Störungen

Im Traum stellt sich ein Fahrgefühl ein; von rechts erhellt gelbes Sonnenlicht die Szenerie einer Fahrt, die von einer Kreuzung ausgehend eine Straße mit Mittelstreifen einwärts und einen Schlenker rechts an einem Häuserblock vorbeiführt. Im Fahrtgefühl bemerke ich bewusstseinsklar, dass eine Ablösung möglich sein müsste. Der optische Eindruck vergeht und blendet zu einem Liegen im Bett über; sofort versuche ich, nach links weg rauszuschwimmen und spüre begeistert, dass es klappt. Leider bricht der Zustand zusammen, ehe der Prozess völlig abgeschlossen ist, und ich rutsche ins Physische im Bett zurück (Uhrzeit 8:18 Uhr). Trotzdem empfinde ich dieses Kurzerlebnis als äußerst gut!
Es ist mir Bestätigung und Belohnung für meine Bemühungen, da ich heute morgen mit massiven Ablenkungen und Konzentrationsstörungen zu kämpfen hatte. Eine ausreichend lang anhaltende Vertiefung über FM wollte nicht gelingen. Andauernd kam es zu Abirrungen, inhaltlich nicht erinnerlichen hypnagogen Störungen usw., die die Vertiefung verhinderten. Ich musste mich mit höchster Anstrengung zwingen, mich mit harter Disziplin immer und immer wieder neu auf das Gefühl der meditativen Anspannung zu konzentrieren, um die Flut von Abirrungen unter Kontrolle zu bringen. Als ich das Gefühl bekomme, erfolgreich zu sein und ausreichend lang konzentriert bleiben zu können, lockere ich die sehr hart eingerichtete FM, um entspannter fortzufahren. Nun muss ich aber feststellen, dass ich dringend aufs WC muss. Also raus. Um 7:15 Uhr lege ich mich wieder hin und mache entspannter weiter (hatte bei meinem erzwungenen WBTB doch sehr auffällige Spannungen in der Muskulatur verspürt) in der Hoffnungm, als Lohn der Mühe und als Beweis der richtigen Herangehensweise ein Erlebnis zu erhalten. Und siehe da, es hat hingehauen!!

Kleine Menschen im Wecker

Nachdem ich um kurz nach 4 Uhr einen Toilettengang eingelegt habe, verschlafe ich irgendwie das Weckersignal für 5 Uhr (!) und beginne daher die Übung erst für 5:51 Uhr. Das Morgenlicht von der Tür her stört etwas meine Vertiefung. Dennoch hoffe ich, es zu schaffen.
Die Übung bringt mich ins falsche Wachliegen. Im Bett in meinem alten Kinderzimmer prüfe ich meinen Wecker. Dabei spiele ich mit der Einstellung der Weckzeit herum, wobei die genaue Minutenzahl (00) einzuhalten schwer fällt. Kleine Träumchen schieben sich kurzfristig ein, stören das Studieren der Weckerfunktionen aber nicht weiter.
Rechts oben entdecke ich auf dem Display eine Anzeige, die sich von A auf B umstellen lässt und eine Erhöhung der Lautstärke des Wecksignals ermöglicht.
Da der Wecker jetzt 7:25 Uhr anzeigt, stelle ich die Weckzeit so um und augenblicklich dröhnt der Wecker unheimlich laut los. Ich bin zufrieden; das wird man wohl kaum ein zweites Mal verpennen können!
Schließlich wechselt der Umraum. Hier herrscht weißes Morgenlicht und noch immer studiere ich die Details des Weckers, die sich nun gewandelt haben: Oben gibt es kein Display mehr, sondern die Weckerfunktionen werden als mechanische Anzeigen dargestellt.
Als ich alles genau betrachte, gibt die Stimme eines jungen Mannes aus dem Off im Stil einer Kundenbewertung bekannt, dass das Design veraltet sei, und eine andere erklärt, dass sich bei ihr durch das Verstellen des in drei Lautstärkepositionen arretierbaren Volumenrades keine Veränderung des Wecksignals mehr bewirken ließe.
Schließlich fällt mir etwas weit Bemerkenswerteres auf: Im unteren Teil des Weckers gibt es eine Öffnung, die Einblick in einen niedrigen Raum ermöglicht.
Dort befindet sich ein Schlafsaal (!) mit Stiegebetten im Star-Trek-Stil (in etwa wie in Star Trek 6 zu sehen). Attraktive junge Männer und Frauen nächtigen dort; T-Shirts und Boxershort dienen ihnen als Nachtzeug. Einige sind bereits aufgewacht, liegen aber noch ein bisschen.
Andere geben sich an einer Waschzeile rechts im Raum (sie ragt sogar ein bisschen aus dem Profil meines Weckers heraus!) ihren Morgenroutinen hin.
Eine junge Frau scheint sich die Haare gewaschen zu haben und trägt jetzt ein Handtuch wie einen Turban auf dem Kopf. Sie scheint traurig zu sein, denn sie sitzt am Boden und eine andere tröstet sie. Fasziniert beobachte ich das Treiben der kleinen Menschen, die meinen Wecker besiedeln. Ob sie je die Welt des Weckers verlassen können? Gibt es wechselnde Besetzungen hier?
Nebenbei bleiben die kleinen traumartigen Einschübe bestehen, bei denen ich u.a. eine Geschichte von B’Elanna Torres (aus Star Trek Voyager) verfolge; aus irgendeinem Grund will sie sich ihren Kameraden entziehen und das Schiff (in diesem Traum eher als ein vor Anker liegendes Kreuzfahrtschiff dargestellt) verlassen, wozu sie sich am Ende sogar als alter Hausmeister Boothby tarnt … Ganz sicher handelt es sich hierbei um Tagesreste vom gestrigen Abend, weil ich da zwei Folgen Voyager mit vergleichbaren Inhalten geschaut habe.
Als ich schließlich erwache, stelle ich doch tatsächlich fest, dass mein physischer Wecker exakt 7:25 Uhr anzeigt!
Das Experiment mit der Timerkontrolle gestern fiel demgegenüber weniger interessant aus. Nachdem ich mich nach 30 Minuten aus der Vertiefung gelöst habe und normal wieder einschlafe, träume ich (ganz in der Manier eines gewöhnlichen falschen Erwachens), mich in der Schule herumärgern zu müssen. Außerdem ist mir eine absurd überspannte Traumsequenz in Erinnerung, in der Lord Voldemort in der Spitalbachstr. in Neustadt auftritt und dort unter einigen Traumfiguren eine Panik auslöst. Gut ist, dass ich meine Rolle als unbeteiligter Beobachter in diesem wilden Blödsinn aus Konsumfragmenten bewahren kann.

Falsches Wachliegen

Mir träumt, dass mir mein Wecker Probleme bereitet. Die Ziffern flimmern auf dem Display, sie fallen aus und erscheinen wieder in chaotischer Weise. Es scheint, als würde das Gerät endgültig den Geist aufgeben. Dabei verspüre ich ein gewisses Gefühl der Dringlichkeit und des Missfallens, weil es so aussieht, als wäre es bereits 10 vor 7 und ich müsste gleich aufstehen. Ansonsten sieht alles im Raum aus, wie im gewöhnlichen morgendlichen Schlafzimmer, das von der angelehnten Schlafzimmertür her mit weißgrauem Morgenlicht dämmrig erleuchtet wird. Obwohl der Wecker wohl kaputt ist und wohl kaum ein korrektes Wecksignal mehr liefern wird, stelle ich ihn an seinen Platz und wälze mich dann auf die rechte Seite, um noch ein wenig zu ruhen.
In dieser Stellung werde ich bei geschlossenen Augen von einem Wesen angefallen, das ich als ein überdimensionales Raubtier, einen mächtigen Fuchs deute.
Dabei ist mir sofort klar, dass es sich um ein Phänomen des falschen Wachliegens handeln muss. Ich verspüre keine Angst, sondern drücke das Erlebnis willentlich weg und verscheuche auf diese Weise das Unwesen, um dann aber sofort eines Besseren zu besinnen. Lieber möchte ich die Erfahrung experimentell auskosten und denke mir: „Fall mich nochmal an!“, was auch umgehend eintritt! Das Wesen kehrt zurück und beißt mich in die linke Schulter, was mit einem Druckgefühl, aber nicht mit irgendeinem unangenehmen oder schmerzhaften Gefühl verbunden ist.
Zudem mache ich sogleich einen Zeigefingertest, um den Astralzustand abzusichern. Weil ich meine, bis zum Aufstehen nur noch ein paar Minuten zu haben, rolle ich mich eilends nach links aus und gleite fliegend durch das Arbeitszimmer, wo ich mich durch das linke Fenster drücke und in den morgendlichen Garten herunterplumpsen lasse.
Mit Blick auf die grün-gelben Grasbüschel vor mir überlege ich, zur Meditation anzusetzen. Dieser Gedanke wird aber sehr schnell durch einen anderen verdrängt: Im Sitzen am Boden lege ich die Fußsohlen so zusammen, dass sich die Pfeilform einer Art Zieleinrichtung bildet, und starte durch das Zurücklehnen des Oberkörpers zum Flug.
Diese „passive“ Flugtechnik ermöglicht eine unglaublich rasante Fortbewegung durch die Luft. Jäh aufsteigend und auf Dachhöhe einen Schlenker fliegend jage ich vorwärts durch eine majestätische, schwarzblaue, oben ins Blaue aufsteigende Dunkelheit, mache an deren Grenze einen Rechtsschwenk und sause in die Ausgangsrichtung zurück.
Schließlich fliege ich zurück ins Haus, dessen Inneres sich nun total gewandelt hat: Im relativ engen und holzgetäfelten Treppenschacht einer Wendeltreppe fliege ich in den recht schmalen Flur eines ebenfalls holzgetäfelten und von einem warmen Licht sacht erhellten Wohnbereichs ein. Dort sind als unsichtbare Präsenzen mein Bruder und ferner meine Mutter (?) anwesend. Mein Bruder wundert sich gegenüber der zweiten Person über meine eigentümliche Flugfähigkeit. Bei mir selbst ist immer noch der Zeitdruck, das Gefühl, gleich aufstehen zu müssen, virulent. Letztlich erwache ich.
Es ist 4:48 Uhr. Das Gefühl, die Nachtruhe sei gleich zu Ende, war also ebenso eine Täuschung aus dem Zustand des falschen Wachliegens wie die geschilderten Probleme mit dem Wecker.

Strahlende Sonne

Ich löse mich aus einem Traum, in dem ich in der Rolle eines Schülers irgendwelchen nebulösen Unterrichtsverpflichtungen nachgeben muss. Stattdessen gebe ich mich der wunderschönen Sommerlandatmosphäre hin, die in diesem Traum herrscht, und gehe, vorbei an an kleinen Café-Tischen sitzenden Leuten, einen Waldweg bergauf. Oben will ich rechts einem mir in ungefähr bekannten Wanderweg folgen und so den traumhaften Zwängen des Schultraums bewusst entgehen. Zur Sicherung beschließe ich noch, einen Realitätstest durchzuführen, spüre jedoch, dass meine rechte Hand irgendwie in Bettwäsche eingehüllt ist und ich sie nicht losbringe; diese merkwürdige Doppelwahrnehmung genügt mir als RC. Leider habe ich zwischenzeitlich die herrliche Szenerie verloren und laufe im Dunkeln weiter. Dabei versuche ich, wieder Anschluss an die Traumumgebung zu gewinnen, was allerdings nicht von Erfolg gekrönt ist. In einer eigentümliche Veränderung der Raumlage drehe ich mich schließlich liegend um mich selbst, magentafarbene Muster aus gedämpften Sternen kreisen um mich und ich greife wieder den Gedanken auf, die universelle Energie zu fokussieren. Die Dunkelheit um mich fühlt sich dabei wie eine Decke an, die dicht um mich gewickelt ist. Auch mein Gesicht ist in unangenehmer Weise eingehüllt und ich bekomme schlecht Luft (wahrscheinlich eine Wahrnehmung des physischen Körpers; bin derzeit erkältet und habe eine verlegte Nase). Dennoch klappt die Fokussierung, denn ich blicke alsbald in eine strahlende Sonne über mir. Wesenheiten treten hinzu, deren eine mir einen Holzteller dicht vor Augen hält. Darauf sind kreisförmig glanzlose kleine blaue und rosafarbene Strasssteine eingelassen. Mit weiblicher Stimme erläutert mir die Wesenheit, ich sei vom nördlichen zum südlichen Wasserstamm (jeweils der obere und der untere Strassstein) gelangt und solle nun von der Mitte zu meiner Mitte gelangen. Im Zentrum des Strasssteinekreises befindet sich ein weiterer kleiner Stein, so dass das Symbol auf dem Teller wie ein Rad mit Speichen aussieht. Die Erläuterungen mit ihren Anspielungen auf die Zeichentrickserie „Avatar, der Herr der Elemente“ ergeben für mich in der gegebenen Situation keinerlei Sinn und schließlich erwache ich. Es ist 7:44 Uhr, als ich das Erlebnis notiere.

Die Instanz

Diesmal wieder eine ziemlich aufschlussreiche Astralprojektion. Sie beginnt mit einem falschen Wachliegen, zu dem es kurz nachdem ich mich zu einer OBE entschlossen hatte kommt. Zunächst bemerke ich ein seltsames Brummen in meinen Ohren. Mich halb aufrichtend sehe ich bei eingeschaltetem Deckenlicht links unten neben mir auf der Matratze einen unheimlichen Teddybären. Er liegt, den Kopf in meine Richtung, auf dem Rücken und bewegt sich selbstständig, als wäre er lebendig. Mich überkommt die Vorstellung, dass er sich sogleich aufrichten und dämonisch rote Augen aufschlagen würde. Von der ersten Sekunde an ist mir völlig klar, dass es sich um ein astrales Erlebnis handeln muss und verfolge daher die Entwicklung interessiert. Doch tritt umgehend eine Dunkelheit auf, in der ich mich schließlich aus meinem Deckbett herauswinde, mich in eine aufrechte Haltung und meine Beine neben dem Bett zu Boden bringe. Dies fühlt sich an, als würde ich meine Füße durch eine Art verflüssigter Luft bewegen. Zur Stabilisierung reibe ich meine Hände, die wie ein schwach farbig leuchtendes Gas vor meinen Augen schweben. Ohne dass sich gleich eine Sichtverbesserung ergibt, gehe ich hinüber ins Arbeitszimmer, wo der Blick sich völlig aufklart. Mein Haus ist in dieser Wirklichkeitsdimension größer als in der physischen Realität. Es gibt Balken aus hellbraunem Holz und ein großes Erkerfenster, von dem aus ich in einen hallenartigen Vorbau des Hauses hinunterblicke, durch dessen Fenster man einen bunt und üppig blühenden Garten unter einem weiß überzogenen Himmel sieht. Leider verliere ich an einer bestimmten Stelle den Kontakt und lande wieder im Bett, von wo aus ich, bei nach wie vor stabilem Astralzustand, erneut aufbreche, um aus dem Haus herauszugelangen. Bemerkenswerterweise funktioniert dies aber nicht so, wie ich möchte. Es scheint eine Instanz zu geben, die mich irgendwie bei mir selbst halten will und verhindert möchte, dass ich das astrale Umfeld erkunde. So ist nun plötzlich das Erkerfenster mit einem geschlossenen Rollladen versehen. Als ich diesen hochziehe, ahne ich schon, dass unter dem ersten nur ein zweiter geschlossener Rollladen erscheint. Dieses Phänomen ist mir im Helltraum schon häufiger begegnet. Das Spielchen mit der hinderlichen Instanz geht noch eine Weile lang in verschiedenen Variationen weiter, ehe ich es dann doch nach draußen unter den freien Himmel schaffe. Dort schwebe ich schließlich rücklings hoch unter dem gräulich bewölkten Himmel und habe dabei das Gefühl, mit gewaltiger Geschwindigkeit durch die Welt zu rasen und kurz vor einer Art himmlischen Offenbarung zu stehen. Diese bleibt jedoch aus; stattdessen bewirkt der Zustand letztlich ein Abgleiten ins gewöhnliche Träumen. Es ist kurz vor 6 Uhr, als ich mit meinen Notizen beginne. Nächstes Mal werde ich auf die Instanz hören und, anstatt mich an geträumten Hindernissen abzuarbeiten und so die Traumzeit zu verschwenden, bei mir selbst bleiben und schauen, was es da zu tun gibt.

Sternenkrieger im Kinderzimmer

In der Schule halte ich mich in einem kleinen, frisch renovierten und geweißelten Raum auf. Ich bin auf einer Art Pritsche oder einem Seitentisch an der Wand; rechts befindet sich eine geöffnete Tür zu einem unbeleuchteten Flur; links geht´s um die Ecke durch einen kurzen Flur in Richtung eines größeren, wohl beleuchteten Raumes. Al. ist rechts neben mir an dem Tisch oder der Pritsche beschäftigt und berichtet K.B. (?) verwundert, dass ihr Ni. erzählt habe, er sei in der Nacht erwacht und habe in seinem Zimmer mit Star-Wars-Kriegern gekämpft. Anscheinend macht sie sich etwas Sorgen um seine Gesundheit. Ich schalte mich ein und erläutere, dass er wohl sicher nur ein falsches Erwachen gehabt habe. Da könnte man die tollsten Sachen erleben. Anbei lehne ich mich selbst in die Waagerechte zurück und sehe bei geschlossenen Augen in eine Schwärze, in der grauweiße, grießelige Nebenflecken ein bewegliches Lichtmuster bilden. Dabei denke ich selbst eine eine Exkursion, ohne deren reale Mögichlichkeit umsetzen zu können, da ich zu sehr traumartig verstrickt bin. Der Versenkungsbeginn lag bei 5 Uhr früh. Eindrücklich war auch die hypnagoge Wahrnehmung einer blaß orangefarbenen, wie von planetarischen Nebeln verhangenen Sonne in der Ferne und eines diesen Stern umkreisenden terrestrischen Planeten näher in meinem Gesichtsfeld. Der lichtreiche Eindruck wurde umgehend zur energetischen Fokussierung genutzt.

AKE

Ich träume, im Bett zu liegen und denke wieder einmal mit großer Lust und Freude an die magische Fähigkeit des Fliegens und betätige mich darin spontan im Schwimmmodus. Bäuchlings auf der rechten Körperseite liegend löse ich mich von der physischen Bindung und schwimme im Brustschwimmstil nach links über die Matratze schwebend davon. Schnell werde ich jedoch wieder physisch, was sich in der üblichen Rückblendung in die Ausgangslage vollzieht, wobei ich zuerst deutlich mein Kopfkissen im Gesicht an der rechten Backe spüre, ehe ich zurückgezogen werde. Sogleich rolle ich mich nach rechts in einem Bogen durch die Luft aus dem Bett heraus und lande. Ein Finger-RC zeigt mir, dass ich nach wie vor im Astralzustand verweile, und laufe bis zum Türspalt der angelehnten Schlafzimmertür, wo ich mich durch Händereiben stabilisieren will. Dennoch kann ich es nicht verhindern, zurückgezogen zu werden und ins Bett zurückzublenden. Das Gefühl des Physischen überwiegt nun, sodass ich die Erfahrung als beendet erlebe. Wiederum eine nette kleine außerkörperliche Erfahrung mehr.

Multiple außerkörperliche Erfahrungen

Nachdem die Versuche mit niedrigen Dosierungen der Hypericum-Tinktur (ein knapper Teelöffel) im Laufe dieser Woche keine signifikanten Ergebnisse brachten, nehme ich heute um 3:30 Uhr eine hohe Dosis von zwei Esslöffeln ein. Kurz nach der Einnahme zeigt sich sogleich beim Hinlegen die merkwürdige Sensation eines im Rhythmus des Herzschlags langsam pulsierenden Magens. Vielleicht handelt es sich auch nur um eine Reaktion auf die Tatsache, dass ich hier am frühen Morgen auf leeren Magen ein Schnapsglas voll 38%igen Alkohols zu mir genommen hatte. Ansonsten schlafe ich problemlos wieder ein, bis mich dann um 4:30 Uhr der Wecker erneut weckt. Mit der siebenfach wiederholten Suggestionsformel setze ich zur Fernblickmethode an, wobei ich schnell wieder einschlafe. Es entfaltet sich ein vollbewusster Flugtraum in einem hallenartigen Raum; ich bin erfreut und staune über die durchschlagende Wirksamkeit der Dosis. Falsches Wachliegen in einem fremden Bett schaltet sich dazwischen, wobei ich einer Präsenz etwas aufschneiderisch und prahlerisch erkläre, dass ich die Körperbegrenzungen überwunden und mit der außerkörperlichen Erfahrung zur Magie fähig geworden sei. Eine neue Möglichkeit suchend, den Zustand zu erproben, gelange ich in die Situation, in einer großen, unbekannten Stadt umherzufahren und beschließe, mich einfach mal in das Bett irgendeines Promis einzublenden. Allerdings lande ich im eigenen Bett in meinem vom weißen Tageslicht eines bedeckten Morgens erhellten Schlafzimmer. Die Szenerie ist noch nicht voll ausgeprägt und hängt gänzlich im Nebel, als habe sie sich nur unklar aus einer hellen Void herausgebildet (die Experimente mit Hypericum, einer „Lichtpflanze“ [!], lassen mich interessanterweise eine helle Void erleben). Ich bin mir noch sehr sicher, mich im außerkörperlichen Zustand zu befinden bzw. diesen wieder sehr leicht erreichen zu können. Ich richte meinen Oberkörper auf und führe einen Zeigefingertest durch. Und tatsächlich: Der RC macht überdeutlich, dass ich noch im OBE-Zustand bin! Mit dem Zeigefinger in der Hand purzle ich nach vorn und seitlich weg, bringe mich in eine seitliche Rollbewegung und stehe so aus dem Bett auf und begebe mich auf Erkundung. An der Schlafzimmertür verlangsame ich, weil ich genau weiß, dass ich mir vorgenommen habe, zukünftig alles genau anzusehen und nicht mehr den Fehler der Hast zu machen. So gehe ich hinüber ins Arbeitszimmer, das zunächst ziemlich normal erscheint, wenngleich meine Sicht nach wie vor unscharf und trüb ist. In der Ecke links neben dem Fenster beim Computertisch entdecke ich ein flaches Objekt, das sogleich auf mich zugefahren kommt. Es ist der Staubsaugerroboter, der normalerweise im EG herumfährt und nicht hier oben. Es handelt sich auch um ein anderes Modell, eher das, welches meine Eltern besitzen. An der Ostwand entlangblickend entdecke ich gleich rechts neben dem Fenster ein kleines altmodisches Fernsehgerät mit einem hell- und dunkelgrauen Plastikgehäuse, das es dort in der Wachrealität auch nicht gibt. Mit meiner unverändert schlechten Sicht in grieseligen Weiß-Grau-Stufen bin ich nicht glücklich und versuche nun, durch Händereiben und Anstarren der Nordseite des Zimmers die Sehfähigkeit zu verbessern. Doch ohne Erfolg, denn ich gleite ins volle Erwachen über. Es ist 5:12 Uhr. Die nachfolgenden Schlafphasen sind von verwirrender Hypnagogie und überkomplexen, sehr wechselhaften Träumen geprägt.
Das heute erzielte Ergebnis fühlt sich sehr gut an. Es scheint hier eine gute Methode vorzuliegen, die angewendet werden kann, wenn dringend ein sicherer Zutritt in die vollbewusst wahrgenommene Astralwelt nötig ist.
Um Gewöhnungseffekte und eine eventuelle Lichtsensibilisierung durch das Hypericum zu vermeiden, nehme ich mir vor, solche Experimente ausschließlich auf die beiden Nächte des Wochenendes zu beschränken. Das erscheint mir schon von daher sinnvoll, da ich es mir nicht zur täglichen Gewohnheit werden lassen will, morgens auf nüchternen Magen einen „Kurzen“ zu mir zu nehmen! Außer dem walgenden Gefühl im Magen, das noch zeitweilig zu spüren war, ohne echte Beschwerden zu verursachen, zeigten sich keine Nebenwirkungen. Auch nach dem Aufstehen fühle ich mich aufgeräumt und gut erholt.

Hartheu als „Reisekraut“

Um 4:30 Uhr nehme ich einen knappen Esslöffel einer selbstangesetzten Johanniskrauttinktur ein und vertiefe mich in die Fernblickmethode mit dem Ziel, die lichtreiche Hypnagogie, wie man sie nach Einnahme von Hartheu erwarten kann, zu einem lichten Traum zu nutzen.

Es dauert etwas, bis die Wirkung einsetzt, aber tatsächlich sehe ich in der Meditation grau-weiße, sehr dynamische, teils pulsierende Lichteffekte über das Gesichtsfeld ziehen. Es wirkt wie ein verstärktes und weit beweglicheres Leuchten des Eigengraus; es sieht genauso aus, wie bei meinem ersten Versuch mit einem Johanniskrauttee, den ich aber vor dem abendlichen Einschlafen eingenommen hatte und daher dessen Wirkung nicht zu einem meditativen Triggern astraler Erlebnisse in den frühen Morgenstunden nutzen konnte.

Heute morgen gelingt es mir jedoch ganz natürlich, mich nicht auf das Lichtspektakel einzulassen, sondern mich auf das zu konzentrieren, was dahinter auftaucht! Lässt man sich auf hypnagoge Wahrnehmungen ein und beobachtet sie aufmerksam und interessiert, führt dies immer zum bewusstlosen Einschlafen!

Schließlich gelingen mir eine Reihe von Abhebungen in den außerkörperlichen Zustand, wobei ich mich teilweise im falschen Wachliegen in einem undefinierbaren Umfeld (dunkle Void) wiederfinde, teils aber auch den Eindruck habe, bei stark beschränkter Sehfähigkeit in einer Stadt zu sein, in der ich in einer engen Gasse zwischen Häusern gen Himmel starte.

Mehrfach hebe ich ab und lande wieder, übe den Start in den Flug, gerate an eine Zimmerdecke, an der ich herumtaste und dann, spielerisch schwebend, Hände und Füße gleichzeitig an die Decke bringe, was im halbschweren Schwebezustand gar nicht so leicht ist.

Als ich in den gewöhnlichen Wachzustand zurückkehre, ist es 7:10 Uhr.

Richtig und zum korrekten Zeitpunkt eingenommen erweist sich das Hartheu also tatsächlich als echtes „Hexenkraut“, dessen psychoaktive Wirkung, die meditativen Bemühungen unterstützend, als „Reisekraut“ zum Triggern außerkörperlicher Erfahrungen eingesetzt werden kann. Vielleicht wusste schon Carl von Linné davon und nannte das Johanniskraut nicht nur aufgrund der durchscheinenden Blattdrüsen „Hypericum perforatum“, also „über dem Bild“ ( hyper eikon) durchstoßen, perforiert, was ja genau dem meditativen Vorgang entspricht, hinter und durch die hypnagogen Bildwahrnehmungen zur Anderwelterfahrung vorzudringen!

Christian Rätsch lag jedenfalls daneben, als er sich entschied, das Johanniskraut nicht in seine „Enzyklopädie der psychoaktiven Pflanzen“ aufzunehmen (vgl. Rätsch, S. 24). Paracelsus nannte das Hartheu nicht umsonst ein „Arcanum, ein Universalmittel mit höchster Wirkkraft, eine Monarchei, der sich alle beugen müssen“.

Alien-OP, Teil 2

Vor 5 Uhr früh gerate ich aus einer traumreichen Phase heraus in den Zustand eines falschen Wachliegens. In der Rückenlage im Bett liegend, die Arme bequem zu den Seiten wie bei der Tiefenmeditation, drifte ich plötzlich nach links und erfahre dabei zudem eine seltsame Drehung im Raum. Es fühlt sich an, als würde mein Körper beim Abdriften zur Seite hin zugleich in einem Drittelkreis nach links um eine senkrechte Achse ungefähr auf der Höhe meines Bauchnabels gedreht. Als die seltsame Versetzungsbewegung beendet ist, befinde ich mich, dem Gefühl nach, in einem anderen Raum; ich bin gewechselt.
Durch die geschlossenen Augenlider bemerke ich grelles weißes Neonlicht von oben. Auch verspüre ich ein kribbelndes Gefühl in der gesamten linken Körperseite, im Arm, im Gesicht. Meine Interpretation läuft darauf hinaus, dass ich mich erneut in einer Situation befinde, in der es zu einer Begegnung mit außer- oder überweltlichen Wesenheiten kommen könnte, einer Kontaktaufnahme oder einer Alien-OP.
Entspannt und neugierig lasse ich mich auf die Sache ein und lasse geschehen, was kommen mag. Allerdings geschieht – gar nichts. Ich liege nur in tiefer Ruhe da. Keine Anwesenheit, keine Präsenz ist spürbar.
Schließlich öffne ich die Augen, um zu spitzen. Und es ist, als blickte ich ganz normal vom Bett aus halbrechts in mein nächtliches Schlafzimmer in Richtung Tür, wo durch einen Spalt Licht vom Flur hereinfällt. Es ist der ganz normale „OBE-Blick“ (wie ich es nenne); das passiert immer dann, wenn ich im Astralzustand willkürlich die Augen öffne. Damit ist aber auch der Anschluss an die andere Dimension, in die ich gedriftet war, wieder verloren. Leider verpasse ich es auch, mit einem RC zu überprüfen, ob ich wirklich erwacht bin oder mich nach wie vor in einem falschen Wachliegen befinde. Unklar also, ob ich von hier aus noch mal hätte zu einer Astralreise „weitergehen“ können oder nicht.