Zwischenergebnis

Heute morgen bestätigt sich, dass die Anwendung des Pflanzenauszugs mit einer korrekt durchgeführten meditativen Praxis verbunden sein muss, um die intendierte Wirkung zu erzielen. Diesmal suggeriere ich nur, schlafe ein und lande in einem intensiven, allerdings nur präluziden Traum. In der zweiten Runde um 5 Uhr herum richte ich den Fernblick gründlich ein. Schließlich finde ich mich in einer gewaltigen Uni-Aula bzw. Mensa wieder. Ich stehe da, blicke halblinks über eine hölzernde Bande in Richtung der Tische und werde dabei klar, weiß, dass ich abheben kann und vollziehe dies dann auch erfolgreich. Mit segnend ausgebreiteten Armen fliege ich euphorisch über die Menge hinweg und spreche einige Worte über all den Armen und Unwissenden, die auf ihrer Realitätsebene festsitzen und verspreche ihnen überschwänglich, Rettung zu bringen, wobei mir dieser salbungsvolle Akt bereits im Vollzug fast ein bisschen peinlich und überzogen vorkommt. Die Leute blicken denn auch etwas konsterniert und als ich über sie hinweg bin, gerate ich in einen Dimensionenwechsel, der mich ins Wohnzimmer meiner Eltern bringt. Die Szenerie ist etwas unscharf, aber detailreich, wenngleich die Einzelheiten z.T. nicht stimmig sind. So steht neben der Wohnzimmertür eine Stehlampe mit Stoffschirm, die es vor Jahren mal in einer etwas größeren Version hier gab, die aber nie an dieser Stelle stand. Auch ist die alte Schrankwand mit dunklem Furnier an der Nordseite des Raumes wieder da. In einem Fach über der großen Schublade unten (hier stand früher eine alte Romanreihe meiner Mutter) finden sich jetzt in rotes Kunstleder eingeschlagene Lexikonbände, ähnlich dem alten Bertelsmann-Lexikon, nur sind die Bände dünner, dafür aber höher. Mir alles genau betrachtend ziehe ich einen der Bände heraus und blättere darin. Astrale Texte sind zumeist verwirrend, unverständlich und verändern sich zudem beim Lesen. Auch dieses Lexikon ist merkwürdig. Es ist in der Art eines Klappbuches gestaltet und vermittelt Grundwissen über Projektionen. U.a. ist da ein Druide (?), Miraculix nicht unähnlich zu sehen, der die richtigen Ingredienzien eines Trankes, der Projektion unterstützt, aufzeigt. Zu sehen sind Birkenblätter sowie rotgelb gemaserte Äpfel, die aber mit dem Stichwort „Schlafapfel“ assoziiert sind. Dies ist eine der Bezeichnungen, die sowohl für die Alraunenfrucht wie auch für Stechapfelfrüchte gebräuchlich sind. Beim intensiven Betrachten und Entziffern dieses Buches erwache ich. Wohl auch durch den verspäteten Erfolg ist das Erlebnis etwas kurz, aber lehrreich, weil Schlussfolgerungen über die Einleitung möglich waren. Nun muss ich noch von den eher belanglosen Erfahrungen zu mehr inhaltlicher Tiefe vordringen, indem ich Fragestellungen und Impulse in den Zustand mit hinübernehme. Mal sehen, wie sich dies am besten bewerkstelligen lässt.

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