Eine einfache und naturgemäße Klartraum-Methode!

Dieses Verfahren leitet sich aus meinen Beobachtungen hypnagoger und hypnopompischer Erlebnisse, der hynagogischen Vor-Traum- und Nach-Traum-Szenerien (wie ich das Phänomen nenne), ab.

Schon der russische Philosoph und Okkultist P.D.Ouspensky erkannte, dass sich diese Zustände sehr schnell ausdehnen lassen, wenn man sich absichtlich darauf hinweist, sie wahrnehmen zu wollen und sie dann einfach freien Lauf nehmen, wachsen und sich ausdehnen lässt (vgl. Ouspensky, Ein neues Modell des Universums, 2. Aufl. Basel 1986, S. 267f.).

Die hypnagogen, also einschlafbegleitenden Vor-Traum-Szenerien führen dabei in den bewusstlosen Traumschlaf hinein. Daher ist die für einen Klartraum angestrebte Bewusstseins- und Klarheitsbewahrung hier naturgemäß sehr schwer, da man gegen die Natur der Sache anarbeitet!

Die hypnopompische, das Aufwachen begleitenden Nach-Traum-Szenerien führen dagegen aus dem bewusstlosen Traumschlaf heraus! Wenn man diese ausdehnt, gelingt es quasi automatisch, einen Klarheitsmoment im Traum zu erlangen!

Dazu sage ich mir beim abendlichen Einschlafen und nach dem Aufwachen in der Nacht einige Male folgende Affirmation vor: „Am Ende eines Traumes sollen die hypnopompischen Nach-Traum-Szenerien ihren freien Lauf nehmen und wachsen und sich ausdehnen! Normalerweise fallen sie oft weg, da man sich absichtlich darauf hinweisen muss, sie wahrnehmen zu wollen!“ Den zweiten Satz gilt es dabei einfach als Wissen im Hinterkopf gegenwärtig zu haben.

Das Erwachen aus einem Traum vollzieht sich dann als harmonisch fließender Übergang in eine hypnopompische Nach-Traum-Szenerie! Beim Aufwachen aus dem Traum setzt an einem bestimmten Punkt automatisch das ganz normale Wachbewusstsein ein. Wenn nach dem Ende eines Traumes die Nach-Traum-Szenerien zeitlich verlängert werden, schaltet sich das Wachbewusstsein innerhalb einer solchen Szenerie ein und man erlebt ganz von selbst und ohne jede weitere Anstrengung einen Klartraum. Das ist ein naturgemäßer und völlig logischer Vorgang!

Als besonders hilfreich und effektiv habe ich die Kombination dieses Vorgehens mit meiner Fernblickmethode erlebt. Dreißig Minuten vor Sonnenaufgang (dies ist bei mir eine besonders günstige Zeit zur Einleitung luzider Träume) schließe ich in bequemer Lage im Bett noch einmal die Augen zu einer Praxisrunde. Ich führe eine leichte Anspannung in der Muskulatur meiner Augen herbei und halte diese bei. Dann sage ich mir folgende handlungsbegleitende Selbstanweisung vor: „Fokussiere den Blick in die Ferne, ignoriere die Farben (gemeint ist das bei geschlossenen Lidern sichtbare Eigengrau), blicke hinter dem ignorierten Eigengrau in die Ferne. Erwarte Luzidität nicht in einem Traum, sondern danach, in den hypnopompischen Nach-Traum-Szenerien! Lass am Ende eines Traumes die hypnopompischen Nach-Traum-Szenerien ihren freien Lauf nehmen und schnell wachsen und sich mächtig ausdehnen! Halte die Kondition (die leichte anhaltende Muskelanspannung mit Blickausrichtung) durchgehend aufrecht.“

Mit diesem einfachen Verfahren ist es mir in letzter Zeit in jeder Nacht gelungen, mindestens einen Klarheitsmoment zu erleben!

Viel Spaß beim Ausprobieren wünscht Euch
Euer Frank!

PS: Leider habe ich auf diesem Blog in letzter Zeit nicht mehr publiziert, da ich meine Klartraumdokumentation methodisch abgeändert habe. Die Notizen dürften nun für Außenstehende ziemlich unverständlich sein. Doch habe ich eben feststellen müssen, dass mich die bisherige Form, meine Erlebnisse auf anderen Bewusstseinsebenen zu dokumentieren, nicht mehr weiterbringt!

Rechtshinweise: Erstausgabe 2020, Neustadt/Weinstraße. Urheber- und Publikationsrechte aller Texte von Frank Lowinsky.

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