Täuschungen

Ich laufe den Wingerten zu und bin gerade nach rechts abgebogen, als mir von dort einige Hochzeitsgäste (?) entgegenkommen. Als ich links an ihnen vorbeigehe, foppt mich einer von ihnen, ein Mann mit einer schwarzen Schleife über dem Hemd: „Schöne Krawatte“, sagt er zu mir, obwohl ich leger in T-Shirt und kurzen Hosen unterwegs bin.
Im nächsten Moment ist mein Bruder rechts neben mir; unter dem sommerlich blauen Himmel laufen wir den asphaltierten Weg entlang und ich bin vollauf auf den Fernblick konzentriert, arbeite also mit der Trancetechnik, um luzide Träume und außerkörperliche Erfahrungen zu erreichen.
Die Konzentration auf das Verfahren lässt mich völlig verkennen, dass ich den Astralzustand längst erreicht habe. Selbst ein Zeigefingertest fällt jetzt negativ aus und vervollkommnet die totale Konfusion bezüglich der Realitätsebenen.
Schließlich finde ich mich in meinem Jugendzimmer wieder. Es ist verdunkelt und nur von der Tür her dringt Licht hinein. Ich unternehme, noch immer geistig mit der Astralprojektionstechnik befasst, einen Ausrollversuch, habe aber dabei ein völlig physisches Gefühl, was mich wiederum über die Wirklichkeitsebene täuscht. Ich kehre zum Sofa zurück, wo ich auf dieser Ebene mein Nachtlager aufgeschlagen habe, und kontrolliere den Timer, der auf dem schwarzen Tisch neben der Couch steht.
Täuschungen bezüglich des eigenen Zustands haben hier auf ganzer Linie zu einer Ebenenkonfusion geführt. Ein Problem, mit dem man sich beim Projizieren immer wieder herumschlagen muss.
Nachdem ich aus dem Zustand erwache, löse ich die Konzentration auf die Trancetechnik und begebe mich in einige Runden Ruhen und Schlafen.
In einer weiteren unbewussten Astralwanderung lande ich auf einem Balkon vor dem rechten Fenster meines Arbeitszimmers.
Zu meiner Überraschung finde ich eine der Nachbarstöchter, die älteste von beiden, auf dem linken Balkon (in der physischen Realität gibt es vor keinem der Fenster einen solchen Balkon). Etwas verwundert gehe ich nach drüben und finde die junge Frau in einem somnambulen Zustand vor, in welchem sie sich wohl hierher verirrt hat. Ich führe die Tochter der Mutter zu. Diese bittet daraufhin darum, etwas (eine schwarze Tasche) bei mir im Haus deponieren zu dürfen für den Fall der Fälle. Was genau damit gemeint ist, begreife ich zwar nicht, doch spricht nichts gegen Nachbarschaftshilfe. So hinterlegen wir die Tasche in meinem Keller. Die Nachbarin geht die Treppe wieder hoch und ich kümmere mich um einen tropfenden Wasserhahn, der eine Pfütze auf dem Kellerboden verursacht hat. Dann lösche ich die Lampe hinten im Keller und verlasse den Raum ebenfalls. Auffällig ist, wie riesig alles im Astralzustand ist! Der Keller wirkt weitläufig wie das Untergeschoss eines gewaltigen Schlosses, sodass von der Kellertür aus kaum festzustellen ist, ob auch wirklich in allen Abteilungen und Kammern hier unten das Licht gelöscht ist.

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