Störungen

Im Traum stellt sich ein Fahrgefühl ein; von rechts erhellt gelbes Sonnenlicht die Szenerie einer Fahrt, die von einer Kreuzung ausgehend eine Straße mit Mittelstreifen einwärts und einen Schlenker rechts an einem Häuserblock vorbeiführt. Im Fahrtgefühl bemerke ich bewusstseinsklar, dass eine Ablösung möglich sein müsste. Der optische Eindruck vergeht und blendet zu einem Liegen im Bett über; sofort versuche ich, nach links weg rauszuschwimmen und spüre begeistert, dass es klappt. Leider bricht der Zustand zusammen, ehe der Prozess völlig abgeschlossen ist, und ich rutsche ins Physische im Bett zurück (Uhrzeit 8:18 Uhr). Trotzdem empfinde ich dieses Kurzerlebnis als äußerst gut!
Es ist mir Bestätigung und Belohnung für meine Bemühungen, da ich heute morgen mit massiven Ablenkungen und Konzentrationsstörungen zu kämpfen hatte. Eine ausreichend lang anhaltende Vertiefung über FM wollte nicht gelingen. Andauernd kam es zu Abirrungen, inhaltlich nicht erinnerlichen hypnagogen Störungen usw., die die Vertiefung verhinderten. Ich musste mich mit höchster Anstrengung zwingen, mich mit harter Disziplin immer und immer wieder neu auf das Gefühl der meditativen Anspannung zu konzentrieren, um die Flut von Abirrungen unter Kontrolle zu bringen. Als ich das Gefühl bekomme, erfolgreich zu sein und ausreichend lang konzentriert bleiben zu können, lockere ich die sehr hart eingerichtete FM, um entspannter fortzufahren. Nun muss ich aber feststellen, dass ich dringend aufs WC muss. Also raus. Um 7:15 Uhr lege ich mich wieder hin und mache entspannter weiter (hatte bei meinem erzwungenen WBTB doch sehr auffällige Spannungen in der Muskulatur verspürt) in der Hoffnungm, als Lohn der Mühe und als Beweis der richtigen Herangehensweise ein Erlebnis zu erhalten. Und siehe da, es hat hingehauen!!

Höhlen und Schlussstriche, 08.07.2019

In einer großen, kaufhausartigen Halle, sehr hell und viel weiße Farbe, steige ich aus einer Art dachlosen Box zum Flugschwimmen auf. Der Raum wandelt sich daraufhin schnell in einen leeren, spärlicher erhellten unterirdischen Raum, eine Höhle. Sogleich beschließe ich völlig bewusst nach links wegzugehen, um das unterirdische Reich zu verlassen. Zu meiner Linken durchlaufe ich einen Durchgang in dieser Höhle und gerate in einen weiteren, sehr ähnlichen Höhlenraum. So passiere ich mehrere dunkle Höhlendurchgänge, wobei gelegentlich ein interessantes Farbspiel die Höhlenwände überstreicht: rote bzw. gelbe Lichtstreifen wandern umher. Beim letzten Durchgang scheint es mir so, als handele es sich um eine Sackgasse. Dennoch schreite ich hinein und komme problemlos durch. Im letzten Höhlenraum ragen vor mir viele hohe, rechteckige und glaslose Fenster oben in der Höhlenwand auf, durch die ein herrlicher Sternenhimmel und linkerhand mystisches Mondlicht zu sehen ist! Ich stabilisiere durch Kneten der gefalteten Hände und will hinaus. Doch beim nächsten Schritt verblassen die Sterne und ich erwache (um 4:02 Uhr). Gegen 2:15 Uhr war ich kurz aufgewacht, hatte mir Klartraumsuggestionen gegeben und war wieder eingeschlafen.

Ab 5:11 Uhr richte ich FM ein und halte die Kondition eine ziemliche Weile aufrecht.
Nach einer Vielzahl hypnagoger Wahrnehmungen finde ich mich am Ende der Phase in einem Traum wieder, in dem ich an einem Roman tippe, der meine luziden Erlebnisse schildert. Ein erstes, einleitendes Kapitel fehlt noch, doch habe ich nicht das Bedürfnis, die Arbeit wirklich abzuschließen. Versehentlich leite ich das Dokument an den Drucker weiter und unterbreche den Vorgang durch die Abbruchtaste an dem Gerät. Nur die erste Seite wurde im Miniaturdruck (links oben in der Ecke des DIN-A4-Blatts) ausgedruckt.
In der nächsten Sequenz stehe ich rechts neben einem (meinem) Bett, das seltsamerweise auf dem Treppenabsatz zum Speicher meines Elternhauses steht. Hinter dem Bett stehen Kübel mit Grünpflanzen und Kräuter, darunter auch ein paar niedere Brennnesseln, wachsen direkt hinter dem Kopfende aus einer Bodenritze.
Die nächste Szene lässt sich grob in meinem alten Kinderzimmer und dem Flur der elterlichen Wohnung verorten. Ich fühle mich als Magier, der schon als kleiner Junge schlummernd im Schlafanzug unter der Decke entlangschwebt.
Zu guter Letzt erwache ich, von Anfang an hellwach und glasklar, im Bett meines Jugendzimmers. Mein Bruder geht gerade zur Arbeit. Durch Schwimmen löse ich mich gegen einen nur geringen Widerstand aus dem Bett und schwimme ins Wohnzimmer, wo ich durch die Scheibe und einen transparent wirkenden Rollladen hindurch in den dunklen Morgen hinausfliege. Dort draußen will ich eine Runde drehen, merke aber, dass, zuerst im rechten Gesichtsfeld, die Wahrnehmung für die Umgebung schwindet. Ich bringe mich zum Boden vor dem Haus herunter, wo sich wieder eine klare Sicht einstellt. Ich beschließe, meinem Bruder zur Bushaltestelle zu folgen. Ich blicke hinüber zu den beiden Wegen rechts und links des Hauses und warte, ob er von dort kommt. Da sich niemand zeigt, nehme ich an, dass er schon vorne an der Haltestelle ist, und gehe in Richtung Stettiner Straße weiter. Auf dem Straßenschild rechts steht jedoch ein anderer Name, eher „Vosgau“ oder so ähnlich. Als ich vor das Schild trete und genauer nachlese, steht dort die glasklare Aufschrift: „Schlußstriche“! Etwas verwundert setze ich meinen Weg fort und entdecke auf der gegenüberliegenden Straßenseite meinen Bruder mit einem Fahrrad mit blinkenden Pedalrückstrahlern. Er schiebt das Rad Richtung Branchweilerhofstraße.
Ich gehe zu ihm rüber und frage: „Du kannst Rad fahren?“ (aufgrund einer Lernbehinderung hat er dies in der physischen Realität nie gemeistert).
„Was denkst denn du?“, antwortet er und dreht Richtung Spitalbachstraße um. Hier fährt er über die Haltelinien der breiten Rechts- und Linksabbiegerspuren, die es dort in der Alltagsrealität nicht gibt, und stellt sich mit seinem mattsilbernen Rad falsch herum am Eingang der Linksabbiegerspur auf und fährt los zur Werkstatt. Auch hier ist es also mit seinen Kenntnissen der Verkehrsregeln nicht weit her, bemerke ich noch, ehe ich in den Wachzustand überblende. Es ist 6:14 Uhr.

Kurzprotokolle:
An diesem Morgen (04.07.) nur eine Kurzsequenz in der Art des falschen Wachliegens, die in einen „Schultraum“ übergeht, eine bei mir sehr „beliebte“ Traumform, bei der man träumt, sich auf der Arbeit mit allerlei Unsinnigkeiten herumärgern zu müssen.

Am 05.07. realisieren sich bei eisenharter Konzentration auf die meditative Anspannung für Sekundenbruchteile Teilablösungen: der Kopf scheint vorzuhüpfen, die rechte Hand löst sich von der physischen und wedelt astral umher. Es ergeben sich kurze Versetzungen in gehende Bewegungen, die z.B. von dem Gedanken begleitet werden, hierhin oder dorthin, z.B. nach links zum Auto, zu laufen. In einer unbewussten Astralwanderung gehe ich in der Rolle eines Studenten abends in Neustadt umher und mache mir Sorgen über die Realisierbarkeit meiner Abschlüsse. Plötzlich stellt sich Morgenstimmung ein und ich rutsche eine steile, mit Sandsteinen ausgelegte Böschung zu einer um eine Mauer führenden Straßenbiegung herunter. Nach einem abrupten Szenenwechsel gehe ich auf einem Campingplatz Richtung Ausgang. Die Taschenuhr zeigt 8 Uhr morgens an und ich wundere mich, wo ich diese Nacht nur geschlafen habe! Ich habe keine Ahnung – eigentlich hätte ich an dieser Stelle bewusst werden können. Es blieb aber aus.

Am 06.07. und 07.07. Einleitungsexperimente, die aber fehlschlagen (Fehlkonzentrationen und Ablenkungen) und nur kaum erinnerliche Hypnagogie zur Folge haben.

Astrale Waldwanderungen

In einem sonnigen Wald nehme ich hinter einer Laubbaumfront eine Bewegung war. Ist es irgendein Wildtier, irgendetwas mit hellbraunem Fell? Ich begebe mich durch die Front hindurch und belange auf eine moosbewachsene Lichtung in einem märchenhaft urtümlichen Wald in einer mir völlig unbekannten Gegend. Von dem Tier kann ich nichts entdecken. Im nächsten Moment brechen meine Füße im trockenen Moosbett durch und sinken einige Zentimeter in den Untergrund. Für einen Sekundenbruchteil muss ich an Getier denken, dass dort unten drin lebt und nun um meine Füße wuselt. Aber nichts dergleichen geschieht.
Fast im gleichen Augenblick erkenne ich diese Szene als hypnagog. Ich blicke mich um und verspüre das dringende Bedürfnis, hier zu bleiben und luzid zu träumen. Aller geistigen Anstrengung zum Trotz verliere ich jedoch den Anschluss und erwache. Etwas enttäuscht nehme ich meine meditative Anspannung wieder auf.
Schließlich finde ich mich erneut unterwegs vor. Diesmal laufe ich einen Gehsteig entlang. In der Hand halte ich einen geöffneten Regenschirm, da es soeben einen ordentlichen Guss gegeben hat. Scharfe Windstöße zerfleddern mir meinen Schirm. Links neben mir entdecke ich den schmalen, über eine Böschung führenden Pfad, den ich zuvor auch heraufgekommen bin und der mich, quer über eine von Büschen durchsetzte Wiese, zurück zum Rand des Waldes bringen wird, den ich in diesem Traum durchwandert habe.
Der Pfad ist jetzt vom Regenguss ganz schlammig, sodass ich ausgleite und auf Hintern und Rücken nach unten rutsche. Nun bin ich an Hose und Sommerjacke von nassem Lehm verschmiert. Zudem verliere ich etwas weiter hinten auch den Griff meines arg mitgenommenen Regenschirms. Von hinten kommt indes eine fröhliche Wandergruppe nach und eine ältere Dame aus deren Reihen hebt den Griff auf und reicht ihn mir.
Ich danke ihr und gehe weiter.
Am Waldrand befindet sich links des Pfades eine Art Podium, fast wie ein Boxring. Auf dem Podium umherstreifend entsinne ich mich meines Vorhabens, bei nächster Gelegenheit luzid zu träumen.
Auf dem Podium umherspringend bemerke ich, dass ich fast schwerelos bin und, wie ein Astronaut auf dem Mond, hohe Sprünge vollführen kann und dabei ganz langsam wieder zur Erde sinke.
Dadurch stellt sich nach und nach Klarheit ein.
Und schließlich weiß ich, dass ich mich genau jetzt in der Situation befinde, loslegen zu können! So probiere ich zu fliegen und kann es problemlos. Die Zustandskontrolle in Form des Zeigefingertests macht alles völlig klar.
Sofort beginne ich mit der Technik des passiven Fliegens zu experimentieren, habe aber, in der Luft sitzend, das Problem, Geschwindigkeit aufzunehmen. Es gelingt nicht so wie erhofft. Zusätzlich zeigt sich eine astrale Präsenz in Gestalt eines blonden Jungen (wie Li.). Diese betatscht mich unverhohlen und stört meine Bemühungen.
Nach mehreren Versuchen bringe ich den Störenfried schließlich zur Ruhe, indem ich ihm an die Stirn greife und meinen Daumen auf die Stelle seines dritten Auges drücke. So lege ich ihn still, seine Augen erstarren und er fällt rückwärts weg wie stillgelegt und verschwindet.
Zwischenzeitlich ist es im astralen Umraum Nacht geworden.
Ohne größere Erfolge verzeichnen zu können kehre ich zu meinen Versuchen zurück. Fast in der Rückenlage treibe ich von dem wie mit weißem Scheinwerferlicht erhellten Podium weg und erkenne, dass nun über der Waldgegend ein schöner Sternenhimmel zu sehen ist.
Dort treibend gehe ich den meditativen Gedanken durch, hier zu ruhen und so Kraft zu sammeln. Kaum ist diese Meditation eingeleitet, verblassen die Sterne, als hätte ich durch meinen Gedanken dem Umfeld alle Energie abgezogen, und erwache.
Es ist kurz vor 6 Uhr. Der Bettgang erfolgte um Viertel vor 12; die Vertiefung in die Trance wurde um 5 Uhr eingeleitet.

Die Kathedrale

In einem mittelalterlichen Stadt befinde ich mich im Inneren eines Kathedralbaus im Werden. Der Bau aus gelblich-weißem Kalkstein steht bereits in seinem Gerippe; imposante, krabbenverzierte Strebewerke ragen auf, doch die Wandfüllungen und Decken fehlen noch. Interessanterweise ist allerdings schon viel Figurenwerk fertiggestellt, das allerdings noch etwas grob behauen und nachbearbeitungswürdig erscheint (laut Alfred Ballabene handelt es sich bei diesem Eindruck aber um einen Hinweis darauf, dass es sich dabei um eine etwas niedrigere Unterebene vielleicht irgendwo zwischen der mittleren und hohen Astralebene handelt). Darunter auch ein gewaltiges, einen Papst darstellendes Steinmetzwerk in der Mitte des Baus. In der weitläufigen Anlage habe ich zuvor dem Aufmarsch deines großen Zusammentreffens von Klerikern und Adligen beigewohnt, die sich in buntester mittelalterlicher Gewandung ein Stelldichein zu Ehren des auf seinem Thron hofhaltenden Papstes eingefunden haben.
Nachdem sich alles verlaufen hat, finde ich in der Nähe einer Säule bei der Außenmauer Goldblechteile (offenbar von verlorenem und zertretenen Schmuck der hohen Herren) sowie längliche, wie Pommes geschliffene Halbedelsteine.
Diese Wertsachen sammle ich ein, stecke indes die pommesförmigen Edelsteine in einen Becher und stelle sie an den Eingang eines Ladengeschäftes, da mir der Verdacht kommt, dies könnte auch verstreute Ware aus diesem Geschäft sein.
Allmählich mehr und mehr luzid werdend fliege ich in einem gleitenden Szenenwechsel durch einen Laden in dieser Stadt (eine Art Konfiseriegeschäft, in dem Rot- und Goldtöne das Interieur beherrschen) und dort geradeaus durch den Eingang in eine enge Mittelaltergasse, ebenfalls eine, teilweise mit Sonnensegeln beschattete Ladenpassage.
Hier beschließe ich, vom mühsamen Schwimmmodus auf den passiven Flug im Sitzen umzustellen, was aber diesmal nicht so gut klappt, denn der Start gelingt mir nicht so wie gewünscht. Im Zuge der Bemühungen um die Flugtechnik erwache ich nach 5 Uhr.

Falsches Wachliegen

Mir träumt, dass mir mein Wecker Probleme bereitet. Die Ziffern flimmern auf dem Display, sie fallen aus und erscheinen wieder in chaotischer Weise. Es scheint, als würde das Gerät endgültig den Geist aufgeben. Dabei verspüre ich ein gewisses Gefühl der Dringlichkeit und des Missfallens, weil es so aussieht, als wäre es bereits 10 vor 7 und ich müsste gleich aufstehen. Ansonsten sieht alles im Raum aus, wie im gewöhnlichen morgendlichen Schlafzimmer, das von der angelehnten Schlafzimmertür her mit weißgrauem Morgenlicht dämmrig erleuchtet wird. Obwohl der Wecker wohl kaputt ist und wohl kaum ein korrektes Wecksignal mehr liefern wird, stelle ich ihn an seinen Platz und wälze mich dann auf die rechte Seite, um noch ein wenig zu ruhen.
In dieser Stellung werde ich bei geschlossenen Augen von einem Wesen angefallen, das ich als ein überdimensionales Raubtier, einen mächtigen Fuchs deute.
Dabei ist mir sofort klar, dass es sich um ein Phänomen des falschen Wachliegens handeln muss. Ich verspüre keine Angst, sondern drücke das Erlebnis willentlich weg und verscheuche auf diese Weise das Unwesen, um dann aber sofort eines Besseren zu besinnen. Lieber möchte ich die Erfahrung experimentell auskosten und denke mir: „Fall mich nochmal an!“, was auch umgehend eintritt! Das Wesen kehrt zurück und beißt mich in die linke Schulter, was mit einem Druckgefühl, aber nicht mit irgendeinem unangenehmen oder schmerzhaften Gefühl verbunden ist.
Zudem mache ich sogleich einen Zeigefingertest, um den Astralzustand abzusichern. Weil ich meine, bis zum Aufstehen nur noch ein paar Minuten zu haben, rolle ich mich eilends nach links aus und gleite fliegend durch das Arbeitszimmer, wo ich mich durch das linke Fenster drücke und in den morgendlichen Garten herunterplumpsen lasse.
Mit Blick auf die grün-gelben Grasbüschel vor mir überlege ich, zur Meditation anzusetzen. Dieser Gedanke wird aber sehr schnell durch einen anderen verdrängt: Im Sitzen am Boden lege ich die Fußsohlen so zusammen, dass sich die Pfeilform einer Art Zieleinrichtung bildet, und starte durch das Zurücklehnen des Oberkörpers zum Flug.
Diese „passive“ Flugtechnik ermöglicht eine unglaublich rasante Fortbewegung durch die Luft. Jäh aufsteigend und auf Dachhöhe einen Schlenker fliegend jage ich vorwärts durch eine majestätische, schwarzblaue, oben ins Blaue aufsteigende Dunkelheit, mache an deren Grenze einen Rechtsschwenk und sause in die Ausgangsrichtung zurück.
Schließlich fliege ich zurück ins Haus, dessen Inneres sich nun total gewandelt hat: Im relativ engen und holzgetäfelten Treppenschacht einer Wendeltreppe fliege ich in den recht schmalen Flur eines ebenfalls holzgetäfelten und von einem warmen Licht sacht erhellten Wohnbereichs ein. Dort sind als unsichtbare Präsenzen mein Bruder und ferner meine Mutter (?) anwesend. Mein Bruder wundert sich gegenüber der zweiten Person über meine eigentümliche Flugfähigkeit. Bei mir selbst ist immer noch der Zeitdruck, das Gefühl, gleich aufstehen zu müssen, virulent. Letztlich erwache ich.
Es ist 4:48 Uhr. Das Gefühl, die Nachtruhe sei gleich zu Ende, war also ebenso eine Täuschung aus dem Zustand des falschen Wachliegens wie die geschilderten Probleme mit dem Wecker.

Die „Schale“

In der Küche meiner Eltern werde ich luzid. Von einem Schrank rechts neben der Tür schaue ich in den von warmem, gelbem Lampenlicht erhellten Raum.
Draußen vor dem Fenster ist es nächtlich dunkel. Irgendwie in der Luft schwebend sitze ich in einer Art imaginären Schale, was sich ein wenig so anfühlt, als säße ich in den Armen einer sehr großen unsichtbaren Person. Etwas unangenehm daran ist, dass meine Beine ein wenig unbequem über den Rand der „Schale“ hängen.
Immerhin kann ich mich in dieser eigentümlichen Hockhaltung leicht fortbewegen. Ich muss mit dem Oberkörper nur leicht nach hinten kippen, um mich in eine Vorwärtsbewegung zu versetzen. So fahre ich in der „Schale“ über eine kurze dunkle Strecke im Flur in das gleichfalls angenehm erhellte Wohnzimmer, von wo aus ich nach draußen in die Nacht südlich des Wohnblocks meiner Eltern hinausgleite.
Dort drifte ich in einer Wende nach links, wobei ich allerdings, sehr zu meinem Bedauern, feststelle, dass mir zunächst ein Sehfähigkeits- und dann ein völliger Anschlussverlust an den gegebenen astralen Umraum unterläuft. Ich hatte infolgedessen gar keine Chance, mehr als nur kurz an mein weiteres Vorgehen hier zu denken.
Es ist kurz nach 6 Uhr morgens.

In sich selbst verkrümmt

Recht früh am Morgen (noch vor 3:30 Uhr) träume ich, in einer angenehmen Sommernacht über einen Campingplatz zu fliegen. Schließlich begebe ich mich in das Innere eines nach Süden ausgerichteten Vorzeltes, wo ich kurz herumkrame (was genau, kann ich nicht mehr sagen). Dann jedoch werde ich luzid und erinnere mich meines Vorhabens, innerhalb der Traumwirklichkeit „die Welt anzuhalten“. Umgehend durchquere ich den Zelteingang und begebe mich rechts an die Ecke des Zeltes, wo im Halbdunklen auf einem schmalen Durchgang neben der Zeltplane und einem Beet ein dünnes Sitzkissen auf dem Boden liegt. Es scheint nicht ganz trocken zu sein. Dennoch setze ich mich darauf und blicke von dort neben der Zeltplane in den herrlichen Sternenhimmel im Südwesten auf. Eine Konstellation heller Fixsterne strahlt dort markant am blauschwarzen Himmel. Sogleich versuche ich meine Meditationsformel im Geist zu rezitieren, bekomme sie aber nicht richtig zusammen, stocke und verwirre mich. Anbei wechselt ohne mein eigenes Zutun meine körperliche Lage. Den Blick für das herrliche Umfeld büße ich ein und kauere am Ende in einer Art Käferhaltung eingerollt am Boden. Ich bin im Wortsinn in mich selbst verkrümmt (Homo incurvatus in se). Sich an einer verbalen Meditationsformel abzuarbeiten ist offenkundig also nicht die beste Methode, um mit sich selbst zu arbeiten.

Ätherprojektion

In einem langen graubodigen Flur mit weißen Wänden öffne ich eine hellgrau lackierte Holztür zu einem Besprechungszimmer, um meine darin abgestellte Tasche zu holen. Drinnen stehen jede Menge Herren in Anzügen um die langen rechteckigen Besprechungstische versammelt und verbeugen sich gerade, als würden sie sich in einer japanischen Zeremonie vor dem neuen Tenno verneigen, vor der Wand zur Linken des Raumes.
Vor der Wand angekommen verbeuge ich mich dort ebenfalls, um nicht aufzufallen, unhöflich oder unangepasst zu erscheinen, und versuche zu überspielen, dass ich nicht im Geringsten weiß, um was es hier geht. Eine Männerstimme flüstert mir sogleich freundlich zu, dass ich eigentlich in einer Notenkonferenz erwartet werde. So verweise ich noch schnell auf meine Tasche, schnappe sie und verabschiede mich freundlich von der Versammlung, in der jetzt auch von einzelnen Personen Texte religiösen Inhalts rezitiert werden.
Draußen frage ich mich, welche Konferenz hier gemeint sein soll und komme zu dem Schluss, dass es sich um einen Irrtum handeln muss.
Ich gehe und bin recht schnell unter freiem, frühmorgendlich blauen Himmel. Östlich von mir sehe ich H.-J. oben bei seinem Haus; er winkt mir zu und deutet mir an, dass ich zu ihm kommen soll.
Ich mache mich auf den Weg und schwenke auf eine Straße ähnlich der Klingbachstraße in Ingenheim ein.
Auf dem Bordstein links der Straße entlanggleitend versperrt mir ein Haus mit einem roten Sandsteinturm mit steinernem Kuppeldach den Blick auf H.-J.s Haus.
Wenn ich daran vorbei bin, müsste es wieder in den Blick geraten.
Bäuchlings und tief über dem Gehweg gleite ich in einem schnellen Flug dahin, wobei sich die Sensation eines Kinderschulranzens direkt vor mir einstellt. Damit erkenne ich endgültig den Traum und führe zur Überprüfung einen erfolgreichen Zeigefingertest durch.
Umgehend rolle ich aus der Bauchlage nach rechts weg und falle über den rechten Rand meiner Matratze. Halb in der Rückenlage am Boden neben dem Bett schwebend will ich mich leicht aufrichten und blicke dabei in einen ausgeprägten, über links gedrehten Farbwirbel mit ringförmiger Mitte, einem schmalen, leicht nebeligen Lichtkranz mit dunklem Auge in der Mitte, in der Finsternis unmittelbar vor mir.
In dem Vorhaben, sofort in die Vertiefung durch Anhalten sämtlicher Traumaktivitäten zu gehen, lasse ich mich zurücksinken. Anbei spüre ich aber schnell, wie mir das Gespür für den nach wie vor in der Handfläche steckenden Zeigefinger schwindet, was den raschen Wechsel in die physische Realität markiert. Das Gefühl in den Händen und Armen driftet und das physische Körpergefühl stellt sich ein, auf der rechten Seite mit überkreuzten Armen zu liegen. Es ist 8:06 Uhr.
Dumm, wenn einem durch Experimentierlust und den Drang, die eigenen Vorhaben umzusetzen, der Anfängerfehler passiert, eine solche AKE oder Ätherprojektion nicht erst einmal gründlich zu stabilisieren.

Nachträge

Im Spanienurlaub und in den Tagen davor mangelte es mir an Zeit, mein astrales Tagebuch zu tippen. Daher nun eine Reihe von Einträgen auf einen Schlag.

14.04.2019: Nachdem ich ab 4:30 Uhr FM angewendet hatte, ärgere ich mich über Stunden mit gewöhnlichen Traumzuständen herum. Schließlich fühle ich mich innerhalb eines präluziden Traumes frustriert, dass ich keine Luzidwerdung zustande bekomme. Vom Westeingang meiner ehemaligen Realschule aus laufe ich ins Innere des Gebäudes und schaue mich dort um. Dabei argumentiere ich mit mir selbst, dass ich sonst oft luzid werde, wenn ich meine Umgebung genau betrachte und intensiv begutachte. Doch scheint nichts dergleichen zu geschehen. In der Nähe des östlichen Eingangs schaue ich mich erneut genau um. Alles scheint, bis auf geringfügige Abweichungen, genauso auszusehen wie in der Realität. In den Raum zurücklaufend führe ich einen Zeigefingertest durch, der negativ ausfällt, wobei im selben Augenblick Jo. aus westlicher Richtung auf mich zukommt. Sie schaut in Richtung Osteingang an mir vorbei, weist mich aber telepathisch auf den Atemtest hin und führt diesen auch durch. Ich tue es ihr sogleich nach und stelle fest, dass dieser Realitätstest zu einem anderen Ergebnis kommt als der Zeigefingertest! Ich kann durch die zugekniffene Nase problemlos aus- und einatmen (während der ZT immer noch nicht funktioniert!) und werde sofort völlig luzid. Umgehend will ich eine Translation zu einem schönen, ruhigen Naturort vornehmen. Doch ich laufe und laufe, bis ich mich zeitweise schnell bis zu einem leichten Schwindelgefühl um die eigene Achse drehe, woraufhin ich bewusst wieder in einen etwas kontrollierteren Gang zurückfinde. Aber nichts geschieht; es bleibt eine von grauen, durch meine Drehbewegung verschmierten Lichtstreifen durchzogene Dunkelheit vor meinen Augen. Es tritt keine Veränderung ein. Schließlich schere ich weit nach rechts (in Richtung des Osteingangs aus) und spüre nach wie vor die feinen Kieselsteine des Betonbodens unter meinen Füßen. Ich habe also definitiv keinen Wechsel vollzogen. Optisch bekomme ich keinen Blick mehr auf die Szenerie. Stattdessen erwache ich. Es ist 7:49 Uhr.
Durch die meine ablenkenden Versuche und Aktivitäten konnte ich den relativ kurzen Klarheitsmoment nicht in meinem Sinne nutzen. Auch muss ich mich wieder darauf zurückbesinnen, die gewöhnlichen Träume als trügerisch und uninteressant zu ignorieren, sonst nehmen sie zu viel Platz in der Erinnerung ein und gewinnen mehr Macht, als sie ohnehin schon besitzen.

20.04.2019: Auf der nächtlichen Reise nach Platja d´Aro (bei Girona) schlafe ich nur kurzfristig und wenig tief im Sitzen ein. Dennoch erhalte ich in einer Traumsequenz einen sehr deutlichen Einblick in die „Sphäre des falschen Heiligen Geistes“ (wie dies die Hermetiker und Mystiker nennen). Aus einem mir vor einem dunklen Hintergrund direkt vor die Augen gehaltenen Buch, das ich intuitiv Hans Küng zuordne, liest mir eine Stimme die ersten Zeilen eines Kapitels in einem getragenen liturgisch anmutenden Singsang vor; der Vortrag kommt mir irgendwie unheimlich und befremdlich vor, doch halte ich die Audition bewusst eine Weile lang aufrecht. Inhaltlich kann ich allerdings nicht sehr viel Sinnvolles mitnehmen – nur das Wort „imaginieren“ bleibt mir klar in Erinnerung. Interessant ist das Erlebnis insofern, als diese „Sphäre des Truges“ unter den Kundigen sehr gefürchtet ist, da sie, für diejenigen, die sich auf ihre Offenbarungen einlassen und sie als Erkenntnisse aus einer höheren Wirklichkeit begreifen, zu einer Verführung zu allmöglichen religiösen und ideologischen Irrwegen werden kann.

22.04.2019: Auch hier komme ich, wie das im gewöhnlichen Traum kaum zu vermeiden ist, mit der „Sphäre der Trugbilder“ in Berührung. Ich träume, auf einer Veranstaltung irgendwelcher bibeltreuer Christen zu sein. Sie findet auf einem großen Sportplatz statt und es werden biblische Verse vorgetragen. Die Veranstaltung läuft etwas chaotisch, denn unter den Veranstaltern weiß die rechte Hand nicht, was die linke tut: Einer der Mitveranstalter weist mich an, zu der Person, die die Rezitationen vornimmt, hinüberzugehen und sie um die Liste der vorgebrachten Bibelstellen und deren Reihenfolge zu bitten. Ich gehe um die Platz herum, erhalte von dem älteren Herrn (der mich rein äußerlich an den verstorbenen Schriftsteller Ottfried Preußler erinnert) eine Kopie der Auflistung und bringe sie dem anderen Herrn zurück. Der aber ist mit dem Papier nicht zufrieden, weil die Liste nur die Bibelstellen, nicht aber deren konkreten Textinhalt ausweist, sodass man sie hier erst noch einmal umständlich in der Bibel nachschlagen muss. In einer dieser angeblichen, von „Ottfried Preußler“ ausdrucksstark vorgetragenen Stellen aus dem Neuen Testament soll sich Paulus mit einem „Okkulisten Mumsku“ befasst haben, der behauptet habe, sich zum Regenerieren zu den Sternen zurückgezogen zu haben, worauf Paulus erwidert habe, dass man zum Regenerieren einfach schlafen müsse. Freilich gibt es weder in den Paulusbriefen noch in der Apostelgeschichte einen Hinweis auf einen solchen Okkultisten und eine derartige Praxis; es sind also trügerische Informationen.
In einem nächsten, sehr lebhaften Traumabschnitt desselben Morgens beobachte ich einige bezeichnende Vorgänge im Reich eines nicht namentlich benennbaren Alleinherrschers, der einer besonderen Art der religiösen Diktatur vorsteht. In seinem Reich sind die Nonnen eines medizinischen Ordens (erkennbar an einem großen roten Kreuz am Kopfteil ihres Ordensgewandes) so „abgerichtet“, dass sie willkürlich für die Bevölkerung sprechen dürfen. Bei einer Veranstaltung zu Ehren des Diktators müssen sich viele Menschen in einer großen Halle versammeln, wo sie in Reih und Glied vor einer Bühne Aufstellung nehmen müssen, auf welcher der Potentat auf einem mit Leuchtgirlanden verzierten Thron (!) Platz genommen hat. Vorne wuseln Nonnen in ihren grauen Gewändern mit den roten Kreuzen herum.
In der hinteren Reihe stehen eine Menge junger moderner Frauen etwa Mitte zwanzig im Glied. Eine Frau gleichen Alters geht durch die Reihe und erteilt eine Art Segen, indem sie aus einer Pipette eine Flüssigkeit in das rechte Auge der übrigen Frauen träufelt. Am linken Rand der Reihe hält sie jedoch inne, pickt sich die dort stehende Frau heraus und tadelt sie, dass sie sich nicht korrekt anzuziehen vermöge. Die junge Frau muss vor allen anderen ihren Pullover ausziehen und ihren BH richten, weil sie angeblich zu viel Brust zeige. Zu allem Überdruss zieht sich die Dame, die die Ermahnung ausgesprochen hat, nun auch noch selbst aus, um der anderen zu zeigen, wie es richtig zu gehen habe! Besonders auffällig ist, dass die bereits gesegneten Frauen sogar noch weit nachlässiger gekleidet sind als diejenige, die vor aller Öffentlichkeit gedemütigt wird! Das gesamte Verfahren ist also reine Willkür. Und dem nicht genug: Obwohl die gemaßregelte Frau ihre Anklägerin anfleht, schnappt diese sie im Genick, führt sie durch die Reihe in den Mittelgang und zwingt die jetzt angsterfüllte Frau in eine Verbeugung vor dem weit vorne auf dem Thron dunkel im gleißenden Girlandenlicht sitzenden Herrscher.
In diesem Moment habe ich genug von diesen entwürdigenden Praktiken gesehen und fliege, auf einmal machtbewusst, nach vorne zur Bühne. Dort fliege ich linker Hand vorbei durch eine Tür in den eigentlich dem Diktator vorbehaltenen Backstagebereich, der sich mir jedoch plötzlich als ein weites und unberührtes Sumpf-, Schilf- und Grasland unter einem grau überzogenen Himmel präsentiert. Dort fliege ich präluzid über einem dunklen Tümpel meine Kreise über der durchaus herrlichen Naturlandschaft. Dabei fühle ich mich unangreifbar und fantasiere anbei, in Libyen geboren zu sein, jedoch dem Herrschaftsapparat des Diktators von Anfang an entzogen gewesen zu sein, da noch nicht einmal ein Geburtsschein von meinem Dasein in dessen Land zeugt … Es ist kurz nach 7 Uhr, als ich aus diesem wenngleich nur präluziden, aber dennoch höchst bemerkenswerten und kuriosen Traum erwache.

24.04.2019: Ein seltsamer, sogleich als falsch erkannter Impuls bringt mich in einem Traum dazu, auf der Autobahn zu wenden! Um Schlimmeres zu verhindern fahre ich schnell ganz rechts auf einen breiten Grünstreifen neben einer Autobahnausfahrt und mag gar nicht daran denken, was für Ärger es bedeutet, bei diesem Manöver von einer Polizeistreife erwischt zu werden! Von hier aus verschaffe ich mir einen Überblick und wende rasch erneut, was ohne Zwischenfälle glückt. Statt weiterzufahren nehme ich sofort die nächste, mir unbekannte Ausfahrt, von der ich aber vermute, dass sie mich in die gleiche Richtung (Richtung Bad Dürkheim) bringen müsste. Die Ausfahrt bringt mich auf eine Hochstraße, die immer schmaler wird, bis ich schließlich mit einem Fahrrad (das Auto ist unmerklich aus der Szenerie verschwunden) auf einem schmalen Betongrat mit Fahrbahnmarkierungen (!) hoch in der Luft unterwegs bin. Mehr und mehr Luzidität baut sich auf. Ein mittiges Fahrbahngeländer biegt sich vor mir nach links und leitet mich so automatisch über den Rand des schmalen Grates in eine undefinierbare, weiße und neblige Tiefe. Ich werde luzid, kann aber dennoch das Gefühl der Höhenangst nicht sofort überwinden; da mir die letzte Entschlossenheit fehlt, erwache ich und verpasse die Gelegenheit zu einem ausgedehnteren Astralerlebnis.

Trug

Ich werde in einem grün gekachelten Waschraum luzid. Zuvor träume ich von einem Mädchen, F. bzw. Z. nicht unähnlich, das an einer Zeremonie teilgenommen hat, ohne dabei die erhofften mystischen Erfahrungen zu erlangen. Eine Verwandte will dem enttäuschten Kind klar machen, dass es Geduld und Offenheit brauche. Auch ich verspüre den Impuls, zu helfen, sage irgendwas und werde fast zeitgleich, beim Blick in einen Nachbarraum, vollluzid.
Ich versuche eine Translation zum „Kern der Sonne“, eine Idee, die mir infolge eines unluziden Traums letzten Mittwochmorgen gekommen ist. Das funktioniert allerdings überhaupt nicht wie erhofft.
Ich lande in einer nächtlichen Umgebung; vereinzelte Sterne blinken an einem dunkelblauen Himmel. Ich scheine mich in einer Art Industriegebiet zu befinden. Von einer betonierten Fläche hebe ich ab und erkenne, dass sich vor der Betonplattform ein Gewässer erstreckt. Auf dem Wellenkämmen des bräunlich-grünlichen Wassers laufend beginne ich eine weitere Translation, die mich in sonnige Gefilde bringen soll.
Die zweite Translation klappt, allerdings wiederum anders als erwartet.
Ich komme in einem großen, von gelb-orangen Licht erhellten Raum voller kleiner Kinder heraus; ich bin in einer Kindergartengruppe mit dunkel- und hellhäutigen Kindern gelandet. Die Kinder zeigen große Begeisterung und Interesse an mir, doch will ich schnell weiter.
Durch die kurzzeitig transparent werdende Decke sehe seitlich nach links versetzt in der Höhe eine gelbe Sonnenscheibe am Himmel. Teilweise habe ich mein Ziel also erreicht. Ich durchfliege eine Fensterscheibe vor mir und gewahre die schon zuvor spürbare Fremdartigkeit dieser Umgebung. Der Himmel ist gelb, die gesamte Umgebung von der Sonne in ein gelb-orangefarbenes Licht getaucht. Auch hier bin ich in einem Industriekomplex gelandet; dunkle Abgaswolken aus Fabrikschloten verfinstern teilweise den Himmel. Das ist das Gegenteil eines paradiesischen Sommerlandes; kurz fixiere ich im Flug diese Sonne, um von dort Kraft zu schöpfen, fühle aber, dass das in diesem Astralbereich wenig Sinn macht. Das ist nicht der richtige Platz.
Ein dritter Translationsversuch verfrachtet mich unweigerlich in mein Bett und ins volle Erwachen. Es ist 6:02 Uhr.
Im Rückblick auf das Erlebnis dämmert mir, dass es eine Überzahl an Astralbereichen und astralen Aktivitäten gibt, die – wie die weitaus meisten gewöhnlichen Träume! – die Aufmerksamkeit mit trügerischen Inhalten binden! Diese Erkenntnis erscheint mir umso bedeutsamer, je länger ich darüber nachdenke. Obwohl meine Schlafzeit diesen Samstagmorgen mehr als ausreichend war, fühle ich mich etwas müde und meine Verspannungen im unteren Rücken sind wieder deutlich spürbar.