Das Mittagsland

In einer Art Einkaufszentrum oder Urlaubsressort schwebe ich alsbald unter der Decke, werde luzid und bringe umgehend meine Füße zu Boden, um aus dem gesicherten Stand heraus eine Translation zur Ebene der senkrechten Sonne vorzunehmen.
Dazu laufe ich in einem engen Linkskreis auf der Stelle und habe dabei zunächst das Gefühl, keinen Erfolg zu haben.
Vor den geschlossenen Augen stellt sich nur eine helle Void ein.
Kontinierlich weiterlaufend überlege ich für einen Moment, die Armbeuge zusätzlich über meine geschlossenen Augen zu legen, um dann zu einem neuen Seheindruck durchzudringen, als ich plötzlich – sehr zu meiner Überraschung – unter mich blickend ganz klar einen Steinboden aus versetzt verlegten, rechteckigen Pflastersteinen wahrnehme.
Als ich den Blick hebe, stehe ich unvermittelt in einer voll ausgeprägten astralen Umgebung: Es handelt sich um eine antike Stadt.
Ich stehe unter einer aquäduktähnlichen Konstruktion in einer Altstadt. Ein Kind (es scheint mir Lasse zu sein) ist bei mir. Sogleich will ich überprüfen, ob meine Translation ins Mittagsland, zur Mitte und zum Nabel der Welt geglückt ist, und schicke auch Lasse los, sich so schnell als möglich einen Ausblick auf den freien Himmel zu verschaffen, um den Sonnenstand zu überprüfen.
In rasanter Versetzung gleiten wir zum Fundament des antiken Aquädukts und dort in eine waagerechte Mauerspalte ein, um von dort aus auf den offenen Strand (?) vorzudringen. Scheinbar liegt die alte Stadt direkt am Meer.
Zuerst habe ich den Eindruck, dass die Spalte für mich zu schmal ist und ich mir beim weiteren Vordringen die Haut am Rücken aufreißen könnte.
Doch dann gebe ich mir, erpicht, den Himmel zu überprüfen, einen Ruck und komme schmerz- und verletzungslos hindurch.
Mein sofortiger Blick zum Himmel bietet mir ein faszinierendes Bild.
Obgleich die Sonne als helle Scheibe im Zenit steht, herrscht in dieser astralen Umgebung Abendstimmung!
Die Dinge existieren hier in einer paradoxen Gleichzeitigkeit, die augenscheinlich werden lässt, dass ich den gesuchten Ort der Ort- und Zeitlosigkeit tatsächlich erreicht habe!
Augenblicklich gehe ich los, um die Kräfte und Eindrücke dieses Ortes tief in mich aufzunehmen
Rechtsum in die antiken Gassen eintauchend lege ich meine Handflächen an die pastellfarben-rosarote Verputzung einer Wand rechts neben mir.
Als ich schließlich weitergehe, komme ich an einer Schreinerei vorbei, die ihre Produkte offen auf der Gasse ausstellt: verblüffend neuzeitlich anmutende Glasvitrinenschränke mit modernen Schlössern. An diesem zeitlosen Ort der Gleich- und Nichtzeitigkeit wundert das allerdings wenig.
Eins weiter an der Ecke stoße ich auf einen wie von elektrischem Licht erhellten, leeren Schlosserladen (Schlüsseldienst). Bei seinem Anblick wird mir endgültig klar, dass ich an diesem Ort auch gestern oder vorgestern Nacht gewesen war, doch erinnere ich mich erst jetzt wieder daran. An dem verlassenen Schlosserladen steht die Tür offen. Zu meinem Begleiter meine ich noch beiläufig „Unvernünftig, oder nicht?“ und ziehe die Ladentür ins Schloss, was mein unsichtbarer Begleiter ohne größere Beteiligung zur Kenntnis nimmt.
In diesem Augenblick erwache ich. Es ist 4:15 Uhr.
Ich fühle überdeutlich, dass mein Ziel, mir an diesem Ort Kraft zu holen, geglückt ist! Die Gewissheit trägt mich durch den Vormittag und ist noch immer spürbar, als ich mich nachmittags ans Abtippen meiner Notizen mache.

Avalon

Nach der meditativen Vertiefung irre ich in meinem umgebauten und offenbar umfänglich sanierten Elternhaus umher. Ich wundere mich über ungleichmäßige Treppenstufen und finde im 4. Obergeschoss einen Wandelgang mit abzweigenden Fluren vor (wie in einer Hotelanlage). Hier suche ich die Wohnung meiner Eltern und stoße – nach Süden (?) hinaus – auf einen langen Flur mit einem sich über dessen gesamte Länge erstreckenden Panoramafenster. Mir unbekannte ältere Leute bevölkern die Szene, die sich hier offenkundig auch erst neu orientieren müssen. Mit Blick auf das weite Panorama vor dem Fenster werde ich schlagartig luzid, denn ich erkenne das Sommerland, das sich weit und tief unter mir ausbreitet. Ich überprüfe den Stand der Sonne, die tatsächlich gleißend hell, aber nicht versengend im Zenit steht. Ihr Licht lässt helle Häubchen von Sonnenreflexionen auf Baumspitzen u.a. leuchten. Mir wird klar: Hier haben wir Avalon, den keltischen Apfelgarten, das Land der Ewigen ohne Ort und Zeit, in dem die Sonne immer senkrecht steht wie auf der Insel der Kirke oder der Kalypso!
Ich fliege durch das Fenster und über eine hohe Baumfront unter mir hinweg und blicke auf das sich vor und tief unter mir liegende, sanfthügelige Land mit grünen und goldgelben Feldern und einem lebhaft blauen See im herrlich goldenen Sonnenlicht. Gut ist, dass sich beim Passieren der Scheibe kein Dimensionswechsel ergeben hat; schlecht ist, dass sich die Stabilität herabsetzt, was ich durch Händereiben über dem Kopf zu korrigieren versuche. Leider mit wenig Erfolg. So versuche ich so viel als möglich von den Eindrücken und der Kraft hier in mich aufzunehmen, doch die Sicht entzieht sich mir alsbald in Unschärfe und schließlich verschwindet der optische Eindruck gänzlich. Mit hypnagogen Lichteffekten vor Augen erfolgt ein hochenergetisiertes Erwachen. Es ist 6:12 Uhr. Übungsbeginn kurz nach 5 Uhr.

Sternenkrieger im Kinderzimmer

In der Schule halte ich mich in einem kleinen, frisch renovierten und geweißelten Raum auf. Ich bin auf einer Art Pritsche oder einem Seitentisch an der Wand; rechts befindet sich eine geöffnete Tür zu einem unbeleuchteten Flur; links geht´s um die Ecke durch einen kurzen Flur in Richtung eines größeren, wohl beleuchteten Raumes. Al. ist rechts neben mir an dem Tisch oder der Pritsche beschäftigt und berichtet K.B. (?) verwundert, dass ihr Ni. erzählt habe, er sei in der Nacht erwacht und habe in seinem Zimmer mit Star-Wars-Kriegern gekämpft. Anscheinend macht sie sich etwas Sorgen um seine Gesundheit. Ich schalte mich ein und erläutere, dass er wohl sicher nur ein falsches Erwachen gehabt habe. Da könnte man die tollsten Sachen erleben. Anbei lehne ich mich selbst in die Waagerechte zurück und sehe bei geschlossenen Augen in eine Schwärze, in der grauweiße, grießelige Nebenflecken ein bewegliches Lichtmuster bilden. Dabei denke ich selbst eine eine Exkursion, ohne deren reale Mögichlichkeit umsetzen zu können, da ich zu sehr traumartig verstrickt bin. Der Versenkungsbeginn lag bei 5 Uhr früh. Eindrücklich war auch die hypnagoge Wahrnehmung einer blaß orangefarbenen, wie von planetarischen Nebeln verhangenen Sonne in der Ferne und eines diesen Stern umkreisenden terrestrischen Planeten näher in meinem Gesichtsfeld. Der lichtreiche Eindruck wurde umgehend zur energetischen Fokussierung genutzt.

Zombie-Maske

Nachdem ich um 4:30 Uhr über FM gegangen bin, erlebe ich ein falsches Erwachen in meinem alten Kinderzimmer. Ich liege auf der linken Seite und blicke zur Schrankwand, an deren linker Tür ein schwarzes T-Shirt hängt; an dessen rechter Seite baumelt ein weißer Gummikopf in der Art einer Zombie-Maske für Halloween herab. Auch sind zwei oder drei weißliche Blinklichtchen an dem Kleidungsstück angebracht.
Das ganze Gebilde finde ich ein wenig merkwürdig und frage mich, was denn solcher Halloween-Ramsch hier verloren hat.
Am meisten aber stört mich das Geblinke; ich greife hinüber und suche eine Möglichkeit, die Lichtchen auszuschalten. Ich finde einen kleinen Schalter in der Form eines weißen Gummiknüppelchens, das fast wie eine kleine Kugelhantel oder ein Knöchelchen geformt ist. Das lege ich um, deaktiviere so die nervenden Blinklichter und lege mich wieder aufs Ohr.
So verliere ich das Bewusstsein, ohne begriffen zu haben, das ich hier soeben durch eine ganz typische Schlafhüteraktivität um die Gelegenheit einer Exkursion gebracht wurde.

Einmal leer, einmal machtvoll

Nach einer sehr ausdauernden Meditation über FM erreiche ich eine faszinierende hypnagoge Wahrnehmung. Durch ein geöffnetes Fenster blicke ich in den freien und tiefschwarzen Weltraum, wo eine helle Sternenkonstellation leuchtet, deren sonnenweißes Licht so strahlend ist, dass im Fensterrahmen Schattenwürfe und Streulicht wie von feinstem Weltraumstaub zu erkennen sind. Gerne wäre ich durch dieses Fenster hindurch gestartet, schaffe es aber nicht, da ich dazu noch zu physisch bin.
In einer späteren Traumsequenz nach einer kurzen Wachphase fühle ich mich frustriert, da ich trotz der intensiven und anhaltenden Meditation (scheinbar) nichts erreichen konnte. Wie aus Trotz starte ich aufwärts und fliege zur Decke eines sehr hohen Raumes, wo ich unter der Holzdecke im Kreis in der Luft gehe und mit meinem Frust kämpfe. Weil ich durchaus erkenne, es doch in einen bewussten Astralzustand geschafft zu haben, drücke ich das Gefühl weg und begebe mich zu einem Fenster. Durch das Gegenlicht von draußen wirkt es leicht staubig, als ich die Scheibe durchfliege und mit dem Blick nach unten nach draußen treibe. Es ist der oft im Helltraum gesehene Hof südlich meines Elternhauses; tiefes Grün, ein Schwarzgrün, fällt mir dort unten besonders auf.
Sogleich steige ich in größere Höhe auf und schaue nach Norden. Die dunklen Berge des Haardtgebirges haben hier weite und hohe Ausläufer, die es in der Wachrealität nicht gibt. Aus irgendeinem Grund stört mich diese Wahrnehmung; die Szenerie kommt mir „unecht“ vor. Ich möchte eigentlich in eine andere Umgebung wechseln, begebe mich nach unten und lande auf dem Hof. Die Szenerie ist in ein seltsames Licht getaucht; aus einem gräulich dunklen Himmel scheint eine Art weißer Spot mit breiter Streuung die Umgebung zu erhellen. Zwei Gestalten, eine davon gedrungen und dicklich, spielen hier unten mit kindlicher Freude fangen! Sie stürzen aus einer breiten Hecke zu meiner Linken auf mich zu. Wenn sie sich abschlagen, rufen sie „Rot, rot!“ und freuen sich. Spontan und ohne zu fragen beziehen sie mich in das einfache Fangspiel mit ein. Kurz lasse ich mich darauf ein und spiele eine kleine Runde mit, habe aber keinerlei Interesse an der Sache. Überhaupt habe ich das dumpfe Gefühl, das es hier für mich nichts zu entdecken gibt, und lasse den Blick über die Umgebung schweifen, ehe ich erwache. Es ist 6:33 Uhr.
Gefühlsmäßig ist dieses Erlebnis das glatte Gegenteil einer Erfahrung vom 04.10., die ich hier noch nicht dokumentieren konnte. Nach einer 60minütigen FM-Vertiefung ergab sich eine machtvolle Astralerfahrung. Nach einem traumartigen Weltraumabenteuer, in dem u.a. larvenartige Aliens aus einem Raumschiff gezogen und in die Tiefen des Raumes geschleudert wurden, finde ich mich in einem Wohnwagen wieder, wo mich ein Greif oder eine Art Drache von hinten ins Maul nimmt und aufhebt. Dabei sind meine Eltern im hinteren Teil des Trailers anwesend und ich weise sie ganz begeistert auf den Drachen hin, der mich sanft in seine Klauen oder Zähne genommen hat. Umgehend fliegt das Wesen mit mir nach draußen zu einem Platz, an dem früher eine Schaukel stand, und setzt mich dort ab. Dabei lässt der Drache nun die Gestalt eines etwas pummeligen Mädchens mit roten Haaren und Sommersprossen erkennen, dessen kurze Finger sich dennoch wie scharfe und harte Krallen anfühlen, als sie mich, diesmal geflügelt auf meinem Rücken sitzend, erneut anhebt. Wir steigen aufwärts und ich will mithilfe des Drachens zu einem See weit im Süden fliegen; aus der großen Höhe meine ich ihn schon in der Ferne sehen zu können. Aus irgendeinem Grund kommt es aber nicht dazu, dass wir zu unserer Reise starten. Zugleich aber erkenne ich, dass das Drachenwesen so etwas wie einen Hilfsgeist oder einen innerer Partner meinerseits darstellen müsse, der mir wie eine innere Stimme immer beisteht. Noch nach dem Aufwachen aus dieser Erfahrung führe ich Zwiegespräche mit dieser inneren Stimme; ich erhalte deutliche Antworten, wenngleich mir deutlich gemacht wird, dass die Antworten aufgrund bestimmter hinderlicher Gegebenheiten immer recht kurz ausfallen müssten. Am einfachsten seien Ja-Nein-Antworten. Aber in dieser Form könne ich auch im Alltag stets auf diese Hilfsmöglichkeit zurückgreifen und spontan die antwortende Stimme auf meine Fragen vernehmen, wenn ich nur offen dafür bliebe.

Ein Affe mit Raketenschiff

Ab 5 Uhr setze ich 60 Minuten lang die Fernblickmethode (FM) ein (Bettgang diese Nacht gegen 12 Uhr); nach dem Abschluss beschließe ich, einfach zu ruhen und zu schlafen.
Schon gleich darauf gelingt ein Übergang in der Art der Bildtechnik; ich finde mich über einer Steilküstenlandschaft unter einem tiefblauen Himmel schwebend wieder. Ein affenartiges (?) Astralwesen saust horizontal von links nach rechts auf einer weißen Rakete mit schwarzer, in großen Druckbuchstaben gehaltener Aufschrift vorbei und ich weiß spontan und sehr genau, dass dieses Wesen in der Helltraumwelt große Freiheit genießt, weil es überall herumkommt und es allerortens versteht, diese Art von Raketenschiffen klarzumachen, wie es dieses soeben im Gebrauch hat. Diese Fortbewegungsmittel bringen das Wesen sogar ins Sonnensystem hinaus an Orte, die ich selbst nie erreichen konnte, weil ich zu sehr gebunden bin.
Kurzentschlossen starte ich von der Steilküste aus, um mich als Reisegefährte einzuklinken. Mit etwas Mühe erreiche ich denn auch das Schiff und sitze hinten auf, wenngleich meine Sehfähigkeit schwindet.
Umgehend starten wir aufwärts, wobei ich allerdings das Gefühl habe, dass wir nicht wirklich fortkommen. Dennoch simuliere ich, dass aus der dunklen Void ein ferner Planet, eine andere Welt auftaucht, woraufhin ich mich auf einem Wiesenplatz (nördlich meines Elternhauses lokalisiert) unter nachtdunklem Himmel wiederfinde. Dort tummeln sich träumende Menschen, darunter Sara.
Erneut versuche ich nun von hier aus, senkrecht zu einer Himmelsreise durchzustarten, bleibe aber in einer dunklen Wolkenschicht knapp über den Hausdächern der Szenerie hängen. Dabei erhalte ich durch telepathischen Kontakt die Botschaft, dass ich von denen da unten – u.a. eben auch von Sara – festgehalten werde, da sie mich als Führer benötigen. Auf diese telepathische Information hin erfolgt eine sachte Blende ins Bett.
Da ich mindestens 5 Minuten brauche, ehe ich mich zum Schreiben aufraffen kann, beginne ich erst um 6:24 Uhr mit meinem Notizbucheintrag. Folglich muss es ganz kurz nach dem Abschluss der 60-Minuten-Vertiefung zu diesem Helltraum gekommen sein.

Auf schmalem Grat

Dieses Wochenende setze ich meine Experimente mit der Hypericum-Droge fort. Samstagmorgen wecke ich mich für 3:30 Uhr mit dem Wecker, nehme einen Esslöffel der Tinktur ein und stelle den Wecker für 4:30 Uhr, um der Substanz eine Stunde Zeit zur Entfaltung der Wirkung zu geben. Dennoch verschlafe ich es, um 4:30 Uhr mit der konzentrierten Einleitung der Fernblick-Methode zu beginnen. Trotzdem kommt ein intensiver, sehr heller Flugtraum zustande. Mit einem Fluggerät, das aus zwei mit einem schwebenden Rotor verbundenen Seilen mit Handgriffen besteht, fliege ich über eine äußerst beeindruckende Landschaft. Durch Drücken zweier roter Knöpfe an den Handgriffen kann ich den Rotor aktivieren, der mich geschwind und mühelos durch die Luft zieht. Das Gerät ist wie ein Lenkdrache durch Ziehen an den Seilen steuerbar. Südlich von Diedesfeld fliege ich in eine herrlich wilde Naturlandschaft hinein, eine moosbewachsene Ödnis, die ich überfliegen will, bis ich in südöstlicher Richtung auf die Landstraße Richtung Landau stoße. Auf meinem Weg achte ich zumeist darauf, nicht allzu hoch zu fliegen, doch als ich eine kreisrunde Vertiefung ohne sichtbaren Boden überquere, lässt sich die Flughöhe nicht mehr kalkulieren, was mir ein mulmiges Gefühl verschafft. Vor lauter Schauen drifte ich schließlich auf einen Bergrücken, auf dessen Gipfelgrat ich eine schmerzlose Bruchlandung hinlege. Fasziniert greife ich – über mir nur der blaue Himmel – in den bläulich gerandeten Schnee, der den einsamen, wohl um die 1500 m hohen Grat bedeckt. Ganz so einsam ist es jedoch nicht, denn von unten nahen Wanderer, darunter eine Frau auf Langlaufskiern und ein Mädchen, das mich an eines aus meiner ehemaligen ersten Klasse erinnert. Versehentlich löse ich einen Schneeklumpen auf dem Grat, der eine dritte Person links von mir, einen Mann, trifft. Der Schnee ist nicht hart und er nimmt es mir nicht übel.
Ich beschließe, zu meinem Ausgangspunkt zu starten. Zügig gleite ich zurück und komme auf ein Feriengelände, auf dem ich über einen gesplitteten Weg zu einer aus dunklen Holzbalken gefügten Hütte fliege, einem Unterstand, den ich hier als mein Quartier ansehe. Mit dem Rotor manövriere ich mich durch die oberen Querbalken ins Innere des Häuschens, eine fliegerische Geschicklichkeitsleistung, in deren Vollzug ich erwache.

Am Sonntagmorgen kommt es erneut zu einem stark intensivierten, durch seine wechselhaften Inhalte aber auch sehr ablenkenden Traumerleben, das durch seltsame Verdopplungen der Realitäten geprägt ist. Mehrmals bin ich im Astralzustand mit Versuchen beschäftigt, in diesen überzugehen, verkenne jedoch in der Vielzahl der ablenkenden Faktoren, dass ich diesen längst erreicht habe. Trotz mehrerer Anläufe bekomme ich keinen stabilen Zustand hin; auch die Hypnagogie verleitet extrem zum Abgleiten, da es u.a. akustische Wahrnehmungen gibt. Die Stimmen unsichtbarer Präsenzen stellen mir Fragen und konfrontieren mich mit Problemen, die mich von meinem Ziel abdrängen. Immer wieder muss ich mich selbst auffordern, diese Eindrücke zu ignorieren und bei der Sache zu bleiben. Gegen 8:15 Uhr breche ich die Vertiefungsbemühungen ab, da ich mir sicher bin, heute auf keinen grünen Zweig mehr zu kommen. Nächstes Wochenende werde ich die Dosis auf einen Teelöffel Hypericum verringern; eventuell hilft dies, Traumintensivierung und Fokussierungsfähigkeit in ein günstigeres Gleichgewicht zu bringen.

Hartheu als „Reisekraut“

Um 4:30 Uhr nehme ich einen knappen Esslöffel einer selbstangesetzten Johanniskrauttinktur ein und vertiefe mich in die Fernblickmethode mit dem Ziel, die lichtreiche Hypnagogie, wie man sie nach Einnahme von Hartheu erwarten kann, zu einem lichten Traum zu nutzen.

Es dauert etwas, bis die Wirkung einsetzt, aber tatsächlich sehe ich in der Meditation grau-weiße, sehr dynamische, teils pulsierende Lichteffekte über das Gesichtsfeld ziehen. Es wirkt wie ein verstärktes und weit beweglicheres Leuchten des Eigengraus; es sieht genauso aus, wie bei meinem ersten Versuch mit einem Johanniskrauttee, den ich aber vor dem abendlichen Einschlafen eingenommen hatte und daher dessen Wirkung nicht zu einem meditativen Triggern astraler Erlebnisse in den frühen Morgenstunden nutzen konnte.

Heute morgen gelingt es mir jedoch ganz natürlich, mich nicht auf das Lichtspektakel einzulassen, sondern mich auf das zu konzentrieren, was dahinter auftaucht! Lässt man sich auf hypnagoge Wahrnehmungen ein und beobachtet sie aufmerksam und interessiert, führt dies immer zum bewusstlosen Einschlafen!

Schließlich gelingen mir eine Reihe von Abhebungen in den außerkörperlichen Zustand, wobei ich mich teilweise im falschen Wachliegen in einem undefinierbaren Umfeld (dunkle Void) wiederfinde, teils aber auch den Eindruck habe, bei stark beschränkter Sehfähigkeit in einer Stadt zu sein, in der ich in einer engen Gasse zwischen Häusern gen Himmel starte.

Mehrfach hebe ich ab und lande wieder, übe den Start in den Flug, gerate an eine Zimmerdecke, an der ich herumtaste und dann, spielerisch schwebend, Hände und Füße gleichzeitig an die Decke bringe, was im halbschweren Schwebezustand gar nicht so leicht ist.

Als ich in den gewöhnlichen Wachzustand zurückkehre, ist es 7:10 Uhr.

Richtig und zum korrekten Zeitpunkt eingenommen erweist sich das Hartheu also tatsächlich als echtes „Hexenkraut“, dessen psychoaktive Wirkung, die meditativen Bemühungen unterstützend, als „Reisekraut“ zum Triggern außerkörperlicher Erfahrungen eingesetzt werden kann. Vielleicht wusste schon Carl von Linné davon und nannte das Johanniskraut nicht nur aufgrund der durchscheinenden Blattdrüsen „Hypericum perforatum“, also „über dem Bild“ ( hyper eikon) durchstoßen, perforiert, was ja genau dem meditativen Vorgang entspricht, hinter und durch die hypnagogen Bildwahrnehmungen zur Anderwelterfahrung vorzudringen!

Christian Rätsch lag jedenfalls daneben, als er sich entschied, das Johanniskraut nicht in seine „Enzyklopädie der psychoaktiven Pflanzen“ aufzunehmen (vgl. Rätsch, S. 24). Paracelsus nannte das Hartheu nicht umsonst ein „Arcanum, ein Universalmittel mit höchster Wirkkraft, eine Monarchei, der sich alle beugen müssen“.

Alien-OP, Teil 2

Vor 5 Uhr früh gerate ich aus einer traumreichen Phase heraus in den Zustand eines falschen Wachliegens. In der Rückenlage im Bett liegend, die Arme bequem zu den Seiten wie bei der Tiefenmeditation, drifte ich plötzlich nach links und erfahre dabei zudem eine seltsame Drehung im Raum. Es fühlt sich an, als würde mein Körper beim Abdriften zur Seite hin zugleich in einem Drittelkreis nach links um eine senkrechte Achse ungefähr auf der Höhe meines Bauchnabels gedreht. Als die seltsame Versetzungsbewegung beendet ist, befinde ich mich, dem Gefühl nach, in einem anderen Raum; ich bin gewechselt.
Durch die geschlossenen Augenlider bemerke ich grelles weißes Neonlicht von oben. Auch verspüre ich ein kribbelndes Gefühl in der gesamten linken Körperseite, im Arm, im Gesicht. Meine Interpretation läuft darauf hinaus, dass ich mich erneut in einer Situation befinde, in der es zu einer Begegnung mit außer- oder überweltlichen Wesenheiten kommen könnte, einer Kontaktaufnahme oder einer Alien-OP.
Entspannt und neugierig lasse ich mich auf die Sache ein und lasse geschehen, was kommen mag. Allerdings geschieht – gar nichts. Ich liege nur in tiefer Ruhe da. Keine Anwesenheit, keine Präsenz ist spürbar.
Schließlich öffne ich die Augen, um zu spitzen. Und es ist, als blickte ich ganz normal vom Bett aus halbrechts in mein nächtliches Schlafzimmer in Richtung Tür, wo durch einen Spalt Licht vom Flur hereinfällt. Es ist der ganz normale „OBE-Blick“ (wie ich es nenne); das passiert immer dann, wenn ich im Astralzustand willkürlich die Augen öffne. Damit ist aber auch der Anschluss an die andere Dimension, in die ich gedriftet war, wieder verloren. Leider verpasse ich es auch, mit einem RC zu überprüfen, ob ich wirklich erwacht bin oder mich nach wie vor in einem falschen Wachliegen befinde. Unklar also, ob ich von hier aus noch mal hätte zu einer Astralreise „weitergehen“ können oder nicht.

Leerer Raum in der Nebelwelt

Nach der Meditation um 5 Uhr heute früh erlebe ich mich in einem Traum, in welchem ich in Neustadt die Branchweilerhofstraße entlanggehe. Ich trage eine Jeansjacke mit weitem hohem Kragen, in dem ich meinen Kopf fast vollständig verbergen kann. Als ich an einigen Leuten links vorbeikomme, bemerke ich, dass ich mich zum Flug aufschwingen kann und werde klar.
In einem unspektakulären Szenenwechsel fliege ich nun die Adolph-Kolping-Straße unterhalb der Globuszufahrt entlang; die ganze Zeit über liegt die gesamte Szenerie in einem hellen grau-weißen Nebel.
Schließlich führt mich mein Flug in einen Raum, den ich als mein altes Kinderzimmer deute. Nur ist der mit hellem Teppich ausgelegte Raum vollständig leer; durch die Rollladenritzen fällt das weiße Licht eines hellen, aber bedeckten Tages herein. Meine Sicht ist nach wie vor schlecht und ich beschließe, einen Trick anzuwenden, den ich schon einmal erfolgreich angewendet habe. Ich will mich einfach rückwärts umfallen lassen und mich so in einen OBE-Zustand hineinbegeben. Bei vorherigen Versuchen lag ich dann rücklings in der astralen Kopie meines Bettes in meinem Schlafzimmer.
Diesmal klappt es aber nicht – nachdem ich mich rücklings umfallen ließ, spüre ich, dass ich den gegebenen Umraum nicht verlassen habe, sondern – Dunkelheit vor Augen – an der Wand des nämlichen Zimmers liege.
Nach Anwendung der Ausrollmethode finde ich mich zu meiner Verwunderung in exakt demselben leeren Zimmer wieder.
Kurzentschlossen will ich nun einfach diese Szenerie näher erforschen und vielleicht durch den Rollladen nach draußen fliegen. Zunächst probiere ich aber, mich am Ort haptisch zu stabilisieren und meine Sehfähigkeit zu verbessern, indem ich meine Arme abtaste. Leider kann ich mich trotzdem nicht halten und erwache zügig.