Avalon

Nach der meditativen Vertiefung irre ich in meinem umgebauten und offenbar umfänglich sanierten Elternhaus umher. Ich wundere mich über ungleichmäßige Treppenstufen und finde im 4. Obergeschoss einen Wandelgang mit abzweigenden Fluren vor (wie in einer Hotelanlage). Hier suche ich die Wohnung meiner Eltern und stoße – nach Süden (?) hinaus – auf einen langen Flur mit einem sich über dessen gesamte Länge erstreckenden Panoramafenster. Mir unbekannte ältere Leute bevölkern die Szene, die sich hier offenkundig auch erst neu orientieren müssen. Mit Blick auf das weite Panorama vor dem Fenster werde ich schlagartig luzid, denn ich erkenne das Sommerland, das sich weit und tief unter mir ausbreitet. Ich überprüfe den Stand der Sonne, die tatsächlich gleißend hell, aber nicht versengend im Zenit steht. Ihr Licht lässt helle Häubchen von Sonnenreflexionen auf Baumspitzen u.a. leuchten. Mir wird klar: Hier haben wir Avalon, den keltischen Apfelgarten, das Land der Ewigen ohne Ort und Zeit, in dem die Sonne immer senkrecht steht wie auf der Insel der Kirke oder der Kalypso!
Ich fliege durch das Fenster und über eine hohe Baumfront unter mir hinweg und blicke auf das sich vor und tief unter mir liegende, sanfthügelige Land mit grünen und goldgelben Feldern und einem lebhaft blauen See im herrlich goldenen Sonnenlicht. Gut ist, dass sich beim Passieren der Scheibe kein Dimensionswechsel ergeben hat; schlecht ist, dass sich die Stabilität herabsetzt, was ich durch Händereiben über dem Kopf zu korrigieren versuche. Leider mit wenig Erfolg. So versuche ich so viel als möglich von den Eindrücken und der Kraft hier in mich aufzunehmen, doch die Sicht entzieht sich mir alsbald in Unschärfe und schließlich verschwindet der optische Eindruck gänzlich. Mit hypnagogen Lichteffekten vor Augen erfolgt ein hochenergetisiertes Erwachen. Es ist 6:12 Uhr. Übungsbeginn kurz nach 5 Uhr.

NY

Hier ein spontaner luzider Traum von gestern früh (31.01.19):
Auf einer kleinen Insel vor New York werde ich in einem großen Flachdachgebäude (einer Mischung aus Hotel, Kauf- und Einrichtungshaus und Basar) luzid; in den hellen Räumen und breiten, flachen Treppenaufgängen fliege ich unter der Decke entlang.
Nach einigen kleinen Angebereien gegenüber den Leuten im Haus beschließe ich, die Zeit zu nutzen, um NY von oben zu erkunden.
Dazu fliege ich aufs Dach, um mir meinen Ausgangspunkt gut einzuprägen; das Gebäude zählt zur „Mavi“-Kette, deren Logo ein quadratisches Schild mit ineinander verschachtelten orange-gelben und roten Quadraten mit einem kleinen roten Quadrat in der Mitte ist.
Nun fliege ich aufwärts und stelle fest, dass das in dieser astralen Umgebung auf einer Felsenküste thronende NY aus Stapeln von Getränkekisten aus knallgelben und vielfältig bunten Plastik besteht, die die Skyline mit den Wolkenkratzern formieren!
Noch hoffe ich, einen Zugang zu einem realistischeren NY zu finden und fliege dabei in eine faszinierende und bizarre Felsenlandschaft auf jener der Küste vorgelagerten Insel hinein. Von dort will ich hinüber nach NY starten. Doch nun bemerke ich, dass die Großstadt gänzlich verschwunden ist.
Stattdessen breitet sich eine völlig andere, fantastische Dimension vor mir aus: eine besiedlungsfreie Steilküstenlandschaft mit vielfältigen Sandsteinformationen. Immer noch auf der vorgelagerten Insel verweilend fliege ich in eine tiefe, wie von Wasser ausgewaschene Mulde in einem gewaltigen Sandsteinfelsen hinein, die wie eine Startrampe nach oben zum gedämpft blauen, von leichten grauen Schleiern überzogenen Himmel führt. Nun indes entdecke ich hinter und unter mir zwei spielende Kinder in dieser wilden Felslandschaft; es ist hier also nicht völlig menschenleer. Ich kehre um, um eventuell jemanden zu finden, den ich über die Umgebung hier befragen kann.
In diesem Moment erfolgt das Erwachen. Es ist 5:42 Uhr, als ich meine Notizen beginne.

Strahlende Sonne

Ich löse mich aus einem Traum, in dem ich in der Rolle eines Schülers irgendwelchen nebulösen Unterrichtsverpflichtungen nachgeben muss. Stattdessen gebe ich mich der wunderschönen Sommerlandatmosphäre hin, die in diesem Traum herrscht, und gehe, vorbei an an kleinen Café-Tischen sitzenden Leuten, einen Waldweg bergauf. Oben will ich rechts einem mir in ungefähr bekannten Wanderweg folgen und so den traumhaften Zwängen des Schultraums bewusst entgehen. Zur Sicherung beschließe ich noch, einen Realitätstest durchzuführen, spüre jedoch, dass meine rechte Hand irgendwie in Bettwäsche eingehüllt ist und ich sie nicht losbringe; diese merkwürdige Doppelwahrnehmung genügt mir als RC. Leider habe ich zwischenzeitlich die herrliche Szenerie verloren und laufe im Dunkeln weiter. Dabei versuche ich, wieder Anschluss an die Traumumgebung zu gewinnen, was allerdings nicht von Erfolg gekrönt ist. In einer eigentümliche Veränderung der Raumlage drehe ich mich schließlich liegend um mich selbst, magentafarbene Muster aus gedämpften Sternen kreisen um mich und ich greife wieder den Gedanken auf, die universelle Energie zu fokussieren. Die Dunkelheit um mich fühlt sich dabei wie eine Decke an, die dicht um mich gewickelt ist. Auch mein Gesicht ist in unangenehmer Weise eingehüllt und ich bekomme schlecht Luft (wahrscheinlich eine Wahrnehmung des physischen Körpers; bin derzeit erkältet und habe eine verlegte Nase). Dennoch klappt die Fokussierung, denn ich blicke alsbald in eine strahlende Sonne über mir. Wesenheiten treten hinzu, deren eine mir einen Holzteller dicht vor Augen hält. Darauf sind kreisförmig glanzlose kleine blaue und rosafarbene Strasssteine eingelassen. Mit weiblicher Stimme erläutert mir die Wesenheit, ich sei vom nördlichen zum südlichen Wasserstamm (jeweils der obere und der untere Strassstein) gelangt und solle nun von der Mitte zu meiner Mitte gelangen. Im Zentrum des Strasssteinekreises befindet sich ein weiterer kleiner Stein, so dass das Symbol auf dem Teller wie ein Rad mit Speichen aussieht. Die Erläuterungen mit ihren Anspielungen auf die Zeichentrickserie „Avatar, der Herr der Elemente“ ergeben für mich in der gegebenen Situation keinerlei Sinn und schließlich erwache ich. Es ist 7:44 Uhr, als ich das Erlebnis notiere.

Die Instanz

Diesmal wieder eine ziemlich aufschlussreiche Astralprojektion. Sie beginnt mit einem falschen Wachliegen, zu dem es kurz nachdem ich mich zu einer OBE entschlossen hatte kommt. Zunächst bemerke ich ein seltsames Brummen in meinen Ohren. Mich halb aufrichtend sehe ich bei eingeschaltetem Deckenlicht links unten neben mir auf der Matratze einen unheimlichen Teddybären. Er liegt, den Kopf in meine Richtung, auf dem Rücken und bewegt sich selbstständig, als wäre er lebendig. Mich überkommt die Vorstellung, dass er sich sogleich aufrichten und dämonisch rote Augen aufschlagen würde. Von der ersten Sekunde an ist mir völlig klar, dass es sich um ein astrales Erlebnis handeln muss und verfolge daher die Entwicklung interessiert. Doch tritt umgehend eine Dunkelheit auf, in der ich mich schließlich aus meinem Deckbett herauswinde, mich in eine aufrechte Haltung und meine Beine neben dem Bett zu Boden bringe. Dies fühlt sich an, als würde ich meine Füße durch eine Art verflüssigter Luft bewegen. Zur Stabilisierung reibe ich meine Hände, die wie ein schwach farbig leuchtendes Gas vor meinen Augen schweben. Ohne dass sich gleich eine Sichtverbesserung ergibt, gehe ich hinüber ins Arbeitszimmer, wo der Blick sich völlig aufklart. Mein Haus ist in dieser Wirklichkeitsdimension größer als in der physischen Realität. Es gibt Balken aus hellbraunem Holz und ein großes Erkerfenster, von dem aus ich in einen hallenartigen Vorbau des Hauses hinunterblicke, durch dessen Fenster man einen bunt und üppig blühenden Garten unter einem weiß überzogenen Himmel sieht. Leider verliere ich an einer bestimmten Stelle den Kontakt und lande wieder im Bett, von wo aus ich, bei nach wie vor stabilem Astralzustand, erneut aufbreche, um aus dem Haus herauszugelangen. Bemerkenswerterweise funktioniert dies aber nicht so, wie ich möchte. Es scheint eine Instanz zu geben, die mich irgendwie bei mir selbst halten will und verhindert möchte, dass ich das astrale Umfeld erkunde. So ist nun plötzlich das Erkerfenster mit einem geschlossenen Rollladen versehen. Als ich diesen hochziehe, ahne ich schon, dass unter dem ersten nur ein zweiter geschlossener Rollladen erscheint. Dieses Phänomen ist mir im Helltraum schon häufiger begegnet. Das Spielchen mit der hinderlichen Instanz geht noch eine Weile lang in verschiedenen Variationen weiter, ehe ich es dann doch nach draußen unter den freien Himmel schaffe. Dort schwebe ich schließlich rücklings hoch unter dem gräulich bewölkten Himmel und habe dabei das Gefühl, mit gewaltiger Geschwindigkeit durch die Welt zu rasen und kurz vor einer Art himmlischen Offenbarung zu stehen. Diese bleibt jedoch aus; stattdessen bewirkt der Zustand letztlich ein Abgleiten ins gewöhnliche Träumen. Es ist kurz vor 6 Uhr, als ich mit meinen Notizen beginne. Nächstes Mal werde ich auf die Instanz hören und, anstatt mich an geträumten Hindernissen abzuarbeiten und so die Traumzeit zu verschwenden, bei mir selbst bleiben und schauen, was es da zu tun gibt.

Magischer Wettstreit

Um 4:30 Uhr starte ich mit der FM und träume schließlich, Ware aus einem Supermarkt in einen anderen mitgenommen zu haben. Bei der Untersuchung der Sachen an der Kasse bestätigt sich, dass es sich nicht um Eigenmarken des Marktes handelt und somit alles in Ordnung ist. Als ich den Laden verlasse – entfernt erinnert die Umgebung an den COOP, den es vor mehr als zwanzig Jahren in der Spitalbachstraße in Neustadt gab –, erhellt sich der Traum. Die schwarze Schultasche, in der ich die erstandenen Waren verstaut habe, hat sich unmerklich verdoppelt. Mit seitlich ausgestreckten Armen und den Taschen in der rechten und der linken Hand auf- und abschlagend steige ich, nach Osten die Straße entlangblickend und einige Beobachter hinter mir unten zurücklassend, senkrecht in die Luft auf. Das Rudern mit den Taschen empfinde ich durchaus als eine merklich plumpe Flugtechnik, die mich aber dennoch hoch über die Straße hinausbringt. Unter einem bedeckten Himmel fliege ich über die unnatürlich weitläufigen und breiten Straßenzüge und biege, dem Gefühl nach, linksum in die Stettinerstraße ein. Die astrale Umgebung ähnelt hier indes wage der Adolf-Kolping-Straße – und zwar an der Stelle, an der man wiederum links abbiegend in den Seitenweg einbiegen kann, der zum Wohnhaus meiner Eltern führt. Diesen Weg folge ich und erreiche dabei eine Flughöhe, die mich mindestens auf die Höhe des vierten Stocks der Wohnhäuser zu meiner Rechten hinaufbringt. Interessant ist, dass mir die ganze Zeit über eine Person nachstellt, die ich als S., einen ehemaligen Schüler, deute. Über ihm zu schweben vermittelt mir ein gewisses Überlegenheitsgefühl, das er aber recht deutlich verringert, weil es ihm ebenfalls immer besser gelingt, im Flug fast bis zu meiner Höhe aufzusteigen. Mein Verfolger scheint dies als großen Erfolg zu werten, was wiederum meinen Ehrgeiz weckt, mich ihm zu entziehen. Dazu wende ich einen Trick an. Auf telepathischem Wege suggeriere ich meinem Verfolger, dass er unten mehr in Straßennähe Kräfte in sich aufnehmen könnte, die ihn stärken und mich schwächen. Der Kniff scheint zu funktionieren, denn es lässt sich zurückfallen. Doch erwache ich, ehe ich den Erfolg des kleinen Täuschungsversuchs voll überblicken kann. Es ist kurz nach 5:30 Uhr, als ich meine Notizen zu dem Erlebnis anlege.

AKE

Ich träume, im Bett zu liegen und denke wieder einmal mit großer Lust und Freude an die magische Fähigkeit des Fliegens und betätige mich darin spontan im Schwimmmodus. Bäuchlings auf der rechten Körperseite liegend löse ich mich von der physischen Bindung und schwimme im Brustschwimmstil nach links über die Matratze schwebend davon. Schnell werde ich jedoch wieder physisch, was sich in der üblichen Rückblendung in die Ausgangslage vollzieht, wobei ich zuerst deutlich mein Kopfkissen im Gesicht an der rechten Backe spüre, ehe ich zurückgezogen werde. Sogleich rolle ich mich nach rechts in einem Bogen durch die Luft aus dem Bett heraus und lande. Ein Finger-RC zeigt mir, dass ich nach wie vor im Astralzustand verweile, und laufe bis zum Türspalt der angelehnten Schlafzimmertür, wo ich mich durch Händereiben stabilisieren will. Dennoch kann ich es nicht verhindern, zurückgezogen zu werden und ins Bett zurückzublenden. Das Gefühl des Physischen überwiegt nun, sodass ich die Erfahrung als beendet erlebe. Wiederum eine nette kleine außerkörperliche Erfahrung mehr.

Einmal leer, einmal machtvoll

Nach einer sehr ausdauernden Meditation über FM erreiche ich eine faszinierende hypnagoge Wahrnehmung. Durch ein geöffnetes Fenster blicke ich in den freien und tiefschwarzen Weltraum, wo eine helle Sternenkonstellation leuchtet, deren sonnenweißes Licht so strahlend ist, dass im Fensterrahmen Schattenwürfe und Streulicht wie von feinstem Weltraumstaub zu erkennen sind. Gerne wäre ich durch dieses Fenster hindurch gestartet, schaffe es aber nicht, da ich dazu noch zu physisch bin.
In einer späteren Traumsequenz nach einer kurzen Wachphase fühle ich mich frustriert, da ich trotz der intensiven und anhaltenden Meditation (scheinbar) nichts erreichen konnte. Wie aus Trotz starte ich aufwärts und fliege zur Decke eines sehr hohen Raumes, wo ich unter der Holzdecke im Kreis in der Luft gehe und mit meinem Frust kämpfe. Weil ich durchaus erkenne, es doch in einen bewussten Astralzustand geschafft zu haben, drücke ich das Gefühl weg und begebe mich zu einem Fenster. Durch das Gegenlicht von draußen wirkt es leicht staubig, als ich die Scheibe durchfliege und mit dem Blick nach unten nach draußen treibe. Es ist der oft im Helltraum gesehene Hof südlich meines Elternhauses; tiefes Grün, ein Schwarzgrün, fällt mir dort unten besonders auf.
Sogleich steige ich in größere Höhe auf und schaue nach Norden. Die dunklen Berge des Haardtgebirges haben hier weite und hohe Ausläufer, die es in der Wachrealität nicht gibt. Aus irgendeinem Grund stört mich diese Wahrnehmung; die Szenerie kommt mir „unecht“ vor. Ich möchte eigentlich in eine andere Umgebung wechseln, begebe mich nach unten und lande auf dem Hof. Die Szenerie ist in ein seltsames Licht getaucht; aus einem gräulich dunklen Himmel scheint eine Art weißer Spot mit breiter Streuung die Umgebung zu erhellen. Zwei Gestalten, eine davon gedrungen und dicklich, spielen hier unten mit kindlicher Freude fangen! Sie stürzen aus einer breiten Hecke zu meiner Linken auf mich zu. Wenn sie sich abschlagen, rufen sie „Rot, rot!“ und freuen sich. Spontan und ohne zu fragen beziehen sie mich in das einfache Fangspiel mit ein. Kurz lasse ich mich darauf ein und spiele eine kleine Runde mit, habe aber keinerlei Interesse an der Sache. Überhaupt habe ich das dumpfe Gefühl, das es hier für mich nichts zu entdecken gibt, und lasse den Blick über die Umgebung schweifen, ehe ich erwache. Es ist 6:33 Uhr.
Gefühlsmäßig ist dieses Erlebnis das glatte Gegenteil einer Erfahrung vom 04.10., die ich hier noch nicht dokumentieren konnte. Nach einer 60minütigen FM-Vertiefung ergab sich eine machtvolle Astralerfahrung. Nach einem traumartigen Weltraumabenteuer, in dem u.a. larvenartige Aliens aus einem Raumschiff gezogen und in die Tiefen des Raumes geschleudert wurden, finde ich mich in einem Wohnwagen wieder, wo mich ein Greif oder eine Art Drache von hinten ins Maul nimmt und aufhebt. Dabei sind meine Eltern im hinteren Teil des Trailers anwesend und ich weise sie ganz begeistert auf den Drachen hin, der mich sanft in seine Klauen oder Zähne genommen hat. Umgehend fliegt das Wesen mit mir nach draußen zu einem Platz, an dem früher eine Schaukel stand, und setzt mich dort ab. Dabei lässt der Drache nun die Gestalt eines etwas pummeligen Mädchens mit roten Haaren und Sommersprossen erkennen, dessen kurze Finger sich dennoch wie scharfe und harte Krallen anfühlen, als sie mich, diesmal geflügelt auf meinem Rücken sitzend, erneut anhebt. Wir steigen aufwärts und ich will mithilfe des Drachens zu einem See weit im Süden fliegen; aus der großen Höhe meine ich ihn schon in der Ferne sehen zu können. Aus irgendeinem Grund kommt es aber nicht dazu, dass wir zu unserer Reise starten. Zugleich aber erkenne ich, dass das Drachenwesen so etwas wie einen Hilfsgeist oder einen innerer Partner meinerseits darstellen müsse, der mir wie eine innere Stimme immer beisteht. Noch nach dem Aufwachen aus dieser Erfahrung führe ich Zwiegespräche mit dieser inneren Stimme; ich erhalte deutliche Antworten, wenngleich mir deutlich gemacht wird, dass die Antworten aufgrund bestimmter hinderlicher Gegebenheiten immer recht kurz ausfallen müssten. Am einfachsten seien Ja-Nein-Antworten. Aber in dieser Form könne ich auch im Alltag stets auf diese Hilfsmöglichkeit zurückgreifen und spontan die antwortende Stimme auf meine Fragen vernehmen, wenn ich nur offen dafür bliebe.

Ein Affe mit Raketenschiff

Ab 5 Uhr setze ich 60 Minuten lang die Fernblickmethode (FM) ein (Bettgang diese Nacht gegen 12 Uhr); nach dem Abschluss beschließe ich, einfach zu ruhen und zu schlafen.
Schon gleich darauf gelingt ein Übergang in der Art der Bildtechnik; ich finde mich über einer Steilküstenlandschaft unter einem tiefblauen Himmel schwebend wieder. Ein affenartiges (?) Astralwesen saust horizontal von links nach rechts auf einer weißen Rakete mit schwarzer, in großen Druckbuchstaben gehaltener Aufschrift vorbei und ich weiß spontan und sehr genau, dass dieses Wesen in der Helltraumwelt große Freiheit genießt, weil es überall herumkommt und es allerortens versteht, diese Art von Raketenschiffen klarzumachen, wie es dieses soeben im Gebrauch hat. Diese Fortbewegungsmittel bringen das Wesen sogar ins Sonnensystem hinaus an Orte, die ich selbst nie erreichen konnte, weil ich zu sehr gebunden bin.
Kurzentschlossen starte ich von der Steilküste aus, um mich als Reisegefährte einzuklinken. Mit etwas Mühe erreiche ich denn auch das Schiff und sitze hinten auf, wenngleich meine Sehfähigkeit schwindet.
Umgehend starten wir aufwärts, wobei ich allerdings das Gefühl habe, dass wir nicht wirklich fortkommen. Dennoch simuliere ich, dass aus der dunklen Void ein ferner Planet, eine andere Welt auftaucht, woraufhin ich mich auf einem Wiesenplatz (nördlich meines Elternhauses lokalisiert) unter nachtdunklem Himmel wiederfinde. Dort tummeln sich träumende Menschen, darunter Sara.
Erneut versuche ich nun von hier aus, senkrecht zu einer Himmelsreise durchzustarten, bleibe aber in einer dunklen Wolkenschicht knapp über den Hausdächern der Szenerie hängen. Dabei erhalte ich durch telepathischen Kontakt die Botschaft, dass ich von denen da unten – u.a. eben auch von Sara – festgehalten werde, da sie mich als Führer benötigen. Auf diese telepathische Information hin erfolgt eine sachte Blende ins Bett.
Da ich mindestens 5 Minuten brauche, ehe ich mich zum Schreiben aufraffen kann, beginne ich erst um 6:24 Uhr mit meinem Notizbucheintrag. Folglich muss es ganz kurz nach dem Abschluss der 60-Minuten-Vertiefung zu diesem Helltraum gekommen sein.

Zwischenergebnis

Heute morgen bestätigt sich, dass die Anwendung des Pflanzenauszugs mit einer korrekt durchgeführten meditativen Praxis verbunden sein muss, um die intendierte Wirkung zu erzielen. Diesmal suggeriere ich nur, schlafe ein und lande in einem intensiven, allerdings nur präluziden Traum. In der zweiten Runde um 5 Uhr herum richte ich den Fernblick gründlich ein. Schließlich finde ich mich in einer gewaltigen Uni-Aula bzw. Mensa wieder. Ich stehe da, blicke halblinks über eine hölzernde Bande in Richtung der Tische und werde dabei klar, weiß, dass ich abheben kann und vollziehe dies dann auch erfolgreich. Mit segnend ausgebreiteten Armen fliege ich euphorisch über die Menge hinweg und spreche einige Worte über all den Armen und Unwissenden, die auf ihrer Realitätsebene festsitzen und verspreche ihnen überschwänglich, Rettung zu bringen, wobei mir dieser salbungsvolle Akt bereits im Vollzug fast ein bisschen peinlich und überzogen vorkommt. Die Leute blicken denn auch etwas konsterniert und als ich über sie hinweg bin, gerate ich in einen Dimensionenwechsel, der mich ins Wohnzimmer meiner Eltern bringt. Die Szenerie ist etwas unscharf, aber detailreich, wenngleich die Einzelheiten z.T. nicht stimmig sind. So steht neben der Wohnzimmertür eine Stehlampe mit Stoffschirm, die es vor Jahren mal in einer etwas größeren Version hier gab, die aber nie an dieser Stelle stand. Auch ist die alte Schrankwand mit dunklem Furnier an der Nordseite des Raumes wieder da. In einem Fach über der großen Schublade unten (hier stand früher eine alte Romanreihe meiner Mutter) finden sich jetzt in rotes Kunstleder eingeschlagene Lexikonbände, ähnlich dem alten Bertelsmann-Lexikon, nur sind die Bände dünner, dafür aber höher. Mir alles genau betrachtend ziehe ich einen der Bände heraus und blättere darin. Astrale Texte sind zumeist verwirrend, unverständlich und verändern sich zudem beim Lesen. Auch dieses Lexikon ist merkwürdig. Es ist in der Art eines Klappbuches gestaltet und vermittelt Grundwissen über Projektionen. U.a. ist da ein Druide (?), Miraculix nicht unähnlich zu sehen, der die richtigen Ingredienzien eines Trankes, der Projektion unterstützt, aufzeigt. Zu sehen sind Birkenblätter sowie rotgelb gemaserte Äpfel, die aber mit dem Stichwort „Schlafapfel“ assoziiert sind. Dies ist eine der Bezeichnungen, die sowohl für die Alraunenfrucht wie auch für Stechapfelfrüchte gebräuchlich sind. Beim intensiven Betrachten und Entziffern dieses Buches erwache ich. Wohl auch durch den verspäteten Erfolg ist das Erlebnis etwas kurz, aber lehrreich, weil Schlussfolgerungen über die Einleitung möglich waren. Nun muss ich noch von den eher belanglosen Erfahrungen zu mehr inhaltlicher Tiefe vordringen, indem ich Fragestellungen und Impulse in den Zustand mit hinübernehme. Mal sehen, wie sich dies am besten bewerkstelligen lässt.

Multiple außerkörperliche Erfahrungen

Nachdem die Versuche mit niedrigen Dosierungen der Hypericum-Tinktur (ein knapper Teelöffel) im Laufe dieser Woche keine signifikanten Ergebnisse brachten, nehme ich heute um 3:30 Uhr eine hohe Dosis von zwei Esslöffeln ein. Kurz nach der Einnahme zeigt sich sogleich beim Hinlegen die merkwürdige Sensation eines im Rhythmus des Herzschlags langsam pulsierenden Magens. Vielleicht handelt es sich auch nur um eine Reaktion auf die Tatsache, dass ich hier am frühen Morgen auf leeren Magen ein Schnapsglas voll 38%igen Alkohols zu mir genommen hatte. Ansonsten schlafe ich problemlos wieder ein, bis mich dann um 4:30 Uhr der Wecker erneut weckt. Mit der siebenfach wiederholten Suggestionsformel setze ich zur Fernblickmethode an, wobei ich schnell wieder einschlafe. Es entfaltet sich ein vollbewusster Flugtraum in einem hallenartigen Raum; ich bin erfreut und staune über die durchschlagende Wirksamkeit der Dosis. Falsches Wachliegen in einem fremden Bett schaltet sich dazwischen, wobei ich einer Präsenz etwas aufschneiderisch und prahlerisch erkläre, dass ich die Körperbegrenzungen überwunden und mit der außerkörperlichen Erfahrung zur Magie fähig geworden sei. Eine neue Möglichkeit suchend, den Zustand zu erproben, gelange ich in die Situation, in einer großen, unbekannten Stadt umherzufahren und beschließe, mich einfach mal in das Bett irgendeines Promis einzublenden. Allerdings lande ich im eigenen Bett in meinem vom weißen Tageslicht eines bedeckten Morgens erhellten Schlafzimmer. Die Szenerie ist noch nicht voll ausgeprägt und hängt gänzlich im Nebel, als habe sie sich nur unklar aus einer hellen Void herausgebildet (die Experimente mit Hypericum, einer „Lichtpflanze“ [!], lassen mich interessanterweise eine helle Void erleben). Ich bin mir noch sehr sicher, mich im außerkörperlichen Zustand zu befinden bzw. diesen wieder sehr leicht erreichen zu können. Ich richte meinen Oberkörper auf und führe einen Zeigefingertest durch. Und tatsächlich: Der RC macht überdeutlich, dass ich noch im OBE-Zustand bin! Mit dem Zeigefinger in der Hand purzle ich nach vorn und seitlich weg, bringe mich in eine seitliche Rollbewegung und stehe so aus dem Bett auf und begebe mich auf Erkundung. An der Schlafzimmertür verlangsame ich, weil ich genau weiß, dass ich mir vorgenommen habe, zukünftig alles genau anzusehen und nicht mehr den Fehler der Hast zu machen. So gehe ich hinüber ins Arbeitszimmer, das zunächst ziemlich normal erscheint, wenngleich meine Sicht nach wie vor unscharf und trüb ist. In der Ecke links neben dem Fenster beim Computertisch entdecke ich ein flaches Objekt, das sogleich auf mich zugefahren kommt. Es ist der Staubsaugerroboter, der normalerweise im EG herumfährt und nicht hier oben. Es handelt sich auch um ein anderes Modell, eher das, welches meine Eltern besitzen. An der Ostwand entlangblickend entdecke ich gleich rechts neben dem Fenster ein kleines altmodisches Fernsehgerät mit einem hell- und dunkelgrauen Plastikgehäuse, das es dort in der Wachrealität auch nicht gibt. Mit meiner unverändert schlechten Sicht in grieseligen Weiß-Grau-Stufen bin ich nicht glücklich und versuche nun, durch Händereiben und Anstarren der Nordseite des Zimmers die Sehfähigkeit zu verbessern. Doch ohne Erfolg, denn ich gleite ins volle Erwachen über. Es ist 5:12 Uhr. Die nachfolgenden Schlafphasen sind von verwirrender Hypnagogie und überkomplexen, sehr wechselhaften Träumen geprägt.
Das heute erzielte Ergebnis fühlt sich sehr gut an. Es scheint hier eine gute Methode vorzuliegen, die angewendet werden kann, wenn dringend ein sicherer Zutritt in die vollbewusst wahrgenommene Astralwelt nötig ist.
Um Gewöhnungseffekte und eine eventuelle Lichtsensibilisierung durch das Hypericum zu vermeiden, nehme ich mir vor, solche Experimente ausschließlich auf die beiden Nächte des Wochenendes zu beschränken. Das erscheint mir schon von daher sinnvoll, da ich es mir nicht zur täglichen Gewohnheit werden lassen will, morgens auf nüchternen Magen einen „Kurzen“ zu mir zu nehmen! Außer dem walgenden Gefühl im Magen, das noch zeitweilig zu spüren war, ohne echte Beschwerden zu verursachen, zeigten sich keine Nebenwirkungen. Auch nach dem Aufstehen fühle ich mich aufgeräumt und gut erholt.