich frei bewegen.
Auf das Sehvermögen muss ich mich eine Weile konzentrieren, ehe es sich einstellt. Und so laufe ich erst einmal blind los.
Schließlich ergibt sich eine gut bevölkerte Hotelszene, die einen kurzen, leicht trübtraumhaften Einschub erfährt. Ich gehe mit K.D. durch den Hotelflur und an den Fahrstühlen vorbei. Für mich überraschend ist, dass sie ungewohnt persönlich mit mir spricht und mir vom Besuch guter Bekannter erzählt.
Gleich darauf gelingt es mir, die Klartraum wieder vollbewusst aufzunehmen. Ich begebe mich in den Treppenaufgang und mache mich auf den Weg nach unten. Dabei unternehme ich mehrere Versuche, von den Treppenabsätzen abspringend Purzelbäume in der Luft auszuführen, bleibe aber merkwürdigerweise nach einer halben Rolle in der Luft hängen und muss mich anstrengen, die Luftrolle zu vollenden.
Nach unten hin wird das Hotel bevölkerter.
In der Hotelhalle muss ich über abgestelltes Gepäck steigen und schlüpfe schließlich durch eine Strandtür nach draußen.
Der Meeresstrand ist hier märchenhaft und nachgerade surreal. Um auf den Sandstrand zu gelangen, muss ich zunächst einmal an einem gigantischen schwarzen Hund mit langem glänzenden Fell und spitzer Schnauze vorbei. Das geht aber problemlos, da der Riese friedlich ist und gar nicht großartig auf mich reagiert.
Nun schreite ich hinaus auf den grauen feinen Sand; unter dem blauen Himmel liegen Leute ruhig und entspannt auf Badetüchern, einige von ihnen tragen Solariumbrillen. Hinter einigen querliegenden grauen Felsen geht es sacht hinab zum Wasser.
Gelegentlich kommen mächtige Wellen herein, die den Strand hoch überspülen, ohne indes den Sand nass zurückzulassen (!); in den hereinflutenden Wassermassen treibt u.a. ein Buckelwal über den Strand!
Kurz teste ich die Wassertemperatur und stelle fest, dass es tropisch warm ist, obgleich der Strand eher die Anmutung eines Nordseestrandes hat.
Ich gehe zurück, um mir bei, auf oder hinter den Felsen einen Handtuchplatz zu suchen.
Noch ehe ich meine Suche abschließen kann, erwache ich. Es ist 6:46 Uhr. Der Klartraum war spontan, intensiv und zeitlich ziemlich prolongiert.