Fehlerquelle Nummer Zwei

Die Nacht ist geprägt von vielen präluziden Astralwanderungen und Flugträumen. Nach der Vertiefungsphase zur üblichen Uhrzeit bin ich im Umfeld eines großes, herrschaftlichen Hauses von quadratischer Grundfläche unterwegs.
Im Inneren des Familiensitzes gehe ich begeistert von Raum zu Raum. Im unteren Geschoss ist in prachtvoller Weise weihnachtlich geschmückt.
In einem der oberen Stockwerke besichtige ich das Schlafzimmer der Herrschaften, mit denen ich mich im Übrigen selbst identifiziere, mich als deren Teil betrachte und daher sozusagen in meinen eigenen Hallen unterwegs bin.
Da ich mich noch nicht zur Ruhe begeben will, verlasse ich das Schlafzimmer, überquere erkundungslustig einen Flur und öffene eine hohe weiße Holztür. Im Raum dahinter stellt sich augenblicklich ein schwarz-weißes Dämmerungssehen ein. Ich verlasse den Raum und betrete ihn irgendwann nochmals, wobei sich nichts an der Sicht ändert. Vielmehr muss ich zeitweilig mit einem dünnen, endlos erscheinenden weißen und schleierartigenVorhang kämpfen, der mich am Weitergehen hindert. Den Endlosvorhang geduldig immer weiter zur linken Seite wegraffend komme ich schließlich daran vorbei und betrete den länglichen Raum. In dem durch hohe Fenster zur Linken und an der Kopfseite des Raumes erhellten Zimmer stehen lange Tische, auf denen silberfarbene Servierglocken abgestellt sind. Aufgrund der schlechten Dämmerungssicht versuche ich einen kurzen Moment lang durch Händereiben die Szene zu stabilisieren, besinne mich dann aber eines Besseren: Erneut will ich eine Translation ins Sommerland mit der senkrechten Sonne vollziehen.
Bei der Translation stellt sich ein Wärmegefühl auf meiner Schädeldecke ein, als würde sie von oben von der Sommersonne beschienen – ein Zeichen, dass es funktioniert.
Durch die Augenlider wird es immer heller, durch den Lidspalt sehe ich schon das Sonnenlicht; der Raum wird transparent und schwindet. Aus den Linkskreisen ausscherend stehe ich auf einer sonnigen Freifläche rechts eines Gebäudes. Allerdings steht die Sonne in diesem Umfeld wieder etwas südlich des Zenits, was mir falsch vorkommt. Sofort beginne ich einen neuerlichen Translationsversuch, bei dem ein Kind (Junge) hinzutritt und mich belustigt im Rücken anschiebt. Das stört mich und ich gebe dem Jungen zu verstehen, dass er das sein lassen soll. Ich spüre nebenbei, dass die Translation mich nicht weiterführt. Ich verbleibe am gegebenen Ort und erwache dann schnell.
Was ist die Lehre aus der Geschicht´: Das Problem war wohl, dass meine Wahrnehmungen nicht den eigenen Vorstellungen entsprachen, was zu Missdeutungen der Situation führte.

Fehlerquelle Ungeduld

Nach einer 30-minütigen, timerkontrollierten Vertiefung ab 4:30 Uhr schlafe ich ein und finde mich schließlich in einem großen Meditationszentrum wieder, einer Halle mit normal zimmerhoher Decke und bräunlichen Holzwänden.
Ich liege auf dem Rücken am Boden auf einer der vielen ausgelegten Matten. Während einige sich gegenseitig Klartrauminstruktionen erteilen, ignoriere ich das alles und kann mich völlig problemlos nach rechts durch die Luft abheben und ausrollen.
In meinem halbdunklen Schlafzimmer bringe ich mich links des Bettes auf die Füße, laufe ein paar schwere Schritte, bis ich am Kopfende des Bettes nahe der Zimmertür die Translation in Linkskreisen beginne.
Zwar laufe ich recht lange, verspüre dabei aber schnell ein Gefühl der Ungeduld, was mich die Sache zu fahrig und unkonzentriert angehen lässt.
Die Translation führt mich in ein Zimmer durch dessen Decke hindurch ich erkennen kann, dass die Sonne hier südlich des Zenits steht. Damit weiß ich sofort, dass ich mein eigentliches Ziel verfehlt habe. Ein paar interessante Eindrücke halten mich dennoch vor Ort.
In einem Raum, der von der Lage her mein altes Jugendzimmer sein könnte, begegne ich einer älteren, korpulenten Frau um die 60 Jahre, vielleicht etwas älter, mit grauer Kurzhaarfrisur, die es sich in einem Liegesessel bequem gemacht hat. Als unsichtbare Präsenz ist auch meine Mutter anwesend.
Die Unterhaltung mit der Frau ergibt, dass sie eine Engländerin ist, die irgendwann im Babyalter (!) meiner Mutter begegnet ist und sie hier nun wiedergefunden hat. Im astralen Zustand scheint man sich erstaunlicherweise also auch an Begegnungen zu erinnern, die normalerweise wohl kaum erinnerlich sind und vermag sich dann bewusst darauf zu beziehen.
Zwischenzeitlich hat sich der Liegesessel unmerklich in ein Bett gewandelt. Die Frau liegt unter der Bettdecke, ich links von ihr bäuchlings darauf.
Um nicht die Klarheit einzubüßen führe ich einen Zeigefingertest durch. Interessanterweise kennen meine Mutter und die Dame dieses Verfahren auch und legen ihm sogar eine weitere, symbolische Deutung bei, die mir so noch nicht bekannt war: Wenn der Zeigefinger in die Handfläche gedrückt werde, stehe dies dafür, dass man „frei“ sei. Bringe man jedoch den Finger von der Oberseite der Hand her ein, bedeute dies das Gegenteil: Unfreiheit.
Kurz nachdem ich diese etwas eigentümliche Information erhalten habe, erwache ich.
Leider habe ich den „Kraftort“ auf der anderen Ebene nicht erreicht. Ich muss geduldiger, ruhiger und konzentrierter verfahren, um mein Ziel nicht zu verfehlen.

Das Mittagsland

In einer Art Einkaufszentrum oder Urlaubsressort schwebe ich alsbald unter der Decke, werde luzid und bringe umgehend meine Füße zu Boden, um aus dem gesicherten Stand heraus eine Translation zur Ebene der senkrechten Sonne vorzunehmen.
Dazu laufe ich in einem engen Linkskreis auf der Stelle und habe dabei zunächst das Gefühl, keinen Erfolg zu haben.
Vor den geschlossenen Augen stellt sich nur eine helle Void ein.
Kontinierlich weiterlaufend überlege ich für einen Moment, die Armbeuge zusätzlich über meine geschlossenen Augen zu legen, um dann zu einem neuen Seheindruck durchzudringen, als ich plötzlich – sehr zu meiner Überraschung – unter mich blickend ganz klar einen Steinboden aus versetzt verlegten, rechteckigen Pflastersteinen wahrnehme.
Als ich den Blick hebe, stehe ich unvermittelt in einer voll ausgeprägten astralen Umgebung: Es handelt sich um eine antike Stadt.
Ich stehe unter einer aquäduktähnlichen Konstruktion in einer Altstadt. Ein Kind (es scheint mir Lasse zu sein) ist bei mir. Sogleich will ich überprüfen, ob meine Translation ins Mittagsland, zur Mitte und zum Nabel der Welt geglückt ist, und schicke auch Lasse los, sich so schnell als möglich einen Ausblick auf den freien Himmel zu verschaffen, um den Sonnenstand zu überprüfen.
In rasanter Versetzung gleiten wir zum Fundament des antiken Aquädukts und dort in eine waagerechte Mauerspalte ein, um von dort aus auf den offenen Strand (?) vorzudringen. Scheinbar liegt die alte Stadt direkt am Meer.
Zuerst habe ich den Eindruck, dass die Spalte für mich zu schmal ist und ich mir beim weiteren Vordringen die Haut am Rücken aufreißen könnte.
Doch dann gebe ich mir, erpicht, den Himmel zu überprüfen, einen Ruck und komme schmerz- und verletzungslos hindurch.
Mein sofortiger Blick zum Himmel bietet mir ein faszinierendes Bild.
Obgleich die Sonne als helle Scheibe im Zenit steht, herrscht in dieser astralen Umgebung Abendstimmung!
Die Dinge existieren hier in einer paradoxen Gleichzeitigkeit, die augenscheinlich werden lässt, dass ich den gesuchten Ort der Ort- und Zeitlosigkeit tatsächlich erreicht habe!
Augenblicklich gehe ich los, um die Kräfte und Eindrücke dieses Ortes tief in mich aufzunehmen
Rechtsum in die antiken Gassen eintauchend lege ich meine Handflächen an die pastellfarben-rosarote Verputzung einer Wand rechts neben mir.
Als ich schließlich weitergehe, komme ich an einer Schreinerei vorbei, die ihre Produkte offen auf der Gasse ausstellt: verblüffend neuzeitlich anmutende Glasvitrinenschränke mit modernen Schlössern. An diesem zeitlosen Ort der Gleich- und Nichtzeitigkeit wundert das allerdings wenig.
Eins weiter an der Ecke stoße ich auf einen wie von elektrischem Licht erhellten, leeren Schlosserladen (Schlüsseldienst). Bei seinem Anblick wird mir endgültig klar, dass ich an diesem Ort auch gestern oder vorgestern Nacht gewesen war, doch erinnere ich mich erst jetzt wieder daran. An dem verlassenen Schlosserladen steht die Tür offen. Zu meinem Begleiter meine ich noch beiläufig „Unvernünftig, oder nicht?“ und ziehe die Ladentür ins Schloss, was mein unsichtbarer Begleiter ohne größere Beteiligung zur Kenntnis nimmt.
In diesem Augenblick erwache ich. Es ist 4:15 Uhr.
Ich fühle überdeutlich, dass mein Ziel, mir an diesem Ort Kraft zu holen, geglückt ist! Die Gewissheit trägt mich durch den Vormittag und ist noch immer spürbar, als ich mich nachmittags ans Abtippen meiner Notizen mache.

Avalon

Nach der meditativen Vertiefung irre ich in meinem umgebauten und offenbar umfänglich sanierten Elternhaus umher. Ich wundere mich über ungleichmäßige Treppenstufen und finde im 4. Obergeschoss einen Wandelgang mit abzweigenden Fluren vor (wie in einer Hotelanlage). Hier suche ich die Wohnung meiner Eltern und stoße – nach Süden (?) hinaus – auf einen langen Flur mit einem sich über dessen gesamte Länge erstreckenden Panoramafenster. Mir unbekannte ältere Leute bevölkern die Szene, die sich hier offenkundig auch erst neu orientieren müssen. Mit Blick auf das weite Panorama vor dem Fenster werde ich schlagartig luzid, denn ich erkenne das Sommerland, das sich weit und tief unter mir ausbreitet. Ich überprüfe den Stand der Sonne, die tatsächlich gleißend hell, aber nicht versengend im Zenit steht. Ihr Licht lässt helle Häubchen von Sonnenreflexionen auf Baumspitzen u.a. leuchten. Mir wird klar: Hier haben wir Avalon, den keltischen Apfelgarten, das Land der Ewigen ohne Ort und Zeit, in dem die Sonne immer senkrecht steht wie auf der Insel der Kirke oder der Kalypso!
Ich fliege durch das Fenster und über eine hohe Baumfront unter mir hinweg und blicke auf das sich vor und tief unter mir liegende, sanfthügelige Land mit grünen und goldgelben Feldern und einem lebhaft blauen See im herrlich goldenen Sonnenlicht. Gut ist, dass sich beim Passieren der Scheibe kein Dimensionswechsel ergeben hat; schlecht ist, dass sich die Stabilität herabsetzt, was ich durch Händereiben über dem Kopf zu korrigieren versuche. Leider mit wenig Erfolg. So versuche ich so viel als möglich von den Eindrücken und der Kraft hier in mich aufzunehmen, doch die Sicht entzieht sich mir alsbald in Unschärfe und schließlich verschwindet der optische Eindruck gänzlich. Mit hypnagogen Lichteffekten vor Augen erfolgt ein hochenergetisiertes Erwachen. Es ist 6:12 Uhr. Übungsbeginn kurz nach 5 Uhr.

NY

Hier ein spontaner luzider Traum von gestern früh (31.01.19):
Auf einer kleinen Insel vor New York werde ich in einem großen Flachdachgebäude (einer Mischung aus Hotel, Kauf- und Einrichtungshaus und Basar) luzid; in den hellen Räumen und breiten, flachen Treppenaufgängen fliege ich unter der Decke entlang.
Nach einigen kleinen Angebereien gegenüber den Leuten im Haus beschließe ich, die Zeit zu nutzen, um NY von oben zu erkunden.
Dazu fliege ich aufs Dach, um mir meinen Ausgangspunkt gut einzuprägen; das Gebäude zählt zur „Mavi“-Kette, deren Logo ein quadratisches Schild mit ineinander verschachtelten orange-gelben und roten Quadraten mit einem kleinen roten Quadrat in der Mitte ist.
Nun fliege ich aufwärts und stelle fest, dass das in dieser astralen Umgebung auf einer Felsenküste thronende NY aus Stapeln von Getränkekisten aus knallgelben und vielfältig bunten Plastik besteht, die die Skyline mit den Wolkenkratzern formieren!
Noch hoffe ich, einen Zugang zu einem realistischeren NY zu finden und fliege dabei in eine faszinierende und bizarre Felsenlandschaft auf jener der Küste vorgelagerten Insel hinein. Von dort will ich hinüber nach NY starten. Doch nun bemerke ich, dass die Großstadt gänzlich verschwunden ist.
Stattdessen breitet sich eine völlig andere, fantastische Dimension vor mir aus: eine besiedlungsfreie Steilküstenlandschaft mit vielfältigen Sandsteinformationen. Immer noch auf der vorgelagerten Insel verweilend fliege ich in eine tiefe, wie von Wasser ausgewaschene Mulde in einem gewaltigen Sandsteinfelsen hinein, die wie eine Startrampe nach oben zum gedämpft blauen, von leichten grauen Schleiern überzogenen Himmel führt. Nun indes entdecke ich hinter und unter mir zwei spielende Kinder in dieser wilden Felslandschaft; es ist hier also nicht völlig menschenleer. Ich kehre um, um eventuell jemanden zu finden, den ich über die Umgebung hier befragen kann.
In diesem Moment erfolgt das Erwachen. Es ist 5:42 Uhr, als ich meine Notizen beginne.

Strahlende Sonne

Ich löse mich aus einem Traum, in dem ich in der Rolle eines Schülers irgendwelchen nebulösen Unterrichtsverpflichtungen nachgeben muss. Stattdessen gebe ich mich der wunderschönen Sommerlandatmosphäre hin, die in diesem Traum herrscht, und gehe, vorbei an an kleinen Café-Tischen sitzenden Leuten, einen Waldweg bergauf. Oben will ich rechts einem mir in ungefähr bekannten Wanderweg folgen und so den traumhaften Zwängen des Schultraums bewusst entgehen. Zur Sicherung beschließe ich noch, einen Realitätstest durchzuführen, spüre jedoch, dass meine rechte Hand irgendwie in Bettwäsche eingehüllt ist und ich sie nicht losbringe; diese merkwürdige Doppelwahrnehmung genügt mir als RC. Leider habe ich zwischenzeitlich die herrliche Szenerie verloren und laufe im Dunkeln weiter. Dabei versuche ich, wieder Anschluss an die Traumumgebung zu gewinnen, was allerdings nicht von Erfolg gekrönt ist. In einer eigentümliche Veränderung der Raumlage drehe ich mich schließlich liegend um mich selbst, magentafarbene Muster aus gedämpften Sternen kreisen um mich und ich greife wieder den Gedanken auf, die universelle Energie zu fokussieren. Die Dunkelheit um mich fühlt sich dabei wie eine Decke an, die dicht um mich gewickelt ist. Auch mein Gesicht ist in unangenehmer Weise eingehüllt und ich bekomme schlecht Luft (wahrscheinlich eine Wahrnehmung des physischen Körpers; bin derzeit erkältet und habe eine verlegte Nase). Dennoch klappt die Fokussierung, denn ich blicke alsbald in eine strahlende Sonne über mir. Wesenheiten treten hinzu, deren eine mir einen Holzteller dicht vor Augen hält. Darauf sind kreisförmig glanzlose kleine blaue und rosafarbene Strasssteine eingelassen. Mit weiblicher Stimme erläutert mir die Wesenheit, ich sei vom nördlichen zum südlichen Wasserstamm (jeweils der obere und der untere Strassstein) gelangt und solle nun von der Mitte zu meiner Mitte gelangen. Im Zentrum des Strasssteinekreises befindet sich ein weiterer kleiner Stein, so dass das Symbol auf dem Teller wie ein Rad mit Speichen aussieht. Die Erläuterungen mit ihren Anspielungen auf die Zeichentrickserie „Avatar, der Herr der Elemente“ ergeben für mich in der gegebenen Situation keinerlei Sinn und schließlich erwache ich. Es ist 7:44 Uhr, als ich das Erlebnis notiere.

Die Instanz

Diesmal wieder eine ziemlich aufschlussreiche Astralprojektion. Sie beginnt mit einem falschen Wachliegen, zu dem es kurz nachdem ich mich zu einer OBE entschlossen hatte kommt. Zunächst bemerke ich ein seltsames Brummen in meinen Ohren. Mich halb aufrichtend sehe ich bei eingeschaltetem Deckenlicht links unten neben mir auf der Matratze einen unheimlichen Teddybären. Er liegt, den Kopf in meine Richtung, auf dem Rücken und bewegt sich selbstständig, als wäre er lebendig. Mich überkommt die Vorstellung, dass er sich sogleich aufrichten und dämonisch rote Augen aufschlagen würde. Von der ersten Sekunde an ist mir völlig klar, dass es sich um ein astrales Erlebnis handeln muss und verfolge daher die Entwicklung interessiert. Doch tritt umgehend eine Dunkelheit auf, in der ich mich schließlich aus meinem Deckbett herauswinde, mich in eine aufrechte Haltung und meine Beine neben dem Bett zu Boden bringe. Dies fühlt sich an, als würde ich meine Füße durch eine Art verflüssigter Luft bewegen. Zur Stabilisierung reibe ich meine Hände, die wie ein schwach farbig leuchtendes Gas vor meinen Augen schweben. Ohne dass sich gleich eine Sichtverbesserung ergibt, gehe ich hinüber ins Arbeitszimmer, wo der Blick sich völlig aufklart. Mein Haus ist in dieser Wirklichkeitsdimension größer als in der physischen Realität. Es gibt Balken aus hellbraunem Holz und ein großes Erkerfenster, von dem aus ich in einen hallenartigen Vorbau des Hauses hinunterblicke, durch dessen Fenster man einen bunt und üppig blühenden Garten unter einem weiß überzogenen Himmel sieht. Leider verliere ich an einer bestimmten Stelle den Kontakt und lande wieder im Bett, von wo aus ich, bei nach wie vor stabilem Astralzustand, erneut aufbreche, um aus dem Haus herauszugelangen. Bemerkenswerterweise funktioniert dies aber nicht so, wie ich möchte. Es scheint eine Instanz zu geben, die mich irgendwie bei mir selbst halten will und verhindert möchte, dass ich das astrale Umfeld erkunde. So ist nun plötzlich das Erkerfenster mit einem geschlossenen Rollladen versehen. Als ich diesen hochziehe, ahne ich schon, dass unter dem ersten nur ein zweiter geschlossener Rollladen erscheint. Dieses Phänomen ist mir im Helltraum schon häufiger begegnet. Das Spielchen mit der hinderlichen Instanz geht noch eine Weile lang in verschiedenen Variationen weiter, ehe ich es dann doch nach draußen unter den freien Himmel schaffe. Dort schwebe ich schließlich rücklings hoch unter dem gräulich bewölkten Himmel und habe dabei das Gefühl, mit gewaltiger Geschwindigkeit durch die Welt zu rasen und kurz vor einer Art himmlischen Offenbarung zu stehen. Diese bleibt jedoch aus; stattdessen bewirkt der Zustand letztlich ein Abgleiten ins gewöhnliche Träumen. Es ist kurz vor 6 Uhr, als ich mit meinen Notizen beginne. Nächstes Mal werde ich auf die Instanz hören und, anstatt mich an geträumten Hindernissen abzuarbeiten und so die Traumzeit zu verschwenden, bei mir selbst bleiben und schauen, was es da zu tun gibt.

Ätherprojektion

Ab 5:12 Uhr beginne ich die Konzentration auf FM. Irgendwann gehe ich im Haus die Wendeltreppe herunter. Dabei denke ich an eine Dokumentation über den FDP-Chef Christian Lindner, die ich die Tage gesehen habe, und bin gedanklich in der Situation eines ehemaligen Schulkameraden desselben, der interviewt wird. Schließlich schwinge ich mit einer Hand an der hölzernen Handlaufstange links an der Wand durch die Luft, wobei diese mich, mit der Metallbefestigung am unteren Treppenabsatz als Drehpunkt, gegen den Uhrzeigersinn schwerelos durch den Raum trägt, bis ich im EG links neben dem Kücheneingang wieder zu Boden komme. Die ganze Zeit über agiere ich im Halbdunkeln. Die Rollläden im EG sind offenbar geschlossen; das Licht eines bedeckten frühen Morgens kommt links durch den Glaseinsatz der Haustür und vom oberen Treppenabsatz her; der Raum erscheint recht leer. Ich habe den Eindruck, den Handlauf kaputt gemacht zu haben, da er durch die Operation in seiner Verankerung gedreht und so das Holz gespalten wurde. Tatsächlich sehe ich, dass am unteren Teil des Handlaufs Beschädigungen zu sehen sind, die wie Absplitterungen an einer dicken Bambusstange aussehen. Durch die schwerelose Aktion bin ich aber inzwischen bewusst geworden und kümmere mich nicht weiter um die Beschädigungen. Vom mittleren Teil der Wendeltreppe aus unternehme ich Flugversuche in den vor mir liegenden, nun völlig dunklen Raum hinein. Dabei fühle ich mich sehr physisch und muss mich bemühen, das Fliegen zu realisieren. Der Umraum fühlt sich dabei merkwürdig beengt an, sodass kaum Platz dazu zu sein scheint. Anbei ergibt sich ein Umgebungswechsel durch die dunkle Void hindurch. Nun fliege ich in dem großen Hobbywohnwagen, den meine Eltern früher besessen haben, etwas unterhalb der Oberschränke vor der Vitrine über der Heizung. Auch hier ist es halbdunkel wie am Morgen bei zugezogenen Rollläden. Ich entschließe mich, meinen schlafenden Körper aufzusuchen, um meine These zu testen, ob in einem körpernahen Zustand („Ätherprojektion“ in der esoterischen Diktion) die Heilenergien, mit denen ich derzeit experimentiere, besser und wirkungsvoller auf den physischen Körper kanalisiert werden können. Auf dem großen Bett im hinteren Teil des Wohnwagens finde ich meinen Körper links unter drei Weiteren. Er liegt wie die anderen regungslos mit dem Kopf zur Fensterseite; Details kann ich im Halbdunkeln nicht erkennen. Die Haare wirken in der Dunkelheit schwarz und das Gesicht erscheint unter den ungünstigen Lichtverhältnissen nur als weißer Fleck. Ich senke mich von oben herab, tauche dabei in eine körpernahe Dunkelheit ein, die mir für einen Moment vollends die Sicht nimmt, und bringe meine Handflächen auf das Bett nahe bzw. vielleicht etwas unterhalb der Liegeposition meines physischen Körpers. Dabei sehe ich jetzt vor mir das Wohnwagenfenster, durch dessen Gardinen gedämpftes, weißliches Laternenlicht (?) hereinfällt, wobei mein physischer Körper unterhalb im Dunkeln bleibt. Unterdessen suche ich die Wörter, die ich zur Fokussierung der Heilenergie des Universums gebraucht habe, was zunächst schwerfällt. Doch nach einigem Überlegen fallen sie mir wieder ein. Die Handflächen nahe des physischen Körpers abgelegt, spüre ich nach Ingangsetzen des Prozesses etwas, das ich als starken Energiefluss interpretiere, der sich auch optisch als ein gedämpftes farbiges Lichtphänomen zeigt, das einem grießeligen Bildschirmrauschen in etwa gleicht. Ich gewinne den Eindruck, dass das Experiment sehr gut funktioniert! Alsbald tauche ich jedoch in eine kurze dunkle Bewusstlosigkeit ab und erwache. Es ist 6:42 Uhr, als ich nach Abschluss meiner Notizen auf die Uhr schaue. Den möglichen Auswirkungen des Versuchs muss nun mit innerer Ruhe und abwartender Gelassenheit begegnet werden, da ich feststellen musste, dass eine allzu starke Fixierung auf Ergebnisse auch eher unangenehme Konsequenzen haben kann.

Magischer Wettstreit

Um 4:30 Uhr starte ich mit der FM und träume schließlich, Ware aus einem Supermarkt in einen anderen mitgenommen zu haben. Bei der Untersuchung der Sachen an der Kasse bestätigt sich, dass es sich nicht um Eigenmarken des Marktes handelt und somit alles in Ordnung ist. Als ich den Laden verlasse – entfernt erinnert die Umgebung an den COOP, den es vor mehr als zwanzig Jahren in der Spitalbachstraße in Neustadt gab –, erhellt sich der Traum. Die schwarze Schultasche, in der ich die erstandenen Waren verstaut habe, hat sich unmerklich verdoppelt. Mit seitlich ausgestreckten Armen und den Taschen in der rechten und der linken Hand auf- und abschlagend steige ich, nach Osten die Straße entlangblickend und einige Beobachter hinter mir unten zurücklassend, senkrecht in die Luft auf. Das Rudern mit den Taschen empfinde ich durchaus als eine merklich plumpe Flugtechnik, die mich aber dennoch hoch über die Straße hinausbringt. Unter einem bedeckten Himmel fliege ich über die unnatürlich weitläufigen und breiten Straßenzüge und biege, dem Gefühl nach, linksum in die Stettinerstraße ein. Die astrale Umgebung ähnelt hier indes wage der Adolf-Kolping-Straße – und zwar an der Stelle, an der man wiederum links abbiegend in den Seitenweg einbiegen kann, der zum Wohnhaus meiner Eltern führt. Diesen Weg folge ich und erreiche dabei eine Flughöhe, die mich mindestens auf die Höhe des vierten Stocks der Wohnhäuser zu meiner Rechten hinaufbringt. Interessant ist, dass mir die ganze Zeit über eine Person nachstellt, die ich als S., einen ehemaligen Schüler, deute. Über ihm zu schweben vermittelt mir ein gewisses Überlegenheitsgefühl, das er aber recht deutlich verringert, weil es ihm ebenfalls immer besser gelingt, im Flug fast bis zu meiner Höhe aufzusteigen. Mein Verfolger scheint dies als großen Erfolg zu werten, was wiederum meinen Ehrgeiz weckt, mich ihm zu entziehen. Dazu wende ich einen Trick an. Auf telepathischem Wege suggeriere ich meinem Verfolger, dass er unten mehr in Straßennähe Kräfte in sich aufnehmen könnte, die ihn stärken und mich schwächen. Der Kniff scheint zu funktionieren, denn es lässt sich zurückfallen. Doch erwache ich, ehe ich den Erfolg des kleinen Täuschungsversuchs voll überblicken kann. Es ist kurz nach 5:30 Uhr, als ich meine Notizen zu dem Erlebnis anlege.

AKE

Ich träume, im Bett zu liegen und denke wieder einmal mit großer Lust und Freude an die magische Fähigkeit des Fliegens und betätige mich darin spontan im Schwimmmodus. Bäuchlings auf der rechten Körperseite liegend löse ich mich von der physischen Bindung und schwimme im Brustschwimmstil nach links über die Matratze schwebend davon. Schnell werde ich jedoch wieder physisch, was sich in der üblichen Rückblendung in die Ausgangslage vollzieht, wobei ich zuerst deutlich mein Kopfkissen im Gesicht an der rechten Backe spüre, ehe ich zurückgezogen werde. Sogleich rolle ich mich nach rechts in einem Bogen durch die Luft aus dem Bett heraus und lande. Ein Finger-RC zeigt mir, dass ich nach wie vor im Astralzustand verweile, und laufe bis zum Türspalt der angelehnten Schlafzimmertür, wo ich mich durch Händereiben stabilisieren will. Dennoch kann ich es nicht verhindern, zurückgezogen zu werden und ins Bett zurückzublenden. Das Gefühl des Physischen überwiegt nun, sodass ich die Erfahrung als beendet erlebe. Wiederum eine nette kleine außerkörperliche Erfahrung mehr.