Fehlerquelle Nummer Zwei

Die Nacht ist geprägt von vielen präluziden Astralwanderungen und Flugträumen. Nach der Vertiefungsphase zur üblichen Uhrzeit bin ich im Umfeld eines großes, herrschaftlichen Hauses von quadratischer Grundfläche unterwegs.
Im Inneren des Familiensitzes gehe ich begeistert von Raum zu Raum. Im unteren Geschoss ist in prachtvoller Weise weihnachtlich geschmückt.
In einem der oberen Stockwerke besichtige ich das Schlafzimmer der Herrschaften, mit denen ich mich im Übrigen selbst identifiziere, mich als deren Teil betrachte und daher sozusagen in meinen eigenen Hallen unterwegs bin.
Da ich mich noch nicht zur Ruhe begeben will, verlasse ich das Schlafzimmer, überquere erkundungslustig einen Flur und öffene eine hohe weiße Holztür. Im Raum dahinter stellt sich augenblicklich ein schwarz-weißes Dämmerungssehen ein. Ich verlasse den Raum und betrete ihn irgendwann nochmals, wobei sich nichts an der Sicht ändert. Vielmehr muss ich zeitweilig mit einem dünnen, endlos erscheinenden weißen und schleierartigenVorhang kämpfen, der mich am Weitergehen hindert. Den Endlosvorhang geduldig immer weiter zur linken Seite wegraffend komme ich schließlich daran vorbei und betrete den länglichen Raum. In dem durch hohe Fenster zur Linken und an der Kopfseite des Raumes erhellten Zimmer stehen lange Tische, auf denen silberfarbene Servierglocken abgestellt sind. Aufgrund der schlechten Dämmerungssicht versuche ich einen kurzen Moment lang durch Händereiben die Szene zu stabilisieren, besinne mich dann aber eines Besseren: Erneut will ich eine Translation ins Sommerland mit der senkrechten Sonne vollziehen.
Bei der Translation stellt sich ein Wärmegefühl auf meiner Schädeldecke ein, als würde sie von oben von der Sommersonne beschienen – ein Zeichen, dass es funktioniert.
Durch die Augenlider wird es immer heller, durch den Lidspalt sehe ich schon das Sonnenlicht; der Raum wird transparent und schwindet. Aus den Linkskreisen ausscherend stehe ich auf einer sonnigen Freifläche rechts eines Gebäudes. Allerdings steht die Sonne in diesem Umfeld wieder etwas südlich des Zenits, was mir falsch vorkommt. Sofort beginne ich einen neuerlichen Translationsversuch, bei dem ein Kind (Junge) hinzutritt und mich belustigt im Rücken anschiebt. Das stört mich und ich gebe dem Jungen zu verstehen, dass er das sein lassen soll. Ich spüre nebenbei, dass die Translation mich nicht weiterführt. Ich verbleibe am gegebenen Ort und erwache dann schnell.
Was ist die Lehre aus der Geschicht´: Das Problem war wohl, dass meine Wahrnehmungen nicht den eigenen Vorstellungen entsprachen, was zu Missdeutungen der Situation führte.

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