Höhlen und Schlussstriche, 08.07.2019

In einer großen, kaufhausartigen Halle, sehr hell und viel weiße Farbe, steige ich aus einer Art dachlosen Box zum Flugschwimmen auf. Der Raum wandelt sich daraufhin schnell in einen leeren, spärlicher erhellten unterirdischen Raum, eine Höhle. Sogleich beschließe ich völlig bewusst nach links wegzugehen, um das unterirdische Reich zu verlassen. Zu meiner Linken durchlaufe ich einen Durchgang in dieser Höhle und gerate in einen weiteren, sehr ähnlichen Höhlenraum. So passiere ich mehrere dunkle Höhlendurchgänge, wobei gelegentlich ein interessantes Farbspiel die Höhlenwände überstreicht: rote bzw. gelbe Lichtstreifen wandern umher. Beim letzten Durchgang scheint es mir so, als handele es sich um eine Sackgasse. Dennoch schreite ich hinein und komme problemlos durch. Im letzten Höhlenraum ragen vor mir viele hohe, rechteckige und glaslose Fenster oben in der Höhlenwand auf, durch die ein herrlicher Sternenhimmel und linkerhand mystisches Mondlicht zu sehen ist! Ich stabilisiere durch Kneten der gefalteten Hände und will hinaus. Doch beim nächsten Schritt verblassen die Sterne und ich erwache (um 4:02 Uhr). Gegen 2:15 Uhr war ich kurz aufgewacht, hatte mir Klartraumsuggestionen gegeben und war wieder eingeschlafen.

Ab 5:11 Uhr richte ich FM ein und halte die Kondition eine ziemliche Weile aufrecht.
Nach einer Vielzahl hypnagoger Wahrnehmungen finde ich mich am Ende der Phase in einem Traum wieder, in dem ich an einem Roman tippe, der meine luziden Erlebnisse schildert. Ein erstes, einleitendes Kapitel fehlt noch, doch habe ich nicht das Bedürfnis, die Arbeit wirklich abzuschließen. Versehentlich leite ich das Dokument an den Drucker weiter und unterbreche den Vorgang durch die Abbruchtaste an dem Gerät. Nur die erste Seite wurde im Miniaturdruck (links oben in der Ecke des DIN-A4-Blatts) ausgedruckt.
In der nächsten Sequenz stehe ich rechts neben einem (meinem) Bett, das seltsamerweise auf dem Treppenabsatz zum Speicher meines Elternhauses steht. Hinter dem Bett stehen Kübel mit Grünpflanzen und Kräuter, darunter auch ein paar niedere Brennnesseln, wachsen direkt hinter dem Kopfende aus einer Bodenritze.
Die nächste Szene lässt sich grob in meinem alten Kinderzimmer und dem Flur der elterlichen Wohnung verorten. Ich fühle mich als Magier, der schon als kleiner Junge schlummernd im Schlafanzug unter der Decke entlangschwebt.
Zu guter Letzt erwache ich, von Anfang an hellwach und glasklar, im Bett meines Jugendzimmers. Mein Bruder geht gerade zur Arbeit. Durch Schwimmen löse ich mich gegen einen nur geringen Widerstand aus dem Bett und schwimme ins Wohnzimmer, wo ich durch die Scheibe und einen transparent wirkenden Rollladen hindurch in den dunklen Morgen hinausfliege. Dort draußen will ich eine Runde drehen, merke aber, dass, zuerst im rechten Gesichtsfeld, die Wahrnehmung für die Umgebung schwindet. Ich bringe mich zum Boden vor dem Haus herunter, wo sich wieder eine klare Sicht einstellt. Ich beschließe, meinem Bruder zur Bushaltestelle zu folgen. Ich blicke hinüber zu den beiden Wegen rechts und links des Hauses und warte, ob er von dort kommt. Da sich niemand zeigt, nehme ich an, dass er schon vorne an der Haltestelle ist, und gehe in Richtung Stettiner Straße weiter. Auf dem Straßenschild rechts steht jedoch ein anderer Name, eher „Vosgau“ oder so ähnlich. Als ich vor das Schild trete und genauer nachlese, steht dort die glasklare Aufschrift: „Schlußstriche“! Etwas verwundert setze ich meinen Weg fort und entdecke auf der gegenüberliegenden Straßenseite meinen Bruder mit einem Fahrrad mit blinkenden Pedalrückstrahlern. Er schiebt das Rad Richtung Branchweilerhofstraße.
Ich gehe zu ihm rüber und frage: „Du kannst Rad fahren?“ (aufgrund einer Lernbehinderung hat er dies in der physischen Realität nie gemeistert).
„Was denkst denn du?“, antwortet er und dreht Richtung Spitalbachstraße um. Hier fährt er über die Haltelinien der breiten Rechts- und Linksabbiegerspuren, die es dort in der Alltagsrealität nicht gibt, und stellt sich mit seinem mattsilbernen Rad falsch herum am Eingang der Linksabbiegerspur auf und fährt los zur Werkstatt. Auch hier ist es also mit seinen Kenntnissen der Verkehrsregeln nicht weit her, bemerke ich noch, ehe ich in den Wachzustand überblende. Es ist 6:14 Uhr.

Kurzprotokolle:
An diesem Morgen (04.07.) nur eine Kurzsequenz in der Art des falschen Wachliegens, die in einen „Schultraum“ übergeht, eine bei mir sehr „beliebte“ Traumform, bei der man träumt, sich auf der Arbeit mit allerlei Unsinnigkeiten herumärgern zu müssen.

Am 05.07. realisieren sich bei eisenharter Konzentration auf die meditative Anspannung für Sekundenbruchteile Teilablösungen: der Kopf scheint vorzuhüpfen, die rechte Hand löst sich von der physischen und wedelt astral umher. Es ergeben sich kurze Versetzungen in gehende Bewegungen, die z.B. von dem Gedanken begleitet werden, hierhin oder dorthin, z.B. nach links zum Auto, zu laufen. In einer unbewussten Astralwanderung gehe ich in der Rolle eines Studenten abends in Neustadt umher und mache mir Sorgen über die Realisierbarkeit meiner Abschlüsse. Plötzlich stellt sich Morgenstimmung ein und ich rutsche eine steile, mit Sandsteinen ausgelegte Böschung zu einer um eine Mauer führenden Straßenbiegung herunter. Nach einem abrupten Szenenwechsel gehe ich auf einem Campingplatz Richtung Ausgang. Die Taschenuhr zeigt 8 Uhr morgens an und ich wundere mich, wo ich diese Nacht nur geschlafen habe! Ich habe keine Ahnung – eigentlich hätte ich an dieser Stelle bewusst werden können. Es blieb aber aus.

Am 06.07. und 07.07. Einleitungsexperimente, die aber fehlschlagen (Fehlkonzentrationen und Ablenkungen) und nur kaum erinnerliche Hypnagogie zur Folge haben.

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