Astrale Cartoonkunst

In den vergangenen zwei Nächten arbeite ich mit einer mehr auf das Körpergefühl bezogenen Vertiefungstechnik, die allerdings dazu führt, dass hypnagoge Bilder und andere Hypnagogien nicht mehr direkt wahrgenommen werden, sondern sich als schwer fassliche Störungen bemerkbar machen. Ergebnisloses Liegen und letztlich gewöhnliches Träumen sind die Folge.

Heute lege ich daher den Schwerpunkt wieder auf das Visuelle, was es ermöglicht, den hypnagogen Zustand deutlich wahrzunehmen.
Beim Vertiefen denke ich daran, unbedingt eine Notiz hierzu in mein Tagebuch zu schreiben. Doch entschließe ich mich dagegen, dies sogleich zu tun, um die meditative Vertiefung nicht zu unterbrechen. Ergebnis: In einer der folgenden Traumsequenzen bin ich auf der Stettiner Str. auf dem gesplitteten Vorplatz und dem Bürgersteig auf der Höhe der alten Garagen unterwegs. Ich habe mein Luzidtraumtagebuch, hier ein rotes Büchlein, obgleich es in der physischen Realität schwarz ist, dabei und will den besagten Eintrag hineinschreiben. Leider beginnen aus dem weiß bedeckten Himmel Regentropfen zu fallen. Sehr zu meinem Unmut wird das Buch nass und die Tinte zerfließt auf dem Papier.
Wieder einmal eine dem falschen Wachliegen bzw. Erwachen nahe verwandte Vertauschung der Realitätsebenen.
In einer nächsten Sequenz finde ich mich, wohl irgendwo im Alpenvorland, am rechten Rand einer Straße wieder.
Unter einer schmalen hölzernen und schindelgedeckten Überdachung stehen und sitzen Kinder an und auf der Leitplanke der Fahrbahn. Die Atmosphäre ist die eines herrlichen Sommerlandes. Obwohl die Sonne hoch steht, ist es – wie ich voll bewusst und mit einem gewissen Erstaunen wahrnehme – in dieser Umgebung dennoch nicht sengend heiß, sondern extrem angenehm und erfrischend.
Bei einer Wand oder einem Brückenpfeiler, ein blauer Sommerhimmel wölbt sich über einem üppig grünen Panorama, zeigt mir eines der Kinder schließlich ein kleines rechteckiges Kunstwerk. Es lässt sich zu einem recht langen Leporello ausfalten. Es zeigt eine Menge Schlümpfe, die sich Schulter auf Schulter übereinander gestellt haben, um eine einzelne, sehr große Person darzustellen, die allerdings einen überlangen Rumpf und proportional extrem kurze Arme und Beine hat, da diese nur durch die Extremitäten des untersten und obersten Schlumpfes repräsentiert werden.
Mit dem Kind unterhalte ich mich telepathisch darüber, ob dieses astrale Zeichenkunstwerk wohl auch ein Pendant in der physischen Welt hat. Doch kommen wir zu dem Schluss, dass diese Arbeit so wohl in der physischen Welt nicht existiert.
Bei einem weiteren Blick auf die Zeichnung zeigen sich kleinere, interessante Veränderungen. Nicht nur Schlümpfe beteiligen sich an dem akrobatischen Kunststück, auch Gäste aus Entenhausen sind zugegen. Vom Rücken einzelner Schlümpfe fast verdeckt ist auch Onkel Dagobert bzw. Donald Duck mit von der Partie.
Auch wird jetzt deutlich, welcher Hilfsmittel man sich bedient hat, um sich stabil zu einem langen blauen Riesen aufzustellen: Eine lange Aluleiter wurde an eine hohe schlanke Fichte gelehnt. Deren Sprossen dienen als Stützen, um sich auszubalancieren.
So erfährt man bei der Betrachtung astraler Kunstwerken auch gleich noch etwas von deren Entstehung, da sich diese Dinge räumlich und zeitlich vor einem entfalten!
Neben diesen Erlebnissen sind auch noch präluzide Fragmente erinnerlich: Neben der Schule befindet ich mich jenseits eines in der physischen Wirklichkeit nicht vorfindlichen Torbogens in einem alten, dachlosen und schon sehr verfallenen Holzverschlag. Dort liege ich links an der Wand auf dem Rücken auf einer alten Pritsche oder Holzbank (falsches Erwachen!) und schaue hinauf in das Laub eines Baumes. In den Ästen hängen drei alte, schon etwas verwitterte Totenköpfe. Darüber wundere ich mich und frage mich, wer so etwas getan haben könnte. Leider treibe ich völlig ins gewöhnliche Träumen ab; ergebnislos gehe ich der Frage nach, wer Totenschädel in einem Baum neben der Schule gehängt haben könnte, träume, mit irgendwelchen Mitarbeitern und Vorgesetzten in einem Zugabteil zu sitzen, wobei ich, zu meiner Verwunderung, in einem feinen Anzug ziemlich edlen Schnittes gekleidet bin …

Störungen

Im Traum stellt sich ein Fahrgefühl ein; von rechts erhellt gelbes Sonnenlicht die Szenerie einer Fahrt, die von einer Kreuzung ausgehend eine Straße mit Mittelstreifen einwärts und einen Schlenker rechts an einem Häuserblock vorbeiführt. Im Fahrtgefühl bemerke ich bewusstseinsklar, dass eine Ablösung möglich sein müsste. Der optische Eindruck vergeht und blendet zu einem Liegen im Bett über; sofort versuche ich, nach links weg rauszuschwimmen und spüre begeistert, dass es klappt. Leider bricht der Zustand zusammen, ehe der Prozess völlig abgeschlossen ist, und ich rutsche ins Physische im Bett zurück (Uhrzeit 8:18 Uhr). Trotzdem empfinde ich dieses Kurzerlebnis als äußerst gut!
Es ist mir Bestätigung und Belohnung für meine Bemühungen, da ich heute morgen mit massiven Ablenkungen und Konzentrationsstörungen zu kämpfen hatte. Eine ausreichend lang anhaltende Vertiefung über FM wollte nicht gelingen. Andauernd kam es zu Abirrungen, inhaltlich nicht erinnerlichen hypnagogen Störungen usw., die die Vertiefung verhinderten. Ich musste mich mit höchster Anstrengung zwingen, mich mit harter Disziplin immer und immer wieder neu auf das Gefühl der meditativen Anspannung zu konzentrieren, um die Flut von Abirrungen unter Kontrolle zu bringen. Als ich das Gefühl bekomme, erfolgreich zu sein und ausreichend lang konzentriert bleiben zu können, lockere ich die sehr hart eingerichtete FM, um entspannter fortzufahren. Nun muss ich aber feststellen, dass ich dringend aufs WC muss. Also raus. Um 7:15 Uhr lege ich mich wieder hin und mache entspannter weiter (hatte bei meinem erzwungenen WBTB doch sehr auffällige Spannungen in der Muskulatur verspürt) in der Hoffnungm, als Lohn der Mühe und als Beweis der richtigen Herangehensweise ein Erlebnis zu erhalten. Und siehe da, es hat hingehauen!!

Höhlen und Schlussstriche, 08.07.2019

In einer großen, kaufhausartigen Halle, sehr hell und viel weiße Farbe, steige ich aus einer Art dachlosen Box zum Flugschwimmen auf. Der Raum wandelt sich daraufhin schnell in einen leeren, spärlicher erhellten unterirdischen Raum, eine Höhle. Sogleich beschließe ich völlig bewusst nach links wegzugehen, um das unterirdische Reich zu verlassen. Zu meiner Linken durchlaufe ich einen Durchgang in dieser Höhle und gerate in einen weiteren, sehr ähnlichen Höhlenraum. So passiere ich mehrere dunkle Höhlendurchgänge, wobei gelegentlich ein interessantes Farbspiel die Höhlenwände überstreicht: rote bzw. gelbe Lichtstreifen wandern umher. Beim letzten Durchgang scheint es mir so, als handele es sich um eine Sackgasse. Dennoch schreite ich hinein und komme problemlos durch. Im letzten Höhlenraum ragen vor mir viele hohe, rechteckige und glaslose Fenster oben in der Höhlenwand auf, durch die ein herrlicher Sternenhimmel und linkerhand mystisches Mondlicht zu sehen ist! Ich stabilisiere durch Kneten der gefalteten Hände und will hinaus. Doch beim nächsten Schritt verblassen die Sterne und ich erwache (um 4:02 Uhr). Gegen 2:15 Uhr war ich kurz aufgewacht, hatte mir Klartraumsuggestionen gegeben und war wieder eingeschlafen.

Ab 5:11 Uhr richte ich FM ein und halte die Kondition eine ziemliche Weile aufrecht.
Nach einer Vielzahl hypnagoger Wahrnehmungen finde ich mich am Ende der Phase in einem Traum wieder, in dem ich an einem Roman tippe, der meine luziden Erlebnisse schildert. Ein erstes, einleitendes Kapitel fehlt noch, doch habe ich nicht das Bedürfnis, die Arbeit wirklich abzuschließen. Versehentlich leite ich das Dokument an den Drucker weiter und unterbreche den Vorgang durch die Abbruchtaste an dem Gerät. Nur die erste Seite wurde im Miniaturdruck (links oben in der Ecke des DIN-A4-Blatts) ausgedruckt.
In der nächsten Sequenz stehe ich rechts neben einem (meinem) Bett, das seltsamerweise auf dem Treppenabsatz zum Speicher meines Elternhauses steht. Hinter dem Bett stehen Kübel mit Grünpflanzen und Kräuter, darunter auch ein paar niedere Brennnesseln, wachsen direkt hinter dem Kopfende aus einer Bodenritze.
Die nächste Szene lässt sich grob in meinem alten Kinderzimmer und dem Flur der elterlichen Wohnung verorten. Ich fühle mich als Magier, der schon als kleiner Junge schlummernd im Schlafanzug unter der Decke entlangschwebt.
Zu guter Letzt erwache ich, von Anfang an hellwach und glasklar, im Bett meines Jugendzimmers. Mein Bruder geht gerade zur Arbeit. Durch Schwimmen löse ich mich gegen einen nur geringen Widerstand aus dem Bett und schwimme ins Wohnzimmer, wo ich durch die Scheibe und einen transparent wirkenden Rollladen hindurch in den dunklen Morgen hinausfliege. Dort draußen will ich eine Runde drehen, merke aber, dass, zuerst im rechten Gesichtsfeld, die Wahrnehmung für die Umgebung schwindet. Ich bringe mich zum Boden vor dem Haus herunter, wo sich wieder eine klare Sicht einstellt. Ich beschließe, meinem Bruder zur Bushaltestelle zu folgen. Ich blicke hinüber zu den beiden Wegen rechts und links des Hauses und warte, ob er von dort kommt. Da sich niemand zeigt, nehme ich an, dass er schon vorne an der Haltestelle ist, und gehe in Richtung Stettiner Straße weiter. Auf dem Straßenschild rechts steht jedoch ein anderer Name, eher „Vosgau“ oder so ähnlich. Als ich vor das Schild trete und genauer nachlese, steht dort die glasklare Aufschrift: „Schlußstriche“! Etwas verwundert setze ich meinen Weg fort und entdecke auf der gegenüberliegenden Straßenseite meinen Bruder mit einem Fahrrad mit blinkenden Pedalrückstrahlern. Er schiebt das Rad Richtung Branchweilerhofstraße.
Ich gehe zu ihm rüber und frage: „Du kannst Rad fahren?“ (aufgrund einer Lernbehinderung hat er dies in der physischen Realität nie gemeistert).
„Was denkst denn du?“, antwortet er und dreht Richtung Spitalbachstraße um. Hier fährt er über die Haltelinien der breiten Rechts- und Linksabbiegerspuren, die es dort in der Alltagsrealität nicht gibt, und stellt sich mit seinem mattsilbernen Rad falsch herum am Eingang der Linksabbiegerspur auf und fährt los zur Werkstatt. Auch hier ist es also mit seinen Kenntnissen der Verkehrsregeln nicht weit her, bemerke ich noch, ehe ich in den Wachzustand überblende. Es ist 6:14 Uhr.

Kurzprotokolle:
An diesem Morgen (04.07.) nur eine Kurzsequenz in der Art des falschen Wachliegens, die in einen „Schultraum“ übergeht, eine bei mir sehr „beliebte“ Traumform, bei der man träumt, sich auf der Arbeit mit allerlei Unsinnigkeiten herumärgern zu müssen.

Am 05.07. realisieren sich bei eisenharter Konzentration auf die meditative Anspannung für Sekundenbruchteile Teilablösungen: der Kopf scheint vorzuhüpfen, die rechte Hand löst sich von der physischen und wedelt astral umher. Es ergeben sich kurze Versetzungen in gehende Bewegungen, die z.B. von dem Gedanken begleitet werden, hierhin oder dorthin, z.B. nach links zum Auto, zu laufen. In einer unbewussten Astralwanderung gehe ich in der Rolle eines Studenten abends in Neustadt umher und mache mir Sorgen über die Realisierbarkeit meiner Abschlüsse. Plötzlich stellt sich Morgenstimmung ein und ich rutsche eine steile, mit Sandsteinen ausgelegte Böschung zu einer um eine Mauer führenden Straßenbiegung herunter. Nach einem abrupten Szenenwechsel gehe ich auf einem Campingplatz Richtung Ausgang. Die Taschenuhr zeigt 8 Uhr morgens an und ich wundere mich, wo ich diese Nacht nur geschlafen habe! Ich habe keine Ahnung – eigentlich hätte ich an dieser Stelle bewusst werden können. Es blieb aber aus.

Am 06.07. und 07.07. Einleitungsexperimente, die aber fehlschlagen (Fehlkonzentrationen und Ablenkungen) und nur kaum erinnerliche Hypnagogie zur Folge haben.

Kleine Menschen im Wecker

Nachdem ich um kurz nach 4 Uhr einen Toilettengang eingelegt habe, verschlafe ich irgendwie das Weckersignal für 5 Uhr (!) und beginne daher die Übung erst für 5:51 Uhr. Das Morgenlicht von der Tür her stört etwas meine Vertiefung. Dennoch hoffe ich, es zu schaffen.
Die Übung bringt mich ins falsche Wachliegen. Im Bett in meinem alten Kinderzimmer prüfe ich meinen Wecker. Dabei spiele ich mit der Einstellung der Weckzeit herum, wobei die genaue Minutenzahl (00) einzuhalten schwer fällt. Kleine Träumchen schieben sich kurzfristig ein, stören das Studieren der Weckerfunktionen aber nicht weiter.
Rechts oben entdecke ich auf dem Display eine Anzeige, die sich von A auf B umstellen lässt und eine Erhöhung der Lautstärke des Wecksignals ermöglicht.
Da der Wecker jetzt 7:25 Uhr anzeigt, stelle ich die Weckzeit so um und augenblicklich dröhnt der Wecker unheimlich laut los. Ich bin zufrieden; das wird man wohl kaum ein zweites Mal verpennen können!
Schließlich wechselt der Umraum. Hier herrscht weißes Morgenlicht und noch immer studiere ich die Details des Weckers, die sich nun gewandelt haben: Oben gibt es kein Display mehr, sondern die Weckerfunktionen werden als mechanische Anzeigen dargestellt.
Als ich alles genau betrachte, gibt die Stimme eines jungen Mannes aus dem Off im Stil einer Kundenbewertung bekannt, dass das Design veraltet sei, und eine andere erklärt, dass sich bei ihr durch das Verstellen des in drei Lautstärkepositionen arretierbaren Volumenrades keine Veränderung des Wecksignals mehr bewirken ließe.
Schließlich fällt mir etwas weit Bemerkenswerteres auf: Im unteren Teil des Weckers gibt es eine Öffnung, die Einblick in einen niedrigen Raum ermöglicht.
Dort befindet sich ein Schlafsaal (!) mit Stiegebetten im Star-Trek-Stil (in etwa wie in Star Trek 6 zu sehen). Attraktive junge Männer und Frauen nächtigen dort; T-Shirts und Boxershort dienen ihnen als Nachtzeug. Einige sind bereits aufgewacht, liegen aber noch ein bisschen.
Andere geben sich an einer Waschzeile rechts im Raum (sie ragt sogar ein bisschen aus dem Profil meines Weckers heraus!) ihren Morgenroutinen hin.
Eine junge Frau scheint sich die Haare gewaschen zu haben und trägt jetzt ein Handtuch wie einen Turban auf dem Kopf. Sie scheint traurig zu sein, denn sie sitzt am Boden und eine andere tröstet sie. Fasziniert beobachte ich das Treiben der kleinen Menschen, die meinen Wecker besiedeln. Ob sie je die Welt des Weckers verlassen können? Gibt es wechselnde Besetzungen hier?
Nebenbei bleiben die kleinen traumartigen Einschübe bestehen, bei denen ich u.a. eine Geschichte von B’Elanna Torres (aus Star Trek Voyager) verfolge; aus irgendeinem Grund will sie sich ihren Kameraden entziehen und das Schiff (in diesem Traum eher als ein vor Anker liegendes Kreuzfahrtschiff dargestellt) verlassen, wozu sie sich am Ende sogar als alter Hausmeister Boothby tarnt … Ganz sicher handelt es sich hierbei um Tagesreste vom gestrigen Abend, weil ich da zwei Folgen Voyager mit vergleichbaren Inhalten geschaut habe.
Als ich schließlich erwache, stelle ich doch tatsächlich fest, dass mein physischer Wecker exakt 7:25 Uhr anzeigt!
Das Experiment mit der Timerkontrolle gestern fiel demgegenüber weniger interessant aus. Nachdem ich mich nach 30 Minuten aus der Vertiefung gelöst habe und normal wieder einschlafe, träume ich (ganz in der Manier eines gewöhnlichen falschen Erwachens), mich in der Schule herumärgern zu müssen. Außerdem ist mir eine absurd überspannte Traumsequenz in Erinnerung, in der Lord Voldemort in der Spitalbachstr. in Neustadt auftritt und dort unter einigen Traumfiguren eine Panik auslöst. Gut ist, dass ich meine Rolle als unbeteiligter Beobachter in diesem wilden Blödsinn aus Konsumfragmenten bewahren kann.

Astrale Waldwanderungen

In einem sonnigen Wald nehme ich hinter einer Laubbaumfront eine Bewegung war. Ist es irgendein Wildtier, irgendetwas mit hellbraunem Fell? Ich begebe mich durch die Front hindurch und belange auf eine moosbewachsene Lichtung in einem märchenhaft urtümlichen Wald in einer mir völlig unbekannten Gegend. Von dem Tier kann ich nichts entdecken. Im nächsten Moment brechen meine Füße im trockenen Moosbett durch und sinken einige Zentimeter in den Untergrund. Für einen Sekundenbruchteil muss ich an Getier denken, dass dort unten drin lebt und nun um meine Füße wuselt. Aber nichts dergleichen geschieht.
Fast im gleichen Augenblick erkenne ich diese Szene als hypnagog. Ich blicke mich um und verspüre das dringende Bedürfnis, hier zu bleiben und luzid zu träumen. Aller geistigen Anstrengung zum Trotz verliere ich jedoch den Anschluss und erwache. Etwas enttäuscht nehme ich meine meditative Anspannung wieder auf.
Schließlich finde ich mich erneut unterwegs vor. Diesmal laufe ich einen Gehsteig entlang. In der Hand halte ich einen geöffneten Regenschirm, da es soeben einen ordentlichen Guss gegeben hat. Scharfe Windstöße zerfleddern mir meinen Schirm. Links neben mir entdecke ich den schmalen, über eine Böschung führenden Pfad, den ich zuvor auch heraufgekommen bin und der mich, quer über eine von Büschen durchsetzte Wiese, zurück zum Rand des Waldes bringen wird, den ich in diesem Traum durchwandert habe.
Der Pfad ist jetzt vom Regenguss ganz schlammig, sodass ich ausgleite und auf Hintern und Rücken nach unten rutsche. Nun bin ich an Hose und Sommerjacke von nassem Lehm verschmiert. Zudem verliere ich etwas weiter hinten auch den Griff meines arg mitgenommenen Regenschirms. Von hinten kommt indes eine fröhliche Wandergruppe nach und eine ältere Dame aus deren Reihen hebt den Griff auf und reicht ihn mir.
Ich danke ihr und gehe weiter.
Am Waldrand befindet sich links des Pfades eine Art Podium, fast wie ein Boxring. Auf dem Podium umherstreifend entsinne ich mich meines Vorhabens, bei nächster Gelegenheit luzid zu träumen.
Auf dem Podium umherspringend bemerke ich, dass ich fast schwerelos bin und, wie ein Astronaut auf dem Mond, hohe Sprünge vollführen kann und dabei ganz langsam wieder zur Erde sinke.
Dadurch stellt sich nach und nach Klarheit ein.
Und schließlich weiß ich, dass ich mich genau jetzt in der Situation befinde, loslegen zu können! So probiere ich zu fliegen und kann es problemlos. Die Zustandskontrolle in Form des Zeigefingertests macht alles völlig klar.
Sofort beginne ich mit der Technik des passiven Fliegens zu experimentieren, habe aber, in der Luft sitzend, das Problem, Geschwindigkeit aufzunehmen. Es gelingt nicht so wie erhofft. Zusätzlich zeigt sich eine astrale Präsenz in Gestalt eines blonden Jungen (wie Li.). Diese betatscht mich unverhohlen und stört meine Bemühungen.
Nach mehreren Versuchen bringe ich den Störenfried schließlich zur Ruhe, indem ich ihm an die Stirn greife und meinen Daumen auf die Stelle seines dritten Auges drücke. So lege ich ihn still, seine Augen erstarren und er fällt rückwärts weg wie stillgelegt und verschwindet.
Zwischenzeitlich ist es im astralen Umraum Nacht geworden.
Ohne größere Erfolge verzeichnen zu können kehre ich zu meinen Versuchen zurück. Fast in der Rückenlage treibe ich von dem wie mit weißem Scheinwerferlicht erhellten Podium weg und erkenne, dass nun über der Waldgegend ein schöner Sternenhimmel zu sehen ist.
Dort treibend gehe ich den meditativen Gedanken durch, hier zu ruhen und so Kraft zu sammeln. Kaum ist diese Meditation eingeleitet, verblassen die Sterne, als hätte ich durch meinen Gedanken dem Umfeld alle Energie abgezogen, und erwache.
Es ist kurz vor 6 Uhr. Der Bettgang erfolgte um Viertel vor 12; die Vertiefung in die Trance wurde um 5 Uhr eingeleitet.

Einblicke in jenseitige Paradiese

Bei Anwendung der Trancemethode ab 5 Uhr heute morgen (mit Timerkontrolle) ergaben sich zwei sehr interessante hypnagoge Wahrnehmungen:
Im ersten Fall stehe ich relativ untermittelt in einer herrlichen Landschaft. Unter sonnigem Himmel weiten sich vor meinen Augen sommerliche, von Grünstreifen unterteilte Äcker mit von Baumreihen gesäumten Bachläufen; die Pflanzen sind allesamt grün, nichts ist ausgetrocknet oder braun.
Es gelingt mir, in dieser Landschaft stehend, mich etwas umzublicken. Dabei erweckt der Umraum ein schwer zu beschreibendes, erhebendes Gefühl.
Leider ist der physische Körper im Bett etwas zu präsent, um voll in den hypnagogen Klartraum überzugehen. Sonst wäre hier ein geradezu klassischer Übergang nach der „Bildtechnik“ gelungen.
Die zweite hypnagoge Bildwahrnehmung ist ebenfalls ausgeprägt dreidimensional. Es ist, als blickte ich im weiß verputzten Inneren einer Garage (?) auf ein kleines, viereckiges, an den Innenflächen gleichfalls sauber verputztes Loch in der Wand.
Von der anderen Seite der Wand her ragen blühende Pflanzen etwas in das Loch hinein. Es ist wie ein kleiner Durchgang in ein herrliches Sommerland jenseits dieses Loches.
Trotz des kleinen Ausschnitts ist klar, dass sich auf der anderen Seite so etwas wie ein blühender Garten mit üppig grünen Bäumen, Büschen und Pflanzen unter einem sonnenerhellten und strahlend blauen Himmel befinden muss. Es entsteht der Eindruck eines Durchblicks in ein jenseitiges Paradies.
Leider kann ich mich nicht lange in dieser Szenerie halten.

Etwas anders gelagert die Ergebnisse der Tranceübung über FM gestern (29.06.2019) ohne Timerkontrolle:
Hier gerate ich in einen Traumzustand, in dem ich mich nördlich des Platzwarthauses des Ingenheimer Campingplatzes an einer parallel zum Haus aufgestellten Turnstange wie ein Affe entlanghangele.
Ein Schüler aus der ersten Klasse, F., ist dabei ebenfalls anwesend und tut es mir gleich. Um dem Kind etwas vorzumachen, schwinge ich schließlich – mit allen vieren an der Stange hängend – wie eine Affenschaukel hin und her. Dem Kind fehlt die Kraft, dies nachzuahmen. Stattdessen aber hebt F. von der Stange zum Flug in den graublauen Himmel über dieser Szenerie ab, woraufhin ich ihm mit dem Gedanken „Das kann ich ja auch!“ folge.
Hier führte die Methode also nicht zu einem Einstieg über hypnagoge Bilder, sondern über den Traum selbst.
Zeitlich nicht mehr genau einordnen kann ich ein falsches Erwachen, bei dem ich die Uhrzeit im Traum kontrolliere. Gesehen habe ich den Zeitpunkt 5:15 Uhr; da ich ebenfalls wieder um 5 Uhr mit meiner meditativen Übung begonnen habe, ist es durchaus möglich, dass die im Traum gesehene Uhrzeit der in der physischen Realität in etwa entsprach!

Der Akt im Turm

In der Trancephase des heutigen Morgens bemerke ich verschiedene hypnagoge Bilder, die luzid zu beobachten ich mich ermahne. Im Anschluss an die Vertiefungsphase finde ich mich mit einer größeren Anzahl Kinder auf einem Sportplatz im Grünen wieder. Ich bin im Turnanzug und soll bei einem der Spiele mitwirken. Erst einmal setze ich mich aber etwas Abseits auf eine kippbare Liegebank. Links neben mir gesellt sich eine Frau zu mir (oder war sie schon vor mir da?) – wohl eine der Mütter, die zu den spielenden Schülern gehört. In einem schnellen Wechsel findet wir uns im obersten Zimmer eines Turmes hinter uns wieder. Das Rondell ist hell, im Grunde weiß möbliert, sehr licht. Wortlos zieht mich die vor mir sitzende Frau, jung und – wie ich jetzt erkenne – mir durchaus bekannt, auf ihren Schoß, wo ich, ihrem Gesicht zugewandt, mit gespreizten Beinen zu sitzen komme. Sie beginnt mit rhythmischen Hüftbewegungen und ich passe mich dem an. Niemand hat sich die Zeit genommen, sich der Wäsche zu entledigen, doch große Lustgefühle stellen sich ein …
Nach dem Akt gleite ich am Fuß des Turms in einen Toilettenraum, immer noch erfreut über die unerwartete Begegnung.
Nach einer kurzen Wachphase träume ich sodann, in einem Klassenzimmer an einem der Schülertische zu sitzen und auf einem Schreibblock Aufzeichnungen des Erlebnisses zu beginnen; F. und noch ein Kind sind dabei und kommentieren die Arbeit – so sind sie erstaunt, wie schnell Erwachsene doch schreiben können.
Nach einem weiteren Unterbruch tauche ich in meinem alten Jugendzimmer auf. Kurz gehe ich auf den Flur und prüfe von dort die Wanduhr im Wohnzimmer. Sie zeigt kurz vor 9 Uhr an. Ins halbdunkle Zimmer zurückgekehrt, will ich den PC, der sich in dieser astralen Umgebung hinter der Klappe des Sekretärs befindet, hochfahren, um einen erneuten Versuch zu unternehmen, die Traumaufzeichnungen der besagten Erfahrung anzufertigen. Auch dies ist wieder ein absolut typisches falsches Erwachen, das insbesondere in dieser aneinander gereihten Form zu Verwirrungen hinsichtlich der Wirklichkeitsebenen führt und nur durch konsequente Zustandskontrollen in den Griff gebracht werden könnte.

Täuschungen

Ich laufe den Wingerten zu und bin gerade nach rechts abgebogen, als mir von dort einige Hochzeitsgäste (?) entgegenkommen. Als ich links an ihnen vorbeigehe, foppt mich einer von ihnen, ein Mann mit einer schwarzen Schleife über dem Hemd: „Schöne Krawatte“, sagt er zu mir, obwohl ich leger in T-Shirt und kurzen Hosen unterwegs bin.
Im nächsten Moment ist mein Bruder rechts neben mir; unter dem sommerlich blauen Himmel laufen wir den asphaltierten Weg entlang und ich bin vollauf auf den Fernblick konzentriert, arbeite also mit der Trancetechnik, um luzide Träume und außerkörperliche Erfahrungen zu erreichen.
Die Konzentration auf das Verfahren lässt mich völlig verkennen, dass ich den Astralzustand längst erreicht habe. Selbst ein Zeigefingertest fällt jetzt negativ aus und vervollkommnet die totale Konfusion bezüglich der Realitätsebenen.
Schließlich finde ich mich in meinem Jugendzimmer wieder. Es ist verdunkelt und nur von der Tür her dringt Licht hinein. Ich unternehme, noch immer geistig mit der Astralprojektionstechnik befasst, einen Ausrollversuch, habe aber dabei ein völlig physisches Gefühl, was mich wiederum über die Wirklichkeitsebene täuscht. Ich kehre zum Sofa zurück, wo ich auf dieser Ebene mein Nachtlager aufgeschlagen habe, und kontrolliere den Timer, der auf dem schwarzen Tisch neben der Couch steht.
Täuschungen bezüglich des eigenen Zustands haben hier auf ganzer Linie zu einer Ebenenkonfusion geführt. Ein Problem, mit dem man sich beim Projizieren immer wieder herumschlagen muss.
Nachdem ich aus dem Zustand erwache, löse ich die Konzentration auf die Trancetechnik und begebe mich in einige Runden Ruhen und Schlafen.
In einer weiteren unbewussten Astralwanderung lande ich auf einem Balkon vor dem rechten Fenster meines Arbeitszimmers.
Zu meiner Überraschung finde ich eine der Nachbarstöchter, die älteste von beiden, auf dem linken Balkon (in der physischen Realität gibt es vor keinem der Fenster einen solchen Balkon). Etwas verwundert gehe ich nach drüben und finde die junge Frau in einem somnambulen Zustand vor, in welchem sie sich wohl hierher verirrt hat. Ich führe die Tochter der Mutter zu. Diese bittet daraufhin darum, etwas (eine schwarze Tasche) bei mir im Haus deponieren zu dürfen für den Fall der Fälle. Was genau damit gemeint ist, begreife ich zwar nicht, doch spricht nichts gegen Nachbarschaftshilfe. So hinterlegen wir die Tasche in meinem Keller. Die Nachbarin geht die Treppe wieder hoch und ich kümmere mich um einen tropfenden Wasserhahn, der eine Pfütze auf dem Kellerboden verursacht hat. Dann lösche ich die Lampe hinten im Keller und verlasse den Raum ebenfalls. Auffällig ist, wie riesig alles im Astralzustand ist! Der Keller wirkt weitläufig wie das Untergeschoss eines gewaltigen Schlosses, sodass von der Kellertür aus kaum festzustellen ist, ob auch wirklich in allen Abteilungen und Kammern hier unten das Licht gelöscht ist.

Zeitvergeudung

In einem unterirdischen, fensterlosen Raum bin ich am Lehrerpult und überlege, was ich mit den Schülern machen soll. Es handelt sich um eine kleine Anzahl Abiturienten in der Prüfungsvorbereitung, die in dem stuhl- und tischlosen, völlig leeren Raum auf dem bloßen Betonboden lümmeln. Soll ich ihnen die Kapitel zur Sklaverei zu lesen aufgeben, die in dem großen Lehrbuch auf dem Pult, dem einzigen Einrichtungsgegenstand hier, zu finden sind? Oder haben sie das vielleicht schon behandelt? Unentschlossen fliege ich durch einen Durchgang in einen ebenfalls fenster- und einrichtungslosen Nebenraum zur Linken. Dort schwebe ich, die Unterrichtszeit im Grunde willentlich vergeudend und ohne irgendjemanden eine Arbeitsaufgabe zu stellen, über einem der mich beobachtenden Schüler nahe der Zimmerdecke, wo ich mich schließlich, mir erst den Hinterkopf anstoßend, rücklings hinlege, gerade so, als hätte ich mich auf den Grund eines Schwimmbeckens gelegt.

Die Kathedrale

In einem mittelalterlichen Stadt befinde ich mich im Inneren eines Kathedralbaus im Werden. Der Bau aus gelblich-weißem Kalkstein steht bereits in seinem Gerippe; imposante, krabbenverzierte Strebewerke ragen auf, doch die Wandfüllungen und Decken fehlen noch. Interessanterweise ist allerdings schon viel Figurenwerk fertiggestellt, das allerdings noch etwas grob behauen und nachbearbeitungswürdig erscheint (laut Alfred Ballabene handelt es sich bei diesem Eindruck aber um einen Hinweis darauf, dass es sich dabei um eine etwas niedrigere Unterebene vielleicht irgendwo zwischen der mittleren und hohen Astralebene handelt). Darunter auch ein gewaltiges, einen Papst darstellendes Steinmetzwerk in der Mitte des Baus. In der weitläufigen Anlage habe ich zuvor dem Aufmarsch deines großen Zusammentreffens von Klerikern und Adligen beigewohnt, die sich in buntester mittelalterlicher Gewandung ein Stelldichein zu Ehren des auf seinem Thron hofhaltenden Papstes eingefunden haben.
Nachdem sich alles verlaufen hat, finde ich in der Nähe einer Säule bei der Außenmauer Goldblechteile (offenbar von verlorenem und zertretenen Schmuck der hohen Herren) sowie längliche, wie Pommes geschliffene Halbedelsteine.
Diese Wertsachen sammle ich ein, stecke indes die pommesförmigen Edelsteine in einen Becher und stelle sie an den Eingang eines Ladengeschäftes, da mir der Verdacht kommt, dies könnte auch verstreute Ware aus diesem Geschäft sein.
Allmählich mehr und mehr luzid werdend fliege ich in einem gleitenden Szenenwechsel durch einen Laden in dieser Stadt (eine Art Konfiseriegeschäft, in dem Rot- und Goldtöne das Interieur beherrschen) und dort geradeaus durch den Eingang in eine enge Mittelaltergasse, ebenfalls eine, teilweise mit Sonnensegeln beschattete Ladenpassage.
Hier beschließe ich, vom mühsamen Schwimmmodus auf den passiven Flug im Sitzen umzustellen, was aber diesmal nicht so gut klappt, denn der Start gelingt mir nicht so wie gewünscht. Im Zuge der Bemühungen um die Flugtechnik erwache ich nach 5 Uhr.