Das Umgreifende oder „Atheistisch Gott denken“

Einige Monate habe ich jetzt gebraucht, um meine neuesten Erkenntnisse über unsere Welt, die physikalische Realität, in der wir alltäglich unsere wachbewusste Existenz leben, und der sie umgreifenden Wirklichkeit mithilfe theologischer, philosophischer und naturwissenschaftlicher Begriffe halbwegs zu ordnen. Vieles davon hat sich über die Zeit unsystematisch und weitgehend unausgesprochen entwickelt. Erst das Pfingstwochenende (!) diesen Jahres hat mir letztlich die Impulse geliefert, die mich zu einer geschlossenen Gedankenführung und deren schriftlichen Fixierung anleiteten. Ob die Ergebnisse schlüssig sind, mögen andere beurteilen. Das Gefühl, im Astral- oder Traumzustand in irgendeiner Weise mit einer Sphäre des Göttlichen in Berührung gekommen zu sein, ist bei meinen OBE-Berichten schon des Öfteren mehr oder minder dunkel und indirekt erkennbar geworden. Allerdings wäre es mir lange Zeit nachgerade blasphemisch vorgekommen, dies geradeaus auszusprechen. Nun will ich diesbezüglich einen offeneren und ehrlicheren Weg einschlagen. Und das tue ich, indem ich die von Karl Jaspers (1883-1969) geprägte philosophische Begrifflichkeit des „Umgreifenden“ oder der „umgreifenden Wirklichkeit“ für mich in Anspruch nehme, weil ich inzwischen glaube, dass diese besser ausdrückt, was mit Bezeichnungen wie „Astralwelt“, „Traumwelt“ oder „Ander(s)welt“ beschrieben werden soll. Hinzu kommt, dass es sich bei dieser Begriffsbildung um eine metaphysische Umschreibung Gottes selbst handelt. Beides fällt jetzt nicht mehr „blasphemisch“ auseinander, sondern ist bereits in den verwendeten Sprachformen in sich selbst und mit sich selbst vereinigt! Aus einem Grund, den ich gar nicht so genau fassen kann, fühle ich mich damit erheblich wohler und gewissermaßen geeinter mit der Realität, als hätte mich diese kleine Sprachformel so etwas wie eine Unio Mystica erlangen lassen.
Die Früchte meiner Meditationen und deren systematisches Zusammendenken mit Philosophie, Theologie und Naturwissenschaft ermöglichen es mir, atheistisch Gott zu denken. Die Zusammenschau dieser Gedanken lege ich hier nun unter dem Titel „Gott – Reflexionen von der einen Realität“ der Öffentlichkeit vor.

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