Einblicke in jenseitige Paradiese

Bei Anwendung der Trancemethode ab 5 Uhr heute morgen (mit Timerkontrolle) ergaben sich zwei sehr interessante hypnagoge Wahrnehmungen:
Im ersten Fall stehe ich relativ untermittelt in einer herrlichen Landschaft. Unter sonnigem Himmel weiten sich vor meinen Augen sommerliche, von Grünstreifen unterteilte Äcker mit von Baumreihen gesäumten Bachläufen; die Pflanzen sind allesamt grün, nichts ist ausgetrocknet oder braun.
Es gelingt mir, in dieser Landschaft stehend, mich etwas umzublicken. Dabei erweckt der Umraum ein schwer zu beschreibendes, erhebendes Gefühl.
Leider ist der physische Körper im Bett etwas zu präsent, um voll in den hypnagogen Klartraum überzugehen. Sonst wäre hier ein geradezu klassischer Übergang nach der „Bildtechnik“ gelungen.
Die zweite hypnagoge Bildwahrnehmung ist ebenfalls ausgeprägt dreidimensional. Es ist, als blickte ich im weiß verputzten Inneren einer Garage (?) auf ein kleines, viereckiges, an den Innenflächen gleichfalls sauber verputztes Loch in der Wand.
Von der anderen Seite der Wand her ragen blühende Pflanzen etwas in das Loch hinein. Es ist wie ein kleiner Durchgang in ein herrliches Sommerland jenseits dieses Loches.
Trotz des kleinen Ausschnitts ist klar, dass sich auf der anderen Seite so etwas wie ein blühender Garten mit üppig grünen Bäumen, Büschen und Pflanzen unter einem sonnenerhellten und strahlend blauen Himmel befinden muss. Es entsteht der Eindruck eines Durchblicks in ein jenseitiges Paradies.
Leider kann ich mich nicht lange in dieser Szenerie halten.

Etwas anders gelagert die Ergebnisse der Tranceübung über FM gestern (29.06.2019) ohne Timerkontrolle:
Hier gerate ich in einen Traumzustand, in dem ich mich nördlich des Platzwarthauses des Ingenheimer Campingplatzes an einer parallel zum Haus aufgestellten Turnstange wie ein Affe entlanghangele.
Ein Schüler aus der ersten Klasse, F., ist dabei ebenfalls anwesend und tut es mir gleich. Um dem Kind etwas vorzumachen, schwinge ich schließlich – mit allen vieren an der Stange hängend – wie eine Affenschaukel hin und her. Dem Kind fehlt die Kraft, dies nachzuahmen. Stattdessen aber hebt F. von der Stange zum Flug in den graublauen Himmel über dieser Szenerie ab, woraufhin ich ihm mit dem Gedanken „Das kann ich ja auch!“ folge.
Hier führte die Methode also nicht zu einem Einstieg über hypnagoge Bilder, sondern über den Traum selbst.
Zeitlich nicht mehr genau einordnen kann ich ein falsches Erwachen, bei dem ich die Uhrzeit im Traum kontrolliere. Gesehen habe ich den Zeitpunkt 5:15 Uhr; da ich ebenfalls wieder um 5 Uhr mit meiner meditativen Übung begonnen habe, ist es durchaus möglich, dass die im Traum gesehene Uhrzeit der in der physischen Realität in etwa entsprach!

Zeitvergeudung

In einem unterirdischen, fensterlosen Raum bin ich am Lehrerpult und überlege, was ich mit den Schülern machen soll. Es handelt sich um eine kleine Anzahl Abiturienten in der Prüfungsvorbereitung, die in dem stuhl- und tischlosen, völlig leeren Raum auf dem bloßen Betonboden lümmeln. Soll ich ihnen die Kapitel zur Sklaverei zu lesen aufgeben, die in dem großen Lehrbuch auf dem Pult, dem einzigen Einrichtungsgegenstand hier, zu finden sind? Oder haben sie das vielleicht schon behandelt? Unentschlossen fliege ich durch einen Durchgang in einen ebenfalls fenster- und einrichtungslosen Nebenraum zur Linken. Dort schwebe ich, die Unterrichtszeit im Grunde willentlich vergeudend und ohne irgendjemanden eine Arbeitsaufgabe zu stellen, über einem der mich beobachtenden Schüler nahe der Zimmerdecke, wo ich mich schließlich, mir erst den Hinterkopf anstoßend, rücklings hinlege, gerade so, als hätte ich mich auf den Grund eines Schwimmbeckens gelegt.

Ätherprojektion

Ab 5:12 Uhr beginne ich die Konzentration auf FM. Irgendwann gehe ich im Haus die Wendeltreppe herunter. Dabei denke ich an eine Dokumentation über den FDP-Chef Christian Lindner, die ich die Tage gesehen habe, und bin gedanklich in der Situation eines ehemaligen Schulkameraden desselben, der interviewt wird. Schließlich schwinge ich mit einer Hand an der hölzernen Handlaufstange links an der Wand durch die Luft, wobei diese mich, mit der Metallbefestigung am unteren Treppenabsatz als Drehpunkt, gegen den Uhrzeigersinn schwerelos durch den Raum trägt, bis ich im EG links neben dem Kücheneingang wieder zu Boden komme. Die ganze Zeit über agiere ich im Halbdunkeln. Die Rollläden im EG sind offenbar geschlossen; das Licht eines bedeckten frühen Morgens kommt links durch den Glaseinsatz der Haustür und vom oberen Treppenabsatz her; der Raum erscheint recht leer. Ich habe den Eindruck, den Handlauf kaputt gemacht zu haben, da er durch die Operation in seiner Verankerung gedreht und so das Holz gespalten wurde. Tatsächlich sehe ich, dass am unteren Teil des Handlaufs Beschädigungen zu sehen sind, die wie Absplitterungen an einer dicken Bambusstange aussehen. Durch die schwerelose Aktion bin ich aber inzwischen bewusst geworden und kümmere mich nicht weiter um die Beschädigungen. Vom mittleren Teil der Wendeltreppe aus unternehme ich Flugversuche in den vor mir liegenden, nun völlig dunklen Raum hinein. Dabei fühle ich mich sehr physisch und muss mich bemühen, das Fliegen zu realisieren. Der Umraum fühlt sich dabei merkwürdig beengt an, sodass kaum Platz dazu zu sein scheint. Anbei ergibt sich ein Umgebungswechsel durch die dunkle Void hindurch. Nun fliege ich in dem großen Hobbywohnwagen, den meine Eltern früher besessen haben, etwas unterhalb der Oberschränke vor der Vitrine über der Heizung. Auch hier ist es halbdunkel wie am Morgen bei zugezogenen Rollläden. Ich entschließe mich, meinen schlafenden Körper aufzusuchen, um meine These zu testen, ob in einem körpernahen Zustand („Ätherprojektion“ in der esoterischen Diktion) die Heilenergien, mit denen ich derzeit experimentiere, besser und wirkungsvoller auf den physischen Körper kanalisiert werden können. Auf dem großen Bett im hinteren Teil des Wohnwagens finde ich meinen Körper links unter drei Weiteren. Er liegt wie die anderen regungslos mit dem Kopf zur Fensterseite; Details kann ich im Halbdunkeln nicht erkennen. Die Haare wirken in der Dunkelheit schwarz und das Gesicht erscheint unter den ungünstigen Lichtverhältnissen nur als weißer Fleck. Ich senke mich von oben herab, tauche dabei in eine körpernahe Dunkelheit ein, die mir für einen Moment vollends die Sicht nimmt, und bringe meine Handflächen auf das Bett nahe bzw. vielleicht etwas unterhalb der Liegeposition meines physischen Körpers. Dabei sehe ich jetzt vor mir das Wohnwagenfenster, durch dessen Gardinen gedämpftes, weißliches Laternenlicht (?) hereinfällt, wobei mein physischer Körper unterhalb im Dunkeln bleibt. Unterdessen suche ich die Wörter, die ich zur Fokussierung der Heilenergie des Universums gebraucht habe, was zunächst schwerfällt. Doch nach einigem Überlegen fallen sie mir wieder ein. Die Handflächen nahe des physischen Körpers abgelegt, spüre ich nach Ingangsetzen des Prozesses etwas, das ich als starken Energiefluss interpretiere, der sich auch optisch als ein gedämpftes farbiges Lichtphänomen zeigt, das einem grießeligen Bildschirmrauschen in etwa gleicht. Ich gewinne den Eindruck, dass das Experiment sehr gut funktioniert! Alsbald tauche ich jedoch in eine kurze dunkle Bewusstlosigkeit ab und erwache. Es ist 6:42 Uhr, als ich nach Abschluss meiner Notizen auf die Uhr schaue. Den möglichen Auswirkungen des Versuchs muss nun mit innerer Ruhe und abwartender Gelassenheit begegnet werden, da ich feststellen musste, dass eine allzu starke Fixierung auf Ergebnisse auch eher unangenehme Konsequenzen haben kann.

Magischer Wettstreit

Um 4:30 Uhr starte ich mit der FM und träume schließlich, Ware aus einem Supermarkt in einen anderen mitgenommen zu haben. Bei der Untersuchung der Sachen an der Kasse bestätigt sich, dass es sich nicht um Eigenmarken des Marktes handelt und somit alles in Ordnung ist. Als ich den Laden verlasse – entfernt erinnert die Umgebung an den COOP, den es vor mehr als zwanzig Jahren in der Spitalbachstraße in Neustadt gab –, erhellt sich der Traum. Die schwarze Schultasche, in der ich die erstandenen Waren verstaut habe, hat sich unmerklich verdoppelt. Mit seitlich ausgestreckten Armen und den Taschen in der rechten und der linken Hand auf- und abschlagend steige ich, nach Osten die Straße entlangblickend und einige Beobachter hinter mir unten zurücklassend, senkrecht in die Luft auf. Das Rudern mit den Taschen empfinde ich durchaus als eine merklich plumpe Flugtechnik, die mich aber dennoch hoch über die Straße hinausbringt. Unter einem bedeckten Himmel fliege ich über die unnatürlich weitläufigen und breiten Straßenzüge und biege, dem Gefühl nach, linksum in die Stettinerstraße ein. Die astrale Umgebung ähnelt hier indes wage der Adolf-Kolping-Straße – und zwar an der Stelle, an der man wiederum links abbiegend in den Seitenweg einbiegen kann, der zum Wohnhaus meiner Eltern führt. Diesen Weg folge ich und erreiche dabei eine Flughöhe, die mich mindestens auf die Höhe des vierten Stocks der Wohnhäuser zu meiner Rechten hinaufbringt. Interessant ist, dass mir die ganze Zeit über eine Person nachstellt, die ich als S., einen ehemaligen Schüler, deute. Über ihm zu schweben vermittelt mir ein gewisses Überlegenheitsgefühl, das er aber recht deutlich verringert, weil es ihm ebenfalls immer besser gelingt, im Flug fast bis zu meiner Höhe aufzusteigen. Mein Verfolger scheint dies als großen Erfolg zu werten, was wiederum meinen Ehrgeiz weckt, mich ihm zu entziehen. Dazu wende ich einen Trick an. Auf telepathischem Wege suggeriere ich meinem Verfolger, dass er unten mehr in Straßennähe Kräfte in sich aufnehmen könnte, die ihn stärken und mich schwächen. Der Kniff scheint zu funktionieren, denn es lässt sich zurückfallen. Doch erwache ich, ehe ich den Erfolg des kleinen Täuschungsversuchs voll überblicken kann. Es ist kurz nach 5:30 Uhr, als ich meine Notizen zu dem Erlebnis anlege.

Eine OBE nach der Fernblickmethode

Mit der guten, alten Fernblickmethode, die ich in meinem Buch ausgearbeitet hatte, induziere ich heute eine klassische „außerkörperliche Erfahrung“. Im Prozess denke ich darüber nach, dass der Praktizierende dabei nie wissen kann, wo er herauskommt (im Land der Elben und Elfen) oder sonstwo. Es ist immer ein neues Abenteuer.

Schließlich finde ich mich im falschen Wachliegen in einem großen leeren Zimmer ähnlich dem Wohn-Schlafzimmer meines alten Appartements wieder.
Alles erscheint mir normal und in meinem halbbewussten Zustand bin ich mir auch gar nicht über die Sonderbarkeit dieses Ortes im Klaren. Dennoch führe ich einen Zeigefingertest durch und staune, dass er mir deutlich meinen astralen Zustand anzeigt!

Mit dem Baumstammrollverfahren winde ich mich nach links von der großen Matratze herunter und habe dabei das deutliche Gefühl, physisch zu werden, und meine, mich diesmal mitsamt der Bettwäsche, die sich um meinen Leib wickelt, auf den Boden gerollt zu haben. Schon erwarte ich, mich voll erwacht mit dem Bettzeug auf der Erde liegend vorzufinden. Ein nochmaliger RC bestätigt aber, dass der Astralzustand wieder erwarten noch immer stabil ist.

Sogleich stehe ich entschlossen auf, um in den Traum davonzugehen, wobei mich eine von blassen, weiß-grauen Lichtflecken durchsetzte Dunkelheit einhüllt.
Ich wende mich nach rechts und finde im Dunkeln eine Zimmertür, diesmal die meines alten Kinderzimmers. Ich durchschreite den Flur meiner elterlichen Wohnung; sie ist leer und frühmorgendlich dunkel.

Schnurstracks gehe ich auf den Balkon. Auf dem Hof liegt der alte Spielplatz, so wie er vor vielen Jahren aussah, ehe dort unten alles gepflastert und mit Garagen zugebaut wurde.
Zu meiner Überraschung ist der Platz tief verschneit; es ist schön anzusehen und verbreitet eine weihnachtliche Stimmung. Wenige Fenster sind erhellt, z.B. eines in der Spitalbachstraße und eines im gegenüberliegenden Wohnblock, wo eine spezielle Freundin meiner Mutter wohnt.

Ich möchte die Umgebung im Flug erkunden, starte auf dem sicheren Balkon und schwenke dann halbrechts über die Brüstung hinaus.
Sogleich beschließe ich, jene spezielle Freundin der Familie aufzusuchen; sie hat neuerdings irgendeine technische Anlage genau vor dem Fenster stehen und es ist nicht ganz klar, um was es sich dabei handelt.

Ich wage einen schwungvollen Anflug, verpasse aber den Einflug ins Fenster. So nehme ich erneut aus großer Höhe Anlauf, tauche rasant abwärts, steige an der Fensterfront auf und schwinge mich hinein in das spärlich möblierte Zimmer einer älteren, dunkel gekleideten Frau mit dunklem Pagenschnitt und dunkler Hornbrille. Sie bemerkt mich nicht, sondern beobachtet, im Zimmer stehend, ganz fasziniert eine Art Musik-on-Demand-Anlage, zumindest steht „on demand“ deutlich in chromfarbenen Lettern auf der Apparatur zu lesen. Das Gerät sieht wie ein PC-Monitor aus, doch zwischen zwei chromglänzenden Streifen auf schwarzem Grund zeigt ein Display in roter Digitalschrift die gespielten Musikstücke an.

Als ich die Anlage genauer in Augenschein nehme, erwache ich.
Es ist 5:12 Uhr. Den im Nachhinein betrachtet wenig realistischen Wahrnehmungen zum Trotz bin ich sehr zufrieden mit dieser klassisch eingeleiteten AKE.

Sequenzen

Dieser Tage stellen sich immer mal wieder kleinere Klartraumsequenzen ein: In einem Fall bin ich beim Strandcamping und werde von J.H. von einer Kaimauer aus ins Wasser gestoßen. Unter Wasser gelingt es mir, problemlos zu atmen, worauf sich Klarheit einstellt. Fasziniert beobachte ich, wie die Schatten zweier riesiger Fische über mich hinwegziehen. Zurück an der Wasseroberfläche verliere ich die Sehfähigkeit, doch kann ich mich auf eine treibende „Rettungsinsel“ hochziehen, die aus einer Frühstücksunterlage (!) aus Kunststoff besteht. Obgleich diese unsicher auf dem Wasser trudelt und wieder und wieder überflutet wird, bleibt sie oben. Auf ihr treibe ich schließlich gegen eine Zimmerwand. Das Gewässer scheint sich also plötzlich im Inneren eines Zimmers zu befinden. Einige Augenblicke versuche ich, Diana, eine Gefährtin aus einem der letzten Klarträume, herbeizurufen, und nebenbei meine Sicht auf die Umgebung zu verbessern. Doch die Bemühungen führen nur zum Erwachen.
Von der Erlebnisform nicht unähnlich gestaltete sich eine Erfahrung von heute Nacht. Hier werde ich beim Fliegen in einer eher undefinierten Umgebung (Feldweg) und wiederum bei sehr schlechter, graustichig vernebelter Sicht klar. Die Luzidität mündet in den totalen Sichtverlust ein. Erneut zitiere ich eine Gefährtin herbei, was zum Auftauchen einer Traum-Marionette führt. Das erkenne ich, als ich sie umarme und küsse, wobei aber kein echtes Gefühl aufkommt. Die Gestalt, die K. D. ähnelt, bleibt unlebendig und unempathisch wie eine große Spielzeugpuppe. Damit gewinnt dieser Klartraum eine eher bedrückende Stimmung, weil der Kontakt so aussichts- und chancenlos erscheint – ein Anzeichen für einen luziden Traumzustand recht geringer Qualität.

Am surrealen Strand

Ich gehe den Flur eines großen, lichten Schulgebäudes entlang, als ich mich unwillkürlich frage, ob dieses Erlebnis nicht etwa ein Traum sein könnte. Ein kurzer Finger-RC macht die Sache klar. Sofort will ich losfliegen, verliere aber augenblicklich die Sehfähigkeit und hänge träge in der Luft fest.
Einige Mühen, mich loszumachen, führen zu einer Überblendung ins falsche Wachliegen. Ich konzentriere mich auf das Körpergefühl, das sich ungeheuer intensiviert, und arbeite mich mit der Baumstammrollmethode über die Matratze, falle über den Bettrand und kann mich frei bewegen.
Auf das Sehvermögen muss ich mich eine Weile konzentrieren, ehe es sich einstellt. Und so laufe ich erst einmal blind los.
Schließlich ergibt sich eine gut bevölkerte Hotelszene, die einen kurzen, leicht trübtraumhaften Einschub erfährt. Ich gehe mit K.D. durch den Hotelflur und an den Fahrstühlen vorbei. Für mich überraschend ist, dass sie ungewohnt persönlich mit mir spricht und mir vom Besuch guter Bekannter erzählt.
Gleich darauf gelingt es mir, die Klartraum wieder vollbewusst aufzunehmen. Ich begebe mich in den Treppenaufgang und mache mich auf den Weg nach unten. Dabei unternehme ich mehrere Versuche, von den Treppenabsätzen abspringend Purzelbäume in der Luft auszuführen, bleibe aber merkwürdigerweise nach einer halben Rolle in der Luft hängen und muss mich anstrengen, die Luftrolle zu vollenden.
Nach unten hin wird das Hotel bevölkerter.
In der Hotelhalle muss ich über abgestelltes Gepäck steigen und schlüpfe schließlich durch eine Strandtür nach draußen.
Der Meeresstrand ist hier märchenhaft und nachgerade surreal. Um auf den Sandstrand zu gelangen, muss ich zunächst einmal an einem gigantischen schwarzen Hund mit langem glänzenden Fell und spitzer Schnauze vorbei. Das geht aber problemlos, da der Riese friedlich ist und gar nicht großartig auf mich reagiert.
Nun schreite ich hinaus auf den grauen feinen Sand; unter dem blauen Himmel liegen Leute ruhig und entspannt auf Badetüchern, einige von ihnen tragen Solariumbrillen. Hinter einigen querliegenden grauen Felsen geht es sacht hinab zum Wasser.
Gelegentlich kommen mächtige Wellen herein, die den Strand hoch überspülen, ohne indes den Sand nass zurückzulassen (!); in den hereinflutenden Wassermassen treibt u.a. ein Buckelwal über den Strand!
Kurz teste ich die Wassertemperatur und stelle fest, dass es tropisch warm ist, obgleich der Strand eher die Anmutung eines Nordseestrandes hat.
Ich gehe zurück, um mir bei, auf oder hinter den Felsen einen Handtuchplatz zu suchen.
Noch ehe ich meine Suche abschließen kann, erwache ich. Es ist 6:46 Uhr. Der Klartraum war spontan, intensiv und zeitlich ziemlich prolongiert.

Schabernack

Heute wieder ein sehr prolongierter Klartraum. Um 4:30 Uhr wurde mit der Einleitung begonnen; Ende um 6:16 Uhr.
Ich fand mich, zunächst unluzid, in einem großen Bungalow wieder, überprüfte irgendwann meinen Zustand mit einem RC, der aber negativ ausfiel. Dennoch hatte ich irgendwie das Gefühl loslegen zu können und legte eine Flugprobe ein, die sogleich für Klarheit sorgte.
Umgehend wollte ich mit der Klärung jener existenziellen Frage fortfahren, die ich schon gestern am liebsten dem Doppelgänger gestellt hätte.
So wünsche ich mir einen weisen Gesprächspartner herbei.
Eine Art männliche Putte mit krausen Blondhaaren und kleinen blauen Augen erscheint mir und empfiehlt mir dazu jemanden, der in das Papier eine Chipstüte (!) wie in einen Umhang gekleidet in Erscheinung treten werde.
Gleich darauf erhalte ich tatsächlich eine längliche Chipstüte, die in meinen Händen erscheint. Im Umherschweben im Inneren des Hauses gelange ich mehr oder minder gleichzeitig in einen leicht dämmrigen Flur, wo eine junge Frau mit dunklem Haar, dunkelbraunen Augen und braunem Teint die Tür eines Zimmers öffnet, um eine der dort in einer kleinen Gruppe wartenden Personen einzulassen – es scheint sich um die Warteschlange vor dem Behandlungszimmer einer Heilerin oder Schamanin (?) zu handeln.
Ich verweile nur kurz am Rande der Wartegruppe und ziehe mich dann, die Chipstüte öffnend und meine Fragen in die Öffnung hineinsprechend, in einen größeren angrenzenden Raum zurück. Irgendwie weiß ich ganz von selbst, dass so zu verfahren sei.
Anschließend halte ich die Öffnung der Tüte an mein rechtes Ohr und fliege lauschend in langsamen weiten Kreisen in dem Raum umher.
Tatsächlich tönt aus der nicht etwa mit Chips, sondern mit einer popcornähnlichen Masse gefüllten Tüte eine salbungsvolle weibliche Stimme hervor, die mir u.a. verkündet, meine Sache sei bei Gott, auch bei „Maria“ und „Allah“, gut angenommen, zudem hätte ich „Trump“ nur an einer Stelle zugestimmt …
Das mehr und mehr sich ausdehnende Gerede enttäuscht mich zunehmend, denn es ist einfach nur das Gewäsch einer billigen Jahrmarktswahrsagerin, das nicht einmal ansatzweise auf meine Fragen eingeht. Am Ende höre ich nur noch mit halbem Ohr zu und bin froh, als das Popcorn der wertlosen „Instantwahrsagetüte“ ausgelaugt ist und die Stimme nichts Weiteres mehr zu sagen hat. Verdrossen stelle ich fest, dass ich nichts von Bedeutung erfahren habe.
Dennoch will ich nicht aufgeben; der luzide Traumzustand ist stabil genug, um fortfahren zu können. Entschlossen quetsche ich mich durch die Außenwand des Bungalows, sie leistet mir nur kurz einen etwas härteren Widerstand, ins Freie. Unter dem frühmorgendlich blauen Himmel, hinter mir geht wohl gerade die Sonne auf, pausiere ich kurz auf der umgelegten Rückbank eines Kombis und kämpfe einen Moment mit der Enttäuschung, die ich soeben erlebt habe. Für einen Moment taucht ein junger Soldat in Tarngrün am Wagen auf. Offenbar gehört das Fahrzeug ihm.
Schließlich raffe ich mich auf und fliege weiter in eine herrliche Landschaft hinein. Es handelt sich um eine Wiese an einem Waldrand.
Dort begegnet mir sogleich eine Art orientalischer Jägersmann! Er trägt einen Anzug aus bräunlich-olivgrünem Filz mit vielen Taschen, eine Flinte über der Schulter und einen roten Topfhut mit weißem Rand. Vom Gesicht her könnte er vielleicht türkischer Herkunft sein. Ihn frage ich ohne viele Umschweife, wo ich die weiseste Person dieser Welt finden könne. Doch der Jäger reagiert abweisend und geht, ohne auf mich einzugehen, nach rechts weiter eine überdachte hölzerne Treppe, wie im Märchen ist sie stellenweise mit weißen Pilzhüten bewachsen, in ein bewaldetes Tal hinunter.
Weiter hinten am Waldrand entdecke ich in diesem Augenblick eine weitere Person und mache mich auf, diese zu befragen.
Doch in diesem Moment gehe ich ins Erwachen über.
Im Wachen fühle ich mich sehr ernüchtert, weil ich rein gar nichts in meiner Sache erreichen könnte. Es fühlt sich regelrecht so an, als hätten sich die Helfer hier diesmal einen rechten Schabernack mit mir erlaubt.

Ätherprojektion

In einer traumhaft abgewandelten Version meines ehemaligen Gymnasiums rase ich im Sauseschritt eine breite, dunkle Betontreppe hinunter und denke daran, wie sehr ich doch solche riesigen Gebäude liebe, deren weitläufige Innenräume so ungemein viel Platz und Bewegungsfreiheit bieten.
Als ich um den letzen Absatz herumgehe und in einen großen, kellerartigen Raum, einen grauen Betonbunker, einschwenke, überkommt mich der Traumverdacht. Ich überprüfe ihn mit einem prompt geliegenden Flugversuch.
Sogleich muss ich im Flug an meinen Paredros denken; ich habe das Bedürfnis, ihn zu sehen, bin mir aber unsicher, ob es mir in der gegebenen Situation glücken kann.
So fliege ich kurzzeitig weiter, um den Zustand zu stabilisieren, entsinne mich aber sogleich, dass dies häufig kein probates Mittel ist, sondern oft auch ins Gegenteil ausschlagen kann.
Umgehend bringe ich mich senkrecht herunter, erlebe aber eine Enttäuschung. Sobald ich den Boden berühre, knicken mir die Beine ein und ich spüre, wie ich physisch werde. Mit den Einsinken der Beine ereilt mich ein Sehverlust und ich versinke in Dunkelheit.
Eilig unternehme ich einen Rettungsversuch, in dem ich vorwärts wegfliegen will in ein unmittelbar auftauchendes, unscharfes Licht vor mir. Dabei vernehme ich den Vorwurf einer inneren (?) Stimme, dass sie, gemeint sind die Paredroi, mir seit Wochen nicht helfen (!). Es ist, als würde ein Beobachter meiner Entwicklung mit diesem Kommentar meine tatenlosen Helfer kritisieren wollen.
Derweil kämpfe ich weiter mit einem sehr zähen, fast gelähmten Flug, wobei ich insbesondere meine Beine nur mit extremer Kraftanstrengung ausstrecken kann, was das Fliegen äußerst mühsam macht. Nach kurzem Kampf werde ich schnell physisch. Mit angewinkelten Beinen liege ich auf der linken Seite. Vermutlich hatte ich es also mit einem Erlebnis im „Ätherkörper“ zu tun, einem Zustand sehr nah der Physis; der Sehverlust und die Dunkelheit sind ebenfalls Indizien dafür.
Es ist 6:25 Uhr; fünf Minuten später hätte mich ohnehin der Wecker aus dem Astralzustand gerissen.

Der mysteriöse Raum

In einem kleinen Café ärgere ich mich mit einer Kuchenverkäuferin herum, die behauptet, ich hätte ein Stück Kuchen verzehrt, das für einen anderen Kunden reserviert gewesen sei, und verlangt doch glatt 300 € für dieses „Vergehen“ von mir! Letztlich wird es mir zu blöd. Die dumme Kuh kennt doch meinen Namen nicht, denke ich, und mache mich eilends durch die Glastür davon. Draußen herrscht ein angenehmer Tag irgendwo in einer Innenstadt. Ich suche mich unter die Menschen zu mischen und entschließe mich sodann, durch eine hohe gräulich-braune Holztür zu treten, die ich an der Ecke seitlich eines schmalen Platzes entdecke. Nach meiner Auffassung führt sie in die Bibliothek dieser Stadt. Drinnen bringe ich mich mit kräftigen Armschwüngen am Treppenaufgang vorbei nach oben und klare dabei auf. Ich gelange in einen Raum mit graubraunen, fensterlosen Holzwänden und steige bis zu dessen gewaltig hoher Decke auf. Dort treffe ich auf ein großes lamellenbestücktes Oberlicht, durch das, von der linken Seite her, weißes Tageslicht in den Raum fällt. Durch die Höhe und die gewaltigen Dimensionen empfinde ich den mysteriösen Raum irgendwie als majestätisch. Diesen Gedanken im Kopf drehe ich ein halbe Runde unter der Decke und komme zu einem kistenförmigen Absatz, an dem ich für einen Moment das Gefühl habe, die Szenerie würde um 180° kippen und ich befände mich mit einem Male nicht mehr an der Decke, sondern am Grund dieses seltsamen Raumes. Einen Sekundenbruchteil später stellt sich indes wieder die alte Orientierung ein und, mein Spiel fortsetzend, lasse ich mich von dem hölzernen Absatz in undefinierbarer Höhe immer weiter in die Tiefe und Dunkelheit gleiten, bis ich schließlich aufwache. Es ist ca. 6:20 Uhr.