Einmal leer, einmal machtvoll

Nach einer sehr ausdauernden Meditation über FM erreiche ich eine faszinierende hypnagoge Wahrnehmung. Durch ein geöffnetes Fenster blicke ich in den freien und tiefschwarzen Weltraum, wo eine helle Sternenkonstellation leuchtet, deren sonnenweißes Licht so strahlend ist, dass im Fensterrahmen Schattenwürfe und Streulicht wie von feinstem Weltraumstaub zu erkennen sind. Gerne wäre ich durch dieses Fenster hindurch gestartet, schaffe es aber nicht, da ich dazu noch zu physisch bin.
In einer späteren Traumsequenz nach einer kurzen Wachphase fühle ich mich frustriert, da ich trotz der intensiven und anhaltenden Meditation (scheinbar) nichts erreichen konnte. Wie aus Trotz starte ich aufwärts und fliege zur Decke eines sehr hohen Raumes, wo ich unter der Holzdecke im Kreis in der Luft gehe und mit meinem Frust kämpfe. Weil ich durchaus erkenne, es doch in einen bewussten Astralzustand geschafft zu haben, drücke ich das Gefühl weg und begebe mich zu einem Fenster. Durch das Gegenlicht von draußen wirkt es leicht staubig, als ich die Scheibe durchfliege und mit dem Blick nach unten nach draußen treibe. Es ist der oft im Helltraum gesehene Hof südlich meines Elternhauses; tiefes Grün, ein Schwarzgrün, fällt mir dort unten besonders auf.
Sogleich steige ich in größere Höhe auf und schaue nach Norden. Die dunklen Berge des Haardtgebirges haben hier weite und hohe Ausläufer, die es in der Wachrealität nicht gibt. Aus irgendeinem Grund stört mich diese Wahrnehmung; die Szenerie kommt mir „unecht“ vor. Ich möchte eigentlich in eine andere Umgebung wechseln, begebe mich nach unten und lande auf dem Hof. Die Szenerie ist in ein seltsames Licht getaucht; aus einem gräulich dunklen Himmel scheint eine Art weißer Spot mit breiter Streuung die Umgebung zu erhellen. Zwei Gestalten, eine davon gedrungen und dicklich, spielen hier unten mit kindlicher Freude fangen! Sie stürzen aus einer breiten Hecke zu meiner Linken auf mich zu. Wenn sie sich abschlagen, rufen sie „Rot, rot!“ und freuen sich. Spontan und ohne zu fragen beziehen sie mich in das einfache Fangspiel mit ein. Kurz lasse ich mich darauf ein und spiele eine kleine Runde mit, habe aber keinerlei Interesse an der Sache. Überhaupt habe ich das dumpfe Gefühl, das es hier für mich nichts zu entdecken gibt, und lasse den Blick über die Umgebung schweifen, ehe ich erwache. Es ist 6:33 Uhr.
Gefühlsmäßig ist dieses Erlebnis das glatte Gegenteil einer Erfahrung vom 04.10., die ich hier noch nicht dokumentieren konnte. Nach einer 60minütigen FM-Vertiefung ergab sich eine machtvolle Astralerfahrung. Nach einem traumartigen Weltraumabenteuer, in dem u.a. larvenartige Aliens aus einem Raumschiff gezogen und in die Tiefen des Raumes geschleudert wurden, finde ich mich in einem Wohnwagen wieder, wo mich ein Greif oder eine Art Drache von hinten ins Maul nimmt und aufhebt. Dabei sind meine Eltern im hinteren Teil des Trailers anwesend und ich weise sie ganz begeistert auf den Drachen hin, der mich sanft in seine Klauen oder Zähne genommen hat. Umgehend fliegt das Wesen mit mir nach draußen zu einem Platz, an dem früher eine Schaukel stand, und setzt mich dort ab. Dabei lässt der Drache nun die Gestalt eines etwas pummeligen Mädchens mit roten Haaren und Sommersprossen erkennen, dessen kurze Finger sich dennoch wie scharfe und harte Krallen anfühlen, als sie mich, diesmal geflügelt auf meinem Rücken sitzend, erneut anhebt. Wir steigen aufwärts und ich will mithilfe des Drachens zu einem See weit im Süden fliegen; aus der großen Höhe meine ich ihn schon in der Ferne sehen zu können. Aus irgendeinem Grund kommt es aber nicht dazu, dass wir zu unserer Reise starten. Zugleich aber erkenne ich, dass das Drachenwesen so etwas wie einen Hilfsgeist oder einen innerer Partner meinerseits darstellen müsse, der mir wie eine innere Stimme immer beisteht. Noch nach dem Aufwachen aus dieser Erfahrung führe ich Zwiegespräche mit dieser inneren Stimme; ich erhalte deutliche Antworten, wenngleich mir deutlich gemacht wird, dass die Antworten aufgrund bestimmter hinderlicher Gegebenheiten immer recht kurz ausfallen müssten. Am einfachsten seien Ja-Nein-Antworten. Aber in dieser Form könne ich auch im Alltag stets auf diese Hilfsmöglichkeit zurückgreifen und spontan die antwortende Stimme auf meine Fragen vernehmen, wenn ich nur offen dafür bliebe.

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