Strahlende Sonne

Ich löse mich aus einem Traum, in dem ich in der Rolle eines Schülers irgendwelchen nebulösen Unterrichtsverpflichtungen nachgeben muss. Stattdessen gebe ich mich der wunderschönen Sommerlandatmosphäre hin, die in diesem Traum herrscht, und gehe, vorbei an an kleinen Café-Tischen sitzenden Leuten, einen Waldweg bergauf. Oben will ich rechts einem mir in ungefähr bekannten Wanderweg folgen und so den traumhaften Zwängen des Schultraums bewusst entgehen. Zur Sicherung beschließe ich noch, einen Realitätstest durchzuführen, spüre jedoch, dass meine rechte Hand irgendwie in Bettwäsche eingehüllt ist und ich sie nicht losbringe; diese merkwürdige Doppelwahrnehmung genügt mir als RC. Leider habe ich zwischenzeitlich die herrliche Szenerie verloren und laufe im Dunkeln weiter. Dabei versuche ich, wieder Anschluss an die Traumumgebung zu gewinnen, was allerdings nicht von Erfolg gekrönt ist. In einer eigentümliche Veränderung der Raumlage drehe ich mich schließlich liegend um mich selbst, magentafarbene Muster aus gedämpften Sternen kreisen um mich und ich greife wieder den Gedanken auf, die universelle Energie zu fokussieren. Die Dunkelheit um mich fühlt sich dabei wie eine Decke an, die dicht um mich gewickelt ist. Auch mein Gesicht ist in unangenehmer Weise eingehüllt und ich bekomme schlecht Luft (wahrscheinlich eine Wahrnehmung des physischen Körpers; bin derzeit erkältet und habe eine verlegte Nase). Dennoch klappt die Fokussierung, denn ich blicke alsbald in eine strahlende Sonne über mir. Wesenheiten treten hinzu, deren eine mir einen Holzteller dicht vor Augen hält. Darauf sind kreisförmig glanzlose kleine blaue und rosafarbene Strasssteine eingelassen. Mit weiblicher Stimme erläutert mir die Wesenheit, ich sei vom nördlichen zum südlichen Wasserstamm (jeweils der obere und der untere Strassstein) gelangt und solle nun von der Mitte zu meiner Mitte gelangen. Im Zentrum des Strasssteinekreises befindet sich ein weiterer kleiner Stein, so dass das Symbol auf dem Teller wie ein Rad mit Speichen aussieht. Die Erläuterungen mit ihren Anspielungen auf die Zeichentrickserie „Avatar, der Herr der Elemente“ ergeben für mich in der gegebenen Situation keinerlei Sinn und schließlich erwache ich. Es ist 7:44 Uhr, als ich das Erlebnis notiere.

Die Instanz

Diesmal wieder eine ziemlich aufschlussreiche Astralprojektion. Sie beginnt mit einem falschen Wachliegen, zu dem es kurz nachdem ich mich zu einer OBE entschlossen hatte kommt. Zunächst bemerke ich ein seltsames Brummen in meinen Ohren. Mich halb aufrichtend sehe ich bei eingeschaltetem Deckenlicht links unten neben mir auf der Matratze einen unheimlichen Teddybären. Er liegt, den Kopf in meine Richtung, auf dem Rücken und bewegt sich selbstständig, als wäre er lebendig. Mich überkommt die Vorstellung, dass er sich sogleich aufrichten und dämonisch rote Augen aufschlagen würde. Von der ersten Sekunde an ist mir völlig klar, dass es sich um ein astrales Erlebnis handeln muss und verfolge daher die Entwicklung interessiert. Doch tritt umgehend eine Dunkelheit auf, in der ich mich schließlich aus meinem Deckbett herauswinde, mich in eine aufrechte Haltung und meine Beine neben dem Bett zu Boden bringe. Dies fühlt sich an, als würde ich meine Füße durch eine Art verflüssigter Luft bewegen. Zur Stabilisierung reibe ich meine Hände, die wie ein schwach farbig leuchtendes Gas vor meinen Augen schweben. Ohne dass sich gleich eine Sichtverbesserung ergibt, gehe ich hinüber ins Arbeitszimmer, wo der Blick sich völlig aufklart. Mein Haus ist in dieser Wirklichkeitsdimension größer als in der physischen Realität. Es gibt Balken aus hellbraunem Holz und ein großes Erkerfenster, von dem aus ich in einen hallenartigen Vorbau des Hauses hinunterblicke, durch dessen Fenster man einen bunt und üppig blühenden Garten unter einem weiß überzogenen Himmel sieht. Leider verliere ich an einer bestimmten Stelle den Kontakt und lande wieder im Bett, von wo aus ich, bei nach wie vor stabilem Astralzustand, erneut aufbreche, um aus dem Haus herauszugelangen. Bemerkenswerterweise funktioniert dies aber nicht so, wie ich möchte. Es scheint eine Instanz zu geben, die mich irgendwie bei mir selbst halten will und verhindert möchte, dass ich das astrale Umfeld erkunde. So ist nun plötzlich das Erkerfenster mit einem geschlossenen Rollladen versehen. Als ich diesen hochziehe, ahne ich schon, dass unter dem ersten nur ein zweiter geschlossener Rollladen erscheint. Dieses Phänomen ist mir im Helltraum schon häufiger begegnet. Das Spielchen mit der hinderlichen Instanz geht noch eine Weile lang in verschiedenen Variationen weiter, ehe ich es dann doch nach draußen unter den freien Himmel schaffe. Dort schwebe ich schließlich rücklings hoch unter dem gräulich bewölkten Himmel und habe dabei das Gefühl, mit gewaltiger Geschwindigkeit durch die Welt zu rasen und kurz vor einer Art himmlischen Offenbarung zu stehen. Diese bleibt jedoch aus; stattdessen bewirkt der Zustand letztlich ein Abgleiten ins gewöhnliche Träumen. Es ist kurz vor 6 Uhr, als ich mit meinen Notizen beginne. Nächstes Mal werde ich auf die Instanz hören und, anstatt mich an geträumten Hindernissen abzuarbeiten und so die Traumzeit zu verschwenden, bei mir selbst bleiben und schauen, was es da zu tun gibt.