Die kosmische Küche

Nach zwei eher anstrengenden Arbeitswochen habe ich endlich wieder Muße zur Meditation. Ich starte mit der Absicht, eine luzide Astralprojektion zu unternehmen und (verbunden mit der Bitte um mehr Durchhaltevermögen) eine Verbindung zum Universum zu fokussieren.
Ich lande an einem schönen Ort, einem sonnigen, urlaubsgeeigneten Städtchen, wo ich die Straße entlang gehe und schließlich, entgegen meinem Ziel, in einem Waldgebiet lande. Ich gehe zurück, beginne irgendwann umherzuirren, bis ich genug habe und beschließe, mich von dieser Umgebung zu lösen.
Dazu schwinge ich mich zum Flug auf und gehe in eine Leere von hellgrauer bis weißer Textur über.
Dort wünsche ich mich schwimmend an einen herrlichen Ort, an dem ich auch etwas lernen kann. Das ändert aber nichts an der Void.
So bringe ich mich rücklings herunter aufs Bett und rolle mich, nach einem kurzen, etwas lahmen Aufstehversuch, nach rechts von der Matratze herunter. Ich lande auf dem mit graubraunem Teppich belegten Boden und entdecke dort meine Brille. Darüber wundere ich mich ein wenig, da ich beim Astralwandern noch nie meine Brille brauchte. Überhaupt sehe ich auch ohne sie scharf. Dennoch setze ich sie auf, ohne dass dies eine Verbesserung oder Verschlechterung meiner Wahrnehmungsfähigkeit bewirkt.
Erkundungs- und unternehmungslustig durchquere ich den Flur der elterlichen Wohnung (wieder bin ich hier gelandet) Richtung Wohnzimmer, um dort über den Balkon zu einem Ausflug zu starten, besinne mich dann aber eines Besseren.
Noch nie habe ich das Interieur dieser Wohnung im Astralzustand genauer unter die Lupe genommen. Das muss ich tun!
So gehe ich in die Küche, um dort alles genau zu begutachten.
Zuerst schaue ich mir die Küchenzeile an. Dort liegt auf der blank geputzten Herdplatte ein gewundener Busch schön rosa blühender Wicken und etwas weiter daneben ein riesiger, herrlich bunter Wildblumenstrauß. Dieses Arrangement scheint mir etwas über die Natur meiner Mutter aussagen zu wollen.
Jedenfalls kommt mir alles sehr echt, hell und irgendwie erfrischend vor. Es ist ein schöner, ruhiger Ort, der gute Gefühle und Erinnerungen weckt. Ich fühle mich, als wäre ich im wahrsten Sinne des Wortes zuhause angekommen!
Gegenüber, auf einer Anrichte, wo sich heute ein Apothekerschrank befindet, liegt ein kleines Sammelsurium von Gegenständen, von denen mir besonders ein kleiner Handzettel ins Auge fällt, auf dem mehrmals untereinander ein arabisch klingender Name vermerkt ist (Ali Akar oder so ähnlich). Der Name scheint mir mit einem ebay-Händler in Zusammenhang zu stehen, bei dem ich unlängst etwas bestellt hatte. Allerdings kann ich mir nicht erklären, was dieser Name in der Küche meiner Eltern verloren hat.
Das Erwachen erfolgt begleitend zu diesen Betrachtungen und Überlegungen.

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