Die Schlichtwohnung

Meine heutige Astralprojektion bringt mich in eine sehr schlichte Wohnung; die Wände sind mit einer wasserabweisenden Farbe beige gestrichen; im Schlafraum steht ein einfaches, weiß bezogenes Metallbett. Alles ist im schlichtesten Standard gehalten, wie man ihn vielleicht noch in den 1950er oder 1960er Jahren in Deutschland antreffen konnte. Obwohl ich diese Wohnung nicht kenne, sehe ich sie ganz selbstverständlich als meine an. Auch eine kurz anwesende, völlig fremde Frau kommt mir innerhalb des Zustandes nicht fremd vor, ein Kontakt mit ihr unterbleibt jedoch. Ich führe in der Wohnung Flugübungen durch und bin mir des Astralzustandes völlig bewusst, habe aber gewisse Probleme mit der Stabilisierung an diesem Ort. Mein Blick trübt sich ein, so dass nur ein nebliges Sehen in Graustufen verbleibt. Als ich die Augen öffne, blicke ich aus meinem Bett nach links auf das Schlafzimmerfenster (mein reales Schlafzimmer bzw. dessen astrale Kopie). Nach Schließen der Augen gelingt es mir, mich in der Schlichtwohnung zu halten. Von dem weißen Bett aus starte ich zu einem weiteren Flug. Ich gleite durch einen Flur und durchfliege an dessen anderen Ende eine verkleidete Tür, hinter der ich das Schlafzimmer meiner Eltern vermute, da die Wohnung zumindest von Schnitt und Lage her dieser Unterkunft entspricht. Der Raum ist indes völlig dunkel; daher drehe ich um und durchfliege erneut die geschlossene Tür, wiederum ohne dass sich dabei ein Dimensionenwechsel ergibt. Ich bin noch immer in der besagten Wohnung und fliege zurück in das erste Zimmer. Dort kreisle ich in der Nähe des Fensters um meine eigene Achse, um mich in eine andere Umgebung einzublenden, doch der Erfolg bleibt aus. Ich komme weder woanders hin noch verbessert sich meine Sicht; das Öffnen der Augen führt zum selben Ergebnis wie beim ersten Versuch. Schließlich fliege ich durch den Rolladen am Fenster nach draußen. Im Freien steigert sich meine Sehfähigkeit schnell. Unter einem bedeckten Himmel schwebe ich auf der Höhe des vierten Stocks nördlich dessen, was mein Geist als den Wohnblock meiner Eltern gedeutet hat. Gleich in der Nähe, etwas südwestlich, tut sich ein Neubaugebiet auf, an dessen südlichem Ende noch die Fassade eines grauen Hochhauses steht. Als ich im weitem Bogen das Gebiet überfliege, erkenne ich, dass in den abgebrochenen Räumen noch Überreste des Mobilars der ehemaligen Bewohner gestapelt sind. Auch beschleicht mich das Gefühl, dieses Abbruchhaus schon einmal in einem anderen Traumzustand gesehen zu haben, kann das aber nicht näher zuordnen. Neugierig lande ich auf der Abbruchkante einer der obersten Wohnungen; die hinten gestapelten Stühle sind abgelebt und extrem schmutzig und schmierig. Vor mir auf dem weißen Bodenbelag sehe ich einen kleinen runden Kotfleck. In der Wohnung müssen sehr unhygienische Zustände geherrscht haben. Daher mache ich sofort kehrt und hebe wieder ab. Dabei spüre ich, wie ich den Anschluss verliere und endgültig ins Bett überblende. Das Erlebnis endet gegen 8:30 Uhr.

Die kosmische Küche

Nach zwei eher anstrengenden Arbeitswochen habe ich endlich wieder Muße zur Meditation. Ich starte mit der Absicht, eine luzide Astralprojektion zu unternehmen und (verbunden mit der Bitte um mehr Durchhaltevermögen) eine Verbindung zum Universum zu fokussieren.
Ich lande an einem schönen Ort, einem sonnigen, urlaubsgeeigneten Städtchen, wo ich die Straße entlang gehe und schließlich, entgegen meinem Ziel, in einem Waldgebiet lande. Ich gehe zurück, beginne irgendwann umherzuirren, bis ich genug habe und beschließe, mich von dieser Umgebung zu lösen.
Dazu schwinge ich mich zum Flug auf und gehe in eine Leere von hellgrauer bis weißer Textur über.
Dort wünsche ich mich schwimmend an einen herrlichen Ort, an dem ich auch etwas lernen kann. Das ändert aber nichts an der Void.
So bringe ich mich rücklings herunter aufs Bett und rolle mich, nach einem kurzen, etwas lahmen Aufstehversuch, nach rechts von der Matratze herunter. Ich lande auf dem mit graubraunem Teppich belegten Boden und entdecke dort meine Brille. Darüber wundere ich mich ein wenig, da ich beim Astralwandern noch nie meine Brille brauchte. Überhaupt sehe ich auch ohne sie scharf. Dennoch setze ich sie auf, ohne dass dies eine Verbesserung oder Verschlechterung meiner Wahrnehmungsfähigkeit bewirkt.
Erkundungs- und unternehmungslustig durchquere ich den Flur der elterlichen Wohnung (wieder bin ich hier gelandet) Richtung Wohnzimmer, um dort über den Balkon zu einem Ausflug zu starten, besinne mich dann aber eines Besseren.
Noch nie habe ich das Interieur dieser Wohnung im Astralzustand genauer unter die Lupe genommen. Das muss ich tun!
So gehe ich in die Küche, um dort alles genau zu begutachten.
Zuerst schaue ich mir die Küchenzeile an. Dort liegt auf der blank geputzten Herdplatte ein gewundener Busch schön rosa blühender Wicken und etwas weiter daneben ein riesiger, herrlich bunter Wildblumenstrauß. Dieses Arrangement scheint mir etwas über die Natur meiner Mutter aussagen zu wollen.
Jedenfalls kommt mir alles sehr echt, hell und irgendwie erfrischend vor. Es ist ein schöner, ruhiger Ort, der gute Gefühle und Erinnerungen weckt. Ich fühle mich, als wäre ich im wahrsten Sinne des Wortes zuhause angekommen!
Gegenüber, auf einer Anrichte, wo sich heute ein Apothekerschrank befindet, liegt ein kleines Sammelsurium von Gegenständen, von denen mir besonders ein kleiner Handzettel ins Auge fällt, auf dem mehrmals untereinander ein arabisch klingender Name vermerkt ist (Ali Akar oder so ähnlich). Der Name scheint mir mit einem ebay-Händler in Zusammenhang zu stehen, bei dem ich unlängst etwas bestellt hatte. Allerdings kann ich mir nicht erklären, was dieser Name in der Küche meiner Eltern verloren hat.
Das Erwachen erfolgt begleitend zu diesen Betrachtungen und Überlegungen.

Einige wichtige theoretische Erörterungen!

Ich bin im Pfälzerwald und gehe einen Weg hinunter, den ich noch nie benutzt habe, und hoffe, dass er mich nach Neustadt führt. Es geht an einem Hang zu meiner Linken gemächlich abwärts. Unten an der Fahrstraße wende ich mich nach rechts und passiere einen Sandsteintorbogen. Dahinter befindet sich eine höhlenartige Unterführung unter einer schattigen Felsnase. Die Unterführung kommt auf der anderen Seite an einem Hang mit einem herrlichen Ausblick über ein Tal heraus. Es ist ein wunderbarer Weg, den ich mir merken will!
In der Unterführung findet ein lebhaft besuchter Flohmarkt statt, der sich entlang des Hanges fortsetzt. Weiter vorne haben die Leute ihre Sachen sogar auf die Felsen über dem Abhang rechts ausgelegt. Ich muss über die sonnigen Felsen krabbeln, um weiterzukommen. Dabei fallen mir durch ein Missgeschick einige der Auslagen in die Tiefe. Letztlich gerate ich sogar mehr oder minder gezwungen ins Fliegen, um nicht selber über den Hang abzurutschen.
In der Meinung, ich bräuchte ihre Hilfe, um nicht abzustürzen, halten mich zwei oder drei hübsche junge Mädels (eines mit hellbraunem Haar und Sommensprossen) an den Handgelenken fest. Doch ich mache ihnen klar, dass das nicht nötig sei, da ich die Kunst der Levitation beherrsche. Zur Demonstration zeige ich ein Flugkunststück über der Menge, wobei meine Luzidität von mal zu mal ansteigt.
Schließlich wechselt die Szenerie in die der Wohnung einer älteren Frau, wo ich noch ein wenig umherfliege, bis mich das Erwachen einholt.

Obgleich es sich heute nur um ein kleines, vergleichsweise unbedeutendes Projektionserlebnis handelt, hat es für mich dennoch eine große Bedeutung.

Es bestätigt einige wichtige theoretische Überlegungen, die ich gestern zu einem Abschluss bringen konnte.

In deren Folge war ich heute Morgen zu meiner üblichen Zeit (gegen 4:30 Uhr) mit einer eindeutigen und widerspruchsfreien Zielangabe in die Praxis gegangen: „Ich unternehme eine luzide Astralprojektion (bzw. einen luziden Besuch in der Astral- oder Anderwelt)! Ich bin luzid, vollkommen bewusst!“ Daraufhin ging ich mit der Fernblick-Methode in den Prozess.

Dass es auch nach Jahren immer wieder zu Schwierigkeiten mit dem Projizieren kam, gab mir sehr häufig zu denken. Bewusst war mir die Tatsache, dass es u.a. an klar und unmissverständlich formulierten Zielvorstellungen haperte: Wenn ich mein Ziel nicht klar und präzise genug formuliere, darf ich mich nicht wundern, wenn ich mein Ziel verpasse! Was genau dabei mein Problem war, wurde mir aber erst gestern deutlich.

Um eine klare Begriffsdefinition zum Zweck einer wirklich unmissverständlich formulierten Zielangabe zu gewinnen, müssen m. E. vier unterschiedliche Bewusstseinszustände in aller Deutlichkeit voneinander abgegrenzt werden: das alltägliche Wachbewusstsein, der Traum, die Astralprojektion und die luzide Astralprojektion. Im Erleben kann es zwischen ihnen freilich zu gleitenden Übergängen kommen.

Die letzten drei sind gegenüber dem Alltagsbewusstsein veränderte Bewusstseinszustände (altered states of consciousness):

Traum: Man befindet sich in der Astralwelt, ist aber völlig in unbewusst vorgegebene Themen und Geschichten der eigenen Psyche versponnen, sodass freies und themenunabhängiges Handeln unmöglich ist (starke Verhaftungen). Der gewöhnliche Zustand, der nur selten spontan, aber durch bewusste Entscheidung aufgebrochen werden kann.

Astralprojektion: Man ist in der Astralwelt und verfügt über eine größere Freiheit hinsichtlich der eigenen Entscheidungen; die Verhaftung an irgendwelche vorgegebenen Themen und Geschichten ist verringert; man kann umhergehen und umherfliegen, ohne indes über den eigenen Zustand orientiert zu sein (unbewusste Astralwanderung). Wird durch erfahrene Astralprojektoren häufig auch ganz spontan erlebt oder wenn das eigentliche Ziel der Luzidität, also der luziden Astralprojektion, nicht ganz erreicht wurde.

Luzide Astralprojektion: Man ist in der Astralwelt und über den eigenen Astralzustand voll orientiert; man weiß: „Ich bin astral!“ (d.h. ich bin mir bewusst, momentan nicht mehr mit dem physisch-materiellen Körper identifiziert zu sein, sondern erlebe mich auf eine andere, gewissermaßen immaterielle Ebene verlagert); das Ich-Bewusstsein vermag frei und selbstbestimmt zu überlegen und zu entscheiden, was nun zu tun ist! Zustandskontrollen erfolgen über RCs; sie dienen der Feststellung, ob man gerade physisch oder astral ist, was nicht immer leicht eruiert werden kann. Dieser Zustand ist das eigentliche Ziel des Astralprojektors in präziser Forumlierung: die luzide Astralprojektion.

Darüber hinaus musste ich mir die Implikationen der anderen Begrifflichkeiten verdeutlichen, die ich bisher sehr gerne und häufig als beliebig austauschbare Synonyme zur Benennung des Phänomens „Astralprojektion“ genutzt habe!

Luzider Traum: Hierbei handelt es sich um eine psychologische Begriffsbildung; sie ist unpräzise und in sich widersprüchlich, da das Wort „Traum“ den unluziden Zustand innerhalb der Astralwelt beschreibt. Folglich umschreibt die genannte Begriffsbildung im Wortsinn eine „luzide Unluzidität“! Nicht weniger problematisch: „Klartraum“, was im Grunde – ebenso widersinnig, verwirrend und irreführend – so viel wie „klare Unluzidität“ oder „klare Unklarheit des Bewusstseins“ im Astralzustand bedeutet! Es liegt auf der Hand, dass dies das glatte Gegenteil einer sinnvollen Definition ist und dass Zielangaben wie „Ich will luzid träumen!“ oder „Ich möchte einen Klartraum!“ das Unterbewusstsein mit völlig widersinnigen, sich gegenseitig negierenden Impulsen und Botschaften konfrontieren. So erweisen sich bereits die grundlegenden Begriffsbildungen der Psychologie als hochgradig ungeeignet. Sie können eine bedeutende Behinderung auf dem Weg zum Erlernen luzider Astralprojektionen, aber auch für erfahrenere Projektoren darstellen.

OBE (out of body experience, außerkörperliche Erfahrung, AKE): eine parapsychologische Begriffsbildung, die besagt, dass „Etwas“ den Körper verlasse und in der physischen Umgebung auf Exkursion gehe; die Existenz anderer Bewusstseinsebenen wird negiert. Dieses parapsychologische Konzept gilt inzwischen als obsolet, da sich die Astralprojektoren im Wesentlichen einig sind, dass bei einer Projektion nicht die physische Ebene besucht wird, sondern andere Bewusstseinsebenen, die zwar astrale Äquivalente zu physischen Gegebenheiten, z.B. das Schlafzimmer, aufweisen können, die davon aber klar verschieden sind!

Astralreise: ebenfalls kein hinreichend klarer Begriff, da einerseits solche „Reisen“ sowohl bewusst als auch unbewusst erlebt werden können, andererseits der Begriff den zielverwirrenden Eindruck einer effektiven Ortsveränderung im Sinne einer Reise im Raum suggeriert. Doch gibt es bei der Astralprojektion keine physische Ortsveränderung, sondern eine Zustandsänderung des Bewusstseins!

Ich hätte es in dieser Form nie gedacht, aber es scheint tatsächlich so, dass es der Erreichung eines Ziel extrem abträglich sein kann, wenn dabei mit Begrifflichkeiten gearbeitet wird, die missverständliche oder sachlich falsche Aspekte aufweisen.

Daher denke ich, dass ich meine bislang sehr laxe Auffassung, die Begriffe der sogenannten „Klartraumforschung“, der Parapsychologie und der Esoterik seien austauschbar und ihre Unterscheidung letztlich nichts als Haarspalterei, gründlich revidieren und korrigieren muss!

Als zulässige, weil auch eindeutig und widerspruchsfrei voneinander abgrenzbare Begriffe bleiben mir im Grunde nur „Traum“, „Astralprojektion“ und „luzide Astralprojektion“. Anwendbar dürfe auch „unbewusste Astralwanderung“ sowie „bewusstes Astralwandern“ bleiben, da diese Formulierungen ja nur phänomenologisch durchaus korrekte Beschreibungen des in der Astralwelt tatsächlich oft praktizierten Erkundens durch Umhergehen bzw. Umherfliegen darstellen. Alle anderen Begrifflichkeiten werde ich soweit es eben geht meiden, um Zielverwirrungen und Konfusionen in meinem Unterbewusstsein möglichst zu eliminieren.

Normalerweise ist es nicht meine Gewohnheit, meinen Blog mit umfangreichen theoretischen Erörterungen zu füllen, aber diesmal war es, glaube ich, einmal wirklich wichtig!

Diana

Am fortgeschrittenen Nachmittag mache ich mich mit M. auf den Weg, einen Berg an der Haardt zu ersteigen. Ich bin zu Fuß unterwegs, M. jedoch eilt mir, zeitweise das Vorderrad hochreißend und auf dem Hinterrad fahrend, auf einem Mountainbike den Asphaltweg voraus und ist bald nicht mehr zu sehen.
Ich indes kehre in eine Art Bergstation am Fuß des Gebirges ein, denn scheinbar muss man für das Gipfellokal mindestens 5 € berappen.
Im Inneren des Gebäudes stehe ich schließlich an einer Glasscheibe und blicke in den davorliegenden Flur.
Da fällt mir eine junge blonde Frau auf. Ich blicke sie an, sie erwidert den Blick, tritt näher, so nah, dass sie ihr mit kleinen Mitessern besetztes Knollennäschen fast an der Scheibe platt drückt. Durch die Scheibe hindurch fragt sie wortlos (reine Telepathie), ob wir uns kennenlernen wollten.
„Warum nicht?“, gebe ich zurück und komme um die Scheibe herum nach draußen auf den Gang zu ihr.
Zusammen gehen wir den Flur entlang; er ist schmal, so dass ich hinter ihr gehen muss.
Dabei fällt mir ihr kindlicher Körperbau auf, den ich, wie mit einem Röntgenblick, durch ihre Kleidung hindurch klar bis auf die Einzelheiten der Haut erkennen kann. Ihrem Körper fehlen noch die weiblichen Rundungen und kurz wundere ich mich darüber. Im der Astralwelt ist es jedoch normal, dass Körper nicht immer der physischen Form perfekt entsprechen, manchmal sind sie rudimentär entwickelt, gelegentlich wirkt man jünger als man in der physischen Realität ist.
Im Vorraum umarmen und drücken wir uns. Nebenbei überprüfe ich kurz mein eigenes physisches Erscheinungsbild, indem ich an mir herunterblicke. Dort sehe ich meinen normalen Körper; Beine in dunkelblauen Jeans, meine neuen Turnschuhe.
Alsdann meint sie kurzangebunden, jetzt hätte auch sie einen Mann. Und es klingt ein bisschen so, als hätte sie eine Weile lang Ausschau gehalten und sich nun ganz spontan entschieden. Wie meine allererste Freundin scheint sie diesbezüglich offenbar von der ganz schnellen Truppe zu sein.
Während wir uns zu einem Sofa begeben, will ich überhaupt erst einmal ihren Namen erfahren.
„Diana“, antwortet sie und eher wirr als schlagfertig vergreife mich gleich mit einer von Halbwissen diktierten Replik:
„Wie die griechische Liebesgöttin!“
Auf dem Sofa kuschelnd möchte ich sodann noch herausfinden, wie alt meine Gespielin denn nun eigentlich ist.
Es kommt unverwandt heraus, dass sie erst 16 ist, was mir ein wenig zu denken gibt.
Schließlich begeben wir uns nach draußen und laufen die Betontreppe vor dem Gebäude herunter.
Von ihrem geringen Alter etwas irritiert interessiert es mich, was sie wohl in mir sieht, und frage sie, wie alt sie mich schätze.
„39“, antwortet sie wie aus der Pistole geschossen. Es scheint ihr also völlig klar zu sein, dass sie hier mit jemandem anbandeln möchte, der mehr als 20 Jahre älter ist als sie!
„Das Doppelte von dir ist richtig: 38“, gebe ich zurück. „Ich habe genau heute Geburtstag.“
Nach einigen Schritten, die wir, Arm in Arm, unter dem blauen Himmel nach links von der Treppe ab weitergehen, erfolgt das Erwachen. Traumende kurz nach 5 Uhr.
Erst im Nachhinein fällt mir auf, dass ich bei diesem „Traumdate“ nur Quatsch von mir gegeben hatte: 16 plus 16 gleich 38! Und Diana als Liebes- und nicht als Jagdgöttin! Immerhin war mein Gegenüber so jung, dass es das wohl gar nicht bemerkt und gar nicht so sehr auf die Worte geachtet hat.
Jedenfalls war es ein bemerkenswertes Erlebnis mit nach und nach ansteigender Luzidität. Interessant ist auch, dass diese Erfahrung eine quasi unmittelbare Antwort auf mein gerade gestern Abend nochmals überdachtes Vorhaben war, die Astralwelt nach meiner Wesensverwandten auszukundschaften.

Schabernack

Heute wieder ein sehr prolongierter Klartraum. Um 4:30 Uhr wurde mit der Einleitung begonnen; Ende um 6:16 Uhr.
Ich fand mich, zunächst unluzid, in einem großen Bungalow wieder, überprüfte irgendwann meinen Zustand mit einem RC, der aber negativ ausfiel. Dennoch hatte ich irgendwie das Gefühl loslegen zu können und legte eine Flugprobe ein, die sogleich für Klarheit sorgte.
Umgehend wollte ich mit der Klärung jener existenziellen Frage fortfahren, die ich schon gestern am liebsten dem Doppelgänger gestellt hätte.
So wünsche ich mir einen weisen Gesprächspartner herbei.
Eine Art männliche Putte mit krausen Blondhaaren und kleinen blauen Augen erscheint mir und empfiehlt mir dazu jemanden, der in das Papier eine Chipstüte (!) wie in einen Umhang gekleidet in Erscheinung treten werde.
Gleich darauf erhalte ich tatsächlich eine längliche Chipstüte, die in meinen Händen erscheint. Im Umherschweben im Inneren des Hauses gelange ich mehr oder minder gleichzeitig in einen leicht dämmrigen Flur, wo eine junge Frau mit dunklem Haar, dunkelbraunen Augen und braunem Teint die Tür eines Zimmers öffnet, um eine der dort in einer kleinen Gruppe wartenden Personen einzulassen – es scheint sich um die Warteschlange vor dem Behandlungszimmer einer Heilerin oder Schamanin (?) zu handeln.
Ich verweile nur kurz am Rande der Wartegruppe und ziehe mich dann, die Chipstüte öffnend und meine Fragen in die Öffnung hineinsprechend, in einen größeren angrenzenden Raum zurück. Irgendwie weiß ich ganz von selbst, dass so zu verfahren sei.
Anschließend halte ich die Öffnung der Tüte an mein rechtes Ohr und fliege lauschend in langsamen weiten Kreisen in dem Raum umher.
Tatsächlich tönt aus der nicht etwa mit Chips, sondern mit einer popcornähnlichen Masse gefüllten Tüte eine salbungsvolle weibliche Stimme hervor, die mir u.a. verkündet, meine Sache sei bei Gott, auch bei „Maria“ und „Allah“, gut angenommen, zudem hätte ich „Trump“ nur an einer Stelle zugestimmt …
Das mehr und mehr sich ausdehnende Gerede enttäuscht mich zunehmend, denn es ist einfach nur das Gewäsch einer billigen Jahrmarktswahrsagerin, das nicht einmal ansatzweise auf meine Fragen eingeht. Am Ende höre ich nur noch mit halbem Ohr zu und bin froh, als das Popcorn der wertlosen „Instantwahrsagetüte“ ausgelaugt ist und die Stimme nichts Weiteres mehr zu sagen hat. Verdrossen stelle ich fest, dass ich nichts von Bedeutung erfahren habe.
Dennoch will ich nicht aufgeben; der luzide Traumzustand ist stabil genug, um fortfahren zu können. Entschlossen quetsche ich mich durch die Außenwand des Bungalows, sie leistet mir nur kurz einen etwas härteren Widerstand, ins Freie. Unter dem frühmorgendlich blauen Himmel, hinter mir geht wohl gerade die Sonne auf, pausiere ich kurz auf der umgelegten Rückbank eines Kombis und kämpfe einen Moment mit der Enttäuschung, die ich soeben erlebt habe. Für einen Moment taucht ein junger Soldat in Tarngrün am Wagen auf. Offenbar gehört das Fahrzeug ihm.
Schließlich raffe ich mich auf und fliege weiter in eine herrliche Landschaft hinein. Es handelt sich um eine Wiese an einem Waldrand.
Dort begegnet mir sogleich eine Art orientalischer Jägersmann! Er trägt einen Anzug aus bräunlich-olivgrünem Filz mit vielen Taschen, eine Flinte über der Schulter und einen roten Topfhut mit weißem Rand. Vom Gesicht her könnte er vielleicht türkischer Herkunft sein. Ihn frage ich ohne viele Umschweife, wo ich die weiseste Person dieser Welt finden könne. Doch der Jäger reagiert abweisend und geht, ohne auf mich einzugehen, nach rechts weiter eine überdachte hölzerne Treppe, wie im Märchen ist sie stellenweise mit weißen Pilzhüten bewachsen, in ein bewaldetes Tal hinunter.
Weiter hinten am Waldrand entdecke ich in diesem Augenblick eine weitere Person und mache mich auf, diese zu befragen.
Doch in diesem Moment gehe ich ins Erwachen über.
Im Wachen fühle ich mich sehr ernüchtert, weil ich rein gar nichts in meiner Sache erreichen könnte. Es fühlt sich regelrecht so an, als hätten sich die Helfer hier diesmal einen rechten Schabernack mit mir erlaubt.

Der mysteriöse Raum

In einem kleinen Café ärgere ich mich mit einer Kuchenverkäuferin herum, die behauptet, ich hätte ein Stück Kuchen verzehrt, das für einen anderen Kunden reserviert gewesen sei, und verlangt doch glatt 300 € für dieses „Vergehen“ von mir! Letztlich wird es mir zu blöd. Die dumme Kuh kennt doch meinen Namen nicht, denke ich, und mache mich eilends durch die Glastür davon. Draußen herrscht ein angenehmer Tag irgendwo in einer Innenstadt. Ich suche mich unter die Menschen zu mischen und entschließe mich sodann, durch eine hohe gräulich-braune Holztür zu treten, die ich an der Ecke seitlich eines schmalen Platzes entdecke. Nach meiner Auffassung führt sie in die Bibliothek dieser Stadt. Drinnen bringe ich mich mit kräftigen Armschwüngen am Treppenaufgang vorbei nach oben und klare dabei auf. Ich gelange in einen Raum mit graubraunen, fensterlosen Holzwänden und steige bis zu dessen gewaltig hoher Decke auf. Dort treffe ich auf ein großes lamellenbestücktes Oberlicht, durch das, von der linken Seite her, weißes Tageslicht in den Raum fällt. Durch die Höhe und die gewaltigen Dimensionen empfinde ich den mysteriösen Raum irgendwie als majestätisch. Diesen Gedanken im Kopf drehe ich ein halbe Runde unter der Decke und komme zu einem kistenförmigen Absatz, an dem ich für einen Moment das Gefühl habe, die Szenerie würde um 180° kippen und ich befände mich mit einem Male nicht mehr an der Decke, sondern am Grund dieses seltsamen Raumes. Einen Sekundenbruchteil später stellt sich indes wieder die alte Orientierung ein und, mein Spiel fortsetzend, lasse ich mich von dem hölzernen Absatz in undefinierbarer Höhe immer weiter in die Tiefe und Dunkelheit gleiten, bis ich schließlich aufwache. Es ist ca. 6:20 Uhr.

Der mythische Wolf beim alten Friedhof

Auf einem von vielen Menschengruppen bevölkerten Wiesengelände, das eine eigentümliche Mischung aus Freifläche und Halle darstellt, fliege ich unter einer Art niedrigen Unterführung hindurch und passiere dabei eine beeindruckende Gruppe junger Afrikanerinnen in traditioneller Gewandung und Chinesen mit roten Strohhüten. Im Flug erlange ich allmählich Klarheit.
„Da bin ich wieder!“, bestätige ich mir selbst und denke daran, Mayfield zu sprechen, ohne dass dieser Gedanke weitere Konsequenzen hätte. Seine Präsenz stellt sich nicht ein.
Ohnehin bin ich von der Umgebung so fasziniert, dass ich sie gern näher erkunden möchte. Links in einer alten Bretterverschalung aus dunklem, verwittertem Holz entdecke ich zwei große freie Astlöcher. Ich fliege näher heran und sehe, was sich jenseits der Wand befindet. Gleich dahinter blicke ich auf die Oberseite eines pipelineartigen rostigen Rohres; dahinter erstreckt sich ein breiter Wiesenstreifen mit hoch aufgeschossenen Kräutern und Gräsern; sie sind trocken und sonnenbeschienen unter dem sommerlich blauen Himmel. Hinter dem Wiesenstreifen erstreckt sich ein uraltes Friedhofsgelände; hohe Grabkreuze aus Sandstein ragen zwischen alten Bäumen auf; triumphbogenähnliche Bauwerke aus rotem Sandstein stehen parallel zu meiner Blickrichtung auf dem imposanten Gelände. Sofort beschließe ich, dieses Gebiet eingehender zu untersuchen. So klettere ich über den schmalen Metallrahmen eines plötzlich aufgetauchten Fensters und steige über der Kräuterwiese in die Höhe.
Zu meiner Linken erscheint ein weißes Tier, das ich zunächst für eine Art Einhorn halte. Davon lasse ich mich aber nicht ablenken, sondern halte auf den alten Friedhof zu, der als Streifen direkt auf dem Rand einer Anhöhe liegt. Man hat einen weiten Blick auf die sommerliche Rheinebene. Gerade will von der schmalen Seite her in das Grabmalgelände einfliegen, als sich das weiße Tier, das ich jetzt ganz klar als Wolf erkennen lässt, unter mir hektisch einen Weg zu mir herüber bahnt. Das Tier springt auf und ab und macht Anstalten, als wolle es mir unbedingt etwas mitteilen bzw. mich warnen. Ich gehe zwar runter, fühle mich aber nach wie vor völlig unbesorgt; ich bin mir gewiss, dass mir hier nichts geschehen kann. So fliege ich rückwärts in das dämmrige Gebiet zwischen den Bäumen und Grabmalen ein, verschwinde dann total in grauer Dunkelheit und finde mich sodann erwacht im Schlafzimmer wieder. Das Erlebnis endet um 7:22 Uhr. Womöglich wäre es besser gewesen, auf den Wolf zuzugehen und ihn anzuhören. Vielleicht war es ja auch ein Bote von Mayfield, den ich nun verpasst habe.

Ritt in die Sonne und eine weitere OBE

Ich befinde mich auf einer Autofahrt und durchfahre irgendein hübsches Dorf in der Südpfalz, enge Straßen, sehr schmale Bürgersteige und gedrängte Bebauung mit gepflegtem Gesamteindruck.
Auf einem Schild mit mehreren Stadt- und Dorfnamen steht zuoberst Herxheim und eine Entfernungsangabe von 21 km. Beim Fokussieren der Aufschrift werde ich bewusstseinsklar und bemerke, dass ich denselben Traum wie gestern Nacht träume, und weiß daher im Vorhinein, was weiter geschehen wird. An einer Querstraße angekommen biege ich links in eine große Helligkeit wie von purem Sonnenlicht ab, wobei sich die begebene Szenerie gänzlich auflöst, matt und grau wird. Nun habe ich das Gefühl, Rad zu fahren und schwer in die Pedale zu treten, und versuche, mich voll auf dieses Gefühl einzulassen, um den Klartraum zu halten. Das physische Gefühl erstarkt indes. Noch innerhalb des Traumes führe ich einen RC durch, der bereits negativ auffällt. Es ist gegen 7:30 Uhr, als alles vorbei ist.
Anbei noch kursorisch der Anfang eines recht intimen Erlebnisses, das auf den Morgen des 11.02.17 (Ende 5:38 Uhr) datiert.
Diesmal komme ich ganz direkt astral zu Bewusstsein und kann mich in der Dunkelheit aus der liegenden Position herausdrehen und mich in der Nähe des Schlafzimmerfensters auf die Füße bringen. Zielstrebig und festen Schrittes, um die Zustandskontrolle und Stabilisierung zu sichern, gehe ich hinüber ins Arbeitszimmer und gewinne dabei schnell eine stabile Sehfähigkeit. Allerdings finde ich mich eben nicht in meinem Arbeitszimmer im OG wieder, sondern in einem etwas abgewandelten und weitgehend leeren Raum im EG. An den Verandafenstern ist der Rollladen heruntergelassen und als ich ihn hochziehe, blicke ich auf einen grell bunten Zirkuswagen; knalliges Geld und Rot unter dem hellen und weiß bedeckten Himmel stechen hervor. Bei einem zweiten Blick in den Garten hat sich die Situation geringfügig geändert. Dort sitzen nun zwei mir unbekannte grauköpfige Männer an einem runden Gartentisch (unbekannt, aber in dieser Traumwelt doch wie Verwandte bekannt!). Zugleich ist irgendwie auch ein jüngerer Mann im Raum zugegen, zu dem aber kein Kontakt zustande kommt. Überhaupt findet keine Interaktion mit den anwesenden Männern statt, da ich in diesem Traumzustand entgegen der beschriebenen Äußerlichkeiten stark erotisiert bin und mich daher anderen Dingen zuwende, die mich bis zum Ende dieses Klartraums beschäftigen …

Eine Bauchrednerpuppe

Seit Sommer habe ich mich darauf verlegt, tagsüber zu meditieren und die etwas mühsameren bewusstseinsverändernden Übungen in der Nacht bzw. am frühen Morgen sein zu lassen. Infolgedessen sind die Klarträume seltener bzw. so kurz geworden, dass sie wenig berichtenswert sind.
Erst heute Morgen gab es spontan ein etwas ausgedehnteres Erlebnis.
In einem leeren Haus, meinem eigenen verwandt, aber traumtypisch abgewandelt und verfremdet, werde ich luzid und gehe die Treppe nach unten.
Neugierig öffne ich die Tür zu einem Kellerraum, der aber stockdunkel und uninteressant ist. Ich wende mich ab und schaue mich im Untergeschoss um. Es ist leer. Die Lichtverhältnisse erwecken den Anschein, als würde draußen ein bedeckter Tag herrschen. Meine Sehfähigkeit ist sehr schwankend; immer wieder entgleite ich in die Dunkelheit, sodass ich mir mit traumstabilisierenden Techniken aushelfen muss. Schließlich entscheide ich mich, einfach durch die Zwischendecken des Hauses nach oben aufzusteigen.
Mühelos durchfliege ich Zimmerdecken und Fußböden und gelange ins Dachgeschoss, wo die Stabilisierungsübungen schließlich zu greifen beginnen und sich ein stabiler optischer Eindruck manifestiert. Kurz drücke ich mein Gesicht in einen schrägen Dachbalken; mein Gesichtsfeld verdunkelt sich. Als ich es wieder herausziehe, habe ich einen unveränderten Blick in das Dachzimmer. Die Stabilisierung hat also funktioniert.
In der Dachkammer stehen etwas wahllos Möbel herum. Es macht den Eindruck, als hätte ein Kind sein Puppenhaus eingerichtet.
Besonders seltsam erscheint mir eine Art Kreuzung aus Puppe und Kleinkind. Das Wesen steht mitten im Raum auf einem Stuhl und stützt sich mit beiden Händen auf die Rückenlehne. Ich greife es unter den Achseln und hebe es an. Es hat ein dickes, rundes Gesicht mit kleinen hellblauen Augen; Nase und Mund fehlen. Trotzdem spricht das Wesen zu mir – und zwar aus seinem Bauchnabel, der sich dabei wie ein Mund öffnet und schließt!
Was es mir sagen will, begreife ich nicht. Es scheint sich nur um wirres Zeug zu handeln, das ich nicht nachvollziehen kann.
Verwirrt blicke ich mich um; mein Blick fällt auf einen niedrigen Schrank mit in Leder gebundenen Büchern mit Goldschnitt. Kurz muss ich an die Annahme der Esoteriker denken, dass diese eigentümliche Welt die Existenzweise sei, in der wir uns nach dem Tod wiederfinden! Ein Gefühl der Fremdheit und Sinnleere überkommt mich angesichts dieses Gedankens, denn nichts besitzt hier Beständigkeit, Verbindlichkeit und Bedeutung. Hier gibt es nur, was man sich selbst erschafft, wofür man sich mit voller Bewusstheit entscheidet!
Vielleicht, so überlege ich, kann mir mein Paredros Mayfield bei der Frage helfen, wie ich mit der Seinsweise in der Anderwelt umgehen soll? Ich rufe ihn, spüre aber irgendwie, dass diese Kontaktaufnahme heute nicht mehr klappen wird. Denn unmittelbar auf meinen Ruf falle ich in die dunkle Void und erlebe einen sehr langsamen Übergang in mein Schlafzimmer.
Es ist 8:17 Uhr.

Der Gasthof

Während eines längeren Flugtraum, der u.a. an der Einmündung Stettiner- und Breslauer Str. in Neustadt spielt, werde ich, nachdem ich die Straße in südlicher Richtung entlanggeflogen war, vollluzid und fliege in nordwestlicher Richtung auf eine weite unbebaute Ebene hinaus. Die Sonne ist gerade untergegangen und der atmosphärische Glanz einer Abenddämmerung im hochsommerlichen August liegt über der Landschaft. Goldgelbe Stoppelfelder, von schmalen Grasstreifen getrennt, liegen tief unter mir im abendlichen Halbschatten. Im Brustschwimmstil treibe ich mich einigermaßen schnell voran, einem großen Gebäude zu, das bereits im Schatten liegend auf dem Ausläufer einer Anhöhe in der Ferne zu sehen ist. Ich überlege, ob ich das Gebäude noch erreichen kann oder ob ich landen soll, um die Landschaft unter mir zu erkunden. Was allerdings sollte es mitten auf dem Acker zu entdecken geben? So beschließe ich, mich weiter bis zu dem Gebäude, einer Art Schloss oder Burg, vorzuarbeiten.
Tatsächlich erreiche ich das Gebäude unerwartet zügig. Es stellt sich als Gasthof heraus, aus dessen hohen kassettenverglasten Fenstern einladend helles und warmes Licht nach draußen fällt. Durch eine Holztür mit Glaseinsatz, dem Stil nach genau den Fenstern entsprechend, betrete ich den Vorraum des Gasthauses, wo mir sofort ein Herr mit schwarzem Überwurf entgegen tritt. Mit seinem Hut, seiner Barttracht und der altertümlichen Kleidung sieht er wie eine Amtsperson des 17. Jahrhunderts aus, obgleich ich hier definitiv nicht in eine andere Zeit versetzt bin, da das Innere des Gasthauses offenkundig mit elektrischem Licht erhellt ist.
Höchst entgegenkommend und freundlich geht mir der Herr entgegen und offeriert mir umgehend eine Willkommensspeise. Ich wundere mich, ein Entree angeboten zu bekommen, ehe die Angebote und Preise in diesem Restaurant überhaupt geklärt sind. Wie sich herausstellt spricht er nur französisch und so radebreche ich mit Handzeichen und meinen wenigen erhaltenen Brocken Schulffranzösisch, um die Bezahlung zu klären.
Der Herr winkt nur lächelnd ab, auf eine Bezahlung scheint es in diesem Gasthof mitnichten anzukommen! Stattdessen öffnet sich die Tür zum Hauptraum und eine Platte mit Zitronensorbet wird herausgereicht. Ich habe mir gerade das schönste Sorbet herausgesucht, als ich erwache. Es ist 5:54 Uhr.