Magischer Wettstreit

Um 4:30 Uhr starte ich mit der FM und träume schließlich, Ware aus einem Supermarkt in einen anderen mitgenommen zu haben. Bei der Untersuchung der Sachen an der Kasse bestätigt sich, dass es sich nicht um Eigenmarken des Marktes handelt und somit alles in Ordnung ist. Als ich den Laden verlasse – entfernt erinnert die Umgebung an den COOP, den es vor mehr als zwanzig Jahren in der Spitalbachstraße in Neustadt gab –, erhellt sich der Traum. Die schwarze Schultasche, in der ich die erstandenen Waren verstaut habe, hat sich unmerklich verdoppelt. Mit seitlich ausgestreckten Armen und den Taschen in der rechten und der linken Hand auf- und abschlagend steige ich, nach Osten die Straße entlangblickend und einige Beobachter hinter mir unten zurücklassend, senkrecht in die Luft auf. Das Rudern mit den Taschen empfinde ich durchaus als eine merklich plumpe Flugtechnik, die mich aber dennoch hoch über die Straße hinausbringt. Unter einem bedeckten Himmel fliege ich über die unnatürlich weitläufigen und breiten Straßenzüge und biege, dem Gefühl nach, linksum in die Stettinerstraße ein. Die astrale Umgebung ähnelt hier indes wage der Adolf-Kolping-Straße – und zwar an der Stelle, an der man wiederum links abbiegend in den Seitenweg einbiegen kann, der zum Wohnhaus meiner Eltern führt. Diesen Weg folge ich und erreiche dabei eine Flughöhe, die mich mindestens auf die Höhe des vierten Stocks der Wohnhäuser zu meiner Rechten hinaufbringt. Interessant ist, dass mir die ganze Zeit über eine Person nachstellt, die ich als S., einen ehemaligen Schüler, deute. Über ihm zu schweben vermittelt mir ein gewisses Überlegenheitsgefühl, das er aber recht deutlich verringert, weil es ihm ebenfalls immer besser gelingt, im Flug fast bis zu meiner Höhe aufzusteigen. Mein Verfolger scheint dies als großen Erfolg zu werten, was wiederum meinen Ehrgeiz weckt, mich ihm zu entziehen. Dazu wende ich einen Trick an. Auf telepathischem Wege suggeriere ich meinem Verfolger, dass er unten mehr in Straßennähe Kräfte in sich aufnehmen könnte, die ihn stärken und mich schwächen. Der Kniff scheint zu funktionieren, denn es lässt sich zurückfallen. Doch erwache ich, ehe ich den Erfolg des kleinen Täuschungsversuchs voll überblicken kann. Es ist kurz nach 5:30 Uhr, als ich meine Notizen zu dem Erlebnis anlege.